Sommersalat „36 Grad“

© Vivi D’Angelo/Brandstätter Verlag

Quelle: Stevan Paul: Simple & Clever Cooking  – Weniger ist mehr

Fotos: Vivi D’Angelo

Brandstätter Verlag

Preis: 30,– €

Dieser Sommersalat ist in Stevans Urlaub in Kroatien entstanden. Er hatte lediglich Salz, Pfeffer, Knoblauch, Essig & Olivenöl dabei – und um ihn herum Märkte, voll mit aromatischem Sommergemüse. Das Ergebnis: Gemüse satt und jeder Gabelhappen erinnert an einen Mittagstisch im mediterranen Süden. Der Clou ist die Kombination aus gebratenen und roh marinierten Gemüsen, die ein Wechselspiel der Aromen auf kleinstem Raum ermöglicht.Wofür kleines Gepäck doch gut sein kann: sehr fein und durch Essig und Tomaten toll geschmackig – dieses Rezept zieht definitiv ein. Ein weiterer Beweis, warum dieses Kochbuch nicht nur was für „Youngster“ ist. Es ist so herrlich flexibel! Ich habe den leckeren Salat tatsächlich ganz alleine verputzt, hatte aber auch nichts dazu…..

Zutaten:

1 rote Langpaprika

Salz

100 g Salatgurke

100 g Zucchini

200 g Auberginen

3 getrocknete Tomaten

3–4 EL (Rot-)Weinessig

9 EL Olivenöl

1 Schalotte

Zubereitung:

Paprika mit dem Sparschäler schälen und entkernen, fein würfeln und salzen. Die übrigen Gemüse separat würfeln und salzen. Die getrockneten Tomaten fein hacken und mit Essig und 4 EL Olivenöl verrühren. Schalotte pellen, halbieren, fein würfeln und unterrühren. Leicht salzen.

Auberginenwürfel in einer Pfanne in 5 EL heißem Öl hellbraun braten. Die abgetropften Zucchiniwürfel zugeben und weiterbraten, bis sie ebenfalls etwas Farbe genommen haben. Leicht abkühlen lassen und lauwarm mit den rohen Gemüsen und der Vinaigrette vermengen.

Clever: frische Kräuter (Basilikum oder Koriander!) in die Vinaigrette geben, einen Hauch Knoblauch, etwas Chilischärfe mit einem (Back- und Anrichte-) Ring anrichten und mit Parmesan, gerösteten Walnüssen, Basilikum und einem Klacks kühler Crème fraîche getoppt als feine Vorspeise inszenieren toll als Salat zur nächsten Grillparty (das Rezept lässt sich leicht verdoppeln) ideale Gemüse-Basis für Kartoffel-, Nudel- oder Reis-Salate.

Griechischer Auflauf mit Zucchini, Polenta, Fetakäse & Dill

© Laura Edwards

Quelle: Diana Henry: Aus dem Ofen
Einfache Gerichte schnell zubereitet

Fotos: Laura Edwards

Ars Vivendi

Preis: 28,– €

Himmlisch würzig und cremig – und ein kleiner aber ebenso köstlicher Ausflug nach Griechenland – fühlt sich so gut an in diesen bewegten Zeiten und schmeckt noch besser!

Dieses Rezept basiert auf einem griechischen Gericht, das sich für Diana Henry sehr vielversprechend anhörte – tatsächlich musste sie es sehr oft ausprobieren und abändern, bis ihr eine weiche Version gelang und der Auflauf nicht mehr einer Frittata glich. Definitiv ein Hauptgericht, zu dem sie oft nur Salat reicht und genauso haben wir das auch gemacht.

Zutaten (für 4 Personen als Hauptgericht
oder für 6 – 8 Portionen als Beilage):

1 kg Zucchini, in dicke

Scheiben geschnitten (à 2 cm)

3 EL Olivenöl

Meersalzflocken und

schwarzer Pfeffer aus der

Mühle

125 g Frühlingszwiebeln,

geputzt

5 Eier (Größe M), leicht

verquirlt

150 g Griechischer Joghurt

35 g mittelfeine Polenta

135 g Fetakäse, zerbröckelt

50 g Kefalotyri (griechischer

Hartkäse) oder Pecorino,

fein gerieben

3 Knoblauchzehen, fein

gerieben

20 g Dill, Spitzen gehackt,

grobe Stängel entfernt, plus

etwas mehr zum Servieren

Zubereitung:

Den Backofen auf 190 °C (Umluft) vorheizen.

Die Zucchinischeiben in einer großen Bratreine in einer Schicht nebeneinander auslegen. Mit 2 EL Öl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen.

10 Minuten im Backofen braten. Dann die Frühlingszwiebeln zugeben und das restliche Öl darübergeben. Wieder in den Backofen schieben und weitere 10–15 Minuten backen. Die Zucchini sollten beim Einstechen mit einem scharfen Messer weich und die Frühlingszwiebeln leicht angebräunt sein. Die Hitze auf 170 °C (Umluft) reduzieren.

Alle anderen Zutaten in einer großen Schüssel zu einem flüssigen Teig vermengen und gut mit Salz und Pfeffer würzen. Das Gemüse in eine Auflaufform füllen: Meine ist 27 x 20 x 5 cm groß und hat ein Fassungsvermögen von 1 Liter. Am besten ist eine Form aus Gusseisen oder Kupfer, da Metall die Wärme gut leitet. Den Teig über das Gemüse gießen und das Gericht 15–20 Minuten backen, bis es golden und fest bzw. souffléeähnlich ist. Mit Dill bestreuen und heiß oder warm servieren.

Kräuter-Feta-Cake

Quelle: Tanja Grandits: Tanjas Kochbuch

Vom Glück der einfachen Küche

Lieblingsrezepte für jeden Tag

Fotos: Lukas Lienhard

AT-Verlag

Preis: 34,– €

Perfektes Party-Food! P.S. Den Estragon habe ich weggelassen, weil ich keinen zur Hand hatte. Es war aber definitiv nicht das letzte Mal, dass dieser wirklich einfache und total delikate Aperitif-Begleiter bei uns zu Hause zu Gast war! Grün, grün sind alle meine Speisen, weil die Rezeptgeberin Weltmeisterin in monochronen Arrangements ist.

Diese herzhafte Variante eines Rührkuchens kommt bei uns zu allen möglichen Gelegenheiten auf den Tisch. Das Schöne an vielen dieser einfachen Rezepte ist, dass sie sich in immer neuen Kombinationen variieren lassen – mit anderen Gemüse- oder Käsesorten, Kräutern und so weiter. Der Cake ergibt mit einem knackigen Salat mit vielen Kräutern ein schönes Sommergericht oder, in Würfel geschnitten, feine Häppchen zum Aperitif.

Zutaten:

180 g Mehl

2 TL Backpulver

3 Eier

100 ml Milch

100 ml Olivenöl

Salz, frisch geriebene Musaktnuss

200 g Feta, gewürfelt

100 g Parmesan, frisch gerieben

4 Frühlingszwiebeln mit Grün, fein geschnitten

1 Bund Rucola, fein geschnitten

2 große Handvoll Kräuter (glatte Petersilie, Basilikum, Estragon), fein geschnitten

Butter für die Form

Zubereitung:

Mehl und Backpulver mischen. In einer zweiten Schüssel Eier, Milch, Öl und Gewürze gut verrühren. Die Eimischung zum Mehl geben und glatt rühren. Käse, Frühlingszwiebeln, Rucola und Kräuter unter den Teig heben. In eine gebutterte Form füllen und im 180 Grad heißen Ofen etwa 45 Minuten backen.

 

Gias Zucchini-Polyphonie

© Elena Heatherwick/Knesebeck Verlag

Quelle: Olia Hercules: Kaukasis

Fotos: Elena Heatherwick

Knesebeck Verlag

Preis: 30,– €

Eine echte Neuentdeckung, von der die sonst manchmal recht langweiligen Zucchini enorm profitieren! Ich habe den ersten Test mit Johannisbeeren aus dem Garten gemacht, die sonst nur mein Mann isst. Inzwischen haben wir sogar einen Versuch mit angebratenen Pflaumen ziemlich gut gefunden. Eine tolle Möglichkeit, um die Saison zu feiern und dabei Gemüse mit Obst gekonnt zu vermählen.

Ich wäre nie auf die Idee gekommen, Zucchini mit Beeren zu kombinieren, aber das Gericht, das Gia in seinem Restaurant Pheasant’s Tears in Signagi für uns zubereitet hat, zählt zum Besten, was ich je gegessen habe. Wie ein georgisches polyphones Lied, das unseren an schlichte Popsongs gewöhnten Ohren dissonant erscheinen mag, war es vielschichtig wie die Farben und Düfte einer georgischen Landschaft. Jede Zutat kam mit ihrer besonderen Note zur Geltung und passte dennoch perfekt ins Gesamtwerk.

Zutaten (Beilage für 4 Personen):

4 EL Sonnenblumenöl

4 Schalotten oder kleine Zwiebeln, halbiert

2 Zucchini, in 2 cm dicke Scheiben geschnitten

5 Knoblauchzehen, der Länge nach halbiert

2 lange grüne Chilischoten, zerquetscht, dabei aber im Ganzen belassen

eine Handvoll frische Sauerkirschen und/oder Rote Johannisbeeren

Meersalzflocken und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

In einer großen Pfanne das Öl erhitzen, die Schalotten oder Zwiebeln dazugeben und auf mittlerer Stufe anbraten, bis sie weich sind. Wenn sie sich goldbraun zu verfärben beginnen, aus der Pfanne nehmen.

Die Zucchinischeiben in die Pfanne geben und auf beiden Seiten goldbraun anbraten. Den Herd herunterschalten, den Knoblauch und die Chilischoten hinzufügen und alles großzügig würzen. 3 Minuten dünsten.

Ganz am Schluss die angebratenen Schalotten oder Zwiebeln mit den Sauerkirschen und/oder Roten Johannisbeeren in die Pfanne geben und die Herdplatte ausschalten. Bei Bedarf mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Mit einem guten Sauerteigbrot servieren oder als Bestandteil eines größeren Festessens.