Hayas Küche

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Haya Molcho: Hayas Küche: Regionale Produkte, orientalische Rezepte

Fotos: Peter Mayr

Südwest Verlag

Preis: 29,99 €

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„Die Welt zu Hause am Küchentisch – oder Lebensfreude und saisonaler Genuss pur!“

„Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl!“ sang schon Herbert Grönemeyer 1999 in seinem Song „Heimat“.

Für Haya Molcho gilt das um ein Vielfaches mehr, geboren in Tel-Aviv und während ihrer ersten Lebensjahre mit den Eltern überall und nirgends zu Hause. Mit neun Jahren kommt sie nach Bremen und verlässt diese Stadt erst wieder als sie sich nach Abschluss ihres Studium mit ihrem Mann, dem Pantomimen Samy Molcho, in Wien niederlässt und mit ihm vier Söhne aufzieht.

Haya ist ein echtes Familientier und vor allem eine begnadete Köchin und Heimat ist für sie dort, wo ihre Familie zu Hause ist.

Familie ist alles – oder eine Familie, die sich gemeinsam viel vorgenommen hat!

© Peter Mayr
© Peter Mayr

 Da ist Mutter Haya mit ihrer Kochleidenschaft und ihrem Frohsinn, und die Söhne, nach denen das orientalische Restaurant „NENI“ benannt ist, womit alles begann: „NENI“ wie Nuriel, Elior, Nadiv und Ilan – die Söhne. Drei von ihnen sind heute Haya Molchos Geschäftspartner und das ist kein Zufall. In Molchos Leben steht die Familie über allem. Was mit „NENI“ am Naschmarkt begann, ist inzwischen zu einer Gastronomiekette mit mehr als hundert Mitarbeitern geworden. Die Molchos betreiben den Tel Aviv Beach am Donaukanal, besitzen Lokale in Berlin, Zürich und Hamburg und ihr Catering beliefert 1600 Spar-Filialen in Österreich mit einer eigenen Produktlinie sowie die Hotelkette 25 Hours in ganz Europa.

Wenn die Söhne, bei der Mutter am Wochenende zum Brunch eintrudeln, wird im Hause Molcho Familienleben regelrecht zelebriert. Während Haya aus einer Familie mit „Fleischliebhabern stammt, zieht ihr Mann Sammy die vegetarische Küche vor.

Die Söhne, die im Buch eine große Rolle spielen, wissen zu berichten, dass Haya immer solange an einem Rezept herum probierte, bis ihrer Meinung nach, ein optimales Ergebnis zu Stande gekommen war. Auch wenn Wien heute ihr geliebtes zu Hause ist, so ist ihre Küche von mannigfaltigen Einflüssen und auch vom saisonal, regionalen Angebot in Wien geprägt.

Wie sieht es aus?

 Eine offene, lebensfrohe Frau lacht mir auf einem wertigen sattgelben großformatigen Pappeinband entgegen, sympathisch ist mein erster Eindruck, bei der würde ich auch mal gerne am Esstisch sitzen.

Das hat leider nicht geklappt, aber immerhin ist daraus eine Einladung zu Hayas Küche geworden, super auch das gefällt mir! Das Buch ist farbenfroh mit sehr modernem Layout und die Rezept-Fotos machen Lust, mir Hayas Geschmack in meine Küche zu holen.

Sehr geschmackvoll sind auch die gemalten Portraits der Familienmitglieder, die den unterschiedlichen Kapiteln vorangestellt sind und das Buch zu einer persönlichen Begegnung mit den Molchos machen.

Was ist drin  – oder eine leidenschaftliche Köchin lädt zu einer kulinarischen Reise zwischen Orient und Okzident ein!

 Die Söhne geben den Takt vor und präsentieren auf sehr liebevolle Art mit allerlei Anekdoten in den Kapiteln: „Frühstück & Snacks“, „Salate und Suppen“, „Hauptspeisen“ und „Desserts“über 65 neue Rezepte die Hayas Kreativität, Leidenschaft und Lebensfreude widerspiegeln.

Hier geht es um eine sehr persönlich geprägte Fusion-Küche, wie sie im Hause Molcho und auch in Hayas Restaurants von Familie und Gästen genossen und geliebt wird. Es gibt viel vegetarisches, ein bisschen was mit Fisch und Geflügel und  wenig mit Fleisch. Unser Geschmack ist damit getroffen, denn weniger ist mehr und Qualität ist das was zählt.

Wir begleiten die leidenschaftliche Köchin beim Einkaufen zu Lieferanten, Herstellern, Gemüsebauern, denn sie kann es nicht lassen, sich selbst auf die Suche nach den besten Produkten für ihre Küche zu begeben und verarbeitet diese in ihrer typisch europäisch-orientalischen Küche: ihre Gerichte sind stets orientalisch inspiriert, werden aber mit regionalen und saisonalen Produkten umgesetzt. Zu ihren Lieferanten pflegt sie eine innige Beziehung und stellt uns diese gerne im Buch vor.

Wie sieht die Praxis aus?

 4 Esser werden immer satt, Hayas Rezepte sind aber auch mal für viele Personen am Tisch ausgelegt, kein Wunder wenn man gewohnt ist, für eine große Familie zu kochen. Ich mag das, obwohl wir nur ein 2 Personen-Haushalt sind, entweder laden wir spontan Gäste ein oder wir frieren was ein und manche Gerichte schmecken einfach noch mal so gut, wenn man sie beim zweiten Mal isst, besonders wenn die Gewürze so richtig gut durchgezogen sind.

Alles dreht sich um den Geschmack!

Haya Molcho ist mit Leidenschaft und Engagement unterwegs, bei ihr dreht sich alles um den Geschmack. Gut so finde ich, ich nehme mir gerne Zeit, wenn was super Leckeres danach auf dem Tisch steht.

Und super lecker waren das „Makhni mit Paneer“ und die „Burekas“, die wir am vergangenen Wochenende probiert haben. Mir gefällt Hayas Art der Fusion-Küche, weil sie vieles Bekanntes in einem neuen Gewand in ihrem ganz eigenen Stil präsentiert und ich habe noch so viel gefunden, was ich unbedingt ausprobieren möchte. Die persönlichen Tipps der Autorin wirken auf mich ausgesprochen authentisch und sind für mich sehr wertvoll.

Den „syrischen Paprika-Nuss-Aufstrich (Muhammara)“ werden wir morgen zum Brunch probieren und es gibt noch so vieles was ich unbedingt probieren muss.

Vorbereitung tut not!

 Zum Teil sind die Rezepte auch ein wenig komplexer, was eigentlich symptomatisch für arabisch geprägte Küche ist, deshalb empfehle ich allen, die Rezepte im Vorfeld wirklich genau zu lesen, das ist sehr wichtig, gerade bei arabischen Kochbücher, weil die Rezepte davon leben, das hier sehr viel selbst gemacht wird und unterschiedliche Komponenten zu einem Ganzen zusammengefügt werden.

Der Mix hat mich begeistert!

 Haya Molcho hat in dem vorliegenden Buch einen echten „Multi-Kulti Mix“ zusammengetragen, es gibt nicht nur arabische Küche, sondern in den Rezepten sind asiatische, europäische und amerikanische Einflüsse zu spüren. Das macht es auch für Menschen wie mich interessant, die schon ein Buch von Haya haben, denn hier gibt es viel Neues.

Schauen Sie auch mal über den Tellerrand!

 Es ist praktisch, wenn alle Zutaten im Supermarkt um die Ecke zu bekommen sind, aber es macht auch Spaß, Einkaufen zum Erlebnis zu machen. Ich möchte meinen marokkanischen Metzger nicht missen und es macht ungeheuer Spaß im türkischen oder asiatischen Lebensmittel-Laden auf Streifzug zu gehen, wenn man die Gelegenheit dazu hat. Bei mir in Frankfurt kein Problem.

Mutig sein, wird belohnt!

Geschmacklich hat mich Haya auch überzeugt, denn ich liebe arabisch geprägte Küche, man ist hier mit allem großzügig, das mag ich sehr und entspricht meinen Verständnis von Kochen. Außerdem ist es aber auch eine Küche, die gerade zum Experimentieren einlädt, also nur Mut, wenn der eigene Geschmack, statt Säure ein wenig mehr Süße verlangt, gerade diese Rezepte nehmen das überhaupt nicht krumm.

Positiv ist mir aufgefallen, dass Frau Molcho erst am Rande auf die jeweilige Zutat aus ihrer eigene Produkt-Linie hinweist und dies nicht prominent in der Zutatenliste präsentiert, das habe ich in den Kochbüchern einiger bekannter Spitzenköche auch schon mal anders erlebt.

Fazit: Mir hat das Buch von Haya Molcho sehr gefallen, ich habe viele neue Ideen erhalten, geschmacklich gibt es da nichts zu meckern! Der sehr persönliche Bezug, der überall im Buch hergestellt wird ist angenehm und macht das Buch zu einem persönlichen Erlebnis, eine Familie, die gemeinsam für etwas steht, das ist heutzutage doch leider sehr selten geworden.

Vielen Dank für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Nickys Veda

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Nicky Sitaram Sabnis: Nickys Veda

Verlag: Irisiana

Preis: 24,99 €

Mehr als „nur“ ayurvedisch kochen lernen!

Meine erste Begegnung mit Nicky Sitaram Sabnis liegt schon eine Weile zurück, ich bin beim Durch-Zappen in einer Samstags-Talkshow auf ihn gestoßen und war fasziniert von diesem quirligen zierlichen Mann, der eine ungeheuer positive Ausstrahlung vermittelte und hier und da mit breitem Bayerisch aufwarten konnte.

Das war im Januar 2015 und heute liegt nun sein Buch „Nickys Veda“ endlich vor mir und ich freue mich auf eine spannende und unterhaltsame Begegnung mit der ayurvedischen Lehre und der ayurvedischen Kochkunst.

Wie geht es los?

 Nicky lässt es schon zu Beginn so richtig krachen, orange-roter Einband, dazu Schriften in Türkis und prominent der Autor auf dem Titel, der uns mehr als 150 einfache und authentische Rezepte für jeden Geschmack verspricht.

Und zum Glück geht es so weiter, denn auch die Textseiten sind zum Teil in kräftigen Farben und doch harmonisch gestaltet zusammen mit den farblich abgesetzten Bordüren und den ästhetischen Info-Grafiken vermitteln sie einen fröhlichen Gruß aus dem Land der tausend Farben. Das Essen ist gekonnt in Szene gesetzt, auch schön hergerichtet, aber keinesfalls überstylt. Fotos vom Autor und seinen Mitstreitern machen das Buch lebendig, authentisch und vor allem sehr kurzweilig!

Was ist drin?

 „Indien ist mei Land, aber Bayern ist mei Heimat“ – sagt Nicky Sitaram Sabnis über sein Leben und seine Wurzeln. Ja mei, wenn das so einfach ist mit der Integration, da werden es die politischen Schwarzseher über kurz oder lang aber schwer haben.

Nicky Sitaram Sabnis, Ayurvedakoch im Kloster Frauenwörth, schafft es jedenfalls spielend, den Spagat zwischen 2 Kulturen zu bewältigen, die gegensätzlicher fast nicht sein könnten. Eine Brücke zwischen den Kulturen schlägt er auch in seinem neuen Kochbuch. Auf unkonventionelle und sehr persönliche Art zeigt der bayerische Hindu, wie die traditionelle Küche des Ayurveda in die westliche Alltagswirklichkeit passt.

„Nickys Veda“ ist eine Einladung, gut zu essen – und nebenbei auch seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun, Spaß ist dabei nicht nur erlaubt, sondern sehr erwünscht, aber es wird auch nicht verheimlicht, das Kochen auch ein wenig Arbeit macht.

Neben vielen geling sicheren und alltagstauglichen Rezepten geht es auch um den Autor selbst im Buch, um sein Leben, das, was er gelernt und erlebt hat und die Menschen, die ihn begleitet haben und zum Teil immer noch an seiner Seite sind. Nickys gesammelte Weisheit quasi – oder „Nickys Veda“, wie es auf gut indisch heißt.

Wir lernen Wissenswertes über die Grundlagen des Ayurveda und erfahren was die unterschiedlichen Doshas ausmacht, die nicht nur den Körper und seine Funktionen steuern, sondern auch unsere geistigen und psychischen Anlagen, Fähigkeiten, Stärken und Schwächen haben mit der individuellen Ausprägung der Doshas zu tun.

Vata, stammt aus dem Sanskrit und bedeutet ‚Luft, Wind‘. Es ist verantwortlich für alle Bewegungsabläufe im Körper, sowohl physische als auch psychische. Vata steht für das Prinzip der Leichtigkeit und Veränderung.

Pitta wiederum bedeutet „Galle“ und besteht aus den Elementen Feuer und Wasser. Es ist für alle biochemischen Aktivitäten verantwortlich, inklusive der Erzeugung von Wärme. Pitta hat einen Bezug zur Sonne und das Grundprinzip ist die Umwandlung. Es beeinflusst den Stoffwechsel. Pitta ist heiß und trocken.

Kapha (ausgesprochen ‚Ka-pha‘) besteht aus den Elementen Wasser und Erde, das Grundprinzip ist die Trägheit. Es steht für Stabilität, das Nährende, Fürsorgliche, Mütterliche und ist auf körperlicher Ebene für alles Feste wie Knochen, Zähne und Nägel zuständig. Kapha ist kühl.

Außerdem wird ein sehr nützlicher Test zur Selbsteinschätzung angeboten, der dabei hilft, den persönlichen Konditionstyp zu bestimmen.

Diese Typologie ist bei weitem kein Selbstzweck! Gesund bleibt ein Mensch, wenn die Elemente im Einklang sind, überwiegt eine Konstitution, kommt es zu Problemen. Ein träger Kapha-Typ mit langsamer Verdauung, der überwiegend kalt, fettreich und schwer verdaulich isst, bekommt auf lange Sicht gesundheitliche Probleme, das leuchtet auch demjenigen ein, der Ayurveda, unberechtigter Weise, als modernen Esoterik-Quatsch abtut.

Tatsächlich haben wir es hier aber mit einer über 5000 Jahre alten Lehre zu tun, die den Menschen ganzheitlich sieht und viel mehr zu bieten hat, als ein stylisches Ayurveda-Resort, das man dann über Neckermann bucht. Auch die industriell hergestellte exotische Teemischung, die wir im praktischen Teebeutel im Supermarkt kaufen können, hat damit sehr wenig zu tun, denn Ayurveda ist eine Lebenseinstellung, zu der neben verschiedenen Massage- und Reinigungstechniken, neben Yoga und Pflanzenheilkunde auch die Ernährung und der Genuss liebevoll zubereiteter Speisen zählen. Und hierzu möchte das schöne Buch von Nicky Sitaram Sabnis nach der sehr detaillierten und lehrreichen Einführung in die Grundlagen des Ayurveda auf fröhliche und undogmatische Weise anregen.

 Ayurvedische Küche ist um Ausgleich bemüht, deshalb sollen bei jeder Mahlzeit alle sechs ayurvedischen Geschmacksrichtungen (Rasa) zu sich genommen werden. Diese sind süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb (bzw. zusammenziehend). Um dieses Prinzip zu erleichtern und alltagstauglich zu transformieren, arbeitet Nicky mit Gewürzmischungen. Diese Mischungen und eine Zusammenstellung von Rezepten für Basis-Saucen, Blitzgerichte sowie den nützlichen Küchentipps für ein entspanntes Kochen werden uns zu Beginn des Rezeptteils neben anderen Basics, die man so braucht, erstmal erläutert. Die nützlichen Gewürzmischungen, sorgen dafür, dass die ayurvedischen Gerichte mit überschaubaren Zubereitungszeiten von uns schnell auf den heimischen Teller gezaubert werden können.

Der Autor ermuntert uns ausdrücklich diese selbst herzustellen, als sie online zu kaufen, das macht viel mehr Spaß und günstiger ist es auch! Recht hat er und lobenswert sein ehrliches Anliegen, so mancher Spitzenkoch hätte hier doch gleich seinen Onlineversand als bevorzugte Quelle protegiert, den Nicky natürlich auch hat.

Weiter geht es mit Rezepten für Chutneys und Dips, den Muntermacher am Morgen (Frühstück) und Rezepten für Suppen, Brot und Snacks. Sehr angenehm und überzeugend, dass das Thema Resteverwertung hier auch angesprochen wird, denn Ayurveda bedeutet auch ein schonender Umgang mit sich selbst und der Umwelt und hat das überhaupt nichts mit dem Life-Style-Hype zu tun der heute mancher Ortens darum gemacht wird

Die warmen Hauptspeisen sind in vegetarische Gerichte mit Getreide oder Reis, mit Hülsenfrüchten oder mit Gemüse unterteilt. Aber auch Fisch und Fleischliebhaber kommen hier auf ihre Kosten, Nicky hat wirklich an alle gedacht und natürlich bekommen wir auch Nachtisch. Sehr schön, dass ein Extra-Kapitel der Kinderküche gewidmet ist.

Bei den Rezepten gibt es gibt viel indisch-ayurvedisches, und einiges, was die heimischen Geschmäcker erfreuen wird, denn es wurde nach Ayurveda-Kriterien umgearbeitet.

Die Rezepte haben bei mir gut funktioniert, man sollte aber jedes Rezept gründlich lesen und hier und da sich mutig auf die eigene Einschätzung z. B. bei Garzeiten und Mengen verlassen. Begeistert war ich besonders über die sehr harmonische geschmackliche Komponente aller nachgekochten Gerichte, das war wirklich klasse!

Auch der Ansatz hier regionale Gerichte so umzuarbeiten, dass diese Ayurveda konform sind, nimmt mich sehr für das Buch und den Autor ein und beweist, dass er sein Anliegen ein alltagstaugliches Buch über Ayurvedische Küche zu schreiben, sehr ernst genommen hat!

Wer ist der Autor?

 Nicky Sitaram Sabnis kam 1959 in Kanpur (Indien) zur Welt. Er arbeitet seit 1978 als Ayurveda-Koch. Nach einer persönlichen Krise kam er 1993 nach Deutschland, wo er seit 1998 die Ayurveda-Seminarküche in der Abtei Frauenwörth auf der Fraueninsel leitet. Hier bietet er auch regelmäßig Wochenend-Kochkurse zur ayurvedischen Ernährung für Erwachsene, Kinder und Behinderte an. Er ist Gründer des B Ayurveda Centrums für Ayurveda, Yoga und Indische Kultur sowie des Laxmi- Ayurveda-Instituts für Aus- und Weiterbildung in Gstadt. Der erfolgreiche Autor mehrerer Bücher zur ayurvedischen Ernährung wohnt mit seiner Frau Gabi in Rimsting am Chiemsee. Unter dem Motto „Der Hindu von der Fraueninsel“ drehte das Bayerische Fernsehen 2008 eine Lebenslinie über Nicky Sabnis.

Lieblingsgerichte:

 Auberginen-Chutney

Blumenkohl-Lamm-Suppe

Kräuter-Wadi (Polenta-Kräuter-Würfel)

Dahi-Bhalla (frittierte Linsen Nockerln)

Brokkoli auf Couscous

Mumbai Dal (Linsen-Curry)

Gemüse in Kokos

Lachs à la Nicky

Shepherd´s Pie (überbackener Kartoffel-Püree-Auflauf)

Aber es gibt so vieles das wirklich lecker aus sieht und unbedingt noch probiert werden muss!

Die meisten Zutaten lassen sich im gut sortierten Supermarkt besorgen, denn Kreuzkümmel und Kurkuma und Ingwer sind dort wahrlich keine Exoten mehr, was man nicht findet, gibt es bei Online-Versendern oder auch im indischen „Tante-Emma-Laden“, die in vielen Großstädten heute das Angebot stark erweitern. Für mich als Frankfurterin wirklich überhaupt kein Problem!

 Was ist besonders?

 Nicky ist ein echter Experte für eine alltagstaugliche ayurvedische Küche, er bekocht schließlich schon seit Jahren Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen ihre Ernährung umstellen wollen und müssen. Er gibt Kochkurse und weiß natürlich, dass aller Anfang schwer ist, denn das Feedback, was er zu hören bekommt, ist nicht immer nur die pure Begeisterung, wie er selbst augenzwinkernd in seinem Buch erwähnt. Kinder und Ur-Bayern, die sonst mehr der Leberkäs-Semmel-Fraktion angehören, brauchen halt ein wenig länger, bis sie zu Samosa-Fan werden. Aber wenn das jemand schafft, dann kann ich mir das nur bei Nicky vorstellen!

Er praktiziert bei seinen Rezepten, deshalb auch das Tri-Dosha-Prinzip, das stimulierend und ausgleichend für alle Doshas wirkt. Alle im Buch vorgestellten Rezepte sind so ausgelegt und deshalb sind diese auch perfekt geeignet, wenn Menschen mit unterschiedlichen Dosha-Ausprägungen am Tisch sitzen.

„Nickys Veda“ ist der beste Beweis wie ein alltagstaugliches ayurvedische Kochbuch sein sollte, gut fundiertes Wissen gepaart mit einem praktizierbarem und alltagstauglichem Konzept und Rezepten, wie man seine Ernährung erfolgreich umstellen kann, ohne auf heimische Geschmäcker zu verzichten.

Humor und eine authentische sympathische Persönlichkeit schaden da nichts, Dogmatismus oder ideologische Verbohrtheit schon.

Fazit: Für mich ist Nicky Sabnis Buch ein sehr gutes Buch, das den Start in eine ayurvedische Ernährung kompetent begleiten kann und vor allem mir viel Spaß gemacht hat!

Wir haben einfach gekocht!

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Reuter/Rehn/Brandes/Hoene: Wir haben einfach gekocht!

100 Erinnerungen an Lieblingsrezepte

Neuer Umschau Buchverlag

Preis: 29,95 €

„Kochen gehört zum Alltag!“

 Worum geht’s?  Leider nein, möchte man sagen, denn unsere Gesellschaft, spaltet sich in 3 Gruppen:                                                

Erstens die begeisterten Foodies, für die es gar nicht kompliziert genug sein kann, keine Mühe wird gescheut und auch schon mal die ganze Stadt durchquert, wenn es um die Besorgung von speziellen Zutaten geht oder irgendwo etwas besonders gutes zu bekommen ist.

Zweitens die Leute, die zwar die besten Vorsätze haben, gutes Essen als etwas wichtiges ansehen, aber täglich daran scheitern und dann doch nur vor einer Koch-Show hängen bleiben, oder ihre Zeit bei Facebook oder sonst wo vertrödeln. Am Ende landen sie dann doch beim Take-Away, trotz der besten Vorsätze.

Drittens die Leute, für die Kochen einfach total überflüssig ist, es gibt schließlich in Deutschland ein unbegrenztes Angebot an sehr preiswerten Snacks und Convenience-Produkten, was rund um die Uhr verfügbar ist.

Was dabei auf der Strecke bleibt, sind nicht nur der Respekt vor dem eigenen Körper und unserer Umwelt, sondern auch die soziale Komponente, die Leute, essen allein vor dem Fernseher oder dem Rechner, Familien kommen nicht mehr zu einem gemeinsamen Abendessen oder sonntäglichem Mittagessen zusammen, sondern leben nebeneinander her, die Menschen werden übergewichtig, krank und schwerfällig, weil keiner mehr registriert, was er sich so nebenbei hineinstopft.

In meiner Kindheit und Jugend auf dem Land in den 70igern in Norddeutschland war das anders, Mama und Oma haben täglich für die Familie gekocht und vieles was auf dem Tisch landete wurde sogar zuvor im eigenen Garten angebaut.

Genau um diese Generation von Frauen, die heute in ihren 70igern ist und deren Verhältnis zum Kochen geht es in dem schönen Buch „Wir haben einfach nur gekocht!“

Was ist drin?  Im ambitionierten Titel haben die Autoren 12 Altersheime besucht und mit den alten Leutchen kulinarische Erinnerungen wieder aufleben lassen.

Zum Teil wurde auch zusammen gekocht, da wo es möglich war, denn in vielen Einrichtungen ist die Verpflegung auf Effizienz und Kostenfaktor gedrillt und es geht nicht darum, die Leute an einem gemeinsamen Miteinander zu beteiligen. Traurig möchte man sagen, aber leider Realität vieler Ortens.

Bei der Recherche zum Buch haben die Autoren gemerkt, wie die alten Leutchen wieder aufgeblüht sind und das die besten kulinarischen Ratgeber, die Leute sind, die ein Leben lang täglich gekocht haben. Und zwar einfach im Sinne einer unkomplizierten weitgehend schnörkelfreien Küche, die sich aus dem bediente was saisonal und regional verfügbar war.

Es beginnt eine Reise durch Altersheime quer durch die Republik von Barrien im Landkreis Diepholz in Niedersachsen bis nach Bad Aibling im Landkreis Rosenheim in Bayern.

Jedes der zwölf Kapitel beginnt mit einer Foto-Collage der Protagonisten, auf der gleichzeitig das präsentierte Menü vorgestellt wird. Sehr geschmackvoll gemacht, weil die Portraits der Damen schwarzweiß gehalten sind und eingefügte Zubereitungsfotos als Farbfotos daher kommen. Diese Seiten verfehlen ihre Wirkung bei mir nicht, es rührt mich, ich denke an meine Kindheit und daran wie lecker meine Oma und meine Mutter gekocht haben. Das Buch berührt, ist aber nirgendwo vordergründig kitschig und man spürt, schon bei den Fotos, den Damen und Herren muss das alles ungeheuer Spaß gemacht haben! Das ist mir ungeheuer wichtig und wie es aussieht scheint es den Autoren wunderbar gelungen zu sein!

Weiter geht es mit einer einleitenden Story zum Erlebten und dem was uns kulinarisch erwartet, immer persönlich und herrlich authentisch.

Jetzt folgen die Rezepte für das vorgestellte Menü, sehr schöne Fotos im Shabby-Chic-Stil, die die Speise in den Vordergrund stellen und einem genialen Layout zum Thema, denn die Rezepte werden in Schreibmaschinenschrift präsentiert.

Bei den Rezepten sind alle saisonalen Klassiker vertreten: Maultaschen, Zwiebelkuchen, Kartoffelsalat, Grünkohl, Buletten mit Kartoffelbrei und …

Da wo es schwieriger wird, hilft neben der Erfahrung der Damen eine gut gemachte Step-by-Step-Anleitung.

Alle Anleitungen sind solide strukturiert und werden häufig mit den besonderen Geling-Tipps von Menschen präsentiert, die diese Gerichte tagein und tagaus gekocht haben. Mir gefällt das super!

Lieblingsrezepte:

Buletten mit Lauchgemüse und Kartoffelbrei (Traumhaft, ich hätte mich reinlegen können, da kann mir aber jede Pasta gestohlen bleiben und schön, die Kinder lieben es auch!)

Klekselkuchen (Endlich klappt es auch mit dem Hefeteig!)

Rouladen mit Hackfleischfüllung (Hm, das war so lecker!)

Die Entscheidung ist mir schwer gefallen und es steht noch so viel auf meiner Liste, damit hat sich das schöne Buch einen Platz in meiner Küche erkämpft.)

Wer soll angesprochen werden?  Menschen die einfach wieder kochen wollen und Spaß an regionaler saisonaler Küche haben und die mehr Wert auf unbekannte aber sehr erfahrene Könner als Akteure legen, als auf die abgehobene Variante eines Sternekochs.

 Was ist besonders?  Das Buch ist ein wirklicher Schatz mit vielen alltagstauglichen Rezepten, die wirklich jeden Tag auf den Tisch kommen können und eine tolle Möglichkeit für alle anderen, einen schönen Ausflug in die eigene Kindheit zu unternehmen.

Optisch und konzeptionell überzeugt es mich auch weil die Autoren ein feines Händchen dafür haben, persönliche Nähe zu erzeugen und auf vordergründigen Kitsch verzichten.

Schön, dass das Projekt jeweils mit mehrtätigen Workshops in den jeweiligen Altersheimen verbunden war, dass hat auch den „Omas und Opas“ sicherlich viel Spaß gemacht!

Fazit: Mich hat das Buch ungeheuer begeistert und ich empfehle es deshalb gerne weiter!

Die original rheinische Alpenküche

 

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Konrad und Anne Beikircher: Die original rheinische Alpenküche – Rezepte und Anekdoten aus meinen beiden Heimaten

Becker Joest Volk Verlag

Preis: 19,95 €

 Was bitte ist denn die rheinische Alpenküche?

Konrad Beikircher, Kabarettist aus dem Rheinland, gilt als ebenso scharfsinniger wie humorvoller Beobachter der rheinischen Seele und wird dafür von Millionen – überwiegend natürlich Rheinländern geschätzt und geliebt. Nun hat er zusammen mit seiner Frau ein weiteres Kochbuch veröffentlicht, dass zeigt, es liegen mental und kulinarisch gar nicht so viele Kilometer zwischen dem Rheinland und seiner Heimat Südtirol.

Er hat seinen Beobachtungsradius sozusagen ein wenig ausgedehnt, denn Hr. Beikircher fand schon immer, das Kölner und Südtiroler doch so einiges gemeinsam haben und das scheint nicht nur der gemeinsame Glaube zu sein, sondern auch die Sehnsucht nach Genuss. Für ihn ist das ganz einfach, der Mensch nimmt sich halt immer mit allem mit, bei Konrad Beikircher sind das nicht nur Erinnerungen an eine karge Kindheit, eine herrlich kochende Großmutter und Mutter, sondern auch die „Graupensuppe“ oder die „Tirteln“.

Unterstützt von seiner Frau Anne, die ein ausgesprochenes Händchen dafür hat, Konrads kulinarische Beobachtungen und Erinnerungen vortrefflich und harmonisch in geling sichere Rezepte zu transferieren, ist dabei ein schönes Kochbuch herausgekommen, dass deutlich werden lässt Genuss passt immer zusammen, ergänzt sich gut und schmeckt auch noch richtig lecker! Das dabei auch mal der ein oder andere Ausflug in andere Gefilde gemacht wird wie bei der Ääzezupp „Mme Cocosching“, versteht sich von selbst, denn auch jenseits der Alpen gibt es schmackhaftes zu entdecken, Hauptsache ist, es schmeckt!

Wie geht es los?  Die Aufmachung des Buches ist bei Ausstattung und Layout wertig und rustikal, jedes Rezept wird mit Foto präsentiert, das die Speise in den Vordergrund stellt, ohne zu viel Chi-Chi, immer stilsicher und perfekt inszeniert, das gefällt mir. Auch der Autor erscheint prominent auf dem Titel und hier wird auch direkt der Hinweis gegeben, dass es sich um ein Buch mit Anekdoten und Rezepten handelt.

Was ist drin?  Leider gibt es kein Inhaltsverzeichnis, was mich anfänglich ein wenig irritiert hat.

Das schöne Buch startet mit schönen deftigen Suppenrezepten, die traditionell anmuten, aber hier und da spektakulär aufgemotzt wurden, so bekommt die Graupensuppe mit Südtiroler Wurzeln ein bisschen Pepp mit altem Balsamico und fürs rheinländische Feeling eine Einlage aus Flusskrebsen. Sehr wohlschmeckend und echt mal eine Abwechslung, die Spaß macht.

Die rheinische „Ääzezupp“ (hinter der sich eine Erbsensuppe verbirgt) wird einmal mit Minze und Südtiroler Speck Einlage verfeinert (sehr verlockend!) und als „Ääzesupp „Mme Cocosching“ kann sie ihre asiatische Verwandtschaft zu Kokosmilch, Koriander, Limette und Garnelen geschmacklich nicht verleugnen, hat uns aber sehr begeistert!

Weiter geht es mit Vorspeisen, Salaten und anderen herzhaften Kleinigkeiten von Südtirol nach Köln und auch woanders hin.

Sehr delikat fand ich den Feldsalat mit Kartoffeldressing (Südtirol) und die „Mojo Verde“ und „Mojo rosso“, wenn auch sicherlich weder in Köln noch in Südtirol beheimatet, sondern Beleg für einen kulinarischen Ausflug auf die Kanaren. Der Selleriesalat mit Macadamia-Nüssen und Granatapfelkernen war eine schöne Überraschung, weil er ohne die im Rheinland so beliebte Mayonnaise auskommt, für mich eine schöne moderne Interpretation eines regionalen Klassikers.

Und selbstverständlich darf hier eine modernisierte Variante des Heringssalat nicht fehlen, nach einer langen Karnevalsnacht, ein toller Muntermacher, der reizvoll modernisiert wurde und statt der unsäglichen Mayonnaise mit Joghurt und saurer Sahne zu überzeugen weiß.

Direkt verliebt habe ich mich aber in die Rezepte für die „Tirteln“ (auch liebevoll Tirteltäubchen genannt) und die „Schlutzkrapfen“. Auch das Rezept für das sehr schmackhafte „Katharinnenbrot“ ist eine schöne Möglichkeit sich ein wenig „Alpenfeeling“ an den heimischen Frühstückstisch zu holen, vor allem wegen der verwendeten Gewürzmischung und der benutzerfreundlichen Beigabe von Trockenhefe und Fertigsauerteig, das wird es jetzt öfter bei uns geben.

Bei den Rezepten für Fisch und Fleisch geht es mit sehr harmonischen und gleichzeitig wenig aufwendigen Kreationen weiter natürlich dürfen dabei der rheinländische „Tatar“ und die „Flönz“ (Blutwurst) nicht fehlen und wunderbar auch die „gefüllte Gans bei Niedrigtemperatur“ gebraten. Ein Ausflug ins Mediterrane mit dem Miesmuschel-Rezept hat ebenfalls überzeugt.

Zum Finale geht es um die Süßen Dinge wie den herrlichen Südtirol-Import in Form von „Marillenknödeln“ und ein Käsekuchen-Rezept von Anne-Beikircher, der wunderbar cremig auf der Zunge zergeht, weil die 10 Eier im Teig ihr Bestes geben. Egal Genuss geht vor und wenn es so köstlich schmeckt!

 Wer sind die Autoren?  Klaus Arras (Fotos) lebt und arbeitet als freier Fotograf in Köln. Seit vielen Jahren nimmt er einen festen Platz in der Riege der besten Foodfotografen im deutschsprachigen Raum ein. Seine Kochbuchprojekte erringen immer wieder nationale und internationale Auszeichnungen. Die Fotografien von Klaus Arras überzeugen dabei durch besondere Stilsicherheit und Perfektion bis ins kleinste Detail.

Konrad Beikircher, Jahrgang 1945, stammt aus Bruneck in Südtirol/Italien, ging 1964 zum Studium der Musikwissenschaften und Psychologie nach Wien, wechselte bald nach Bonn und war ab 1971 als Psychologe im Justizvollzugsdienst tätig. Seit 1986 arbeitet er u. a. als Kabarettist, Komponist, Musiker, Moderator und Buchautor und ist bundesweit auf den Kleinkunstbühnen der Republik unterwegs. Zahlreiche CD- und Buchveröffentlichungen, darunter 5 Kochbücher mit seiner Frau Anne Beikircher.

Anne Beikircher, geboren in Bonn, machte 1977-1980 eine Ausbildung als Glas- und Porzellanmalerin und ging 1980 mit einem Stipendium nach Paris, wo sie bis 1982 an der Ecole des Beaux Arts bei Cesar studierte. 1986 machte sie ihren Fachhochschulabschluss in freier Kunst in Köln, u. a. unter Professor Daniel Spoerri.

Was ist besonders?  Das schöne Buch amüsiert mit den zahlreichen bissigen und sehr komischen Anekdoten und Anmerkungen des Autors. Ich habe mich köstlich unterhalten, besonders bei der Geschichte über den Stromausfall beim Zahnarzt, einfach herrlich!

Wer aber jetzt denkt, dass die Rezepte dem nachstehen, irrt gewaltig, die Auswahl ist sehr stimmig und alle mit einem Händchen für unaufwendige Zubereitung, aber trotzdem mit Wow-Potential und ohne den Einsatz von fragwürdigen Convenience-Produkten. Alle präsentierten Rezepte haben mich handwerklich absolut überzeugt und ich habe mich auch über die kleinen Überraschungen wie die Flusskrebse in der Graupensuppe gefreut.

 Fazit: Ein sehr schönes Kochbuch mit hohem Unterhaltungswert dank der köstlich bissigen Anekdoten und Kommentare des Autors, dass nicht nur bei Rheinländern und Südtirolern im Bücherschrank stehen sollte. Als echte Frankfurterin, bin ich sehr begeistert von diesem Ausflug in andere Gefilde und empfehle Ihnen diese kabarettistische, kulinarische Reiseleitung unbedingt weiter, denn Lachen hat beim Essen noch nie geschadet!

Das große Specktackel

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Bettina Snowdon/Martin Lagoda/Wolfgang Schardt:

Das große Specktakel – Das Kochbuch

Becker Joest Volk Verlag

Preis: 29,95 €

 „Respeckt, Respeckt!“

 Worum geht’s?  Ein Wortspiel im doppelten Sinne in dem schönen Buch „Das große Specktakel, geht es um den Respekt vorm Speck. Genau richtig, die leckere Sache vom Schwein, ist hier einer der Hauptdarsteller, ob nun fett oder mager, grün, durchwachsen, gesalzen gepökelt oder geräuchert und um alle andere Sorten bei denen die Schwarte lacht und kracht. Aber nicht nur das Schwein hat Anspruch auf die Urheberrechte beim Speck, sondern es werden auch Ente, Gans und Rind mit ihren gepolsterten Partien gewürdigt.

Ergänzt wird das ganze durch sehr informative Beiträge wie z. B. zu Herkunft, Sorten, Verarbeitung, „unzertrennliche Begleiter“ und vieles mehr rund um das Thema Speck.

Wie sieht’s aus?  Das Buch besticht mit einem sehr geschmackvollen schwarzen Einband, mit weißer Schrift und witzigen Speckfähnchen auf dem Cover. Insgesamt erinnert der Einband an eine Schiefertafel, weiterhin eine sehr wertige Ausstattung mit Fadenheftung und sehr modernem Layout in rosa und schwarz gehalten.

Außerdem Fotos, von Wolfgang Schardt, für mich aktuell der beste Food-Fotograf in Deutschland, der als einer Pioniere, des Mystic Light“ bekannt wurde. Sein Geheimnis dabei: „So viel natürliches Licht wie möglich, dazu viel Struktur und wenig Farbe und dann kommen so herrliche Fotos zustande wie im vorliegendem Buch und bei jedem läuft einem förmlich das Wasser im Mund zusammen!

 Was ist drin oder Speck in seiner ganzen Vielfalt?

 Die Kapitelaufteilung orientiert sich orginellerweise an den unterschiedlichen Specksorten, es geht los mit

 „Grob und fein gewürfelt“

 (Dem Schinkenspeck sei Dank, hier gibt es leckere Rezepte vom Flammkuchen (mit Sauerteig) über die Quiche Lorraine, einem Speckbrot, den herrlichen Südtiroler Speckknödeln und dem „Snack bei dem die Schwarte kracht“ und der sich als genial leckere selbstgemachte Schwarten-Chips entpuppt).

 „In zarten Streifen“

 (Weiter geht es mit herrlichen hauchdünnen Schinkenspeck-Streifen und Rezepten vom Speckcarpaccio mit Steinpilzen über einen Feldsalat mit Speck, Orangen und Walnüssen bis hin zu ungeheuer schmackhaften Schweinemedaillons im Speckmantel.)

 „In dicken Scheiben“

 (Kommen die Speckseiten zu einem fulminanten Auftritt z. B. beim süßen Speck mit Spitzkohl und bei einem Sauerkrautessen auf traditionell elsässische Art.)

  „Saftige Stücke“

 (Hier treffen wir die alten Bekannten, wie eine leckere Erbsensuppe, Birnen, Bohnen und Speck und neue Freunde wie den sehr delikaten Schinkenspeckbraten in Apfelwein und Senfkruste.

 „Flüssig und Fest“

 (Überrascht mit Schmalz vom Borsten- und auch vom Federtier beim sächsischen Zwiebelfleisch, dem ungarischen Gänsegulasch und beim ostpreußischen Honigkuchen und vielem mehr.)

 „Behutsam dosiert“

 (Beschäftigt sich mit Rezepten, bei denen der Speck sich während der Zubereitung „dünne“ macht und zurückbleiben Aroma und Duft, wie bei den litauischen Piroggen oder dem italienischen Gemüse-Linsen-Eintopf.)

 Wer soll angesprochen werden?  Foodies, Ästheten und Genießer, mit einem Hang zur deftigen bodenständigen Küche.

 Wer sind die Autoren?  Bettina Snowdon studierte an der Justus-Liebig-Universität in Gießen Diplom-Oecotrophologie. Ihren schon immer skeptischen Blick auf vermeintlich selbstverständliche Ernährungsregeln und -empfehlungen schärfte sie danach zunächst durch ihre Mitarbeit bei einem ernährungswissenschaftlichen Informationsdienst, der die gängigen Gesundheitsregeln ebenso kritisch hinterfragt wie die Versprechungen der Ernährungsindustrie.

Danach begann sie, sich ihrem Lieblingsthema Kochen auch beruflich auf genussvollere Weise zu nähern: Sie gestaltete viele Jahre als Lektorin, Programmplanerin und Projektmanagerin mit dem Schwerpunkt Essen und Trinken in verschiedenen Buchverlagen die Kochbuchlandschaft mit, darunter bei Falken, Moewig und Edel. Heute verfolgt sie ihre Leidenschaft fürs Büchermachen auch als Selbstständige. Sie konzipiert, schreibt, lektoriert und übersetzt Koch- und Ernährungsbücher und entwickelt Rezepte für Verlage und Firmen.

Als Autorin gelingt es ihr, auch schwierige gesundheitliche und ernährungswissenschaftliche Zusammenhänge leicht verständlich zu vermitteln – und damit zu beweisen, dass gesunde Ernährung nicht nur ganz einfach sein kann, sondern auch Spaß macht.

Wolfgang Schardt ist ein Poet der Fotografie mit einer unverwechselbaren, sensiblen Handschrift. Sein moderner Bildstil ist durch eine reduzierte Klarheit und einen ausgeprägten Sinn für Ästhetik sowie Farb- und Lichtwirkung gekennzeichnet. Seine Bilder sind Kunstwerke. Sie sind nicht nur von beeindruckender Schönheit. In ihnen kommt – ganz profan – auch die Liebe des Fotografen zum Essen und Trinken zum Ausdruck, seine Lebensfreude.

Wolfgang Schardt lebt in Hamburg und arbeitet für Magazine, Verlage und im Bereich der Werbung. Er fotografiert bevorzugt Food, Stills und Interior.

 Was ist besonders?  Sehr schön, dass die Autoren auch den Blick über den Tellerrand wagen und nicht nur Heimatküche präsentiert wird!

 Die Zusammenstellung der Rezepte und Themen ist ausgesprochen harmonisch und ergänzt durch die wunderschönen Fotos von Wolfgang Schardt, wird daraus ein echtes Meisterwerk für alle, die es deftig lieben!

 Schade, dass leider in einigen Rezepten Brühwürfel verwendet werden, bei einem Kochbuch mit diesem Programm bzw. bei den Autoren hätte ich da anderes erwartet, auch wenn dadurch die Benutzerfreundlichkeit steigt.

Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es gerne allen weiter, die es deftig lieben, Spaß an wunderschönen Fotos haben und Wert auf gut funktionierende Rezepte legen!

Take a bite of good life

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Guido Gravelius: Take a bite of good lif

Vegetarische Rezepte, die glücklich machen

Edition Fackelträger

Preis: 29,99 €

„Erdbeeren an Weihnachten oder wie geht saisonaler vegetarischer Genuss?“

 Worum geht’s?  Nein definitiv nicht für mich, ich finde einen Bratapfel mit Vanillesauce im Winter hundertmal leckerer als unreif geerntete Erdbeeren, die tausende Kilometer hinter sich haben, bis wir sie zu Gesicht bekommen.

„Take a bite of good life” ist ein ambitionierter Titel für ein Kochbuch, der große Erwartungen weckt was uns hier erwartet: Guido Gravelius verbindet mit dieser Formulierung ein saisonales vegetarisches Kochbuch, dass sich an alle wendet die gutes Essen und guten Geschmack lieben. Es wendet sich auch an Menschen, die die Erinnerung an die Küche der Oma wieder wachrufen möchten und die gemeinsam mit ihren Freunden und Kindern bodenständig und trotzdem kreativ kochen und essen wollen. Eben ein Buch für alle, die Lust darauf haben, ihren Speiseplan zu erweitern und Neues auszuprobieren und das undogmatisch und ohne Verbote!

Jetzt bin ich beruhigt, es geht also genau um die Themen, die vielen von uns beim Thema Essen aktuell umtreiben und genießen dürfen wir auch weiter.

Also dann her damit, wenn das so einfach ist sich einen Happen vom guten Leben zu schnappen, dann soll es jetzt losgehen!

Wie sieht es aus? Passend zum Konzept des Kochbuchs sind das Layout und die schönen Fotos rustikal ländlich mit einem Touch von Shabby-Schick. Alles ist sehr geschmackvoll aufeinander abgestimmt, so ist auch das verwendet Papier matt, fest und ein bisschen rau, wie man das bei einem Buch mit dieser Programmatik auch erwartet. Mir gefällt das wunderbar.

 Was ist drin?  Das schöne Buch enthält mehr als 100 Rezepte, die saisonal nach Jahreszeiten sortiert sind. Ergänzend dazu finden wir gleich zu Beginn einen nützlichen Saisonkalender für Obst und Gemüse, der uns dabei hilft immer die richtigen Rezepte für das korrespondierende saisonale Angebot zu finden.

Die Rezepte sind rustikal und auch eher deftig, wie auch schon zu Zeiten unserer Großmütter gekocht wurden nur ein wenig moderner mit dem einen oder anderen Kniff.

Die Zutatenlisten sind übersichtlich und um es nicht so zeitaufwendig zu machen werden auch die ein oder anderen Convenience-Produkte (Gemüsebrühe, Mayonnaise oder auch mal einen gekühlten Flammkuchenteig) eingesetzt, die uns das Kochen in den letzten 40 Jahren so viel einfacher machen und deshalb aus dem normalen Leben von berufstätigen Menschen kaum noch wegzudenken sind.

Auch die Zubereitungsschritte sind gut strukturiert und erfreulich übersichtlich und keine ellenlangen Abhandlungen.

All dieses Indizien untermauern perfekt den Anspruch auf ein alltagstaugliches, saisonal-vegetarisches Kochbuch für ganz normale Menschen mit Job und Familie, die nicht leben um zu Kochen, sondern kochen um besser zu leben. Das ist sehr stimmig und gut gemacht, wandern doch viele Kochbücher gleich direkt nach dem Kauf ins Regal oder fristen in den meisten Wohnungen ein trauriges Dasein als Dekorationsgegenstand.

 Lieblingsrezepte:

 Grüne Soße mit Pellkartoffeln und pochiertem Ei

Wintersalat mit gebackenem Haselnuss-Camembert-Ecken

Cremige Wurzelgemüsesuppe mit Rosenkohl und knuspriger Petersilie

Lebkuchen-Cupcakes mit Preiselbeersahne

Schoko-Bratapfel-Torte

Winterliches Früchtebrot

Diese Liste ließe sich noch endlos fortsetzten, weil ich mich hier nur auf die saisonal aktuellen Rezepte beschränkt habe. Ich habe wirklich viel gefunden, was echt Laune macht!

 Wer soll angesprochen werden?  Ein schönes Buch nicht nur für überzeugte Vegetarier, sondern auch für Menschen, bei denen nicht jeden Tag Fleisch auf dem Teller liegen soll. Gerade Einsteiger in die vegetarische Küche werden hier sehr viele Rezepte finden, die Lust machen, etwas Neues auszuprobieren.

Wer Spaß an vegetarischer Küche hat, kann mit diesem Buch nichts falsch machen. Und es ist mit Sicherheit kein Buch, das im Regal verstaubt, weil es seinem Anspruch nach Alltagstauglichkeit, sehr überzeugend gerecht wird.

 Wer ist der Autor?  Guido Gravelius ist seit 2005 selbstständiger Foodstylist und für zahlreiche namhafte Kunden tätig. Als ehemaliger Koch und Gastronom in der Spitzengastronomie hat er viel Gefühl für kulinarische Ästhetik entwickelt und der kreative Fachmann, besitzt viel Fingerspitzengefühl für sein filigranes Handwerk. Mit dem Titel „Take a bite of Good life“ veröffentlicht er bereits sein zweites Kochbuch im Fackelträger Verlag.

 Fazit: Mir hat es das Buch super gefallen und ich empfehle es gerne weiter, denn Sie werden mit Sicherheit viel Freude daran haben, weil es sich um ein alltagstaugliches vegetarisches Kochbuch mit dem gewissen Etwas handelt, das gefällt mir!

Deutsche Küche neu entdeckt

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Matthias F. Mangold: Deutsche Küche neu entdeckt

GRÄFE UND UNZER Verlag

Preis: 24,99 €

 „Deutsche Küche kann auch hip!“

 Worum geht’s?  Jeder von uns könnte sicherlich mühelos schnell ein Dutzend Rezepte benennen, die für ihn typisch Deutsch sind, für den einen gehören dazu die Spätzle seiner Oma und für den anderen ist das der Sonntagsbraten seiner Mutter.

Trotzdem oder gerade deswegen, fristet die deutsche Küche seit Jahren ein Schattendasein, irgendwie scheint es so zu sein, als wenn man mit regionaler Küche nicht so recht einen großen Staat machen kann. Da greifen wir dann häufig gerne auf die Rezepte der italienischen Nachbarn zurück, eigentlich schade!

Wenn man aber ein bisschen mehr Ursachenforschung betreibt, fällt einem auf, dass die deutschen Klassiker sich irgendwie in den letzten 30 Jahren kaum weiterentwickelt haben, die Gerichte werden noch genauso gekocht, wie die Mutter oder die Großmutter es gemacht haben. Wenn man mal von der Spitzengastronomie absieht, ist hier wenig Neues entstanden, dass dem modernem Zeitgeschmack von heute entspricht und beispielsweise mit ungewohnten Zutaten-Kombinationen den einen oder anderen raffinierten Akzent setzt, ohne die kulinarische Grundaussage eines Rezeptes komplett zu wandeln.

Genau das möchte das schöne Buch von Matthias F. Mangold ändern. Deutsche Küche, verstanden als ein kulinarischer Grundstock, der unbedingt erhalten werden sollte und nicht zwangsläufig aufgehen muss in einem globalisierten „anything goes“. Der Schatz, den wir vor der Haustür haben und der leider nur allzu oft glattgebügelt wird, ist zu wertvoll, um ihn einfach in der Versenkung verschwinden zu lassen. Es gibt viel zu entdecken in den einzelnen Regionen. Viel Bewahrenswertes, dessen Geschmack viele gar nicht mehr kennen.

 Was ist drin oder alles anders?

Es beginnt mit einer Collage zum Thema „17 Aromen mit Charakter“ (von Petersilie über Kümmel zu Holunder) mit sehr interessantem Kurz-Steckbrief und Ideen, wie diese wirkungsvoll und köstlich eingesetzt werden können. Ist optisch ein echter Hingucker, so macht es Spaß weiter zu stöbern, und weiter geht es mit den folgenden Kapiteln

SNACKS
(Rezepte von Brotaufstrich über Brathering bis Flammkuchen vegetarisch)

SUPPE & SALAT
(Rezepte von Spargelsuppe über Roten Heringssalat bis Feldsalat mit Dörrpflaumen)

GEMÜSE
(Rezepte von Gebratenem Rosenkohl über Pfifferlings-Gratin bis Tomaten-Lauch-Tarte)

Kartoffeln, Nudeln & Co und weitere leckere SATT­MACHER
(Rezepte von Himmel und Erde über Kürbisspätzle bis Pilzmaultaschen)

Geflügel, Wild und richtig Gutes mit FLEISCH
(Rezepte von Zwiebelrostbraten über Hühnerfrikassee bis Hasenpfeffer)

Aus Fluss und Bach, See und Meer Fisch & mehr
(Rezepte von Pannfisch mit Senfsauce über Grillforelle bis Muscheltopf-Variationen)

 Zu guter Letzt gibt’s Kuchen und noch viel mehr SÜSSES
(Rezepte von Rote Grütze über Käsekuchen und Erdbeerschnitten bis Franzbrötchen)

 Super dass innerhalb der Kapitel immer wieder die Rubriken „Selbermachen“ und Story aufgenommen worden sind, hier kann man Lernen wie ein echtes Sauerteigbrot gemacht wird, Gurken eingelegt werden oder was es mit Schrebergärtnern 2.0 auf sich hat und vieles mehr.

Alle Reportagen sind äußerst kurzweilig zu lesen, weil die Protagonisten sehr schön authentisch portraitiert wurden. Die Auswahl der Themen ist stimmig und schafft es auch Trendthemen, wie z. B. Street-Food aufzunehmen.

 Wer ist der Autor?  Matthias F. Mangold, freier Foodjournalist (FEC – Mitglied) und gebürtiger Franke, hat sich in jungen Jahren ausgiebig in der Welt umgeschaut, bevor er seine jetzige Wahlheimat in einem 1000-Seelen-Dorf in der Pfalz fand. Dort betreibt er die erfolgreiche und viel gelobte kleine Kochschule „genusstur“, bietet Weinseminare und -touren an und ist als Tester für den Gault-Millau-Wein-Guide unterwegs. Auch im TV konnte man ihn schon mehrfach in Portraits und Reportagen sehen.

Was ist besonders?  Der Titel ist Programm, das Buch wendet sich an Menschen, die die „deutsche Küche“ neu entdecken wollen. Und da wird mächtig was aufgetischt, wir haben es mit einem Kochbuch zu tun, das gleichzeitig ein wunderbarer Bildband mit vielen sehr informativen und unterhaltsamen Reportagen zum Thema zeitgenössische deutsche Küche ist. Alles geht fließend ineinander über und ist sehr harmonisch gemacht. Das Layout ist modern, sehr farbig und führt den Leser durch die sehr gelungene Grafik von einem Thema zu anderen, Rezepte, Reportagen und Stey-by-Step Anleitungen leben friedlich auf einer Seite sogar nebeneinander und daraus entwickelt sich etwas neues sehr spannendes, dass Lust macht, immer tiefer ins Thema einzutauchen.

Für mich ist das exzellent gelöst und wohltuend modern, dass gefällt mir ausgezeichnet, auch die ansprechenden Fotos und die Hochformat-Klappbroschur unterstützt diesen sehr modernen trendigen Eindruck noch und passen perfekt zur Message: „Deutsche Küche kann auch hip!“

Fazit: Endlich ein Kochbuch zum Thema Deutsche Küche, dass es versteht den Spagat zwischen Kochbuch, Bildband und Reportage spielend und auf eine überraschend neue Art und Weise zu beherrschen. Wohltuend anders und sehr spannend gemacht, geling sichere Rezepte machen daraus ein Meisterwerk, das großen Spaß macht und ein perfekter Botschafter für die moderne deutsche Küche ist, die sich wirklich nirgendwo verstecken sollte, wenn sie so unterhaltsam und kompetent präsentiert.