Lachstarte mit grünem Spargel

© Kerstin Getto/Hölker Verlag

Dieses Rezept zeigt, es braucht nicht viel für den perfekten Genuss, ein alltagstaugliches Rezept, das auch Anfänger in ihrer Küche spielend bewältigen, für mich am liebsten mit einer Scheurebe aus Rheinhessen!

Quelle: Kerstin Getto/Natalie Lumpp: Food Love & Wine

Fotos: Daniela Haug/ Kerstin Getto

Die besten Rezepte zum Wein

Hölker Verlag

Preis: 24,95 €

Kerstin hegt eine große Leidenschaft für pikante Tartes.  Diese Lachstarte mit grünem Spargel und einer guten Prise Parmesan bereichert schon lange ihre Küche und  begeistert sie immer wieder aufs Neue.

Zutaten (für 4 Portionen):

Für den Teig:

25 g reifer Pecorino am Stück

150 g Weizenmehl (Type 405)

1 TL Salz

100 g kalte Butter 1 Ei (Größe M)

Für den Belag:

1 Bund grüner Spargel

300 g Lachsfilet ohne Haut

25 g reifer Pecorino am Stück

200 g Sahne

1 TL getrockneter Oregano

3 Eier (Größe M)

Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

1 rote Chilischote (optional)

Zubereitung:

Für den Teig den Pecorino fein reiben. Käse, Mehl, Salz, kalte Butter in Stücken und das Ei in einer Schüssel zuerst mit dem Knethaken der Küchenmaschine, dann mit den Händen zügig zu einem glatten Teig verarbeiten. Zugedeckt 30 Minuten kalt stellen. Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Für den Belag den Spargel waschen und die holzigen Enden abschneiden. Den Lachs waschen, vorsichtig trocken tupfen und in drei gleich breite Streifen schneiden. Den Pecorino fein reiben. Käse, Sahne, Oregano und Eier in einer Schüssel mischen. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen und beiseitestellen. Ein Stück Backpapier in der Größe der Backform (24 cm x 24 cm) zurechtschneiden und den Teig deckungsgleich auf dem Papier ausrollen. Den ausgerollten Teig mit dem Backpapier in die Backform legen.

Spargel und Lachs auf dem Teig verteilen und mit der Sahnemischung auffüllen. Nach Wunsch die Chilischote in Ringe schneiden und darauf verteilen. 40 Minuten im vorgeheizten Backofen goldbraun backen.

Tipp: Zur ofenwarmen Tarte passt besonders gut ein einfacher Rucolasalat mit erfrischendem Zitronendressing aus zwei Esslöffeln Zitronensaft, vier Esslöffeln Olivenöl, einem gestrichenen Teelöffel Dijon-Senf, Salz und Pfeffer.

Zubereitungszeit: 30 Minuten

Kühlzeit: 30 Minuten / Backzeit: 40 Minuten

Und mit welchen Wein kann den Genuss noch erhöhen?

Ganz klassisch würde man zu diesem Gericht einen  Sauvignon Blanc servieren. Genauso gut passt aber auch eine Scheurebe. Die Kreuzung aus Riesling und Silvaner bringt sehr klare und fruchtbetonte Weine hervor, die an  Holunderblüten und exotische Früchte erinnern.

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Salat mit Spargel und Freekeh

© Dan Perez/Gestalten Verlag

Quelle: David Haliva (Hrsg.): Neue Esskultur und Rezepte aus Israel und Palästina

Fotos: Dan Perez

Gestalten Verlag

Preis: 35,– €

Verblüffend einfache Kombination, aber manchmal ist gerade dass das Beste. Der würzige Geschmack des Spargels, der nussig-rauchigen Geschmack des Freekeh und die frische Note durch Petersilie harmonieren perfekt. Salz habe ich sparsamer eingesetzt, aber das ist Geschmacksache und bei der Menge für Chilischote kommen nicht so mutige sicherlich auch mit weniger aus. Uns hat es richtig klasse geschmeckt, gerne wieder.

„Freekeh“ ist ein mit Grünkern vergleichbarer gerösteter grüner Weizen mit einem herrlich rauchigen Geschmack. Er wird  im Frühling von den einheimischen Bauersfrauen den „Fellahin“ geerntet, bevor die Weizenähre ausgereift ist, und dann auf  dem offenen Feld geröstet. Freekeh wird als Füllung für Gemüse  und Fleisch oder auch in Salat verwendet. Man kann ihn in Läden kaufen, die Spezialitäten aus dem Nahen Osten führen, oder auch durch Couscous ersetzen, der ebenfalls gut auf – quillt, wenn er gekocht wird

Zutaten (für 6 Portionen):

Level: Einfach

300 g Freekeh

600 g dünner grüner Spargel
(gibt es online oder im arabischen oder türkischen Supermarkt)

1 Esslöffel Salz (ich habe weniger genommen)

1 Bund gehackte frische Petersilie

4 Esslöffel natives Olivenöl (ich habe mehr gebraucht)

extra 2 Knoblauchzehen, fein gehackt

Saft von 1 Zitrone

½ Teelöffel fein gehackte frische grüne Chilischote, entkernt

1 Prise Salz

1 Prise frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Den Freekeh in einem Sieb unter fließendem Wasser gut waschen. In eine Schüssel geben, mit Wasser bedecken und eine Stunde  einweichen, dann abgießen.

Die holzigen Enden des Spargels abschneiden und die Stangen  in 3 cm lange Stücke schneiden.

Eine große Schüssel mit eiskaltem Wasser füllen. In einem großen Topf Wasser mit einem Esslöffel Salz zum Kochen bringen. Den Spargel für 3 Minuten im kochenden Wasser blanchieren und dann mit einem Sieblöffel in das Eiswasser geben, damit er seine leuchtend grüne Farbe behält.

Den Freekeh in das noch kochende Wasser geben und für 5 Minuten  al dente kochen. Vom Herd nehmen, Freekeh in ein Sieb abgießen und  gut abtropfen lassen. Den Spargel ebenfalls abgießen und leicht andrücken, um überschüssige Kochflüssigkeit zu entfernen. Freekeh und Spargel in einer Servierschüssel anrichten, den Rest  der Zutaten unterheben und servieren.

Geröstete Rosenkohlblätter mit Kurkuma und Walnüssen

Fotografie © Manuela Rüther, AT Verlag / www.at-verlag.ch
Fotografie © Manuela Rüther, AT Verlag / http://www.at-verlag.ch

Quelle: Manuela Rüther: Bitter – der vergessene Geschmack

AT-Verlag

Preis: 29,95 €

Wer sich die Mühe macht, die kleinen Kohlköpfchen zu entblättern und die knackigen Blätter zu rosten, wird mit einer ungeahnten Aromen-Fülle belohnt. Kurkuma schenkt diesem Gericht nicht nur eine intensiv gelbe Farbe, sondern sorgt durch seinen würzigen, leicht erdig-bitteren Geschmack für besonderes Aroma. In der Kombination mit Koriander, Honig Zitrone und Walnuss, war das sehr lecker. Den Rosenkohl zu entblättern ist zwar ein bisschen Arbeit, die Mühe lohnt sich aber, denn so schmeckt er mir deutlich besser! Schöne Idee und eine tolle Beilage, die es jetzt häufiger bei uns geben wird.

Zutaten (für 4 Portionen):

800 g Rosenkohl

60 g Walnusskerne

½ TL Koriandersamen

Olivenöl zum Braten

Meersalz, schwarzer Pfeffer

aus der Mühle

1 TL Kurkuma

1–2 TL Honig

2–3 TL frisch gepresster

Zitronensaft

Den Rosenkohl putzen, den Strunk abschneiden und die Rosenkohlblätter mithilfe eines kleinen Messers von unten ablösen. Die Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rosten und grob hacken. Den Koriander ohne Fett rosten, bis er duftet, dann im Mörser zerstoßen.

In einer Pfanne Olivenöl erhitzen und die Rosenkohlblätter darin kräftig anbraten, bis sie Farbe bekommen. Die Pfanne dabei regelmäßig schwenken. Mit Meersalz, Pfeffer, Koriander und Kurkuma würzen und 1 Minute weiterbraten. Die Hitze reduzieren, den Rosenkohl mit Honig beträufeln und unter Rühren kurz karamellisieren. Etwas Zitronensaft und 50 ml Wasser dazugeben und so lange weiterrühren, bis die Flüssigkeit verkocht ist. Den Vorgang ein- bis zweimal wiederholen, bis die Rosenkohlblätter bissfest geschmort sind. Das Gemüse mit Salz, Pfeffer sowie nach Belieben etwas zusätzlichem Honig und Zitronensaft abschmecken, die Rosinen und die gerösteten Nüsse untermischen und sofort servieren.

Tipps:

Reste des Gerichts schmecken auch kalt als Salat. Dann das Gemüse nochmals mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft, Honig und Olivenöl abschmecken. Mit Couscous, Bulgur oder Hirse vermischt, wird aus dem Gemüse ein gesundes Hauptgericht.

Wenn es schnell gehen muss, kann man auf das Rösten und Mörsern des Korianders verzichten und gemahlenen verwenden.

Bitterfaktor

Der typische Kohlgeschmack und die recht dominante Bitterkeit des Rosenkohls verwandelt sich durch das Rösten in ein süßlich-würziges Aroma. Die Kohl- und Bitternoten werden durch die Süße des Honigs und die Säure der Zitrone harmonisch ausbalanciert. Frisch gerosteter Koriander und Kurkuma sorgen für eine leicht bittere Wurze.

Schon gewusst?

Bevor die „Brüsseler Sprosse“ oder „Choux de Bruxelles“ sich Anfang des 19. Jahrhunderts in ganz Europa ausbreiteten, waren sie eine regionale Spezialität der spanischen Niederlande, zu denen auch das heutige Belgien gehörte.

Frittierte gefüllte Paprika (Chiles Rellenos)

© Ulrike Holsten/Brandstätter Verlag
© Ulrike Holsten/Brandstätter Verlag

Quelle: Oliver Trific/Katharina Seiser (Hg.): USA Vegetarisch

Fotos: Ulrike Holsten

Christian Brandstätter Verlag

Preis: 34,90 €

Chilischoten sind das offizielle Staatsgemüse von New Mexico. Nicht verwunderlich, dass man diese köstliche gefüllte Variante, die Oliver Trific mit türkischen Paprikaschoten zubereitet (s. Tipps) in vielen Restaurants des Südwestens findet. Sehr lecker und tolle Tipps zu Zutaten und Zubereitung. Der Maissalat gehört in unseren Augen aber unbedingt mit auf den Tisch. Statt dem gekühlten Lambrusco haben wir uns ein dunkles Bockbier gegönnt, was als Begleitung zum Maissalat empfohlen wurde und sehr gut zum würzigem und herzhaftem mexikanischen Essen passt.

Zutaten:

300 ml Öl

4 längliche türkische Paprikaschoten (à ca. 125 g., s. Tipps)

175 g Edamer

2 Eier

100 g Mehl

100 ml helles Bier

1 Prise Salz

Zubereitung:

Öl in einer tiefen Bratpfanne auf 180 °C erhitzen. Paprikaschoten im Ganzen nacheinander unter Wenden frittieren, bis die Haut Blasen wirft. Paprikaschoten in einer Schüssel mit einem Teller bedeckt einige Minuten abkühlen lassen und häuten. Das Öl bis zur späteren Verwendung in der Pfanne beiseite stellen.

Edamer reiben. Paprikaschoten an einer Seite längs einschneiden und die Kerne vorsichtig herausnehmen. Käse in die Schoten füllen und die Schoten kalt stellen.

Eier trennen. Eigelb mit Mehl, Bier und Salz glattrühren. Eiweiß steif schlagen und unter den Teig heben. Öl auf 170 °C erhitzen. Die gefüllten Paprikaschoten portionsweise durch den Teig ziehen und mit der Öffnung nach oben in das Öl geben. Mit einem großen Löffel vorsichtig etwas heißes Öl über die Öffnungen geben, um diese zu verschließen. Die Schoten unter Wenden 5 Minuten goldbraun frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und servieren.

Tipps: Passt zu geröstetem Maissalat mit Avocado.

Grüne türkische Paprika kommen aufgrund ihres relativen dünnen Fruchtfleischs den in den USA verwendeten milden Anaheim chiles am nächsten. Sie sind nicht durch gewöhnliche Paprikaschoten zu ersetzen.

Getränk: gekühlter Lambrusco

Gerösteter Maissalat mit Avocado (Roasted Corn Salad with Avocado)

 Ein einfacher schneller Salat, der die Süße des Mais durch Braten richtig zum Ausdruck bringt. Ein Muss für jedes Spätsommer-Picknick oder Grillfest.

Zutaten:

2 frische Maiskolben

1 Bund Frühlingszwiebeln

1 Knoblauchzehe

3 EL Öl

2–3 EL Limettensaft

Salz

Pfeffer

1 reife Avocado (am besten Hass-Avocado)

½ Bund Koriander

 Zubereitung:

Mais putzen, dabei alle feinen Härchen entfernen. Maiskörner mit einem scharfen Messer vom Kolben schneiden. Dabei darauf achten, dass nur wenig vom Kolben mit angeschnitten wird. Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Knoblauch pellen und fein hacken.

Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, Mais darin 3–4 Minuten bei hoher Hitze unter Rühren braten. Frühlingszwiebeln und Knoblauch dazugeben und 1 weitere Minute braten.

In eine Schüssel geben, mit Limettensaft, Salz und Pfeffer würzen und kurz marinieren. Avocado halbieren, Stein entfernen, Fruchtfleisch aus der Schale lösen und in Würfel schneiden. Vorsichtig unter den Mais heben. Koriander zupfen und grob hacken, zum Maissalat geben.