Süßkartoffel-Puffer mit Kräutersalat und pochiertem Ei

© Yelda Yilmaz

Quelle: Agnes Prus: halb zehn

Das Frühstücks-Kochbuch

Fotos: Yelda Yilmaz

Verlag Stiftung Warentest

Preis: 34,90 €

 Dieses Mehr-Komponenten-Frühstück macht den Sonntagmorgen zum Fest: Knusprige Puffer, frische Kräuter, Feta, cremige Avocado und dazu ein auf den Punkt pochiertes Ei. Am besten fährt man hier mit Aufgabenverteilung: Einer ist Salatbeauftragter, einer kümmert sich ums Kartoffelquetschen und falls noch ein dritter zugegen ist, bewacht er Eier und Küchenwecker. Oder einer macht alles allein und wird damit zum Held des Sonntags. Versprochen.

 Zutaten (für 2 Portionen):

Für die Puffer:

120 g Süßkartoffel, geschält

120 g Kartoffel, geschält

½ TL Salz

1 Schalotte, geschält

1 Ei

2 Zweige Thymian

frisch gemahlener Pfeffer

Öl zum Braten

Für den Salat:

1 Handvoll Rucola

1 Handvoll glatte Petersilie, Blättchen abgezupft

½ Handvoll Minze, Blättchen abgezupft

1 Frühlingszwiebel, in feinen Ringen

50 ml Olivenöl

Saft von ½ Zitrone

Salz

frisch gemahlener Pfeffer

Außerdem:

2 sehr frische Eier

100 g Feta, grob zerbröselt

1 Avocado, geschält und gewürfelt

½ grüne Chilischote, in Ringen

Zubereitung:

 Für die Puffer Süßkartoffel und Kartoffel grob raspeln, salzen und 10 Min. ziehen lassen. Ausdrucken und in eine Schussel geben. Schalotte grob reiben. Kartoffelmasse mit Ei, Schalotte, Thymian und Pfeffer vermischen. Durchziehen lassen.

Für den Salat Rucola, alle Krauter und Frühlingszwiebeln in eine Schussel geben. Olivenöl und Zitronensaft mit etwas Salz und Pfeffer verquirlen und bereitstellen.

In einer Pfanne Öl erhitzen und die Hälfte der Kartoffelmasse hineingeben. Der Puffer sollte 1 cm dick sein. Pro Seite 3 Min. braten, im Ofen bei 150 °C warm halten. Mit der zweiten Hälfte ebenso verfahren.

Für die pochierten Eier in einem Topf Wasser (mind. 10 cm hoch) zum Kochen bringen. Eier einzeln in Tassen aufschlagen. Wer mag, kann sie in ein Sieb geben und den flüssigen Teil des Eiweißes ablaufen lassen. Mit einem Löffel rühren, sodass ein Strudel entsteht. Die Eier nacheinander (mit oder ohne Sieb) in die Mitte des Strudels gleiten lassen und 3–4 Min. in köchelndem Wasser pochieren. Mit einem Schaumlöffel herausheben und abtropfen lassen.

Die Puffer auf zwei Teller legen. Den Salat mit dem Dressing mischen, auf den Puffern verteilen und mit Feta, Avocado und Chili bestreuen. Jeweils 1 Ei in die Mitte des Puffers setzen. Sofort genießen.

Pro Portion 829 kcal, 65 g F, 30 g KH, 7 g B, 21 g E

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Baked Beans mit Spiegelei und Za’atar

© Yelda Yilmaz

Quelle: Agnes Prus: halb zehn

Das Frühstücks-Kochbuch

Fotos: Yelda Yilmaz

Verlag Stiftung Warentest

Preis: 34,90 €

Die Baked Beans machen zwar ein bisschen Arbeit, sind aber hammerlecker! Beim Familienbrunch in der letzten Woche waren sie der Star der Tafel. Das Rezept ist geschmacklich wunderbar ausbalanciert und präsentiert „normales Dosenfutter“ auf geschmacklich hohem Niveau. Die Überraschung war die rauchige Note durch das geräucherte Paprikapulver.

Za’atar ist zum einen eine wilde Thymiansorte, zum anderen die Bezeichnung für eine arabische Gewürzmischung, die auf Thymian basiert und hier Verwendung findet. Traditionell wird sie zu Fladenbrot und Öl gereicht, sie passt aber auch unglaublich gut zu Joghurt, Tomaten oder Eiern. Die Baked Beans werden mit geräuchertem Paprikapulver (z. B. Pimenton de la Vera) gewürzt, nach dem man unbedingt Ausschau halten sollte, denn es verleiht den Bohnen eine tolle herzhafte Note und einen leichten Lagerfeuer-Touch.

 Zutaten (für 4 Portionen):

Für die Baked Beans:

300 g getrocknete Wachtelbohnen

1 EL Olivenöl

2 Zwiebeln, geschält und fein gehackt

2 Knoblauchzehen, geschält und fein gehackt

50 g Tomatenmark

50 g Zuckerrübensirup

1 TL Senfmehl

1 TL frisch gemahlener Pfeffer

1 TL Speisestärke

1 Prise Natron

½ TL geräuchertes Paprikapulver

  1. 2 TL Salz

1 EL Apfelessig

Für das Za’atar:

1 EL Sesam-Samen

2 EL gerebelter Thymian

1 TL Sumach

¼ TL Salz

Außerdem:

1–2 EL Olivenöl

4–8 sehr frische Eier

4 Scheiben Sauerteigbrot

Zubereitung:

Für die Baked Beans die Bohnen über Nacht in 1 . l kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag abgiesen, abspulen und mit 2 l Wasser in einen Topfgeben. Zum Kochen bringen und in ca. 40 Min. bissfestgaren. Abgießen und abtropfen lassen.

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Öl in einen Bräter geben und die Zwiebeln darin bei niedriger Temperatur in 7 Min. glasig dunsten. Knoblauchzugeben und 30 Sek. mit garen, Tomatenmark einrühren und ebenfalls 30 Sek. anbraten. Zucker Rübensirup mit Senfmehl und Pfeffer unterrühren und 600 ml Wasser zugießen. Bohnen zufugen.Speisestarke mit 1 EL kaltem Wasser glatt rühren und mit Natron und Paprikapulver zugeben. Abgedeckt im Ofen 1 ¼ Std. backen. Herausnehmen, Salz, Apfelessig und evtl. etwas Wasser unterrühren.

Für das Za’atar den Sesam ohne Fett anrosten. Abkühlen lassen. Thymian fein mörsern und mit Sumach und Salz zugeben. Alles gut vermischen.

 Für die Spiegeleier das Öl in einer Pfanne erhitzen. Pro Portion 1–2 Eier hineinschlagen und2 Min. braten. Deckel aufsetzen und die Spiegeleier in ca. 1 Min. fertig braten.

 Die Baked Beans auf Tellern verteilen. Spiegeleierdaraufsetzen und mit Za’atar bestreuen. Brotscheiben halbieren und dazu reichen.

Pro Portion 595 kcal, 14 g F, 74 g KH, 21 g B, 29 g E

Niederländische Korinthenbrötchen

© Yelda Yilmaz

Quelle: Agnes Prus: halb zehn

Das Frühstücks-Kochbuch

Fotos: Yelda Yilmaz

Verlag Stiftung Warentest

Preis: 34,90 €

Krentenbollen – niederländische Korinthenbrötchen

Ich liebe fluffige Rosinenbrötchen, perfekt für ein leckeres Osterfrühstück, wer nicht ganz doll in Rosinen verliebt ist reduziert die Menge auf die Hälfte oder weniger, für mich war das aber gerade der Clou des Rezeptes und ich mag Rosinen wirklich sehr gerne.

 Diese weichen Brötchen sind der Himmel auf Erden, vor allem für Rosinen- und Korinthen-Liebhaber, denn der Hefeteig – wenn auch sehr lecker – dient im Grunde nur dazu, den unverschämt großen Berg an Trockenfruchten zusammenzuhalten. Besonders hübschen Glanz bekommen die Brötchen durch zweimaliges Bestreichen, einmal vor dem Gehen und das zweite Mal direkt vor dem Backen. Und damit sie wirklich original niederländisch aussehen, sollte man sie bei hoher Temperatur schön dunkelbraun backen.

Zutaten (für 16 Stück):

200 g Korinthen

200 g Rosinen

450 g Weizenmehl (405)

1 Pck. Trockenhefe (7 g)

1 TL Salz

300 ml Milch

Abrieb von 1 Bio-Zitrone

Abrieb von . Bio-Orange

2 EL Demerara-Zucker

50 g Butter + etwas zum Verarbeiten

1 Ei, verquirlt

Außerdem:

1 Ei

1 TL Zucker

1 Prise Salz

Zubereitung:

Korinthen und Rosinen 30 Min. in heißem Wasser einweichen. Abgießen und trocken tupfen.

Das Mehl in einer Schussel mit der Hefe vermischen, das Salz zugeben. Die Milch mit Zitronen und Orangenabrieb, Zucker und Butter erwärmen. Vom Herd nehmen und lauwarm abkühlen lassen. Mit dem Ei zum Mehl geben und den Teig 5 Min. kneten.

Den Teig auf der leicht gefetteten Arbeitsfläche mit evtl. gefetteten Händen zu einem ca. DIN-A4‑grosen Rechteck drücken. Zwei Drittel der Korinthenmischung darauf verteilen und den Teig so übereinander klappen, dass ein DIN-A5-großes Rechteck entsteht. Die restliche Mischung darauf geben und den Teig erneut so einklappen, dass ein DINA6-großes Stück entsteht. Verkneten und abgedeckt in ca. 1. Std. zur doppelten Größe aufgehen lassen.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Die Luft aus dem Teig drücken und ihn in 16 Stücke teilen. Mit eingefetteten Händen zu Kugeln formen, bis die Oberflache glatt ist und die Früchte in den Teig eingearbeitet sind. Auf die Bleche legen. Das Ei mit Zucker und Salz verquirlen. Die Brötchen mit der halben Eimischung bestreichen, 1 Std. gehen lassen.

Den Backofen auf 220 °C vorheizen. Die Brötchen auf ca. 3 cm Höhe drücken und erneut bestreichen. In 12–15 Min. dunkelbraun backen.

Agnes Prus: halb zehn

Agnes Prus: halb zehn

Das Frühstücks-Kochbuch

Fotos: Yelda Yilmaz

Verlag Stiftung Warentest

Preis: 34,90 €

Das Frühstück feiern!

Um es kurz zu machen, wem beim Frühstück „saugut“ lieber ist als der „Coffee to go“, der ist bei diesem Buch goldrichtig! Und ja vieles schmeckt  nicht nur um halb zehn, sondern  ist genauso lecker um 12:00, 15:00 oder 18:00 Uhr.

 Worum geht’s?

 Vom Brunch zum „Brinner“…

 War in den Neunziger der Brunch noch der letzte Schrei, ist das heute nur noch was für Vielesser und Geizkrägen. Überladene Teller mit einer wahrhaftigen Kalorien-Infusion, haben mit Genuss nichts mehr zu tun und sind vielleicht gerade noch bei zehnjährigen als „Wer schafft mehr“-Wettbewerb zu tolerieren. Die großen Metropolen, allen voran New York, haben es vorgemacht. Es geht bei den Frühstücktrends nirgendwo mehr um Masse, sondern Klasse!

Frühstücken bis in den Nachmittag hat in Deutschland zwar keine Tradition wird jedoch immer beliebter- Besonders in Berlin ist das aktuell sehr angesagt. Die Hochburg der jungen Trendsetter, auch Neudeutsch mit der Generalie „Hipster“ plakatiert, glänzt mit vielen Coworking-Spaces, wo Menschen nicht von „nine to five“, sondern projektbezogen arbeiten und es deshalb auch mal unter der Woche, nicht eilig haben, ins Büro zu kommen.

Brötchen, Käse und Marmelade: Frühstücken geht auch anders!

Aus diesem Grund hat sich in der Szene-Gastronomie in vielen Großstädten ein richtiger Frühstücks-Hype entwickelt, ähnlich wie bei den Burger-Imbissen. An manchen Cafés stehen die Leute Schlange. Aber nicht für Wurst und Käse, sondern für internationales Essen – French Toast, Eggs Benedikt, Pancakes oder die mexikanische Eierspezialität Huevos Rancheros. Ebenso gerne auf den Karten: Avocados in jeglicher Form, Bloody Mary und „Flat White“, eine Art starker Cappuccino.

Auch Agnes Prus und ihre Fotografin Yelda Yilmaz haben für diese Klientel zusammen mit dem Berliner Verlag Stiftung Warentest, das Frühstück wieder ins Kochbuch gebracht, ein Grund für mich mal reinzuschauen:

Wie sieht es aus?

Hübsch ist es geworden! Ein pastellfarbener Einband in einem zarten Rosa liegt vor mir, ein aufgeklebtes Foto deutet die Vision eines Fotoalbums an und löst bei mir Neugierde aus, das muss ich mir nun doch mal genauer anschauen: Im Buch hat Rosa ausgedient und wird durch ein sehr sachlich-modernes Layout abgelöst.

Was ist drin?

 Kaloriensparer haben keine Chance, es geht um unfassbar lecker!

Gleich zu Beginn legt Agnes Prus die Karten auf den Tisch und erklärt, das bei der Entstehung dieses Buches neben süßen Früchtchen und wildem Gemüse auch dutzende Eier, reichlich Käse und einige Pakete Butter und Zucker zum Einsatz kamen. Schließlich sollte „halb zehn“ ein Fest für alle Sinne werden, und da gehören jede Menge Kalorien-Bomben ganz selbstverständlich dazu. Die entscheidende Frage war nie: Ist das gesund? Sondern: Schmeckt das so unfassbar gut, dass wir es unbedingt probieren müssen? Bei French Toast mit Ricotta-Füllung ist das recht eindeutig mit Ja zu beantworten. Für mich gilt das genauso, denn ich möchte noch das eine oder andere mega leckere nicht alltägliche Frühstück genießen, bevor es für mich dafür zu spät ist. Ihr auch? – gut dann können wir ja weiter schauen was es so gibt, um das „Hüftgold“ kümmern wir uns anschließend, das ist schließlich auch Brennfutter. Aber auch „Gesundesser“ kommen mit Pfannengranola mit gerösteten Pfirsichen und Joghurt oder mit einem herzhaftem Porridge nicht zu kurz und Süßschnäbel freuen sich, dass Omas Klassiker aufgepeppt präsentiert werden, z. B. als köstlicher Grießbrei mit Erdbeer-Kompott oder als Kokosmilchreis mit Mango. In diesem Buch kommen viele Geschmäcker auf ihre Kosten!

Was gibt es denn?

Brot, Brötchen, Gebäck, Hefeschnecken, Muffins, süßes Gebäck, Sandwiches, Stullen & Toast, Eier in allen Variationen, Pancakes & Waffeln, Müsli, Porridge, Obst im Schälchen, Aufstriche, Marmeladen, Soßen, Dips, Kaffee, Saft und noch mehr Getränke. Der Bogen wird weit gespannt, so dass für alle Geschmäcker was dabei ist.

Den Anfang machen Brot, Brötchen, Gebäck, Hefeschnecken, Muffins, süßes Gebäck und liefern sowohl Klassiker (Crossaints, Laugengebäck), aber vor allem zeigt Agnes in dieser Rubrik, die anteilmäßig mit 40 Seiten am Besten im Buch weg kommt, dass sie eine ungeheuer kreative Rezeptentwicklerin ist: sie schafft es spielend, jedes Rezept mit viel Twist zu versehen. Knäckebrot wird als aromatische Variante mit Kümmel und Fenchel gebacken. Außerdem gibt es englische Muffins, die später als Basis für den „Lax Benedict“ dienen, Honig Mohn-Challah, Rogen-Körner-Brot, Brioche, Sauerteig-Baguette und so einiges mehr. Den zweiten Platz um die Gunst der Leser teilen sich einträchtig Müsli, Porridge & Co. sowie die süßen Sünden in Form von Gebäck. Die Büchermacher bedienen damit genau die Trend-Themen, allerdings dank der großartigen Agnes Prus nicht beliebig, sondern besonders kreativ. So macht man aus einem Trend-Kochbuch ein Lieblings-Kochbuch. Erfreulich finde ich ebenfalls, dass das Thema, Kaffee, Saft und Getränke ebenso viel Aufmerksamkeit erhält und auf ca. 30 Seiten zeigt, dass es nicht nur Kaffee und Tee als Begleiter sein muss, sondern auch mal Milchkaffee mit Kardamom oder ein Kurkuma-Ingwer-Tee.

halb zehn ist nicht halb sieben
– da zählt der Geschmack und wir schauen nicht auf die Uhr!

Alles wird gut erklärt, man muss jedoch sagen, wer zum ersten Mal Crossaints backen will, sollte sich trotz der immer wieder eingestreuten Step-by-Step Fotos auch mal ein Video bei Youtube anschauen. Es ist halt was anderes wenn man Bilder sieht, als nur auf die Texterklärung zu vertrauen. Mir gefällt die Auswahl richtig gut, jedoch sehe ich das Buch in den Händen von Leuten, die schon ein bisschen Erfahrung haben, auf der Jagd nach wirklich neuen spannenden Frühstücks-Kreationen sind, die für unfassbar gut brennen und vor allem Zeit investieren wollen. Um halb zehn, möchte ich halt was anderes auf dem Teller geboten bekommen als um halb sieben, um halb sieben reicht für mich der „Coffee to go“, das sind ganz andere Tage, da wird nicht zelebriert, sondern optimiert bei meinem Frühstück. Beim Zelebrieren hole ich mir dann gerne die Kreativität einer sehr talentierten Rezept-Entwicklerin ins Haus und genau das bietet dieses wunderschöne Buch, das das Frühstück wieder feiert.

Probiert und verputzt:

Krentenbollen – niederländische Korinthenbrötchen

Perfekt für unseren Oster-Brunch mit der großen Familie, der Clou des Rezeptes die wirklich große Menge an Trockenfrüchten im Teig.

Baked Beans mit Spiegelei und Za’atar

Kein Rezept für Ratz-fatz-Leute, die Bohnen müssen über Nacht eingeweicht werden und garen dann noch 75 Minuten im Backofen, bevor sie mit Spiegelei gekrönt werden. Es lohnt sie Leute, geschmacklich wunderbar ausbalanciert. Unsere Gäste – auch die Kinder – waren begeistert!

Süßkartoffel-Puffer mit Kräutersalat und pochiertem Ei

Perfekt für ein entspanntes Frühstück zu zweit, danach kann es auf die Wanderung gehen, denn mit Avocado und Feta und dem wachsweich pochierten Ei on-top der Puffer, ist viel „Brennfutter“ für die Muskeln am Start. Mein Mann hat geholfen, so war es möglich, dass die unterschiedlichen Komponenten immer zur rechten Zeit fertig waren. Geschmacklich waren wir begeistert!

Fazit: Abwechslung tut not!

Wer das Frühstück wieder mal zelebrieren will und sich außerdem für unfassbar Gutes gerne auch mal in die Küche stellt und ein wenig Zeit investiert, ist bei den wirklich sehr kreativen Rezepten von Agnes Prus goldrichtig. Vieles davon lässt sich um 12:00, 16:00 oder 18:00 Uhr genauso servieren wie z. B. Baked Beans mit Spiegelei und Za’ atar. Ihr werdet nicht alle Zutaten im Supermarkt Eurer Wahl bekommen, weil es in diesem Buch um den besonderen Twist geht, Standard-Rezepte fürs Frühstück hat ja jeder selber genug. Für Rührei brauchen wir die nicht oder wir machen mit der Hilfe der Autorin entweder Rührei mit karamellisierter Zwiebel oder in der griechischen Variante mit geriebener Tomate oder Feta. Vom Schwierigkeits-Grad ist für alle was dabei, trotzdem kann ein bisschen Erfahrung oder die Hilfe von Youtube nicht schaden, wenn es um komplizierte Sachen wie Crossaints & Co. geht. Ich habe schon lange nicht mehr, so unglaublich lecker gefrühstückt – danke dafür!

Gebackene Eier mit Speck, Tomaten und Pimentos de Padrón

©GVO Media aus „Ein Blech. Kein Stress“, Umschau Verlag 2017

Dieser Koch liebt es zu kochen, selbstgefällige Einleitungen scheinen zum Glück seine Sache nicht zu sein. Er hält sich vornehm, zurück und lässt Rezepte sprechen! Super unkompliziertes Rezept, das er in der Abteilung „Mix and Match“ präsentiert. Wir haben dies erstmals im Wanderurlaub auf Teneriffa probiert und waren begeistert. Wenn man hungrig und müde nach einer langen Wanderung heim kommt, soll es schnell gehen und trotzdem lecker schmecken. Diese Kombi hat unsere Erwartungen übertroffen, statt edelsüßem Paprikapulver habe ich allerdings Rauchpaprika verwendet. Tolles Rezept, das ebenso das Potenzial hat, bei einem Brunch Gäste glücklich machen zu können. Daniel Schimkowitsch hat nicht zu viel versprochen als er in seiner Einleitung, versprach, das seine Rezepte so funktionieren, wie er sie aufgeschrieben hat.

Quelle: Daniel Schimkowitsch: Ein Blech – kein Stress
100 geile Rezepte

Fotos: Gregor Ott

Neuer Umschau Buchverlag

Preis: 25,–€

Zutaten (für 4 Portionen):

1 Zwiebel

3 Knoblauchzehen

2 EL Olivenöl

400 g Tomaten aus der Dose

1 TL Zucker

1 TL edelsüßes Paprikapulver (bei mir Rauchpaprika)

100 g Räucherspeck

2 geröstete Paprika aus dem Glas

6 Pimentos de Padrón

100 g. Erbsen (bei mir tiefgefroren)

4 Eier

100 g Serranoschinken in Scheiben

1 EL fein geschnittenes Basilikum (bei mir Petersilie)

Salz Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein würfeln. In einer ofenfesten Pfanne im Olivenöl anschwitzen. Die Tomaten samt Saft, den Zucker und das Paprikapulver hinzufugen und kräftig durchkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Den Speck wurfeln, die eingelegten Paprikaschoten in Streifen schneiden, die Pimientos halbieren und entkernen. Mit den Erbsen unter die Tomatensauce heben. Vier Mulden bilden und je 1 Ei hineinschlagen. Den Serranoschinken in Streifen schneiden und darüberlegen.

Die Pfanne auf ein Blech setzen und im Ofen 8–10 Minuten backen, bis die Eier gestockt sind. Vor dem Servieren mit Basilikum bestreuen.

Chorizo-Frittata für Nachteulen

©Udo Einenkel/BLV Buchverlag

Quelle: Henriette Wulff/Udo Einenkel: Eat the beat!

Fotos: Udo Einenkel

BLV Buchverlag

Preis: 20;–

Jeder Beat sitzt bei diesem Rezept! Der Kontrast zwischen würziger Chorizo und der Süße der Aprikosen, ergänzt durch einen Hauch von Anis durch den Fenchel, das ist viel, viel leckerer als langweilige »Eggs & Sausages«. We wär’s Tom ist noch ein Stück da?

In Tom Waits’ Song »Eggs & Sausages« vom Album Nighthawks at the Diner (Nachteulen im Café) suchen einsame Wölfe Trost und Halt im Café, wo sich die Konversation auf ein vertrautes und stereotypes »eggs, sausages and a side of toast« beschränkt.Henriette findet, dass das die perfekte musikalische Aufbaukur für Morgenmuffel und verschlafene Nachteulen ist. Oder habt ihr schon mal einen richtigen Grummel mit Pfannkuchen und Nana Mouskouris »Guten Morgen, Sonnenschein« zum Strahlen gebracht? Nein. Da braucht es schon Eier mit Würstchen, deftig serviert in Form einer Frittata mit Chorizo, Fenchel und getrockneten Aprikosen. Und dazu eine vertraute Stimme, rau, verwaschen und ehrlich … Tom Waits eben.

Zutaten (für ca. 4 Portionen):

400 g gekochte Pellkartoffeln,

am besten vom Vortag

250 g Fenchel

2 mittelgroße Frühlingszwiebeln

200 g Chorizo zum Braten

100 g getrocknete Aprikosen

(möglichst weiche Sorte)

6 Eier

Salz und schwarzer Pfeffer

2 EL Olivenöl

Ofenfeste Pfanne ca. 26 cm Ø

Zubereitung:

Zur Vorbereitung: Die Kartoffeln schälen und 2 bis 3 Zentimeter groß würfeln. Den Fenchel vom Strunk befreien, vierteln und in 1 Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Die Frühlingszwiebeln in 0,5 Zentimeter dicke Ringe schneiden. Ein Esslöffel der Frühlingszwiebeln zum Garnieren beiseitelegen. Die Chorizo vom Darm befreien und in 1 Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Die Aprikosen 1 Zentimeter groß würfeln.

Die Eier in einer Schüssel mit einer Gabel verquirlen. Leicht salzen und pfeffern. Den Ofen auf 180 °C Umluft vorheizen. Zum Fertigstellen: Das Olivenöl in der ofenfesten Pfanne erhitzen und die Chorizo 1 bis 2 Minuten bei starker Hitze knusprig anbraten. Dann den Fenchel hinzugeben und noch 2 Minuten weiterbraten.

Den Herd ausstellen und die Frühlingszwiebeln, Kartoffeln und Aprikosen in die Pfanne geben. Alles gut vermengen und anschließend die Eier darüber gießen. Dann die Pfanne leicht schütteln, damit sich die Eimasse gut verteilt. Die Pfanne auf die mittlere Schiene in den Backofen stellen und die Frittata 25 bis 30 Minuten backen.

Zum Servieren: Die Frittata in Tortenstücke schneiden und mit den beiseitegelegten Frühlingszwiebeln bestreuen.

Tipp: Gut schmeckt dazu ein grüner Salat. In Würfel geschnitten und mit einem Zahnstocher aufgespießt, ist die Frittata auch ein toller Party- und Fingerfood-Snack.

 

Rauchig -scharfe Suppe mit Chorizo und Halloumi

© Tam West

Quelle: Chelsea Winter: Homemade Happiness

Fotos: Tam West

Ars Vivendi Verlag

Preis: 26,–

Sieger beim Weihnachts-Brunch-Casting, diese Suppe ist mega-lecker, wir waren begeistert, die Familie wird damit am zweiten Feiertag beglückt. Rauchig, würzig und ein bisschen scharf, genauso lieben wir das! Um die Säure der Tomaten und des Tomatenmarks ein bisschen aus zu balancieren, habe ich auch mit ein wenig Zucker zur Abrundung abgeschmeckt.

Diese Suppe ist wie eine herzhafte Feier in einer Schüssel! Die Chorizo sorgt für einen wunderbar an Spanien erinnernden Geschmack (ich sage nur Knoblauch, Olivenöl und Paprika), der perfekt zum Halloumi passt. Wenn euch die Textur ganzer Bohnen in der Suppe gefällt, müsst ihr sie nicht pürieren – vor wählerischen Essern lassen sie sich so aber gut verstecken. Die Suppe ist perfekt geeignet, wenn ihr Gäste erwartet, denn sie lässt sich hervorragend im Voraus zubereiten und ihr müsst später nur noch Halloumi, Kräuter und extra Chorizo zufügen.

Zutaten (für 8 Portionen):

6 rohe Chorizo (nicht gegart, alternativ Salsiccia)

80 ml natives Olivenöl extra

1 große Zwiebel, gewürfelt

1 Stange Lauch, gewürfelt

2 Stangen Staudensellerie, gewürfelt

2 Karotten, gewürfelt

6 Knoblauchzehen

3 TL gemahlener Kreuzkümmel

3 TL geräuchertes

Paprikapulver

½ TL Chilipulver

1 ½–2 l natriumarme Hühner oder

Gemüsebrühe

400 g gewürfelte Tomaten

(aus der Dose)

400 g Cannellini-Bohnen

(aus der Dose), abgetropft

3 mittelgroße Kartoffeln oder Süßkartoffeln (oder eine Mischung), geschält und gewürfelt

120 g Tomatenmark

Blätter von 1 Bund Petersilie oder Koriandergrün (oder beides), frisch gehackt, plus mehr zum Garnieren

Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

etwas Pflanzenöl zum Braten

200 g Halloumi, in Scheiben geschnitten

saure Sahne oder Crème

fraîche zum Servieren (optional)

Zubereitung:

Die Würste pellen, die Häute entsorgen und das Brät zerkrümeln. Das Olivenöl in einem großen Topf mäßig-stark erhitzen. Das Wurstbrät zufügen, mit dem Kochlöffel die Stücke weiter zerkleinern, und unter gelegentlichem Rühren 10 Minuten goldbraun braten, bis das wunderbar aromatische Fett ausgelassen ist.

Das Wurstbrät mit dem Schaumlöffel aus dem Topf heben und abtropfen lassen. Zwiebel, Lauch, Sellerie, Karotten, Knoblauch, Kreuzkümmel, Paprika- und Chilipulver in das aromatisierte Öl im Topf geben und bei mäßiger Hitze unter Rühren 10 Minuten zart dünsten.

Brühe, Tomaten, Bohnen, Kartoffeln und Tomatenmark unterrühren. Abgedeckt 20 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln zart sind. Mit dem Pürierstab glatt mixen. Ist die Suppe zu dickflüssig, mehr Brühe zugießen. Das Wurstbrät hinzufügen und in der siedenden Suppe ziehen lassen, bis es wieder komplett aufgewärmt ist. Die Kräuter untermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Eine Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen. Einen Spritzer Öl hineingeben und die Halloumi-Scheiben darin von einer Seite goldbraun und knusprig braten. Dann vorsichtig wenden und von der zweiten Seite goldbraun braten. (Wenn ihr versucht, den Halloumi zu wenden, bevor die erste Seite durchgebraten ist, besteht die Gefahr, dass er an der Pfanne haften bleibt.)

Die Suppe mit dem Halloumi in Schüsseln servieren. Nach Belieben etwas saure Sahne einrühren und mit frisch gehackten Kräutern garnieren. Wer mag, reicht getoastetes Brot dazu.

Arbeitszeit: 30 Minuten

Garzeit: 50 Minuten

Chelsa‘s Tipp: Für eine noch gesündere Suppe zusammen mit der Brühe 350 g gehackten Spinat oder Grünkohl zufügen. Wenn ihr die Suppe dann später püriert, wird niemand die Extra-Portion Gemüse bemerken.