Tanja Dusy: Thali

Tanja Dusy: Thali

Fotos: Maria Panzer

Edition Michael Fischer

Preis: 25,–

Indische Küche multifunktional!

Worum geht’s

Kochbuch gegen Lieferdienst…..

 Seit einigen Jahren gibt es die verschiedensten Bemühungen bei ganz unterschiedlichen Autoren uns Teilaspekte dieser Jahrtausende alten Küche (Street-Food geht immer!) nahezubringen und manche dieser Damen und Herren favorisieren inzwischen dabei einen alltagstauglicheren Ansatz, denn die Küchen der Welt (und besonders eine so tradiierte wie die indische Küche) müssen sich sputen, um nicht von Lieferdienst & Co. bei uns zu Hause verdrängt zu werden.

#Gewürzbeschränkung #leichter #Vegetarier &Veganer welcome

# regional-saisonal

Die Stichworte speziell für die indische Küche lauten Platzbeschränkung im Gewürzschrank, vereinfachte und moderne Zubereitungstechniken und wo kommen die zum Zug, die leichter und frischer mit regionalen/saisonalen Produkten heute indisch kochen wollen, wir sprechen doch täglich über Nachhaltigkeit!

Dass ein modernes indisches Kochbuch ebenfalls nicht nur ein Herz für Vegetarier hat, sondern auch die Veganer berücksichtigt versteht sich in 2020 sowieso von selbst.

Gäste-Button bitte inklusive

Aber halt – ich habe doch noch einen Wunsch, dieses indische Kochbuch, was ich mir wünsche, sollte unbedingt gästetauglich sein. Nun ja möchte manch einer sagen, dass ist doch wirklich ein alter Hut… Nein, das ist es durchaus nicht, denn es geht um mehr als eine Seite Vorschlags-Menüs… Wer heute Gäste einlädt, möchte konkrete Vorschläge, die stimmig die Tafel bespielen, zudem toll aussehen und viele mit ganz unterschiedlichen kulinarischen Vorlieben glücklich machen. Nur die wenigsten haben Zeit und Muße, sich das alles selbst zusammenzusuchen.

Und wer kann ein solches indisches Kochbuch liefern?

© Klaus Maria Einwanger

Tanja Dusy fühlt sich am wohlsten in ihrer Küche. Sie schreibt seit 15 Jahren erfolgreich Kochbücher und war lange Zeit als Redakteurin tätig. Als Küchenprofi entwickelt sie Rezepte, die nicht nur verlässlich gelingen, sondern auch das besondere Etwas haben, trotzdem nah an den klassischen Vorlagen dranbleiben und mit fein abgestimmter Würzung punkten. Viel Erfahrung zahlt sich halt aus und davon hat die Münchnerin nicht gerade wenig. Ich bin immer wieder angetan, wie sicher sie durch die verschiedensten kulinarischen Welten navigiert.

Was ist drin?

Vielfalt und ganz viele Gerichte aus der indischen Provinz….

Die Autorin hat ganze 100 Rezepte aus allen Regionen Indiens zum Genießen, Kombinieren und Schlemmen zusammengestellt, präsentiert wird alles mit dem Tali-Prinzip („Tischlein deck Dich oder Let’s share“), das ausdrücklich zum gemeinsamen Genießen einlädt.

Bei den Rezepten war es Tanja Dusy wichtig, dass diese abwechslungsreich und vielfältig gestaltet sind. Gleichzeitig sind sie jeweils unter ein Motto gestellt, das bestimmten regionalen Besonderheiten, Anlässen und Themen Rechnung trägt. So lassen sich gut einige der sich oft ähnelnden Grundprinzipien indischer Küche erkennen, was z. B. die Auswahl der Zutaten, Zubereitungsart oder Zusammenstellung einzelner Gerichte betrifft:

Brinner-thali („all day long“ – diverse Chutneys, Kichererbsen-Pfannkuchen…)

Winter-thali (Rotes Kaschmir-Lamm-Curry, Steckrüben-Masala….)

Barbecue-thali (Grüne Hähnchen-Tikka-Spieße, Mango-Lassi+ div. Raitas….)

Goa-beach-thali (Vindaloo-/Garnelen-Curry, Kokosreis…..)

Punjabi-Tandoori-thali (Chicken-Tikka-Masala, Gewürzbratkartoffeln…)

Gujarati-Veggie-thali (Gebratene Kohlklößchen, Kichererbsen-Konfekt…)

New-Style-thali (Hasselback-Tandoori-Kürbis, Indian-Style-Hummus….)

Edles Mughlai-thali (Lamm-Biryani, würzige Linsen – Tadka dal…)

Leichtes südindisches Thali (Madras-Fisch-Curry…)

Streetfood-thali ( Kartoffelplätzchen, Butterbrötchen mit Gemüsepüree…)

Der süße Abschluss als Konfekt, Lassi & Co. begleitet jedes Kapitel und wurde passend gewählt.

Am Ende des Buches kommen die Grundrezepte für indische Brote (Naan + Chapati) oder indischen Frischkäse (Paner) und ein paar wichtige Gewürzmischungen werden ebenfalls selbstgemacht.

Heimspielvorteil oder Indien kulinarisch die 5te….

In der indischen Küche kennt sich Tanja Dusy besonders gut aus, insgesamt ist es ihr 5ter Titel dazu, ihr erstes Kochbuch mit Focus auf Indien erschien bereits 2005 und wurde mit der Silbermedaille der gastronomischen Akademie ausgezeichnet. Nach 14 Jahren hat sich in der Welt, in Indien ganz besonders und bei den Erwartungen der vielen „Kochbuch-Süchtigen“ so viel geändert, dass es sich lohnt, die indische Küche auf die virtuelle Hebebühne zu holen und die gewünschte General-Überholung, fachgerecht (landes-typisch), Nutzer orientiert und modern vorzunehmen. Das hat nichts mit bloßer Reduzierung von Zutaten und Gewürzen zu tun. Diese Phase haben wir im Kochbuch-Sektor bei Indien hoffentlich hinter uns. Es geht um das Zusammenspiel der oben beschriebenen Kriterien und für mich ebenfalls darum, weitere Klassiker der indischen Regionen kennenzulernen, die in Indien selbst eine große Rolle spielen, aber die die Kochbücher dazu bislang häufig links liegen ließen. Z. B. das im Punjab sehr beliebte vegetarische Gericht „Dahi Vada“ (Linsenbällchen in Joghurt). Nicht ganz einfach in der Zubereitung, Dusy kennt jedoch Kniffe, wie das einfacher geht. Mehr dazu später im Rezept-Check…

Tadka-Technik – what’s this?

In ihrer eingangs geschilderten Road-Map für dieses Kochbuch betont die Autorin, wie wichtig die Tadka-Technik für die indische Küche ist. Tadka ist das spezielle Verfahrungen, das zum langsamen Anrösten von Gewürzen in Indien angewendet wird, um Speisen zu aromatisieren – und ist als essenziell für die Jahrtausende alte Mogul-Küche anzusehen, wie sie noch heute im Norden Indiens und im angrenzenden Pakistan gekocht wird. Leider ist das für meinen Geschmack dann bei den Rezepten nicht wieder stringent aufgenommen worden. Schade, denn wirklich ein Meilenstein, wenn man diese Küche wirklich verstehen will.

Probiert & Verputzt:

Rotes Kaschmir-Lamm-Curry (Rogan Josh)

© EMF/Maria Panzer

 

Nicht unser erstes Roghan Josh, total lecker, fein gewürzt, mit Schärfe zum selber einstellen, da hat jemand mitgedacht… Gefallen hat uns außerdem die raffinierte Würzung, Reduktion ist eben nicht alles, wenn es wirklich klasse schmecken soll!

Toll ebenso die tiefe Detailkenntnis, siehe Tipp, die diese Autorin für Indien aufbieten kann. Thali ist deshalb eines ihrer besten Kochbücher und spielt in einer eigenen Liga!

 

Sindhi-Smashed-Potatoes mit Avocado-Raita

© EMF/Maria Panzer

Ein netter indischer Neuzugang, der uns gut geschmeckt hat und schnell zuzubereiten war. Nicht schlecht, aber geschmacklich nicht herausragend – besonders nach dem zuvor probierten Rogan Josh, eher in die Rubrik Indien light und alltagstauglich einzuordnen.

 

 

 

Linsenbällchen in Joghurt (Dahi Vada)

© EMF/Maria Panzer

Eigentlich ein sehr bekanntes Gericht aus dem Punjab, dass jedoch nicht ganz einfach in der Zubereitung ist. Die Bällchen werden nach dem Frittieren bei klassischen Rezepten noch mal gewässert, damit sie nicht austrocknen. Leider nicht ganz einfach das Wasser wieder rauszudrücken, dabei können die Bällchen leicht brechen. Tanja Dusy umgeht das geschickt damit, dass sie die Linsenbällchen vor dem Servieren eine Weile kühl im Joghurt ziehen lässt.  Gewusst wie macht hier den Unterschied!

 

Fazit:  oder indische Küche wie und was Ihr wollt und endlich mal mit neuen regionalen Klassikern inside!

Hätte Tanja Dusy nur den Gäste-Button gedrückt bei ihrer Neu-Betrachtung der indischen Küche, wäre es für mich OK gewesen, aber keinesfalls richtig gut. Hier überzeugt mich, dass sie fast alles einlösen konnte, was sie sich vorgenommen hat. Persönlich angetan bin ich von der gelungenen und stimmigen Rezeptauswahl, die nicht nur Altbekanntes im Gepäck hat. Die große Indien-Expertise der Münchnerin (ihr immerhin 5tes Kochbuch dazu) sorgt dafür, dass sperrige Zutaten und komplizierte Zubereitungs-Schritte für uns handelbar gemacht werden. Dieses Buch tritt also nicht in Konkurrenz mit anderen Kochbüchern zur indischen Küche, sondern holt neue Interessenten ab. Mir als Fortgeschrittene konnte es jedoch ebenfalls einiges Neues zeigen. Überall dort, wo ich Zubereitungsschritte mit Kochbüchern von Autoren verglichen habe, die indische Wurzeln haben (und da hat meine Neugier mir keine Ruhe gelassen), wurde schnell klar, Frau Dusy kennt ihre Klientel und die indische Küche aus dem ff. Mit ihren Rezepten wird es keinesfalls beliebig, denn dafür hat sie erstens zu viel indische Küchen-Erfahrung und sich zweitens was vorgenommen für diese weitere Tour durch diese Küche! Zur Tadka-Technik hätte ich persönlich gerne noch mehr gesehen, weil die wirklich essenziell ist. Sonst war alles prima.

Rotes Thai-Curry

© Melina Kutelas/Hölker Verlag

Leckere Currypaste mit moderater Schärfe, schön dass lecker Thai auch mal ohne Fleisch auskommt und die Gemüse auf den Punkt gegart wurden!

 P.S. Es schien zunächst aufwendig, aber das Dämpfen des Brokkoli lohnt, ebenso, dass dieser dann trockengeschleudert wird, so verwässert die tolle Curry-Paste nicht und alles bleibt schön knackig!

Quelle: Martin Kintrup: Spice Kitchen. Einfach gut gewürzt

Fotos: Melina Kutelas

Hölker Verlag

Preis: 22 €

Zutaten (für 4 Personen):

Für die Currypaste:

5 getrocknete rote Chilischoten

3 Schalotten

8 Knoblauchzehen

1 walnussgroßes Stück

Galgant

2 Korianderwurzeln

1 Stängel Zitronengras

½ TL Koriandersamen

½ TL Kreuzkümmelsamen

2 TL weiße Pfefferkörner

½ TL Salz

Ausserdem

250 g kleine Thai-

Auberginen

1 Möhre (ca. 100 g)

250 g Brokkoli

100 g Bambussprossen

(Glas)

200 g weicher Tofu

2 Stängel Thai-Basilikum

1 EL Öl zum Braten

4 Kaffirlimettenblätter

600 ml Kokosmilch

1–2 EL Palmzucker

(oder Rohrohrzucker)

2 EL helle Sojasoße

Salz

1–2 EL Limettensaft

Zubereitung:

Für die Currypaste Chilischoten 15 Minuten in Wasser einweichen. Schalotten, Knoblauch und Galgant schälen und klein schneiden. Korianderwurzeln ebenfalls klein schneiden. Strunk und oberen Teil vom Zitronengras entfernen, die unteren 10–12 cm längs halbieren, in feine Streifen schneiden, dann möglichst fein hacken. Koriander- und Kreuzkümmelsamen und Pfeffer in einer Pfanne anrösten, bis sie zu duften beginnen. Sofort vom Herd nehmen und im Mörser fein zerreiben.

Chilischoten aus dem Wasser nehmen und entkernen. Alle Zutaten außer geröstete Gewürze und Salz im Blitzhacker zu einer feinen Paste verarbeiten, dann die Gewürze und das Salz unterrühren.  Auberginen in Stücke schneiden. Möhre schälen und in Scheiben schneiden. Brokkoli in kleine Röschen teilen. Gemüse in einem Topf mit Dämpfeinsatz über kochendem Wasser 2–3 Minuten bissfest dämpfen. Dann in ein Sieb abgießen, kalt abschrecken und vorsichtig trocken schleudern. Bambussprossen in ein Sieb abgießen, kalt abspülen und abtropfen lassen. Tofu etwas ausdrücken und würfeln. Basilikumblätter abzupfen.

Öl in einem Topf erhitzen, 3 EL Currypaste und die Limettenblätter darin andünsten. Mit 100 ml Wasser ablöschen und etwas verkochen lassen. Kokosmilch nach und nach angießen und jeweils glatt rühren. 1 EL Zucker und Sojasoße unterrühren und die Flüssigkeit langsam zum Kochen bringen. Salzen, nach Geschmack noch etwas Currypaste zugeben. Übrige Currypaste abgedeckt kühl stellen und anderweitig verwenden.

Auberginen und Möhren in das Curry geben und 5 Minuten köcheln lassen. Brokkoli und Bambussprossen zugeben und weitere 3–4 Minuten ziehen lassen. Zuletzt den Tofu 1–2 Minuten in der Soße erhitzen. Die Hälfte der Basilikumblätter unterrühren. Curry mit Salz, Zucker und Limettensaft abschmecken und auf vier Schälchen verteilen. Mit dem restlichen Basilikum bestreuen. Mit Thai-Duftreis servieren.

Persischer Juwelenreis

© Kristin Perers

Welche Wonnen – welches Glück, wieder ein Rezept wo jedes Detail wohl komponiert ist!

Beim nächsten Mal für Gäste kombiniert mit dem Rezept für ein Lachsfilet am Stück in karamellisierter Tamarinden-Orangen-Sauce (Seite 134).

Quelle: Saliha Mahmood: Khazana

Fotos: Kristin Perers

Auch die fachkundige Anfertigung von Juwelen war ein Merkmal der Mogulherrschaft. Daher vielleicht auch der Name jawahar pulao (Juwelenreis) für dieses Gericht. Der exotisch gewürzte Safranreis mit Pistaziensplittern, Pinienkernen, Rosinen, Aprikosen, Berberitzen und Karotten ist ein Fest für alle Sinne und passt zu Fleischcurrys, Kebabs oder Fischgerichten.

Christian Verlag

Preis: 29,99 €

Zutaten (für 4 Personen):

350 g Basmatireis, mindestens 1 Stunde in Wasser eingeweicht

Salz

1 Zimtstange

5 Gewürznelken

5 Kardamomkapseln

1 Sternanis

100 g Butter

1 große Prise Safranfäden

1 Karotte, in feine Stifte geschnitten

1 TL Zucker

50 g Pinienkerne, geröstet

50 g Pistazienkerne, grob gehackt

50 g Rosinen

30 g getrocknete Berberitzen (oder Sauerkirschen)

75 g getrocknete Aprikosen, gehackt

1 EL Rosenblütenwasser
(bitte nur beste Qualität, sonst wäre es wie Perlen (Juwelen)  vor Säue schmeißen)

75 ml Milch, erwärmt

Zum Garnieren (nach Belieben)

1 EL Pflanzenöl

1 Zwiebel, in dünne

Ringe geschnitten

 Zubereitung:

Den eingeweichten Reis durch ein Sieb abgießen und gründlich unter fließendem kaltem Wasser abspülen, bis das Wasser klar bleibt. In einem großen Topf reichlich gesalzenes Wasser zum Kochen bringen und darin den abgetropften Reis gemeinsam mit Zimtstange, Gewürznelken, Kardamomkapseln und Sternanis kochen. Nach genau 6 Minuten Garzeit den Reis durch ein Sieb abgießen und beiseitestellen. Die festen Gewürzbestandteile entsorgen.

In einem kleinen Topf die Butter zerlassen. Darin den Safran verrühren und mindestens 30 Minuten ziehen lassen, damit er seine Aromen und seine Farbe an die Butter abgeben kann.

In einer Bratpfanne 1 EL dieser Safranbutter zerlassen. Darin Karottenstifte mit dem Zucker überstreuen und bei mittlerer Temperatur einige Minuten schwenken. Sobald die Karotten weich gegart sind, die Pfanne vom Herd nehmen und die Karotten in eine Schüssel umfüllen. Den Backofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

In derselben Pfanne 1 weiteren EL der Safranbutter zerlassen und darin Pinien- und Pistazienkerne, Rosinen und Berberitzen 2–3 Minuten rösten. Dann den Pfanneninhalt in die Schüssel mit den Karottenstiften füllen, alles gründlich verrühren.

Den vorgegarten Reis in einer ofenfesten Form mit Deckel verteilen. Darauf die gehackten Aprikosen und das Karotten-Kern-Gemisch löffeln. Alles sanft mit einer Gabel durchheben und gleichmäßig verteilen. Obenauf mit Rosenblütenwasser und Milch beträufeln. Den Deckel auflegen und den Reis im Ofen 25–30 Minuten backen.

Inzwischen für die Garnitur (falls verwendet) in einer kleinen Pfanne das Öl bei mittlerer Temperatur erhitzen. Die Zwiebelringe darin etwa 20 Minuten unter gelegentlichem Rühren dunkelbraun karamellisieren lassen. Auf Küchenpapier entfetten.

Den Reis aus dem Ofen nehmen, mit karamellisierten Zwiebeln belegen und sofort servieren.

Honig-Mandel-Kürbis

Eine tolle Beilage zu allem, die mit herausstechender Optik zu punkten versteht. Lorbeerblätter am besten nur frisch verwenden, der Unterschied ist ziemlich groß. Der vegetarische Lieblings-Schwager wird sich freuen!

 P.S. der Trick von Ms. Hay mit den Stäbchen funktioniert super und sorgt für gleichmäßige Schnitte, die da aufhören wo sie sollen!

Quelle: Donna Hay: Weihnachten festlich genießen

Fotos: Chris Court, Ben Dearnley, William Meppem, Con Poulos, Anson Smart

AT Verlag

Preis: 29,90 €

Zutaten für (6 Portionen):

1 Butternut-Kürbis (ca. 1,8 kg), längs halbiert, geschalt, entkernt

2 EL Olivenöl extra vergine

180 g Honig

2 EL Malz- oder Apfelessig

14 Lorbeerblätter

80 g Mandeln, gerostet, gehackt

Meersalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Den Ofen auf 220 Grad vorheizen. Ein großes Backblech mit Backpapier belegen. Die Kürbishälften mit der Schnittfläche nach unten auf ein Schneidebrett legen. Je ein Holz Essstäbchen an beide Längsseiten des Kurbisses anlegen. Mit einem sehr scharfen Messer in Abstanden von 5 mm den Kürbis vorsichtig bis auf die Hohe der Stäbchen in feine Lamellen schneiden. Die Kürbishälften mit der Schnittfläche nach unten auf das Blech legen und mit dem Öl beträufeln. Dicht mit Alufolie abdecken und im Ofen 1 Stunde schmoren. Die Folie entfernen und weitere 20 Minuten goldbraun braten. Den Honig mit dem Essig und den Lorbeerblättern in einem kleinen Topf zum Kochen bringen und 4–5 Minuten leicht einkochen lassen. Die Hälfte der Glasur über die Kürbishälften träufeln und die Lorbeerblätter in die Einschnitte stecken. Den Kürbis weitere 5–10 Minuten schmoren, bis er weich ist. Mit den Mandeln bestreuen, salzen, pfeffern und mit der restlichen Glasur beträufeln.

Gurken-Minze-Joghurt

© Gräfe und Unzer Verlag/Wolfgang Schardt

Ein Klassiker mit stimmigen Auftritt, zum Glück ohne Knoblauch-Koma, eine phantastische Begleitung zu vielem!

Quelle: Stav Cohen: Kochen wie in Israel

Fotos: Wolfgang Schardt

Verlag Gräfe und Unzer

Preis: 17,99 €

 Zutaten (für 4 Portionen):

⅓ Salatgurke

Salz

400 g griechischer Joghurt (10% Fettgehalt)

1 Knoblauchzehe

½ Bund Minze

2 EL Olivenöl

2 EL Zitronensaft

¼ TL Cayennepfeffer

½ TL gemahlener Kreuzkümmel

Meersalz

Zubereitung:

Die Gurke waschen, abtrocknen und in sehr feine Scheibchen schneiden. In einer Schüssel mit ½ TL Salz mischen und ca. 10 Min. ziehen lassen.

Inzwischen den Joghurt in eine Schüssel geben. Den Knoblauch schälen, fein hacken und dazugeben. Die Minze abbrausen, trocken schütteln. Die Blättchen von den Stängeln zupfen und fein hacken.

Die Gurkenscheibchen auf ein Sieb geben, gut abtropfen lassen oder mit den Händen kräftig ausdrücken.

Gurke, Minze, Olivenöl, Zitronensaft und Gewürze zum Joghurt geben und alles gut verrühren. Mit Meersalz abschmecken. Den Gurken-Minze-Joghurt etwa 30 Min. im Kühlschrank durchziehen lassen.

Tipp: Der Gurken-Minze-Joghurt schmeckt am besten gut gekühlt zu Pita oder anderem Fladenbrot. Er mildert aber auch die Schärfe von Fleischgerichten und ist ein guter Begleiter von eher »krümeligen« Gerichten wie Reis- oder Couscouspfannen.

Zubereitung: ca. 20 Min.

Ziehen: ca. 30 Min.

Pro Portion ca. 170 kcal

 

Spicy Tahini-Tofu mit Kokos-Basilikum-Spinat und Reisnudeln

Quelle: Claudia Zaltenbach: Tofu, Yuba & Okara

Rezepte · Kultur · Menschen

Illustrationen: Yuki Shirono

würzig, cremig, wunderbar! P.S. Wir haben als Beilage ca. 150 g. Reisnudeln verwendet.

Hädecke Verlag

Preis: 34,–

Schnelle Küche für Wochentags – mit cremiger Sesamsauce und einem scharfen Gaumenkitzel. Wie scharf, bestimmen Sie! Ich mag den schönen Kontrast aus knusprigem Tofu und samtigen Reisnudeln. Dazu der etwas extravagante Kokos-Basilikum Spinat – eine tolle Mischung.

Zutaten (für 2 Portionen):

1 Pck fester Tofu, ca. 400 g

3 EL Sesamöl

Sauce:

3 EL Tahini oder japanische Sesampaste

1 EL vietnamesische rote Sauce (scharf)

1 ½ EL Akazienhonig

1 ½ EL Shoyu (Sojasauce)

1 EL Reisessig

1 EL Ingwer, geschält und

frisch gerieben

2 Knoblauchzehen, geschält

und durchgepresst

½ TL geröstetes Sesamöl

3–4 EL Wasser

2 Handvoll Spinat

6–8 große Basilikumblätter

Meersalz

½ – 1 TL Kokosmus

2 Frühlingszwiebeln

1 TL schwarzer Sesam

1 TL geschälter Sesam

Zubereitung:

Tofu mit Kuchenpapier umwickeln, auf einen Teller legen, beschweren und etwa zehn Minuten pressen (s. S. 214), so dass möglichst viel Flüssigkeit austritt. Danach in etwa 1 ½ x 1 ½ cm große Würfel schneiden.

Sesamöl in einer weiten Pfanne erhitzen, den Tofu darin von allen Seite knusprig anbraten. Pfanne vom Herd ziehen.

In der Zwischenzeit die Sauce anrühren. Dazu alle Zutaten außer dem Wasser glattrühren und dann löffelweise das Wasser hinzufugen, so dass eine glatte, nicht zu dünne Sauce entsteht.

Den Spinat waschen, verlesen und harte Stängel entfernen. Spinat mit dem Basilikum möglichst feucht in einen Dampfeinsatz legen. Mit Salz bestreuen und das Kokosmus daraufsetzen.

In einem Topf das Wasser für die Reisnudeln (bei mir ca. 150 g) zum Kochen bringen. Die Nudeln ins Wasser geben, den Dampfeinsatz mit Deckel daraufsetzen.

Nach einer guten Minute den Dampfeinsatz abnehmen und den Spinat warmhalten. Die Nudeln noch einige Minuten (je nach Packungsanleitung) weiterköcheln und abgießen. Auf zwei vorgewärmte Tellern verteilen.

Die Sauce über den knusprigen Tofu in der Pfanne gießen, kurz erhitzen, aber nicht kochen.

Tofu über die Reisnudeln geben, Spinat dazu anrichten und mit grünen Frühlingszwiebel- Röllchen sowie beiden Sesamarten bestreuen.

Laksa, mit Chili-Tofu

Quelle: Claudia Zaltenbach: Tofu, Yuba & Okara

Rezepte · Kultur · Menschen

Illustrationen: Yuki Shirono

Ein wohlig warmer Genuss, der allen am Tisch sehr gut geschmeckt hat! Perfektes Gegenmittel gegen den Blues an einen trüben nebelgrauen Wintertag!

Hädecke Verlag

Preis: 34,–

Zutaten (für 2 Portionen):

Laksa-Paste

3 cm frischer Galgant

1 walnussgroßes Stück Ingwer

1 fingerlanges Stück frische

Kurkumawurzel

1 Schalotte, 1 Knoblauchzehe

1 rote Chilischote, ½ Bund Koriander

2 Zitronengrasstängel

1 EL geschmacksneutrales Öl zum Erhitzen

1 TL Zucker, 1 EL Tamarindenpaste

1 Bio-Limette, Schalenabrieb und Saft

½ TL Meersalz

200 g fester Tofu, 2 EL Maisgries

1 EL milde Chiliflocken (Niora-Paprikaflocken

oder türkische Pul Biber)

geschmacksneutrales Öl zum Erhitzen

1 kleiner Pak Choi, 1 kleiner Brokkoli

400 ml Gemüsebrühe (s. S. 222)

6 Shiitake, 1 Spritzer Shoyu (Sojasauce)

3 EL Laksa-Paste (siehe oben)

500 ml Kokosmilch

1 EL Kurkumapulver, Meersalz

150 g breite Reisbandnudeln

1 Handvoll Mungbohnensprossen

2 EL Erdnüsse, ohne Fett in der Pfanne

geröstet, grob gehackt

3 Stängel Koriander, Blättchen abgezupft

1 Limette, in Spalten geschnitten

Zubereitung:

Für die Laksa-Paste Galgant, Ingwer, Kurkuma, Zwiebel und Knoblauch im Blitzhacker sehr fein hacken. Die Chili der Lange nach aufschneiden, entkernen und ebenfalls sehr fein hacken. Den Koriander mitsamt den Stielen sehr fein hacken. Vom Zitronengras nur den weisen Teil zuerst in Ringe schneiden, dann ebenfalls fein hacken.

Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Pasten-Zutaten mit Zucker und Tamarindenpaste hineingeben, etwa zwei Minuten braten. 1 EL Limettensaft, Salz und 1 TL Schalenabrieb hinzufugen. In ein Gefäß mit hohem Rand füllen und mit dem Pürierstab glatt pürieren. Pfanne nur auswischen.

Tofu in Kuchenpapier wickeln, beschweren und etwa zehn Minuten pressen (s. S. 214). In knapp 1 cm dicke Scheiben schneiden, diese in Maisgries wenden und mit Chiliflocken bestreuen. In der Pfanne 1 EL Öl erhitzen und die Tofu Scheiben darin golden anbraten. Warm halten.

Pak Choi in breite Streifen schneiden und mit den Brokkoli-Röschen über der Gemüsebrühe etwa fünf Minuten dampfen.

Shiitake in Scheiben schneiden, Stiel dabei entfernen. Die Pilze in etwas Öl mit Shoyu (Sojasauce) anbraten. Ebenfalls warm stellen.

Laksa-Paste in die Pfanne geben, etwa 30 Sekunden anbraten, Kokosmilch dazu gießen. Kurkumapulver und Gemüsebrühe hinzufugen, einmal aufkochen lassen. Mit Salz abschmecken.

Zuletzt die Reisnudeln nach Packungsanweisung kochen, abgießen und auf zwei große, vorgewärmte Schalen verteilen.

Mit der Suppe aufgießen. Pilze, Gemüse, Bohnensprossen und Tofu darauf anrichten, mit gehackten Erdnüssen und Korianderblättchen bestreuen, mit Limettenspalten garnieren.

Tipp: Laksa-Paste gibt es im Asialaden. Selbermachen lohnt sich aber.