Großartiges Ofengemüse

 

©Tam West

Quelle: Chelsa Winter: Eat

Fotos: Tam West

Ars Vivendi Verlag

Preis: 26,–

Mein absolutes Lieblings-Rezept aus dem Buch, haben wir jetzt schon häufiger gemacht, weil es uns so gut geschmeckt hat. Der Chelsa-Pimp sind ganze geröstete Knoblauchknollen, die am Ende mit Olivenöl, Zitronensaft, Dill, Salz und Pfeffer zu einem absolut leckerem Dressing für das Gemüse verrührt werden.

Ein herrliches Rezept, das man zu jeder Jahreszeit zubereiten kann und das zu allen möglichen Hauptgerichten passt. Natürlich könnt ihr die einzelnen Gemüsesorten nach Belieben ersetzen und kombinieren – je nachdem, was ihr dahabt und was gerade in die Saison passt. Da das Gemüse unterschiedlich schnell gart, müssen die verschiedenen Sorten in unterschiedlich große Stücke geschnitten werden – ich finde, das ist einfacher, als sie zu verschiedenen Zeitpunkten in den Ofen zu geben.

 Zutaten (Für 6 Portionen):

2 Süßkartoffeln, geschält und in 3 cm große Stücke geschnitten

3 Karotten, geschält und in 1 cm große Stücke geschnitten

2 Rote Bete, geschält und in 2 cm große Stücke geschnitten

1–2 Auberginen, in 5–6 cm große Stücke geschnitten

2 Paprikaschoten, Stielansatz, Samen und Scheidewände

entfernt, in Viertel geschnitten (optional)

3 Zwiebeln, geviertelt

3 Knoblauchknollen im Ganzen

80 ml natives Olivenöl extra

Salz

3 Zucchini, in 1 cm große Stücke geschnitten

250 g grüner Spargel (optional)

Zum Servieren

1 EL frisch gepresster Zitronensaft

1 EL natives Olivenöl extra

 Zubereitung:

Den Backofen auf 200 °C (Umluft) vorheizen. Das Gemüse (bis auf Zucchini und Spargel) auf einem Backblech verteilen. Die einzelnen Schichten der Zwiebelspalten dafür trennen, damit sie gut durchgaren. Das Olivenöl darüberträufeln, mit dem Salz würzen und alles gut mischen.

Im vorgeheizten Ofen 30 Minuten backen, dabei zwischendurch ein- oder zweimal wenden. Zucchini und Spargel (falls verwendet) zufügen und 10 Minuten weiterbacken.

Aus dem Ofen nehmen und leicht abkühlen lassen. Die Knoblauchzehen aus der Schale in eine kleine Schüssel drücken und mit Zitronensaft und Olivenöl vermengen. Diese Mischung über das Ofengemüse träufeln und das Ganze auf dem Blech schwenken, damit alles schön davon überzogen ist. Auf einer Servierplatte arrangieren.

Das Ofengemüse kann heiß, warm oder kalt serviert werden. Im Kühlschrank ist es einen Tag haltbar.

Chelseas Tipp:

Je nachdem, zu welchem Hauptgericht ihr das Ofengemüse serviert, könnt ihr es noch etwas aufpeppen: zu einer mediterran inspirierten Mahlzeit mit frisch gehacktem Rosmarin oder Thymian, zu Essen mit indischem oder marokkanischem Flair mit Kreuzkümmel, Schwarzkümmel oder Sesamsamen. Es gibt keine Regeln – überlegt einfach kurz und orientiert euch an den Zutaten eures Hauptgerichts.

Arbeitszeit 10 Min

Garzeit 40 Min

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Gias Zucchini-Polyphonie

© Elena Heatherwick/Knesebeck Verlag

Quelle: Olia Hercules: Kaukasis

Fotos: Elena Heatherwick

Knesebeck Verlag

Preis: 30,– €

Eine echte Neuentdeckung, von der die sonst manchmal recht langweiligen Zucchini enorm profitieren! Ich habe den ersten Test mit Johannisbeeren aus dem Garten gemacht, die sonst nur mein Mann isst. Inzwischen haben wir sogar einen Versuch mit angebratenen Pflaumen ziemlich gut gefunden. Eine tolle Möglichkeit, um die Saison zu feiern und dabei Gemüse mit Obst gekonnt zu vermählen.

Ich wäre nie auf die Idee gekommen, Zucchini mit Beeren zu kombinieren, aber das Gericht, das Gia in seinem Restaurant Pheasant’s Tears in Signagi für uns zubereitet hat, zählt zum Besten, was ich je gegessen habe. Wie ein georgisches polyphones Lied, das unseren an schlichte Popsongs gewöhnten Ohren dissonant erscheinen mag, war es vielschichtig wie die Farben und Düfte einer georgischen Landschaft. Jede Zutat kam mit ihrer besonderen Note zur Geltung und passte dennoch perfekt ins Gesamtwerk.

Zutaten (Beilage für 4 Personen):

4 EL Sonnenblumenöl

4 Schalotten oder kleine Zwiebeln, halbiert

2 Zucchini, in 2 cm dicke Scheiben geschnitten

5 Knoblauchzehen, der Länge nach halbiert

2 lange grüne Chilischoten, zerquetscht, dabei aber im Ganzen belassen

eine Handvoll frische Sauerkirschen und/oder Rote Johannisbeeren

Meersalzflocken und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

In einer großen Pfanne das Öl erhitzen, die Schalotten oder Zwiebeln dazugeben und auf mittlerer Stufe anbraten, bis sie weich sind. Wenn sie sich goldbraun zu verfärben beginnen, aus der Pfanne nehmen.

Die Zucchinischeiben in die Pfanne geben und auf beiden Seiten goldbraun anbraten. Den Herd herunterschalten, den Knoblauch und die Chilischoten hinzufügen und alles großzügig würzen. 3 Minuten dünsten.

Ganz am Schluss die angebratenen Schalotten oder Zwiebeln mit den Sauerkirschen und/oder Roten Johannisbeeren in die Pfanne geben und die Herdplatte ausschalten. Bei Bedarf mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Mit einem guten Sauerteigbrot servieren oder als Bestandteil eines größeren Festessens.

Dicke Bohnen mit Koriander

(Favas de coentrada)

© Andrew Montgomery/Prestel Verlag

Quelle: Nuno Mendes: Lisboeta

Rezepte und Geschichten aus der Stadt des Lichts

Fotos: Andrew Montgomery

Prestel Verlag

Preis: 32,– €

 Wer sagt eigentlich, dass in Portugal Vegetarier nicht glücklich werden können, mit diesem Gemüse-Klassiker von Nuno Mendes sind die Voraussetzungen dafür hervorragend. Für uns ein herrlich einfaches Sommer-Abendessen, das ganz von den frischen Zutaten lebt!

 Favas (Dicke Bohnen) werden zumeist getrocknet in Eintöpfen verwendet – lecker, aber auch recht schwer, und den Vorzügen der Bohnen wird das nicht gerecht. Dieses Rezept dagegen rückt die frischen Bohnen ins beste Licht. Sie schmecken

fabelhaft zu gegrilltem Fisch.

 Zutaten (für 4 Personen ):

1 Ei

2 Scheiben helles Sauerteigbrot

2 EL Olivenöl plus etwas mehr zum

Beträufeln

200 g enthülste Dicke Bohnen

1 Schalotte, fein gehackt

1 Knoblauchzehe, zerstoßen

1 kleine Handvoll Koriandergrün, Blätter und

Stängel getrennt und fein gehackt

frisch gepresster Saft und abgeriebene

Schale von 1 Biozitrone

Weißweinessig zum Abschmecken

natives Olivenöl extra zum Beträufeln

Meersalzflocken und frisch gemahlener

weißer Pfeffer

 Zubereitung:

Das Ei in einen Topf mit kaltem Wasser legen. Zum Kochen bringen und dann den Topf vom Herd nehmen. Zudecken und 10 Minuten stehen lassen. Das Ei herausnehmen, in eiskaltem Wasser abkühlen lassen und dann schalen. Das Eiweiß vom Eigelb trennen, beides fein hacken und beiseite stellen.

Den Backofen auf 220 °C vorheizen. Die Brotscheiben auf ein Backblech legen und von beiden Seiten mit Olivenöl beträufeln. Das Brot rösten, bis es goldbraun und knusprig ist, und nach dem Abkühlen zu groben Bröseln verarbeiten.

Die großen Bohnen von den kleinen trennen. Die großen enthäuten (falls nötig, für 30 Sekunden in kochendes Wasser tauchen, abgießen und in eiskaltem Wasser abschrecken: Dann lost sich die Haut leichter). Schalotte, Knoblauch und Koriander Stängel vermischen, salzen und pfeffern.

Das Olivenöl bei mittlerer Temperatur in einem Topf erhitzen, die Schalotten-Koriander-Mischung darin anbraten, bis sie ein wenig Farbe angenommen hat. Die Hälfte des Zitronensafts angießen. Bei

schwacher Hitze köcheln lassen. Abschmecken und, falls nötig, noch etwas Zitronensaft da zugießen. Wenn die Schalotte und der Knoblauch weich sind, die Bohnen hinzufugen und gut umrühren.

Den Topf vom Herd nehmen und den restlichen Zitronensaft sowie 1 Schuss Essig angießen. Korianderblätter, Zitronenschale und Brotbrösel hinzufugen, die Bohnen mit ein wenig nativem Olivenöl extra beträufeln und mit dem gehackten Eiweiß und Eigelb bestreuen.

Kürbis und Kichererbsen mit würziger Aprikosensauce

Fotografie © Simon Wheeler, AT Verlag

Quelle: Hugh Fearnley-Whittingstall: Viel mehr vegetarisch

200 neue Rezepte aus dem River Cottage

Fotos: Simon Wheeler

AT Verlag

Preis: 28,– €

Dieses Jahr geht es schon früh los, die ersten Hokkaidos sind in der Gemüseabteilung angekommen. Das Rezept von dem „Mann aus England mit dem Händchen für unkomplizierten Gemüse-Genuss“ hat quasi auf diese schon gewartet: I love it!

Dies ist eine Art dekonstruierte Gemüse-Tajine: dicke Kürbisstücke, nussige Kichererbsen und eine kräftige Tomatensauce vereinen Süßes, Saures, Salziges und Würziges in einem Gericht. Es wird schneller gar als eine echte Tajine. Und so kann jeder die einzelnen Elemente auf dem Teller nach Wunsch kombinieren.

Zutaten (für 4 Personen):

1 kg Kürbis (z. B. Butternut oder Crown Prince, bei mir Hokkaido)

2 EL Olivenöl

400 g Kichererbsen aus der Dose, abgespült, abgetropft

Meersalz und schwarzer Pfeffer

Für die Aprikosensauce:

2 EL Olivenöl

125 g Schalotten, halbiert, in Scheiben geschnitten

75 g ungeschwefelte getrocknete Aprikosen, grob gehackt

1/2 TL Kreuzkümmelsamen

2 TL Ingwer, frisch gerieben

2 Knoblauchzehen, gerieben oder gepresst

1/2 TL getrocknete Chiliflocken (bei mir das milde Pul Biber)

400 g Tomaten aus der Dose

1 TL brauner Zucker

2 EL eingelegte Zitrone, grob gehackt (Schale und Fruchtfleisch, ohne Kerne)

4 EL Koriander, gehackt

1/2 Zitrone zum Beträufeln

Zubereitung:

Den Backofen auf 200 Grad bzw. 180 Grad Umluft vorheizen. Den Kürbis in schmale Spalten schneiden, am äußeren Rand 3–4 cm dick. In einen Bräter geben, mit 1 Esslöffel Öl beträufeln und den Kürbis damit bestreichen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Im Ofen 45 Minuten braten, bis der Kürbis weich wird und bräunt. Die Kichererbsen mit einem weiteren Esslöffel Öl sowie etwas Salz und Pfeffer mischen.

Für die Sauce das Öl in einer kleinen bis mittelgroßen Pfanne erhitzen.

Die Schalotten mit einer Prise Salz darin anbraten. Wenn sie brutzeln, die Hitze reduzieren und etwa 8 Minuten braten, bis die Schalotten weich sind; dabei ein- bis zweimal umrühren. Die Aprikosen und den Kreuzkümmel hinzufügen und einige Minuten umrühren. Ingwer, Knoblauch, Chiliflocken und frisch gemahlenen Pfeffer hinzufügen und 1–2 Minuten weiter braten. Die Dosentomaten mit Saft hineingeben; ganze Tomaten dabei etwas zerdrücken und harte weiße Teile entfernen. Den Zucker hinzufügen. Alles kräftig aufkochen und etwa 5 Minuten köcheln lassen, dabei mehrmals umrühren, bis die Sauce dickflüssig ist. Vom Herd nehmen, die gehackte eingelegte Zitrone und etwa 3 Esslöffel gehackten Koriander einrühren. Abschmecken und bei Bedarf noch etwas nachsalzen. Wenn der Kürbis weich ist, die Kichererbsen dazugeben und 5–10 Minuten im Ofen heiß werden lassen. Inzwischen falls nötig die Sauce nochmals erhitzen. Die Kürbisspalten mit den Kichererbsen auf eine vorgewärmte Platte oder auf Teller verteilen. Die heiße Sauce darübergeben, mit dem restlichen Koriander garnieren und jeweils mit einem Spritzer Zitronensaft beträufeln.

Mal anders:

Kürbis: Anstelle des Kürbisses kann man fast jedes andere Gemüse verwenden – probieren Sie gebratenes Wurzelgemüse, Fenchel oder Auberginen und Zucchini.

Herzhaftes „Tiramisu“ mit Paprika-Polenta

© Knut Knoops, Berlin

Quelle: Vierich/Viglgis: Aroma Gemüse

Der Weg zum perfekten Geschmack

Fotos:  Knut Knoops, Berlin

Test Verlag

Preis: 49,90 €

Eine sehr feine Vorspeise war die Meinung unserer Gäste, besonders weil eine Komponente gekühlt serviert wurde und toll war das Lob meiner besseren Hälfte! Beides war notwendig, denn sonst hätte ich Freitag niemals den Backofen eingeschaltet, um Tomaten zu konfieren. Die Mühe hat sich definitiv gelohnt und sah auch optisch sehr schön auf dem Buffet aus. P.S. Die Polenta habe ich auch in Gläschen angerichtet und lauwarm serviert und mit Salbei ausdekoriert. Die Mortadella-Scheibe haben wir uns geschenkt, hat für mich geschmacklich in dieser Kombination auch keinen Sinn gemacht. In dieser Version aber sehr, sehr gerne wieder!

Zutaten (für 4 Personen):

500 g kleine rote Tomaten

Olivenöl (nach Bedarf)

3 Thymianzweige

½ EL gerebelter Oregano

½ TL Zucker

Salz und frisch gemahlener

schwarzer Pfeffer

500 g Tomaten in unterschiedlichen Farben (Grün und Gelb, nicht Rot)

250 g Mascarpone

250 g Sahne

1 Handvoll Parmesanspäne

Für die Paprika-Polenta:

100 g Polenta

500 ml Gemüsebrühe

Salz

2 rote Paprikaschoten

100 ml Olivenöl

8 Salbeiblätter

1 Prise Pimentón (geräuchertes Paprikapulver)

4 Scheiben Mortadella (wir haben die weggelassen)

Zubereitung:

Rote Tomaten in Scheiben von 5 mm Dicke schneiden und nebeneinander in eine kleine Auflaufform legen; sie sollten den Boden der Auflaufform ausfüllen. Mit Olivenöl übergießen, bis sie gerade bedeckt sind. Thymian, Oregano, Zucker sowie ½ TL Salz dazugeben und bei 90 °C 2 Stunden schmoren, bis die Tomaten schrumpelig sind. Aufpassen, dass sie nicht verbrennen. Polenta in der Gemüsebrühe sämig kochen, dabei mit Salz abschmecken.

Bunte Tomaten vom Stielansatz befreien und würfeln. Mascarpone mit Sahne, etwas Salz und Pfeffer schaumig schlagen. Zum Schichten konfierte Tomaten in kleinen Gläsern verteilen, mit je einer Schicht Mascarpone bedecken, dann eine Schicht grüne oder gelbe Tomatenwürfel einlegen, den Vorgang wiederholen, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Die Gläser mit einer Schicht Mascarpone abschließen. Vor dem Servieren kühl stellen und mit Parmesanspänen oder konfierten Tomaten garnieren.

Paprikaschoten halbieren, von Samen und Scheidewänden befreien. Über Feuer (oder im sehr heißen Ofen) grillen, bis die Haut schwarz wird und sich abziehen lässt. Die Haut entfernen, das Paprikafleisch mit Olivenöl mixen und unter die Polenta heben.

Kurz vor dem Servieren Salbeiblätter fein schneiden und unter die rote Polenta heben. In kleinen Gläßchen anrichten, mit Piménton bestreuen und mit Salbei ausdekorieren.

Pro Portion: 994 kcal, 87 g F,

32 g K , 6 g B, 13 g E

Lauch-Blumenkohl-Suppe mit Senf und Thymian

Fotografie © Simon Wheeler, AT Verlag

Quelle: Hugh Fearnley-Whittingstall: Viel mehr vegetarisch

200 neue Rezepte aus dem River Cottage

Fotos: Simon Wheeler

Lauch, Blumenkohl, Thymian und Senf werden zu Best-Buddy’s, die auch uns, die wir eher zur herzhaften- als zur Veganer-Fraktion gehören, lecker abholen haben können.

Lauch und Blumenkohl haben als Püree beide eine samtige Konsistenz, was diese einfache Gemüsesuppe angenehm cremig macht.

 Zutaten (für 4–6 Personen):

2 EL Oliven- oder Rapsöl

3 mittelgroße Stangen Lauch

(ca. 500 g), geputzt, in 1/2 cm dicke

Scheiben geschnitten

2 Knoblauchzehen, in dicke

Scheiben geschnitten

1 Stange Sellerie, in dünne

Scheiben geschnitten

2 EL Thymianblätter

1 mittelgroßer Blumenkohl

(800 g–1 kg, ungeputzt)

850 ml heißes Wasser oder

Gemüsebrühe (Seite 190 oder unten)

2 TL scharfer, englischer Senf

Meersalz und schwarzer Pfeffer

Olivenöl extra vergine oder kalt

gepresstes Rapsöl zum Beträufeln

Zubereitung:

Das Öl in einem großen Topf erhitzen. Lauch, Knoblauch, Sellerie, die Hälfte des Thymians sowie etwas Salz und Pfeffer hineingeben. Wenn das Gemüse schön brät, den Topf zudecken, die Hitze reduzieren und das Gemüse etwa 10 Minuten dünsten, bis der Lauch weich ist; dabei von Zeit zu Zeit umrühren.

Vom Blumenkohl die groben äußeren Blätter abschneiden (die zarten im Inneren können bleiben), ebenso das harte untere Strunkende entfernen, den Rest grob hacken – samt Strunk und allem. Den gehackten Blumenkohl zum gedünsteten Lauch geben und gut umrühren. Das heiße Wasser oder die Brühe hinzugießen, zum Köcheln bringen und zugedeckt 5–10 Minuten kochen, bis der Blumenkohl gar, aber nicht zu weich ist.

Den Topf von der Herdplatte nehmen. Den Senf hinzufügen, dann die Suppe glatt pürieren – entweder in zwei Portionen im Mixer oder mit dem Pürierstab im Topf. Wenn die Suppe sehr dick ist, einen Schuss heißes Wasser hinzufügen. Abschmecken und bei Bedarf noch Salz und/oder Pfeffer hinzufügen, falls nötig nochmals erhitzen. Die Suppe in vorgewärmte Schalen füllen, mit etwas kalt gepresstem Öl beträufeln und mit dem restlichen Thymian und etwas schwarzem Pfeffer bestreuen.

Mal anders:

Zwiebeln: Mittelgroße Zwiebeln anstelle des Lauchs. Kräuter: Rosmarin anstelle des Thymians.

Gemüsebrühe

Zutaten (ergibt etwa 1 Liter):

1 große Zwiebel, grob gehackt

Stiele von 1 kleinen Bund glatter Petersilie

2–3 Lorbeerblätter

6–8 schwarze Pfefferkörner

SAUBERE ABSCHNITTE VON:

3 kleinen oder 2 mittelgroßen

Stangen Lauch

2 mittelgroßen Karotten

1 Staude Sellerie (also die 3–4 harten äußeren Stängel)

1 große oder 2 kleine Pastinaken

oder 200 g Knollensellerie

Zubereitung:

Ich mag selbst gemachte Gemüsebrühe – sie schmeckt feiner, komplexer und mehr nach Gemüse als die Brühe aus fertigen Würfeln. Es ist gar nicht schwer, aus frischen, gehackten Zwiebeln, Lauch, Karotten, Sellerie und Kräutern eine einfache Brühe selbst zu kochen. Auf der Suche nach einer Alternative mit möglichst wenig Abfall bin ich auf dieses Rezept gestoßen, in dem die Abschnitte von dem Gemüse für die klassische Gemüsesuppe auf der vorhergehenden Seite verwendet werden.

Alle Gemüseabschnitte grob hacken und in einen großen Topf geben, dazu die gehackte Zwiebel, die Petersilienstängel, die Lorbeerblätter und die Pfefferkörner. 1 1/2 Liter kaltes Wasser hinzugießen und zum Kochen bringen. Dann die Hitze reduzieren und im offenen Topf 20–30 Minuten leise köcheln lassen, bis die Brühe gut schmeckt. Sie sollte nicht zu stark konzentriert sein, aber so aromatisch, dass sie als Basis für eine klare Suppe dienen kann.

Die Gemüsebrühe abseihen, fertig ist sie zur weiteren Verwendung oder zum Abkühlen und Einfrieren.

Gebratene Süsskartoffeln mit Guacamole

Fotografie © Simon Wheeler, AT Verlag

Quelle: Hugh Fearnley-Whittingstall: Viel mehr vegetarisch

200 neue Rezepte aus dem River Cottage

Fotos: Simon Wheeler

AT Verlag

Preis: 28,– €

Passt und wurde in die „Gerne wieder Kategorie“ der Urlaubs-Rezepte aufgenommen, nach dem wir dies im Wanderurlaub getestet haben. Die frisch-würzige Guacamole profitiert geschmacklich enorm von der Süße der Kartoffeln. Und der sonst obligatorische Knoblauch muss in dieser Kombination auch nicht sein. Schön dass es auch mal anders geht!

Der kräftige Geschmack der Süßkartoffeln kontrastiert wunderbar mit dieser stückigen Guacamole-Variante und ihren säuerlichen Zugaben Tomate, Limettensaft, Frühlingszwiebel und Chili. Gemeinsam ergeben sie einen farbenfrohen, aromatisch-frischen Hingucker auf dem Tisch.

Zutaten (für 4 Personen):

1 kg Süßkartoffeln

2 EL Oliven- oder Rapsöl

Meersalz und schwarzer Pfeffer

Für die Guacamole:

200 g Kirschtomaten, geviertelt

4–5 dicke Frühlingszwiebeln,

geputzt, in dünne Scheiben

geschnitten

1 mittelscharfe rote Chilischote,

entkernt, fein gehackt

1 Bund Koriander, Blätter abgezupft

Saft von 1/2 Zitrone,

nach Geschmack auch mehr

2 große oder 3 mittelgroße

reife Avocados

2 EL Olivenöl extra vergine plus

zusätzlich zum Beträufeln

 

Zubereitung:

Den Backofen auf 200 Grad bzw. 180 Grad Umluft vorheizen. Die Süßkartoffeln schälen und in 5–8 mm dicke Scheiben schneiden. Auf ein großes Backblech legen, mit Öl beträufeln, mit Salz und Pfeffer würzen und mischen, sodass alle Süßkartoffeln mit dem Öl überzogen sind. Die Kartoffelscheiben so gleichmäßig wie möglich auf dem Blech verteilen.

Im Ofen 30 Minuten backen, bis die Kartoffeln weich sind, dann mit einem Spatel vorsichtig wenden. Nochmals 20–30 Minuten backen, bis die Süßkartoffeln an manchen Stellen braun werden.

Wenn die Kartoffeln fast gar sind, die Guacamole zubereiten: Tomaten, Frühlingszwiebeln und Chili in eine Schüssel geben und die Korianderblätter hinzufügen, dabei einige zum Garnieren beiseitelegen. Limettensaft und etwas Salz und Pfeffer dazugeben und gut mischen.

Die Avocados halbieren und den Kern entfernen. Das Fruchtfleisch mit einem Teelöffel herauslösen und in die Schüssel zu den Tomaten geben. Das Olivenöl hinzufügen und mit einer Gabel die Avocado grob in die Tomatenmischung drücken. Nach Bedarf noch mit Salz, Pfeffer und Limettensaft abschmecken.

Die gebratenen Süßkartoffeln auf einer vorgewärmten Servierplatte flach ausbreiten. Die Guacamole in die Mitte setzen. Zum Schluss alles mit Öl beträufeln und mit den beiseitegestellten Korianderblättern bestreuen.

Hinweis:

Avocados sind derzeit ein schwieriges Thema. Unser wachsender Appetit auf die grünen Früchte führt zu Abholzungen und übermäßigem Einsatz von Pestiziden und Wasser in manchen Regionen, wo sie angebaut werden. Bio-Avocados aus fairem Handel sind die beste Lösung.