Gebackener Fenchel mit Chili & Parmesan

©Laura Edwards

Dreimal ja von uns! Wir lieben Fenchel, wir lieben Parmesan und haben es auch gerne mal ein wenig schärfer. Und vielen Dank für die Optimierung bei der Zubereitung, so absolut Feierabend tauglich! Wir hatten den übrigens gestern zu Lammkottelets und das Rezept für 2 gute Esser halbiert…..

Quelle: Diana Henry: Aus dem Ofen
Einfache Gerichte schnell zubereitet

Fotos: Laura Edwards

Ars Vivendi

Preis: 28,– €

Früher habe ich den Fenchel vor dem Backen blanchiert, doch bei hoher Backofentemperatur ist das nicht nötig. Dies ist eine meiner Lieblingsbeilagen. Mit Burrata, Olivenöl und warmer Focaccia wird daraus ein Hauptgericht. Als Beilage passt der Fenchel gut zu gebratenem Lamm, Hähnchen oder Fisch.

Zutaten (für 6–8 Personen als Beilage):

4 Fenchelknollen

3 EL Olivenöl

2 Knoblauchzehen, fein gerieben

3 TL Fenchelsamen, im Mörser grob zerdrückt

3 TL Chiliflocken

Meersalzflocken und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

25 g Parmesan, fein gerieben

 Zubereitung:

Den Backofen auf 190 °C (Umluft) vorheizen. Die Spitzen der Fenchelknollen abschneiden, die Knollen halbieren und grobe oder verfärbte Außenblätter abschneiden (Fenchelgrün allerdings aufbewahren). Jede Hälfte in 2–2,5 cm dicke Spalten schneiden, sodass die Blätter an der Basis noch miteinander verbunden sind. Mit Öl, Knoblauch, Fenchelsamen, Chiliflocken, Fenchelgrün und reichlich Salz und Pfeffer in einer Schüssel vermengen. In eine Auflaufform füllen und fest mit Alufolie abdecken. 20 Minuten backen (die Unterseite sollte leicht goldgelb sein) und dann die Alufolie abnehmen. Den Parmesan darüberstreuen und erneut 10–15 Minuten in den Backofen schieben, bis der Fenchel weich (zur Probe mit einem scharfen Messer einstechen) und an der Oberfläche goldbraun ist.

Gebackener Kürbis & Tofu mit Sojasauce, Honig, Chili & Ingwer

©Laura Edwards

Toll, I love it! Obwohl ich normalerweise kein ausgewiesener Kürbis-Fan bin… Aber so lecker und würzig, ist uns der noch nicht untergekommen.

P.S. Ich habe übrigens alles auf einem großen Backblech zubereitet und die Menge des Öls ein bisschen reduziert.

Quelle: Diana Henry: Aus dem Ofen
Einfache Gerichte schnell zubereitet

Fotos: Laura Edwards

Ars Vivendi

Preis: 28,– €

Süß und scharf: Ich liebe die Aromen in diesem Rezept. Sie können den Kürbis als Beilage oder mit Reis auch als Hauptgericht servieren. Eine Sauce ist nicht nötig, aber ein scharfes asiatisches Dressing (siehe Seite 194) passt gut dazu.

Zutaten (für 6 Personen mit Reis oder als Beilage):

450 g extrafester Tofu

900 g Kürbis (wir haben Hokkaido verwendet)

3 EL flüssiger Honig

6 EL Sojasauce

2 TL Chiliflocken

1 Stück frischer Ingwer (2 cm), geschält und fein gerieben

125 ml Erdnussöl

Meersalzflocken und

schwarzer Pfeffer aus der Mühle

6 Knoblauchzehen, in sehr feine Scheiben geschnitten

3 TL Sesamsamen, geröstet

2 Frühlingszwiebeln, geputzt und diagonal in Stücke geschnitten

frisch gepresster Saft von ½ Limette

Zubereitung:

Den Backofen auf 200 °C (Umluft) vorheizen.

Den Tofu abseihen und in 1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Eine doppelte Lage Küchenpapier auf ein Schneidebrett legen, den Tofu darauf platzieren und mit einer weiteren doppelten Lage Küchenpapier abdecken. Ein weiteres Schneidebrett obenauf legen und zusätzlich mit einem Gewicht beschweren. 20 Minuten ruhen lassen, um überschüssige Flüssigkeit herauszudrücken. Den Kürbis halbieren, entkernen und in 1,5–2 cm dicke Spalten schneiden. Honig, Sojasauce, Chiliflocken, Ingwer und 75 ml Öl in einer kleinen Schüssel vermengen.

Die Kürbisspalten in 2 Bratreinen oder auf 2 Backbleche verteilen (zur leichteren späteren Reinigung mit Backpapier auslegen) und der Sojasaucenmischung darüberlöffeln. Die Spalten mit den Händen darin wenden.

Die Tofuscheiben halbieren und in eine weitere kleine Bratreine legen. Die restliche Sojasaucenmischung darüberlöffeln und die Scheiben darin wenden. Kürbis und Tofu mit Salz und Pfeffer würzen und 15 Minuten backen.

Kürbisspalten und Tofustücke wenden. Das restliche Öl mit dem Knoblauch vermengen und über den Kürbis geben. Dann wieder in den Ofen schieben und mit dem Tofu weitere 10–15 Minuten backen, bis der Tofu dunkel und der Kürbis angebräunt und ganz weich ist.

Kürbis und Tofu auf einer vorgewärmten Servierplatte anrichten, mit Sesamsamen und Frühlingszwiebeln bestreuen, mit dem Limettensaft beträufeln und anschließend servieren.

Da ich das empfohlene asiatische Dressing mit serviert habe, habe ich darauf verzichtet Kürbis und Tofu mit Limettensaft zu beträufeln.

Asiatische Dressing

frisch gepresster Saft von 1 Limette

2 EL feinster Backzucker

6 EL Fischsauce

1 rote Chilischote, halbiert, entkernt und in sehr feine Ringe geschnitten

Limettensaft, Zucker, Fischsauce und Chili vermengen.

Diana Henry: Aus dem Ofen

Diana Henry: Aus dem Ofen
Einfache Gerichte schnell zubereitet

Fotos: Laura Edwards

Ars Vivendi

Preis: 28,– €

Best-of Ofen-Cooking alltagstauglich und sogar mit Gäste-Button

Wer schließt die Ofentür?

Diana Henry, in Nordirland aufgewachsen, ist eine der beliebtesten britischen Food-Autorinnen. Sie hat eine wöchentliche Kolumne im Sunday Telegraph, schreibt auch für BBC Good Food, Red sowie House & Garden und ist bei BBC Radio 4 regelmäßig auf Sendung. Für ihre journalistische Arbeit und ihre Bücher erhielt sie zahlreiche Preise – so wurde sie unter anderem drei Mal von der »Guild of Food Writers« als »Cookery Journalist of the Year« ausgezeichnet (zuletzt im Jahr 2015) sowie zwei Mal bei den »Fortnum & Mason Food & Drink Awards« als »Cookery writer of the Year« (2013 und 2015). Im ars vivendi verlag erschienen bereits die Bücher Alle meine Hähnchen, Simple und Change your appetite.

Worum geht’s?

 Der Esstisch ist ein wichtiger Ort und der Backofen kann sein Freund und Helfer werden, wenn…

Im Wanderurlaub muss, die gebuchte Ferienwohnung zwingend für mich einen Backofen haben, dass weiß der Lieblingsmann ganz genau, ohne dieses Ausstattungsmerkmal kann mir die idyllischste Hütte gestohlen bleiben. Schon eine Weile erfreuen sich Kochbücher, die ausschließlich den Backofen als Zubereitungshelfer favorisieren großer Beliebtheit. Lecker und unkompliziert braten, garen oder überbacken und bevor es an den Tisch geht, ist der Abwasch schon erledigt, dass sind Argumente, die köstlich, alltags- und gästetauglich sehr überzeugend für diese Art der Zubereitung quasi mühelos punkten. Die Anzahl an Equipment, die sich in jedem Haushalt in Form von Blech, Bräter, Auflauf- und Backformen sowieso schon befinden, lässt noch viel Raum für eine Autorin, die jedes ihrer Thema gut durchdacht an den Alltag ihrer Leser anpasst und dafür steht, neben vielen neuen kulinarischen Erfahrungen, für viel Aroma zu sorgen. Leider gehen die meisten Kochbücher zum Thema nur eindimensional damit um und zeigen lediglich Rezepte, die auf dem Backblech zubereitet werden. Dabei walten jedoch in Form von Hitze rohe Kräfte und wenn es ebenfalls um den optimalen Garzeitpunkt geht, das Ganze noch durch ein Sößchen begleitet werden soll, ist eine umfassende und differenzierte Betrachtung der Möglichkeiten bei der Zubereitung im Backofen notwendig!

Es fing mit einem unkomplizierten und gleichwohl genialem Rezept an….

Antonio Carluccios Rezept für Hähnchenschenkel mit Babykartoffeln, roter Zwiebel, Knoblauch, Rosmarin und Olivenöl war Ms. Henry’s erste Begegnung mit der entspannten Art des Zubereitens im Backofen und , dieses hat die kreative Kochbuch-Autorin nicht nur nachhaltig begeistert, sondern dazu veranlasst, im Laufe der Jahre ihr ganz eigenes Repertoire ähnlicher Gerichte zusammen zu stellen.

Was ist drin?

Tolle Rezepte und eine bis auf den i-Punkt genaue Rezept-Entwicklerin!

 In das Buch Aus dem Ofen von Dina Henry musste ich unbedingt reinschauen,  Ms. Henry hat bei mir mit ihren hocharomatischen Gerichten einen Stein im Brett.  Bei den Zutaten dafür bedient sich diese weltweit, um es spannend für unsere Gaumen zu machen. Ein weiteres Plus die Rezepte ihrer Kochbücher haben den Rezepte-TÜV immer schon hinter sich und sind hier detailliert bis auf die Größe der Auflaufform ausgearbeitet.

Aufbau und Didaktik gehen bei einem klasse Kochbuch immer Hand in Hand

Eigentlich geht es in einem Kochbuch ja um Rezepte, stimmt, aber ob dieses wirklich etwas anzubieten hat, entscheidet sich für mich gleich im Inhaltsverzeichnis. Da sollte bereits erkennbar sein, was es zu bieten hat. Leider lassen sich diese Chance viele Autoren entgehen und reihen ihre Rezepte in klassische Cluster und können damit wenig erklären, ob ihre Gedanken zum Thema zwischen abgestuften Aufwand, Vorlieben, Alltagskochen oder Gästebewirtung wirklich unterscheiden können. Bei Diana Henry erkenne ich ein System was ebenso zu den unterschiedlichen Zeit-Budgets in der Woche, dem Anlass und den unterschiedlichen Vorlieben und Geschmäckern der Interessenten passt.

Bei den allereinfachsten Rezepten, die nur einen Bräter oder ein Backblech erfordern, arrangiert man die Zutaten, würzt sie und schiebt sie dann einfach nur noch in den Backofen. Am anderen Ende der Schwierigkeitsskala – beispielsweise beim Gratin aus Räucherfisch mit Tomate und Kartoffeln – müssen die Kartoffeln in dünne Scheiben geschnitten, Sahne und die Milch erhitzt werden, bevor diese über den Fisch gegossen wird.

Los geht es mit einfachen Gerichten (Würstchen, Koteletts, Fischfilets & ähnliche Speisen), bevor wir zur Lieblingszutat (Hähnchenschenkel bis in alle Ewigkeit) der Autorin kommen,

weiter geht es mit Gemüse von Spargel bis Aubergine (dieses Kapitel widmet sich dem Frühjahrs- und Sommergemüse), bevor uns Henry‘s köstlichen Ideen mit roter Bete & Bittersalaten (Herbst- und Wintergemüse) in die kältere Jahreszeit begleiten. Besondere Aufmerksamkeit schenkt Diana Henry Getreide & Hülsenfrüchten (Weich Garen).

Für mich mein absolutes Lieblingskapitel und schön das hier wieder jemand praktisch und nicht dogmatisch unterwegs ist. Reis und Pasta als Beilage gart man besser auf als im Ofen. Praktischerweise werden die Garzeiten für die verschiedenen Reis- und Getreidesorten in diesem Kapitel gleich mit erklärt. Ein Service, der dieses Kochbuch sehr praxistauglich macht, wer hat nach einem stressigen Tag wirklich noch Lust sich das aus anderen Kochbüchern oder dem Netz als kleine Informations-Häppchen überall zusammen zu klauben?

Nach der Pflicht kommt dann die Kür, das Kapitel Wochenende, Feiertage besondere Anlässe (Braten, Geflügel & ganze Fische) serviert reichlich Ideen für die Zeiten, wo wir die Muße haben, Familie und Gäste mit Ofen-Kreationen glücklich zu machen. Und zum Schluss werden köstliche Desserts und Kuchen aus dem Ofen aufgeboten.

Was ist besonders? – Ich schätze Ihre Umsicht und Kreativität!

Dinah Henry ist meine ganz persönliche Ofen-Meisterin und das hat viele Gründe, zum ersten ihre Kreativität und Akribie, wenn es darum geht köstliche Optionen aus allen Herren Länder bei mir zu Hause auf den Tisch zu bringen. Ihre Kunst ist dabei die Optimierung für zu Hause und setzt sich damit deutlich von beliebigen Länder-Kochbüchern ab, bei dessen Rezepten, ich mir dass alles einzeln erarbeiten muss. Zudem liefern ihre Kochbücher und besonders dieses hier immer eine ungeheure Vielfalt… Heute noch kulinarisch in Griechenland, morgen in Italien übermorgen mit Kürbis saisonal kochen und erschmecken, wie phantastisch dieser sich mit asiatischen Zutaten wie Sojasauce, Ingwer, einem Hauch Schärfe (Chili) und kombiniert mit Süße (Honig) versteht.

Was mir aber noch mehr bedeutet ist, wie detailgenau, Henry all ihre Rezepte ausgearbeitet hat, da wurde wirklich an alles gedacht! Wer sich an die vorgeschriebenen Größen für die verwendeten Formen oder Bleche hält, erlebt keine bösen Überraschungen,  z. B. dass die Sauce am Ende der Zubereitung der Hitze beugen musste.  Backofen kochen ist durchaus nicht trivial, wenn man auf optimale Konsistenzen Wert legt. Ms. Henry macht ihren Job hier nicht nur gut, sondern im Vergleich zu anderen Publikationen zum Thema, großartig! Alles aufs Blech, Tür zu und fertig funktioniert eben nur selten richtig köstlich!

In Kombination mit den vielen Tipps und Tricks der sehr vielseitigen Rezeptauswahl, die ebenfalls ein großes Herz für Vegetarier hat, hat mich dieses Ofen-Kochbuch auf ganzer Linie überzeugt, weil es schon mit seiner Gliederung zeigen kann, hier ist jemand bei Aufwand und Zeit-Budgets ganz nah an dem Alltag von Normalo-Kochern dran.Wenn man am Ende dann noch Gäste ohne Stress satt und glücklich bekommt, ist für mich das Optimum erreicht, was ich mir von einem sehr gutem Ofen-Kochbuch wünsche, das mit jedem Rezept meinen kulinarischen Horizont, den meiner Lieben und unserer Gäste köstlich erweitert. Dafür stelle ich mir dann liebend gerne die eine oder andere neue Zutat in die Speisekammer oder den Gewürzschrank.

Probiert & Verputzt:

Griechischer Auflauf mit Zucchini, Polenta, Fetakäse & Dill

Himmlisch würzig und cremig!

Gebackener Fenchel mit Chili & Parmesan

©Laura Edwards

Dreimal ja von uns! Wir lieben Fenchel, wir lieben Parmesan und haben es auch gerne mal ein wenig schärfer. Und vielen Dank für die Optimierung bei der Zubereitung, so absolut Feierabend tauglich!

 

 

 

 

Gebackener Reis mit grünen Oliven, Orange, Fetakäse & Dill

Risotto ist eine meine Lieblingsspeisen, leider aber auch eine Diva, die ständige Aufmerksamkeit fordert. Diese Alternative ist ebenso lecker wie unkompliziert! Ich freue mich zudem über weitere Anregungen, die ich gut gebrauchen kann, wenn wir unterwegs sind und mit dem auskommen müssen, was wir zu Beginn eingekauft haben.

Gebackener Kürbis & Tofu mit Sojasauce, Honig, Chili & Ingwer

©Laura Edwards

Toll, I love it! Obwohl ich normalerweise kein ausgewiesener Kürbis-Fan bin… Aber so lecker und würzig, ist uns der noch nicht untergekommen. P.S. Das asiatische Dressing muss unbedingt mit auf den Tisch -es lohnt sich!

 

 

 

 

Mit Cassis & Lorbeerblättern gebackene Birnen mit Brombeere

Genial, süße Birne trifft auf viel Aroma, ergänzt durch die süß-säuerliche Note der Brombeeren, die bei uns wild gesammelt wurden, eine tolle Kombination, die viel hermacht und deshalb in der Rubrik Gästebewirtung ganz oben auf meiner Dessertliste abgespeichert wurde! Perfekt dazu ein Klacks Crème fraîche oder griechischen Joghurt.

Fazit: Best-of Ofen-Cooking alltagstauglich und sogar mit Gäste-Button!

Ich mache es kurz, vor mir liegt das informativste und leckerste Buch was man sich gönnen kann, wenn man die Tradition der Auflauf- und Ofen-Küche neu beleben will! Es geht nicht leckerer und jedes Rezept ist unbedingt gästetauglich. Diana Henry hat außerdem für ihre sehr detailliert Herangehensweise und Zubereitungsbeschreibung und die vielen Varianten, die sie bei jedem Rezept außerdem aufzeigen kann, bei mir für dieses Werk, mindestens 3 Sonderpunkte verdient! Das Buch ist für jedermann geeignet, einzige Voraussetzung man sollte Spaß an Gewürzen und besonderen Zutaten haben, die man heute alle online bestellen kann. Ms. Henry rät übrigens zur Vorratshaltung und zu Sammelbestellungen. Tja die Frau kocht nicht nur spannend und köstlich, sondern denkt ungeheuer praktisch und dafür liebe ich Sie!

Herzlichen Dank für die Übersendung als Rezensionsexemplar!

Waffeln mit salziger Butterscotchsoße

© Lisa Nieschlag / Hölker Verlag

Viel brauner Zucker und viel Sahne danach kann man süchtig werden! Wer danach nicht direkt auf eine anstrengende Wanderung aufbrechen möchte, ist ganz sicher bis zum Abendessen papp-satt. Für uns beim nächsten Mal mit weniger Zucker. Bei uns blieb viel Sauce über, weil wir die Waffeln damit nicht getränkt haben, denn dazu war uns diese dann sowohl zu mächtig als ebenfalls zu süß…..

Quelle: Lisa Nieschlag/Lars Wentrup: Taste the wild

Rezepte und Geschichten aus Kanada

Fotos: Sascha Talke/Lisa Nieschlag

Hölker Verlag

Preis: 30,– €

Nachmittags zum Kaffee oder direkt nach dem Aufwachen zum Frühstück: Waffeln kann man zu jeder Tageszeit genießen. Diese hier sind besonders fluffig und statt Sahne gibt es dazu selbst gemachte Butterscotchsauce. Butterscotch ist in Kanada so beliebt wie Schokolade in Deutschland.

Zutaten (für 4 Personen):

Für die Butterscotchsoße:

400 g brauner Zucker

1,2 l Sahne

1 TL Salz

Für die Waffeln:

200 g Butter plus etwas

für das Waffeleisen

1 Vanilleschote

450 ml Milch

20 g Zucker

8 Eier

250 g Mehl

1 Prise Salz

Außerdem:

Himbeeren zum Servieren

Zubereitung:

Für die Butterscotchsoße den braunen Zucker in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen (dabei nicht rühren!). Mit Sahne ablöschen (Achtung, heiß!) und ca. 5 Minuten köcheln lassen, bis eine leicht dickliche Karamellsoße entstanden ist. (Beim Erkalten dickt die Soße weiter ein.)

Für die Waffeln das Waffeleisen vorheizen. Die Butter in der Mikrowelle schmelzen. Die Vanilleschote längs halbieren und das Mark herauskratzen. Die Milch mit Zucker, Vanillemark und geschmolzener Butter vermischen. Die Eier trennen. Die Eiweiße in eine große Schüssel geben, die Eigelbe zur Milchmischung geben und unterrühren. Das Mehl in die Eiermilch sieben und mit einem Schneebesen unterrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Die Eiweiße mit Salz steif schlagen und unter die Eiermasse heben.

Das Waffeleisen fetten, jeweils eine Kelle Teig hineingeben und goldbraun ausbacken. Die Waffeln mit lauwarmer Butterscotchsoße und frischen Himbeeren servieren.

Roastbeef mit Smashed Potatoes

© Lisa Nieschlag / Hölker Verlag

Quelle: Lisa Nieschlag/Lars Wentrup: Taste the wild

Rezepte und Geschichten aus Kanada

Fotos: Sascha Talke/Lisa Nieschlag

Hölker Verlag

Preis: 30,– €

Nicht schlecht, der gebackene Knoblauch verträgt sich gut mit den zerdrückten Kartoffeln! Wir haben uns für die Sour Cream als Beilage entschieden. War lecker, hätte es für unseren Geschmack jedoch nicht unbedingt gebraucht. 3 EL Butter hätten uns völlig gereicht. Das Roastbeef würde ich beim nächsten Mal im Ganzen braten, so sind die Ergebnisse kontrollierbarer. On top hätte sich sicherlich auch die vorgeschlagene Alternative der Cajun-Gewürzbutter gut gemacht. Leider gab es kein Rezept dafür……. Ich kaufe aus Erfahrung heraus eigentlich keine gemahlenen fertigen Gewürzmischungen mehr, wenn man wieder daran denkt diese zu verwenden, hat sich vieles bereits verflüchtigt……

Das nordamerikanische Gegenstück zum Sonntagsbraten. Die Steaks sind leicht zuzubereiten, auch die Kartoffeln sind schnell gemacht. Dies ist also das perfekte Gericht für Abenteurer, denen am Abend der Magen knurrt.

Zutaten (für 4 Personen):

Für die Smashed Potatoes

1 kg kleine mehligkochende

Kartoffeln

Salz

2 ganze Knoblauchknollen

5 EL Olivenöl

3 EL Butter

Für das Roastbeef

1,5 kg Roastbeef,

Zimmertemperatur

Salz

Pfeffer

2 EL Olivenöl

1 Zweig Rosmarin

Außerdem:

1 Portion Cajun-Gewürzbutter

(s. S. 137) oder

Sour Cream (s. S. 138)

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen und in gesalzenem Wasser 15 Minuten kochen. Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Die Knoblauchknollen längs halbieren und mit Olivenöl in eine Auflaufform geben. Die Kartoffeln abtrocknen, zum Knoblauch geben und durchschwenken. Im Ofen 45 Minuten backen. Den Knoblauch wenden und die Kartoffeln mit einem Kartoffelstampfer ganz leicht andrücken. Butterflocken daraufgeben und weitere 15 Minuten backen.

Das Roastbeef abspülen, trocken tupfen, von Sehnen befreien und in 2 cm dicke Scheiben schneiden, salzen und pfeffern. Die Steaks mit Olivenöl und dem Rosmarinzweig bei mittlerer Hitze für 2–3 Minuten von jeder Seite anbraten. Aus der Pfanne nehmen, in Alufolie wickeln und 10 Minuten ruhen lassen.

Die Steaks mit Kartoffeln und wahlweise mit Cajun-Gewürzbutter oder Sour Cream servieren.

Wildreis-Frittata mit Pilzen und Speck

 

© Lisa Nieschlag / Hölker Verlag

Quelle: Lisa Nieschlag/Lars Wentrup: Taste the wild

Rezepte und Geschichten aus Kanada

Fotos: Sascha Talke//Lisa Nieschlag

Hölker Verlag

Preis: 30,– €

Lecker, würzig, deftig und schnell gemacht! Das gibt es demnächst mal wieder.

Feine lange Körner und nussiger Geschmack: Der kanadische Wildreis ist weder optisch noch geschmacklich mit normalem Reis vergleichbar. Kein Wunder, denn es handelt sich um die Samen eines wildwachsenden Wassergrases, welches mit der Pflanzenart Oryza nicht verwandt ist. Der Frittata verleiht der kanadische Wildreis einen wunderbaren Geschmack und macht sie zudem zur sättigenden Mahlzeit.

Zutaten (für 2 Personen):

Für den Reis:

125 g Wildreis

1 TL Salz

Für die Frittata:

5 Eier

2 Eiweiß

3 Stängel Petersilie

½ TL Salz

½ TL frisch gemahlener

Pfeffer

¼ TL frisch geriebene

Muskatnuss

1 rote Zwiebel

2 TL Olivenöl

1 Zweig Rosmarin

200 g gemischte Pilze

(Champignons, Pfifferlinge)

3 Scheiben Speck

45 g geriebener Parmesan

Zubereitung:

Den Wildreis in ein Sieb geben und gründlich mit Wasser abspülen. Den Reis mit 230 ml Wasser und dem Salz in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Den Deckel auflegen und den Reis bei geringer Hitze 40–50 Minuten köcheln lassen. Abgießen und beiseitestellen.

Für die Frittata die Eier mit den Eiweißen in eine Schüssel geben und verquirlen. Petersilie waschen, trocken schütteln, die Blättchen abzupfen und fein hacken. Petersilie, Salz, Pfeffer und Muskatnuss zur Eimasse geben und unterrühren. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Olivenöl in einer ofenfesten Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin andünsten. Rosmarin waschen, trocken schütteln, die Nadeln abzupfen und zu der Zwiebel geben. Die Pilze putzen, halbieren und in der Pfanne bei starker Hitze kräftig anbraten. Die Hitze reduzieren und den Wildreis zugeben.

Den Backofengrill vorheizen. Die Eimasse in die Pfanne geben und bei geringer Hitze stocken lassen. Den Speck mit dem Parmesan darübergeben. Die Pfanne in den Ofen geben und die Frittata ca. 5 Minuten unter dem Backofengrill überbacken.

Lisa Nieschlag/Lars Wentrup: Taste the wild

Lisa Nieschlag/Lars Wentrup: Taste the wild

Rezepte und Geschichten aus Kanada

Fotos: Sascha Talke/Lisa Nieschlag

Hölker Verlag

Preis: 30,– €

Worum geht’s?

 “say yes to new adventures….”

In ihrem neuen Buch laden Lisa Nieschlag und Lars Wentrup nach Kanada ein. Der Fotograf Sascha Talke hat sich mit seiner Frau Ninja aufgemacht, um ein beeindruckendes Panorama mit schneebedeckten Bergen, klare Gebirgsseen und unberührten Wäldern vor seiner Linse zu bannen. Und das macht er phantastisch! Seine Fotos machen mir beim Blättern große Lust auf ein Land, das ich genauso wenig wie seine Küche schon selbst entdecken konnte. Jede Reise beginnt ja immer erst mal im Kopf mit einer erwartungsvollen Stimmung und dem Gedanken daran, was uns dort erwartet. Talkes Fotos haben es auch meinem Mann angetan, der interessiert aufblickt, als ich dieses wunderschöne Reise-Kochbuch zur Seite lege. „Say yes to new adventures“ heißt es gleich zu Beginn des Kochbuches auf einer Doppelseite, wo der Fotograf eine im Nebel versteckte Bergkette zeigt. Na, dann doch einfach los, wir sind dabei!

Was ist drin?

Kanada-Feeling pur!

© Sascha Talke/Hölker Verlag
© Sascha Talke/Hölker Verlag

In ihrem Vorwort versprechen die versierten kulinarischen Abenteurer aus Münster dann , dass alle Bilder so in Szene gesetzt wurden, dass sie von der Seele Kanadas erzählen, die seine Weite widerspiegeln und das Abenteuer greifbar machen. Das sehr wertig ausgestattete Buch, bleibt da wirklich nichts schuldig und spielt mit links jeden Kanada Foto-Bildband an die Wand. Wir sollen mit ihm Platz für unsere Träume haben und diese Rechnung ist bei meinem „Lieblings-Mann“ voll aufgegangen… Ich kann ihn gerade noch bremsen, den Flug nach Toronto jetzt sofort zu buchen. „Schatz müssen wir doch erst mal gar nicht, denk an die Bären, denen Dein Kollege bei einer Wanderung nicht ausweichen konnte! “Jede Umgehung führte  – so berichte er später stolz im Büro – ihn wieder an „Meister Petz“ und seine familiy heran. Immerhin er und seine Begleitung haben das richtige getan und sind unbeschadete davon gekommen. Die Bären in den Rockys sollen auch ein anderes Kaliber als die in Osteuropa sein. Trotzdem mich reizen solche selbst erlebten Abenteuer nicht!

Und was gibt es zu essen?

 Einfacher Genuss oder ein bisschen Wildnis auf dem Teller……

Knapp 100 Rezepte entführen uns in klassischer Manier – von Frühstück über Snacks bis hin zu Mittag- u. Abendessen und verwöhnen schließlich mit dem süßen Abschluss – kulinarisch nach Kanada: Den einfachen Genuss sollen wir präsentiert bekommen, unsere Sehnsüchte sollen gestillt werden und manchmal darf es ebenfalls nach Wildnis schmecken. Das ist ein ambitioniertes Programm finde ich, was man sich da vorgenommen hat. Aber dieses Team hat viel Erfahrung, hat es uns doch schon in New York mit einigen Büchern satt und glücklich gemacht. Mal schauen, ob in Kanada das Ergebnis ähnlich gelungen ausfällt…

Die Münsteraner bleiben  bei ihrem bewährtem Konzept: alle Rezepte werden in Kategorien präsentiert, die Gefühle und Sehnsüchte stimulieren. Dort wo andere Kochbücher nur zum Frühstückstisch rufen, sucht man in diesem Bildband zu Beginn eines Reisetages an einem klaren Bergsee die vielgepriesene kanadische Weite.

Veganer freuen sich über eine gegrillte Avocado mit Tomatenchutney oder Mandel-Porridge mit Cranberrysoße zum Start in den Tag. Wir probieren Peanutbutter Chocolat Granola und stellen fest, wir mögen es weniger süß, haben aber nichts gegen den gehaltvollen Tagesbeginn.

Der Trip kann beginnen, vorher kümmern wir uns jedoch noch um den Proviant….

 Es wird ein No Knead Bread oder ebenfalls ein Meat Pie aus der kanadischen Provinz Quebeck gebacken, der dort als Tourtiére bekannt ist und bei dem fertige Yufka-Blätter mit Lauch, Hack (gewürzt mit Nigella, das ist Schwarzkümmel und Kümmel) gefüllt wurden. Erstaunlich lecker fanden wir, obwohl uns das Rezept im Buch nicht als sehr raffiniert erschien, haben wir diesen inzwischen schon öfter gebacken und der deftige Kuchen konnte ebenso beim Familien-Brunch Fans für sich gewinnen.

Typisch kanadisch ist meistens mit dem Einkauf im Supermarkt meisterbar!

 Frau Nieschlag und ihre Rezeptentwicklerin (Verena Poppen) servieren weiterhin ein grilled Cheese Sandwich, wo sich Cranbeery-Konfitüre, Cheddar, milder Gorgonzola und Japanelos, die Hand geben. Beaver Bites sind quasi Mini-Berliner mit einem Nuss-Nougat-Topping und Nanaimo Bars bestehen aus drei Schichten Keks-Nuss-Boden, Creme und Schokolade. Poutine dagegen ist ein kanadischer Fast-Food-Klassiker, bei dem eine Bratensoße den Job von Ketchup und Mayonnaise übernimmt. In der Version hier mir einfach nicht raffiniert genug und mich nachhaltig zu beeindrucken.

Mit einer Clam-Chowder (Muschelsuppe) wird es typisch kanadisch, ohne dass es bei der Beschaffung der Zutaten zu schwierig wird. Nur für die Lobster-Roll aus dem Kapitel „Den eigenen Weg gehen“ muss der Online-Handel ran und dann wird es nicht nur authentischer, sondern ebenfalls kostspieliger. Diese Herausforderungen sind jedoch rar gesät, einzig das Rezept für ein Lachsfilet vom Zedernholz verlangt nach einem unbehandelten Brett aus Zedern- oder Buchenholz, was sicherlich nicht jeder zu Hause stehen hat.

probiert & verputzt:

Waffeln mit salzigem Butterscotch

© Lisa Nieschlag / Hölker Verlag

Viel brauner Zucker und viel Sahne danach kann man süchtig werden! Wer danach nicht direkt auf eine anstrengende Wanderung aufbrechen möchte, ist ganz sicher bis zum Abendessen papp-satt. Für uns beim nächsten Mal mit weniger Zucker.

 

 

 

Wildreis-Frittata mit Pilzen und Speck

© Lisa Nieschlag / Hölker Verlag

Lecker, würzig, deftig und schnell gemacht! Das gibt es demnächst wieder!

 

 

 

 

 

 

Roastbeef mit Smashed Potatoes

© Lisa Nieschlag / Hölker Verlag

Nicht schlecht, der gebackene Knoblauch verträgt sich gut mit den zerdrückten Kartoffeln!

 

 

 

 

 

 

Man verlässt sich auf das Bewährte…

Es ist ja nicht das erste Buch aus der Schmiede der beiden Autoren, sondern reiht sich in eine Riege von hochwertig ausgestatteten und exzellent gelayouteten Büchern, die man – hat man sie einmal zu Hause – immer wieder gerne zur Hand nimmt… Versprechen diese doch ähnlich wohlige Gefühle wie die Reise zum jeweiligen Ziel selbst. Ja Schatz, ich finde es geht auch ohne Bär und wenn dann begegne ich diesem lieber in meinem Wohnzimmer ganz entspannt auf der Couch als in der kanadischen Wildnis. Kurzweilige Geschichten ergänzen den Coffee-Table-Touch. In diesem Buch sind das z. B. die kanadische Schriftstellerinnen Anne Michaels, die über die Ankunft ihrer Familie in Toronto berichtet und die wunderbare Margret-Atwood, die erzählt wie ihre Mutter als Kriegerwitwe von den Brüdern nach Strich und Faden verwöhnt wurde und Sonntags die Tanten immer mit ihrem mitgebrachtem Roastbeef und den Zitronen-Baisers für die kulinarischen Genüsse sorgten. Da hat ihre Mutter sich gerne umsorgen und bedienen lassen.

Fazit: Kochbuch oder Bildband?

 Solide Leistung, ohne Überraschungen!

Für mich ein großartiger Bildband mit wertiger Ausstattung, der auch Kochbuch kann. Die Autoren bestehen nicht darauf, dass ein Elch erlegt werden muss, bevor es los geht, sondern schicken uns zum Besorgen der Zutaten meistens einfach nur in den gut sortierten Supermarkt um die Ecke. Alles bleibt ohne große Schwierigkeiten machbar und schmeckt lecker. Für uns bei den süßen Sachen manchmal ein wenig zu süß, aber das ist schließlich Geschmackssache Die Bildunterschriften und Kapitel-Themen waren mir jedoch ein wenig zu dick aufgetragen! In Kombination mit den Rezepten, die lecker sind, aber eben nicht nach Wildnis schmecken, wie die Autoren in ihrem Vorwort gehofft hatten, fand ich das manchmal ein wenig zu viel des Guten! Als kritische Zeitgenossin haben diese mich eher abgeschreckt und manchmal die Erwartungen an die Rezepte höher geschraubt, als dieses es dann einlösen konnten. Vieles war lecker, aber nicht außerordentlich, wenn auch immer toll fotografiert. Bei den New York Büchern, besonders bei New York Christmas Baking wurde kulinarisch für meinen Geschmack viel mehr geboten und deutlich raffiniertere Rezepte geliefert.

Solide Leistung bei den Rezepten, genauso wie viele es heute wollen, aber eben nicht Wildnis pur. Da hätte es ein wenig mehr Abenteuerlust für mich gebraucht. Mein Wunsch für weitere Bände aus der Münsteraner Fernweh-Schmiede lautet: weniger Pathos mehr Spannung im Kochtopf und ruhig auch mal wieder eine längere Zutatenliste wagen!

Herzlichen Dank für die Übersendung als Rezensionsexemplar!