Herzhafte Arme Ritter

© Oof Verschuren / DuMont Buchverlag 2019

Gibt es zum Brunch am ersten Weihnachtstag, da können sogar die Kinder mitmischen…. Der Testlauf zu Hause verlief angenehm lecker!

Arme Ritter sind meistens süß, schmecken aber auch herzhaft. Sie sind perfekt, um altes Brot aufzubrauchen, und außerdem ein süchtig machendes (Weihnachts-) Frühstück.

Zutaten (für 4 Personen):

4 große Eier

125 ml Milch

125 g Schlagsahne

1 TL Senf

50 g Parmesan, gerieben, und ein

wenig mehr zum Garnieren

1 Prise Salz und frisch gemahlener

schwarzer Pfeffer

einige Tropfen Tabasco

1 EL Worcestersauce

6–8 Scheiben leckeres Weißbrot

(evtl. schön ausgestochen mit

einer Ausstechform)

ein wenig Butter zum Anbraten

zum Garnieren

Dazu passt ein Salat aus frische Gartenkräutern wie z. B. Schnittlauch, glatte Petersilie und/oder Basilikum und etwas Rucola, angemacht mit Essig und Öl

Vorbereiten:

Eier, Milch, Sahne und Senf schaumig schlagen. Den Parmesan hineinstreuen, mit Salz, Pfeffer, etwas Tabasco und einem ordentlichen Schuss Worcestersauce abschmecken. Das Eigemisch in eine flache Schale gießen. Das können Sie gut am Abend vorher machen und bis zum Frühstück in den Kühlschrank stellen.

Zubereiten:

Zwei Scheiben Brot in die Schale legen (oder so viele wie hineinpassen) und 1–2 Minuten darin ziehen lassen.

Eine kleine Portion Butter in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen und die Armen Ritter darin 2 Minuten pro Seite anbraten, bis sie goldbraun und die Eier durch sind.

Auf Küchenpapier abtropfen lassen. In der Zwischenzeit die anderen Scheiben anbraten. Die Armen Ritter mit Parmesan bestreuen und mit dem Salat als Beilage servieren.

Weihnachten in Amsterdam

Wildpilzsuppe mit Haselnüssen

Yvette van Boven: Weihnachten in Amsterdam

Das Kochbuch für ein entspanntes Fest

Fotos: Oof Verschuren

Dumont Verlag

Preis 34,–

Weihnachtsstress – nein danke!

Worum geht’s?

 oder haben wir denn schon Weihnachten…….

Als ich das erste Mal dieses Buch der Niederländerin Yvette van Boven in der Hand hielt, war es Mitte Oktober und der Sommer hatte sich gerade entschlossen, für ein Wochenende nach Frankfurt zurück zu kehren….. In Anbetracht der fast hochsommerlichen Temperaturen war ich entsprechend wenig dafür zu begeistern, mich mit der Ausgestaltung des Essens zum Fest der Liebe detailliert zu beschäftigen. Einzig die Supermärkte hatten mit jede Menge Süßkram für das Familienfest des Jahres mächtig aufgerüstet. Jetzt wird es aber definitiv Zeit, sich mich ein paar Ideen für die Verköstigung der Familie an Weihnachten zu beschäftigen…

Tausche Weihnachten in der Berghütte gegen ein entspanntes Weihnachtsfest in Frankfurt!

 Ich muss gestehen, dass ich zu Weihnachten ein zwiespältiges Verhältnis habe…. Ich mag es, wenn die Familie zusammenkommt, sich nett unterhält, ein Gläschen Wein zusammen trinkt und entspannt genießt…. Genauso hasse ich Deko-Arien, überhaupt mache ich um diese Art von Geschäften in der Weihnachtszeit einen großen Bogen, auch wenn ich es gerne hübsch habe…… Aber bitte nicht jedes Jahr mit einer anderen farblich abgestimmten Dekoration. Ich mag schön gemachte Kochbücher und die Story dahinter ist mir nicht egal und soll mich unterhalten oder beglücken. Was mir inzwischen aber immer schwerer fällt ist, die idyllische Inszenierung des Festes der Liebe in vielen davon –  beim Thema Weihnachten wird für meinen Geschmack häufig zu sehr auf die Tube gedrückt. Kochbücher im 21. Jahrhundert werden zu Alleskönnern stilisiert, sie liefern mehr oder weniger gelingsichere Rezepte und entführen uns an die schönsten und märchenhaftesten Orte der Welt. Aber eigentlich brauch ich das gar nicht und ebenfalls mögen tue ich es auch nicht mehr, Weihnachten zelebriere ich nämlich nicht mit der Familie auf einer Berghütte, sondern in Frankfurt, München oder Berlin. Mir ist dieses Familienfest nicht weniger wichtig, aber ich gehe das durchaus pragmatischer an, deshalb schaue ich gerne frühzeitig (haha…) was gibt es dieses Jahr zu Essen, was passt am besten, wann reist die verzweigte Familie mit Kindern an, wann reisen sie wieder ab und wie viele Frühstücke, Abendessen und Lunch-Mahlzeiten dazwischen fallen denn an? Wie können wir es ganz entspannt schaffen, dass wir ohne viel Stress eine nette Zeit miteinander verbringen und auch noch lecker essen?

Was ist drin?

 Hier liebt es jemand, praktisch, entspannt und lecker…..

© Oof Verschuren / DuMont Buchverlag 2019

Die Niederländerin spricht mir aus der Seele, sie mag keinen Weihnachts-Kitsch: blinkende Weihnachtsbäume, schlechte Schokolade und piefige Traditionen – das ist ihr von allem viel zu viel! Aber sie mag ihr Amsterdam mit Weihnachtsstimmung nicht weniger als sonst: die festlich beleuchteten Grachten, die geschmückten Straßen und – mit etwas Glück – die schneebedeckten Hausboote. Vor allem genießt Yvette van Boven an Weihnachten besonders, dass die ganze Familie zusammenkommt und alle Zeit füreinander haben. Damit ist für mich der Rahmen abgesteckt und deckungsgleich zu meinen eigenen Wünschen, die ich an ein Weihnachtskochbuch habe. Erleichtert stelle ich zudem fest, es ist ein fröhliches Buch mit hübschen farbigen Illustrationen und wertiger Ausstattung geworden, die Fotos des vorweihnachtlichen Amsterdams sehen ziemlich normal aus und nicht wie aus einem Lifestyle-Magazin oder aus dem Katalog für einen besonders idyllischen Winterurlaub….

Eine versierte Gastgeberin mit dem Blick für Abläufe, damit es am Ende keine Krisen gibt!

 Statt überladene Weihnachts-Impressionen punktet die versierte Gastgeberin mit vielen sehr praxisorientierten Tipps: Bringt mich auf den Trichter den Kühlschrank und die Gefrierkombi rechtzeitig aufzuräumen, schwerer zu beschaffenden Zutaten am besten schon zwei Wochen vorher zu  zu bestellen und hat immer Notfall-Maßnahmen zur Hand, wenn es darum geht, ganz schnell den Champagner für den Aperitif runter zu kühlen. Woher weiß die Dame, dass bei mir und meinem Lieblings-Mann Heiligabend schon mal sehr dicke Luft war, weil der Gute gefühlt 1 Stunde an der Fischtheke und weitere 1 ½ Std. an der Kasse des Großmarkts sich die Beine in den Bauch stehen musste, während ich zu Hause Hände ringend auf seine Unterstützung beim Kochen wartete. Wir kaufen gerne bei Lokalen-Produzenten, frieren ein und verstauen vieles in der Speisekammer, wollen aber nicht Weihnachten genervt stundenlang irgendwo in der Schlange verbringen, wenn wir eigentlich besseres und wichtigeres zu tun haben. Wir möchten eigentlich nur lecker mit der ganzen Familie essen und das Fest zusammen zu genießen. Ich kann deshalb Frau Boven, die offenbar alles schon hundert Mal gemacht hat, für die vielen Tipps direkt aus dem richtigen Leben einer versierten Gastgeberin aufs herzlichste danken! Nett ebenfalls die hübsche Aufbereitung der gesammelten Tipps in einer geschmackvollen Grafik, so lässt sich schnell wieder Überblick gewinnen.

Ich schau mal was es so gibt…..

#Frühstück & Brunch and a very #warm welcome for everyone……

Yvette van Boven Koch Stil ist unkompliziert, manchmal elegant und festlich, ihre Ideen lassen sich ganz nach dem persönlichen Geschmack vielfältig kombinieren und können nicht verleugnen, sie liebt es very British an Weihnachten. Yvette hat lange mit der Familie in Irland gelebt.

Zum Bruch gibt es z.B. schottische Eier, Würstchen im Schlafrock, klassische kleine Mince-Pies oder Schoko-Crossie-Kränzchen. Angestossen wird z. B. mit Sloe Gin (ein Gin, der mit Schlehen schon Monate vorher aromatisiert wurde) oder einem Tannensirup-Drink (mit Mineralwasser und Eiswürfeln ergänzt, schmeckt jedoch ebenso lecker zu Eiscreme, über einen Trifle geträufelt oder in einem Cocktail – Weihnachts-Negroni).

#Appetit bekommen (Häppchen) #Suppen machen schnell und unkompliziert viele glücklich

Im Hause van Boven wird meistens ohne viel Firlefanz lecker aufgetischt. Um ihren Gästen Appetit zu machen, serviert die Holländerin, knusprige Käsewindbeutel (Gougères), hier unkompliziert und nicht gefüllt, geröstete Maronen, pikanten gebackenem Ziegenkäseaufstrich zu gerösteten Baguette-Scheiben oder lässt uns Buttermilch-Gürkchen knabbern. Elegant wird es mit Austern und einem Jalapeño-Dressing, Kürbiscremesuppe mit Sternanis und Flusskrebsschwänzen und Papaya-Gin-Gazpacho zu Austern.

Blumenkohlcremesuppe mit Kokos, Kreuzkümmel ist eine unkomplizierte Option für den Suppentopf, die als Vorspeise und ebenso als Ausklang für einen genussvollen Tag dazu angetan ist, eine größere Schaar satt und glücklich zu machen. Für mich sehr interessant, weil wir die gesamten Feiertage immer mit 10 Personen verbringen. Wenn man nach einem Ausflug hungrig zurückkehrt und schnell ein leckeres Süppchen erwärmen kann, bevor wir vielleicht noch ins Theater gehen oder einen privaten Filmabend mit unseren ganz persönlichen Lieblingsfilmen veranstalten, ist das einfach perfekt für unsere ganz entspannte Weihnachts-Ausgestaltung.

Viele leckere Hauptgerichte, Vegetarier sind ebenfalls herzlich willkommen!

 Lachsfilet mit Fenchel, Zitrone und Brunnenkresse-Miso-Mayo, gerösteter Blumenkohl mit Ziegenkäsecreme oder Gemüse-Spiral-Tarte mit Avocado-Curry-Creme können Vegetarier beglücken

Während Hirschschmortopf mit Blätterteig-Haube oder eine krosse Weihnachts-Porchetta die Fleisch-Fans glücklich machen. Dazu gibt es z. B. Kartoffel-Püree mit Knollensellerie und Apfel, Rosenkohl á la carbonara und Möhrentatin mit Ziegenkäse. Alles kann nach Herzenslust und eigenem Gusto mit einander kombiniert werden.

Bevor es mit tollen Desserts & Gebäck (hellbraune Pavlova mit geschmorten Birnen und Schokolade, Mince-Meat-Fudge) oder der intelligenten und praxistauglichen Bestückung des Vorratsschrank und vielfältigen Menüvorschlägen weiter geht.

Probiert & verputzt:

Herzhafte Arme Ritter (Am Morgen)

© Oof Verschuren / DuMont Buchverlag 2019

Gibt es zum Brunch am ersten Weihnachtstag, da können sogar die Kinder mitmischen…. Der Testlauf zu Hause verlief angenehm lecker!

 

 

 

 

 

 

Wildpilzsuppe mit Haselnüssen (Suppen)

© Oof Verschuren / DuMont Buchverlag 2019

Die Steinpilz-Saison war dieses Jahr im Hunsrück ergiebig wie noch nie…. Die Pilze stammen bei uns aus eigener Sammlung. Geplant für den zweiten Feiertag am Abend. Wunderbar stimmig das Topping, dazu!

 

 

 

 

 

Fazit: Perfekt Job! – hier denkt eine versierte Gastgeberin stets praktisch und weiß ebenso, dass in den meisten Familien inzwischen viele Vegetarier und Veganer mit am Tisch sitzen.

Hier haben wir es mit einer entspannten Gastgeberin zu tun, die überzeugend die praktische Seite beim Weihnachts-Cooking betont und sehr lässig bleibt, weil sie eben weiß wie man das lecker und stressfrei gestalten kann. Das Yvette van Boven dazu keine Berghütte oder andere pittoreske Orte bemüht, rechne ich ihr hoch an, denn ich bin mehr an einer praktischen Unterstützung beim weihnachtlichen Gelage mit der Familie interessiert, als an künstlicher Inszenierung. Die wertige Ausstattung des Buches passt gut zur entspannten Haltung  der Gastgeberin, die uns ein echtes Bild vom weihnachtlichen Amsterdam zeigt und dabei zum Glück auf jede Menge – von mir unerwünschten – Kitsch verzichtet.

Herzlichen Dank für die Übersendung als Rezensionsexemplar!

Fladenbrot mit Aubergine und Ei (Sabich)

© EMF/Tina Bumann

Quelle: Tanja Dusy, Inga Pfannebecker: Brinner – gemeinsam gemütlich genießen

Breakfast trifft Dinner – 100 Rezepte für opulente Buffets

Edition Michael Fischer

Nicht das erste Mal das wir Tel-Aviv in Form einer typischen israelischen Stulle an unsere Tafel gebeten hatten. Hier hat es uns deutlich am besten gefallen, weil die Zhoug-Paste kräuter-würzig und mit moderater Schärfe daher kam –gerne wieder. Ich liebe Rezepte, die man ohne Probleme auch seinen Gästen vorsetzen kann – ohne dass man alles schon hundertmal probiert hat.

Zutaten:

1 große Aubergine

Salz

1 Knoblauchzehe

1 ½ EL Tahin (Sesammus)

2 EL Joghurt

3 EL Zitronensaft

Pfeffer

2 Eier

Olivenöl zum Braten

1 Eiertomate

1 Mini-Gurke

1 kleine rote Zwiebel

(oder 1 Schalotte)

1 EL grob gehackte Petersilie

2 TL frisch gepresster Zitronensaft

1 Avocado

2 kleine Pita-Taschen

(Fertigprodukt)

1–2 EL scharfes Mangopickle (aus dem Asienladen)

2–3 EL Zhoug (s. S. 95 oder siehe unten)

Zubereitung:

Die Aubergine waschen, putzen und quer in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Diese in ein Sieb legen, salzen und 20 Minuten Wasser ziehen lassen.

Inzwischen die Knoblauchzehe schälen und halbieren. Eine Hälfte in ein Schälchen pressen. Tahin, Joghurt, Zitronensaft und 3–4 EL Wasser unterrühren, bis ein flüssiges Dressing entstanden ist. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Eier in ca. 8 Minuten hart kochen. Herausnehmen, kalt abschrecken und abkühlen lassen, dann pellen und in Scheiben schneiden.

Die Auberginenscheiben kalt abbrausen und gut trocken tupfen. Die restliche halbe Knoblauchzehe fein würfeln. Reichlich Öl – hier sollten Sie nicht sparen – in einer beschichteten Pfanne erhitzen, darin die Auberginenscheiben bei mittlerer bis hoher Hitze in 6–8 Minuten beidseitig braten, bis sie schön weich und gebräunt sind. Gegen Ende der Garzeit die Knoblauchwürfel zugeben und kurz mitbraten. Die Auberginenscheiben salzen und pfeffern, aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Die Tomate waschen und trocken reiben. Quer in knapp 1 cm dicke Scheiben, diese anschließend in knapp 1 cm große Würfel schneiden. Die Gurke schälen und ebenfalls in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und ebenfalls nicht zu klein würfeln. Alles mit der Petersilie in eine Schüssel geben, mit 1 TL Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen und durchmischen. Die Avocado längs halbieren, Schale und Kern entfernen. Das Fruchtfleisch in Spalten schneiden und sofort mit dem übrigen Zitronensaft vermengen, damit es nicht braun wird.

Die Pita-Taschen nach Packungsanweisung aufbacken und leicht abkühlen lassen. Die Taschen halbieren, innen mit Mangopickle ausstreichen. Tomaten-Gurken-Salat, Eier, Avocadospalten und Auberginenscheiben hineinpacken und alles mit dem Tahindressing und Zhoug überträufeln. Tipp: So zusammengepackt, eignen sich die Pita-Taschen sogar zum Mitnehmen, wenn man sie fest in Frischhaltefolie wickelt. Wer die Megapack-Sandwich-Variante auf die Hand nicht so mag, kann die ganzen Zutaten auch einfach auf ein geröstetes Stück (Fladen-)Brot packen und alles manierlich mit Messer und Gabel essen. Und wer noch mehr draufpacken möchte: In Israel liebt man zusätzlich noch Hummus als Unterlage!

scharfe jemenitische Gewürzpaste  (Zhoug)

Zutaten:

40 g Koriandergrün

20 g Petersilie

1 Knoblauchzehe

1–2 kleine grüne Chilischoten

½ TL gemahlener Kreuzkümmel

¼ TL gemahlener Koriander

¼ TL gemahlener Kardamom

2–3 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer

1–2 Prisen brauner Zucker

1–2 Spritzer Zitronensaft

Zubereitung:

Koriandergrün und Petersilie waschen und gut trocken schütteln. Sehr dicke Stiele entfernen, den Rest grob zerschneiden. Die Knoblauchzehe schälen und grob hacken. Die Chilischoten halbieren, entkernen und waschen, dann fein hacken.

Die Kräuter, den Knoblauch und die gehackten Chilischoten (von diesen eventuell erst einmal nur die Hälfte, damit es nicht zu scharf wird) in einen Blitzhacker geben. Die Gewürze, 2 EL Olivenöl und 2 EL Wasser zugeben und alles hacken bzw. pürieren – nicht zu fein, sondern eher noch leicht grob. Dabei weiteres Olivenöl und Wasser zugeben, falls nötig. Die Paste mit Salz, Pfeffer, Zucker und Zitronensaft abschmecken und mindestens 30 Minuten durchziehen lassen. Wer möchte, kann sie in ein verschließbares Glas füllen. Mit etwas Öl bedeckt hält sich Zhoug (ähnlich wie Pesto) im Kühlschrank gut 1–2 Wochen.

Preis: 20,– €

 

Cheddar- Feta-Frittata mit Paprika, Kräutern & Pul Biber

© Kris Kirkham

Quelle: Sabrina Ghayour: Orientalia

Neue Rezepte aus den Küchen Persiens

Fotos: Kris Kirkham

 Hölker Verlag

 Preis: 26,95  €

Sehr schöne Kombination, sehr würzig! Pul-Biber war bei mir lange eine verkannte Würz-Ressource… Die verwendete Menge ist durchaus ambitioniert, auch wenn Pul-Biber in einer ganz anderen Liga als der Piment d’Espelette spielt, wer da vorsichtiger ist, dem reicht sicherlich auch weniger als ein Esslöffel. Dill fanden wir in dieser Kombi als Gegenspieler zum würzigem Cheddar ganz großartig und haben gerne den Koriander dagegen getauscht. Das Weitergaren der Frittata im Backofen sorgt zudem für ein perfektes Ergebnis. Wer keine Backofen taugliche Pfanne hat, dem empfehle ich den Stiel mit Alu-Folie zu schützen, in dem Ihr diesen umwickelt.

Zutaten (für 4 – 6 Personen):

Pflanzenöl
½ rote Paprikaschote, entkernt und in
Würfel mit 1 cm Seitenlänge geschnitten
½ grüne Paprikaschote, entkernt und in
Würfel mit 1 cm Seitenlänge geschnitten
4 Frühlingszwiebeln, grüner und weißer
Teil in feine Ringe geschnitten
200 g Feta, in Würfel mit ca. 1 cm Seitenlänge zerbröckelt
100 g reifer Cheddar, gerieben
1 EL Pul Biber (türkische Paprikaflocken)
½ kleines Bund (ca. 15 g) Dill, fein gehackt
½ kleines Bund (ca. 15 g) frischer Koriander, fein gehackt
8 große Eier, verquirlt
Meersalzflocken und frisch gemahlener
schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Den Backofen auf 220 °C (Umluft 200 °C) vorheizen. Etwas Öl in eine große, ofenfeste Pfanne geben und auf mittlerer bis hoher Stufe erhitzen. Die Paprikawürfel darin 1 Minute braten und dabei rühren, damit sie keine Farbe annehmen. Frühlingszwiebeln, Feta, Cheddar, Pul Biber, Dill und Koriander untermengen.

Die verquirlten Eier gut mit Salz und Pfeffer würzen und über die Zutaten in der Pfanne gießen. Dann an der Pfanne rütteln, um das Ei gleichmäßig zu verteilen und alle Zutaten mit dem Ei zu umhüllen. Etwa 2 Minuten backen, bis die Eimasse am Rand zu stocken beginnt. Die Pfanne in den Ofen stellen und die Frittata 10–12 Minuten zu Ende garen. Mittig mit einem Messer einstechen, um zu prüfen, ob das Ei auch dort gestockt ist. Die fertige Frittata vor dem Servieren auf einen Teller stürzen oder direkt in der Pfanne servieren. Frittata-Reste lassen sich auch gut bei Zimmertemperatur servieren.

Süßkartoffel-Puffer mit Kräutersalat und pochiertem Ei

© Yelda Yilmaz

Quelle: Agnes Prus: halb zehn

Das Frühstücks-Kochbuch

Fotos: Yelda Yilmaz

Verlag Stiftung Warentest

Preis: 34,90 €

Perfekt für ein entspanntes Frühstück zu zweit, danach kann es auf die Wanderung gehen, denn Avocado und Feta mit dem wachsweich pochierten Ei on-top sind tolles Brennfutter für die Muskeln.

Dieses Mehr-Komponenten-Frühstück macht den Sonntagmorgen zum Fest: Knusprige Puffer, frische Kräuter, Feta, cremige Avocado und dazu ein auf den Punkt pochiertes Ei. Am besten fährt man hier mit Aufgabenverteilung: Einer ist Salatbeauftragter, einer kümmert sich ums Kartoffelquetschen und falls noch ein dritter zugegen ist, bewacht er Eier und Küchenwecker. Oder einer macht alles allein und wird damit zum Held des Sonntags. Versprochen.

 Zutaten (für 2 Portionen):

Für die Puffer:

120 g Süßkartoffel, geschält

120 g Kartoffel, geschält

½ TL Salz

1 Schalotte, geschält

1 Ei

2 Zweige Thymian

frisch gemahlener Pfeffer

Öl zum Braten

Für den Salat:

1 Handvoll Rucola

1 Handvoll glatte Petersilie, Blättchen abgezupft

½ Handvoll Minze, Blättchen abgezupft

1 Frühlingszwiebel, in feinen Ringen

50 ml Olivenöl

Saft von ½ Zitrone

Salz

frisch gemahlener Pfeffer

Außerdem:

2 sehr frische Eier

100 g Feta, grob zerbröselt

1 Avocado, geschält und gewürfelt

½ grüne Chilischote, in Ringen

Zubereitung:

 Für die Puffer Süßkartoffel und Kartoffel grob raspeln, salzen und 10 Min. ziehen lassen. Ausdrucken und in eine Schussel geben. Schalotte grob reiben. Kartoffelmasse mit Ei, Schalotte, Thymian und Pfeffer vermischen. Durchziehen lassen.

Für den Salat Rucola, alle Krauter und Frühlingszwiebeln in eine Schussel geben. Olivenöl und Zitronensaft mit etwas Salz und Pfeffer verquirlen und bereitstellen.

In einer Pfanne Öl erhitzen und die Hälfte der Kartoffelmasse hineingeben. Der Puffer sollte 1 cm dick sein. Pro Seite 3 Min. braten, im Ofen bei 150 °C warm halten. Mit der zweiten Hälfte ebenso verfahren.

Für die pochierten Eier in einem Topf Wasser (mind. 10 cm hoch) zum Kochen bringen. Eier einzeln in Tassen aufschlagen. Wer mag, kann sie in ein Sieb geben und den flüssigen Teil des Eiweißes ablaufen lassen. Mit einem Löffel rühren, sodass ein Strudel entsteht. Die Eier nacheinander (mit oder ohne Sieb) in die Mitte des Strudels gleiten lassen und 3–4 Min. in köchelndem Wasser pochieren. Mit einem Schaumlöffel herausheben und abtropfen lassen.

Die Puffer auf zwei Teller legen. Den Salat mit dem Dressing mischen, auf den Puffern verteilen und mit Feta, Avocado und Chili bestreuen. Jeweils 1 Ei in die Mitte des Puffers setzen. Sofort genießen.

Pro Portion 829 kcal, 65 g F, 30 g KH, 7 g B, 21 g E

Baked Beans mit Spiegelei und Za’atar

© Yelda Yilmaz

Quelle: Agnes Prus: halb zehn

Das Frühstücks-Kochbuch

Fotos: Yelda Yilmaz

Verlag Stiftung Warentest

Preis: 34,90 €

Die Baked Beans machen zwar ein bisschen Arbeit, sind aber hammerlecker! Beim Familienbrunch in der letzten Woche waren sie der Star der Tafel. Das Rezept ist geschmacklich wunderbar ausbalanciert und präsentiert „normales Dosenfutter“ auf geschmacklich hohem Niveau. Die Überraschung war die rauchige Note durch das geräucherte Paprikapulver.

Za’atar ist zum einen eine wilde Thymiansorte, zum anderen die Bezeichnung für eine arabische Gewürzmischung, die auf Thymian basiert und hier Verwendung findet. Traditionell wird sie zu Fladenbrot und Öl gereicht, sie passt aber auch unglaublich gut zu Joghurt, Tomaten oder Eiern. Die Baked Beans werden mit geräuchertem Paprikapulver (z. B. Pimenton de la Vera) gewürzt, nach dem man unbedingt Ausschau halten sollte, denn es verleiht den Bohnen eine tolle herzhafte Note und einen leichten Lagerfeuer-Touch.

 Zutaten (für 4 Portionen):

Für die Baked Beans:

300 g getrocknete Wachtelbohnen

1 EL Olivenöl

2 Zwiebeln, geschält und fein gehackt

2 Knoblauchzehen, geschält und fein gehackt

50 g Tomatenmark

50 g Zuckerrübensirup

1 TL Senfmehl

1 TL frisch gemahlener Pfeffer

1 TL Speisestärke

1 Prise Natron

½ TL geräuchertes Paprikapulver

  1. 2 TL Salz

1 EL Apfelessig

Für das Za’atar:

1 EL Sesam-Samen

2 EL gerebelter Thymian

1 TL Sumach

¼ TL Salz

Außerdem:

1–2 EL Olivenöl

4–8 sehr frische Eier

4 Scheiben Sauerteigbrot

Zubereitung:

Für die Baked Beans die Bohnen über Nacht in 1 . l kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag abgiesen, abspulen und mit 2 l Wasser in einen Topfgeben. Zum Kochen bringen und in ca. 40 Min. bissfestgaren. Abgießen und abtropfen lassen.

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Öl in einen Bräter geben und die Zwiebeln darin bei niedriger Temperatur in 7 Min. glasig dunsten. Knoblauchzugeben und 30 Sek. mit garen, Tomatenmark einrühren und ebenfalls 30 Sek. anbraten. Zucker Rübensirup mit Senfmehl und Pfeffer unterrühren und 600 ml Wasser zugießen. Bohnen zufugen.Speisestarke mit 1 EL kaltem Wasser glatt rühren und mit Natron und Paprikapulver zugeben. Abgedeckt im Ofen 1 ¼ Std. backen. Herausnehmen, Salz, Apfelessig und evtl. etwas Wasser unterrühren.

Für das Za’atar den Sesam ohne Fett anrosten. Abkühlen lassen. Thymian fein mörsern und mit Sumach und Salz zugeben. Alles gut vermischen.

 Für die Spiegeleier das Öl in einer Pfanne erhitzen. Pro Portion 1–2 Eier hineinschlagen und2 Min. braten. Deckel aufsetzen und die Spiegeleier in ca. 1 Min. fertig braten.

 Die Baked Beans auf Tellern verteilen. Spiegeleierdaraufsetzen und mit Za’atar bestreuen. Brotscheiben halbieren und dazu reichen.

Pro Portion 595 kcal, 14 g F, 74 g KH, 21 g B, 29 g E

Niederländische Korinthenbrötchen

© Yelda Yilmaz

Quelle: Agnes Prus: halb zehn

Das Frühstücks-Kochbuch

Fotos: Yelda Yilmaz

Verlag Stiftung Warentest

Preis: 34,90 €

Krentenbollen – niederländische Korinthenbrötchen

Ich liebe fluffige Rosinenbrötchen, perfekt für ein leckeres Osterfrühstück, wer nicht ganz doll in Rosinen verliebt ist reduziert die Menge auf die Hälfte oder weniger, für mich war das aber gerade der Clou des Rezeptes und ich mag Rosinen wirklich sehr gerne.

 Diese weichen Brötchen sind der Himmel auf Erden, vor allem für Rosinen- und Korinthen-Liebhaber, denn der Hefeteig – wenn auch sehr lecker – dient im Grunde nur dazu, den unverschämt großen Berg an Trockenfruchten zusammenzuhalten. Besonders hübschen Glanz bekommen die Brötchen durch zweimaliges Bestreichen, einmal vor dem Gehen und das zweite Mal direkt vor dem Backen. Und damit sie wirklich original niederländisch aussehen, sollte man sie bei hoher Temperatur schön dunkelbraun backen.

Zutaten (für 16 Stück):

200 g Korinthen

200 g Rosinen

450 g Weizenmehl (405)

1 Pck. Trockenhefe (7 g)

1 TL Salz

300 ml Milch

Abrieb von 1 Bio-Zitrone

Abrieb von . Bio-Orange

2 EL Demerara-Zucker

50 g Butter + etwas zum Verarbeiten

1 Ei, verquirlt

Außerdem:

1 Ei

1 TL Zucker

1 Prise Salz

Zubereitung:

Korinthen und Rosinen 30 Min. in heißem Wasser einweichen. Abgießen und trocken tupfen.

Das Mehl in einer Schussel mit der Hefe vermischen, das Salz zugeben. Die Milch mit Zitronen und Orangenabrieb, Zucker und Butter erwärmen. Vom Herd nehmen und lauwarm abkühlen lassen. Mit dem Ei zum Mehl geben und den Teig 5 Min. kneten.

Den Teig auf der leicht gefetteten Arbeitsfläche mit evtl. gefetteten Händen zu einem ca. DIN-A4‑grosen Rechteck drücken. Zwei Drittel der Korinthenmischung darauf verteilen und den Teig so übereinander klappen, dass ein DIN-A5-großes Rechteck entsteht. Die restliche Mischung darauf geben und den Teig erneut so einklappen, dass ein DINA6-großes Stück entsteht. Verkneten und abgedeckt in ca. 1. Std. zur doppelten Größe aufgehen lassen.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Die Luft aus dem Teig drücken und ihn in 16 Stücke teilen. Mit eingefetteten Händen zu Kugeln formen, bis die Oberflache glatt ist und die Früchte in den Teig eingearbeitet sind. Auf die Bleche legen. Das Ei mit Zucker und Salz verquirlen. Die Brötchen mit der halben Eimischung bestreichen, 1 Std. gehen lassen.

Den Backofen auf 220 °C vorheizen. Die Brötchen auf ca. 3 cm Höhe drücken und erneut bestreichen. In 12–15 Min. dunkelbraun backen.