Schottische Eier

© Kris Vlegels
Aus: Ei à la carte, Sieveking Verlag 2018

Quelle: Luc Hoornaert: Ei à la carte

Vielfältige Rezepte aus aller Welt

Fotos: Kris Vlegels

Sieveking Verlag

Preis: Preis: 34,–

Simpel, aber sehr lecker, wenn man – wie ich – Ostern gerne „herzhaft“ begrüßen möchte.

 Wer wie ich gerne immer wissen will was es zu beachten gibt und wie etwas ganz genau funktioniert, dem möchte ich die Tipps des Guardian und das tolle Video von Garry Rhodes gerne ans Herz legen mir haben diese wirklich geholfen, Fehler zu vermeiden und ein bisschen Knowhow rund um die Scottish Eggs zu bekommen.

Zutaten (für 4 Personen):

6 Eier

200 g Wurstbrät (beim Metzger kaufen oder ein paar frische rohe Würstchen häuten und verwenden)

200 g Schweinehackfleisch

3 EL frisch gehackte Kräuter

(z. B. Petersilie oder Schnittlauch)

1 Prise frisch geriebene Muskatnuss

1 EL scharfer Senf

1 EL Milch

50 g Mehl

100 g Paniermehl (vorzugsweise Panko)

Sonnenblumenöl zu Frittieren

Zubereitung:

4 Eier in einen Kochtopf legen und diesen mit Wasser füllen, sodass die Eier 2 Zentimeter hoch mit Wasser bedeckt sind. Zum Kochen bringen. Die Temperatur zurückschalten, sobald das Wasser zu kochen beginnt, und 5 Minuten sieden lassen. Dann die Eier mindestens 10 Minuten in eiskaltem Wasser abkühlen. Die Eier pellen.

Wurstbrät, Hackfleisch, Kräuter, Muskatnuss und Senf in eine Schüssel geben und gut vermischen. In vier gleich große Portionen teilen und diese auf ein Stück Frischhaltefolie legen. Flach drücken und jeweils 1 gekochtes Ei darauflegen. Die Frischhaltefolie vorsichtig um das Ei legen, dabei die Wurstmasse so verteilen, dass sie das Ei vollständig umschließt. Alle 4 Eier auf diese Weise umwickeln. Dann die Frischhaltefolie vorsichtig entfernen.

Die beiden restlichen Eier in einer Schüssel mit der Milch verquirlen. Mehl und Paniermehl jeweils in eine Schüssel geben. Die Eier zuerst im Mehl wenden und das überschüssige Mehl vorsichtig abklopfen. Dann in der Eimischung und anschließend im Paniermehl wälzen.

Das Öl in eine Frittierpfanne füllen und die panierten Eier in 170 °C heißem Öl ein paar Minuten frittieren. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Schottischen Eier können sowohl warm als auch kalt gegessen werden.

 

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Tamago Dashi

© Kris Vlegels
Aus: Ei à la carte, Sieveking Verlag 2018

 

Quelle: Luc Hoornaert: Ei à la carte

Vielfältige Rezepte aus aller Welt

Fotos: Kris Vlegels

Österlicher Ausflug nach Asien gefällig? Wer auf perfekte Ergebnisse Wert legt, dem empfehle ich die von mir zusammengetragenen Tipps & Tricks unten, denn für mich ist jetzt üben angesagt!

Zutaten (für 4 Personen):

1 TL Sojasauce

1 EL Dashipulver

2 Zucker

5 Eier

Pflanzenöl

1 Frühlingszwiebel, nach Belieben

 Zubereitung:

Wasser, Sojasauce, Dashipulver und Zucker zum Kochen bringen. Aufkochen lassen, dann die Eier zufügen.

Die Eimischung in einer Kotobuki-Pfanne (spezielle japanische Omelettpfanne) in etwas Öl Schicht für Schicht dünn ausbacken: Sobald ein Omelett gebacken ist, wird es mithilfe von Bambusstäbchen aufgewickelt. Eventuell etwas Öl zufügen und das nächste Omelett backen und aufrollen. Die Omeletts sollen innen hell bleiben und am Rand leicht bräunen. So entsteht Schicht für Schicht eine immer dicker werdende rechteckige Rolle. Diese zum Servieren in schmale Stücke schneiden.

Die Frühlingszwiebel putzen und in dünne Ringe schneiden. Zum Servieren die Rechtecke nach Belieben damit garnieren.

 Tipps & Tricks, was das Netz da bieten kann:

 

https://www.justonecookbook.com/tamagoyaki-japanese-rolled-omelette/

https://norecipes.com/dashimaki-tamago

https://harukafujihira.wordpress.com/2013/10/11/no-need-to-roll-easy-tip-to-make-tamagoyaki/

http://bento-daisuki.de/rezept/tamagoyaki-dashimaki/

Gefüllte Eier

© Kris Vlegels
Aus: Ei à la carte, Sieveking Verlag 2018

Quelle: Luc Hoornaert: Ei à la carte

Vielfältige Rezepte aus aller Welt

Fotos: Kris Vlegels

Keep it simple ist hier die Devise, bei den Variationen ist vieles möglich, gespart wird jedoch nicht.

 Zutaten (für 4 Personen):

12 hart gekochte oder eingelegte Eier (siehe Seite 37)

125 ml Mayonnaise, selbst gemacht

Paprikapulver, vorzugsweise süßes Paprikapulver oder Piment d’Espelette

Zubereitung:

Die Eier der Länge nach halbieren und die Eigelbe herausnehmen. Die Eigelbe in eine Schüssel geben und die leeren Eiweißhälften vorsichtig auf einen Teller legen.

Die Eigelbe zerdrücken, mit der Mayonnaise mischen und zu einer glatten Masse verrühren. Die Eigelbmasse in einen Spritzbeutel füllen. Die Eiweißhälften damit füllen. Mit Paprikapulver bestreuen.

Einfacher geht es eigentlich nicht!

Einige Variationsmöglichkeiten:

– fein geriebene Trüffel untermischen

– mit Anchovis garnieren

– mit Zatar, einer orientalischen Gewürzmischung, bestreuen

– mit getrocknetem Tomatenpulver bestreuen

– mit gehacktem Schnittlauch verrühren

Ei à la carte

Luc Hoornaert: Ei à la carte

Vielfältige Rezepte aus aller Welt

Fotos: Kris Vlegels

Sieveking Verlag

Preis: Preis: 34,-

Ein Grundnahrungsmittel mausert sich zur Delikatesse

Was ist drin?

 

 In fast allen alten Kulturen spielt das Ei eine besondere Rolle, ob in der Mythologie oder in seit Jahrhunderten überlieferten Zubereitungsarten. Ein Grund mehr, dem nachzugehen und herauszufinden, was Köche aus verschiedenen Ländern und Kulturkreisen uns heute mit ihren Eiergerichten zu erzählen haben. Das Ei hat viel mehr zu bieten, als manch einer vielleicht zunächst vermuten würde. In „Ei à la carte„ präsentiert Luc Hoornaert die besten Eierrezepte von einigen seiner Lieblings-Spitzenköche aus China, Großbritannien, Japan, Korea, der Türkei und dem Iran. Es geht vor allem darum alle Rezepte auf köstlich oder außergewöhnlich zu trimmen, so dass sich auch verwöhnte Genießer angesprochen fühlen. Es werden Klassiker wie Eggs Benedict Omelett mit Trüffel, Datemaki und ausgefeilte Desserts wie eine Opéra-Tarte, Baklava und fruchtige Zitronen-Tartelettes zum kulinarischen Defilee auf den Laufsteg geschickt. Im Kapitel „Die hohe Kunst“ legen die Profiköche beim Schwierigkeitsgrad noch mal nach, um zu zeigen, was sie alles so drauf haben. Damit ist das Buch auch für Köche sicherlich interessant.

Wer kocht?

Der Autor hat namenhafte Spitzenköche eingeladen, die er wie ein guter Gastgeber erstmal umfassend vorstellt. Für ihren Kulturkreis und dazu gehören Japan, Korea, die Türkei und der Iran und diese zeigen, wie man ein simples Grundprodukt wie Eier mit den richtigen Ideen zu Highlights auf dem Teller machen kann: KLeung Kwai Lam, in Belgien gilt er als der einzige Koch, der sich den vielseitigen Tradition der chinesischen Haute Cuisine verschrieben hat: Seine Künste übt Leung Kwai Lam täglich im hippen Süden Antwerpens aus. Sein bescheidenes 5 Flavors Mmei ist ein wahrer Pilgerort für eine große Anzahl erklärter Fans, die die authentische kantonesische Küche schätzen. Er serviert im Buch Typisches wie gebackenen Tofu mit einfachem Schwierigkeitsgrad oder Garnelensäckchen mit Huhn, für die man schon ein wenig mehr Geschick benötigt. Fergus Henderson aus dem Londoner St. John zeigt wie die ein perfektes Scotch Egg funktioniert und hat beliebtes Pub-Food wie eingelegte Sol-Eier im Programm. Gefüllte Eier gibt es bei ihm glücklicherweise nur mit selbstgemachter Mayonnaise, als kreativer Sternekoch optimiert er diese jedoch auch gerne mal mit fein geriebenem Trüffel, bestreut diese mit Zatar (orientalische Gewürzmischung) und getrocknetem Tomatenpulver. Rühreier werden beim ihm mit einem „Judasohr“ veredelt. Wer jetzt denkt, dass es blutig wird, kann sich entspannt zurück lehnen, dahinter verbergen sich schlicht getrocknete Mu-Err Pilze, was leider nicht im Buch ausgewiesen war.

Weniger Technik mehr Qualität ist hier das Thema

Fergus Henderson passt zu diesem Buch wie die Faust aufs Auge, sein Credo klassische Rezepte mit Handwerk und hochwertigen Zutaten wieder zu Ehren zu verhelfen, ist die Grundaussage des Buches. Technisch bleibt es außerhalb des Kapitels die „Hohe Kunst“ in der Regel einfach und alltagstauglich, deshalb funktionieren die Rezepte auch zu Hause. Ein bisschen Erfahrung wird allerdings vorausgesetzt, denn wie man eine Mayonnaise selbst herstellt, das wird nicht mehr erklärt. Das Buch ist eine gute Inspirationsquelle um einem schlichten Grundprodukt, wieder die Starrolle am Tisch zu überlassen und dieses nicht mit Küchentechnik zu erschlagen, die den Blick weg vom optimalen Geschmackserlebnis dirigieren würde.

Was ist besonders?

Tolle Fotos und es werde jede Menge Geheimisse unterhaltsam gelüftet!

 Die Kreationen werden von Fotograf Kris Vlegels aufwendig in Szene gesetzt und mit überraschenden

Geschichten, Wissenswertem und Kuriosem rund ums Ei kombiniert: Was verbindet den Osterhasen mit der Göttin des wiederkehrenden Lichts Ostara? Sind chinesische Pidan-Eier nun hundert oder tausend Jahre alt? Kurzweilig und sehr unterhaltsam werden diese Fragen beantwortet, wir haben es mit einem Buch zu tun, dass auch außerhalb der Küche Spaß macht.

Fazit – oder für wen ist das was?

Ich habe mich sehr gut unterhalten und vor allem Ideen mitgenommen wie man aus schlichten Eiern etwas besonders machen kann. Die Zielgruppe zuckt bei Zutaten wie Trüffel und Kaviar nicht unwillkürlich zurück und lehnt diese als unnötigen Luxus ab. Verwöhnen ist hier Programm, dabei wird meistens gerne auf einfache Zubereitungstechniken gesetzt. In den Kapiteln „Dessert“ und „Die hohe Kunst“ können sich jedoch die Profis mal so richtig austoben und zeigen, was sie alles so drauf haben, da bin ich als Hobby-Köchin nicht mehr unbedingt dabei. Bei den „Cocktails“ sage ich aber nicht nein. Für mich damit ein Buch, das ambitionierte Hobbyköche und Profis erfreut, die Wert auf eine kurzweilige und informative Präsentation legen und für die Eier mehr nur Grundnahrungsmittel sein sollen. Die tollen Fotos und die kurzweilige Präsentation sorgen dafür, dass dieses Buch auch außerhalb der Küche Spaß macht.

Vielen Dank für die Übersendung als Rezensionsexemplar.

Die schnellste Mousse au Chocolat der Welt

©Hubertus Schüler

Süße Verführung, dass Beste ist aber dass man dafür wirklich nicht lange in der Küche steht, den Rest erledigt der Kühlschrank. Ich liebe Rezepte die nicht nur Zutatenlisten und Zubereitungsschritte auflisten, bei Martina und Moritz gibt es zum Glück immer die Tipps und Tricks dazu!

Quelle: Martina Meuth/Bernd „Moritz“ Neuner-Duttenhofer: Das Beste aus 30 Jahren

Fotos: Hubertus Schüler

BECKER JOEST VOLK VERLAG

Preis: 28,–€

ET: 29.03.18

Tatsächlich wird sie auf zwei Tage verteilt hergestellt – insofern ist sie also gar nicht so schnell. Was aber die reine Arbeitszeit betrifft, die wenigen Zutaten und auch die wenigen Töpfe und Geräte, die sie beansprucht, ist sie nicht zu unter- bzw. überbieten!

Zutaten (für 4 Personen):

200 ml frische Sahne

100 g Schokolade (siehe Tipp)

 Zubereitung:

Die Sahne erhitzen – nicht kochen lassen, sonst kann sie einen leichten, in diesem Fall gar nichterwünschtem Karamellgeschmack bekommen –einen solchen besitzt die unter der nebulösen Bezeichnung „wärmebehandelt“ angebotene Sahne von sich aus, weshalb Sie diese nicht verwenden sollten. Lieber eine anständige Biosahne nehmen! Die Schokolade hineinbröseln und darin auflösen. Abkühlen und wenigstens 8 Stunden, am besten Über Nacht, im Kühlschrank fest werden lassen. Vor dem Servieren mit dem elektrischen Handrührer zu einer luftigen Creme aufschlagen.

Die Creme zum Servieren in Dessertglaser verteilen oder mit einem Esslöffel zu Nocken formen und auf Tellern anrichten. Gut passen dazu Fruchte, zum Beispiel frische Beeren, Kakis oder ein Salat aus reifen Birnen. Auch Minze und Zitronenmelisse sind eine schone Ergänzung.

Variante: Klassischer, aber auch viel mächtiger, wird die Mousse, wenn man noch 125 g Butter und drei Eigelb einarbeitet. Es empfiehlt sich dann, das Ganze wiederum etwas lockerer zu gestalten, indem man 3 Eiweiß zu Schnee schlägt, der aber vorsichtshalber bei schwacher Hitze heiß abgeschlagen werden sollte – um jegliche Gefahr durch Salmonellen oder andere krankheitserregende Keime auszuschließen.

Tipp: Natürlich sollte man dafür eine vorzügliche, ganz bittere Schokoladeverwenden. Aber auch mit einer Zartbitter-oder Milchschokolade gelingt sie. Nur mit weißer Schokolade gibt es Probleme: Ohne Kakaobutter wird die Mousse nicht fest. In diesem Fall auf diese Menge zwei Blatt Gelatine – in kaltem Wasser vorgequollen und wiedergut ausgedrückt – in der warmen Sahne auflösen.

Zubereitungszeit:10 Minuten

Ruhezeit: 8 – 12 Stunden

Getränk: Dazu passt bestens ein Gläschen Whisky, Rum oder Cognac, mit dem man die Mousse auch vorsichtig aromatisieren kann.

Konigsberger Klopse

©Hubertus Schüler

Wunderbar saftige Klopse in einem „Traum-Sößchen“, der Clou bei diesem Rezept waren die mit Macis, Zitronenschale und Anchovis ( müssen in jedem Fall vorher abgespült werden, sonst könnte es zu salzig werden, das selbe gilt für die Kapern!) gewürzten Klopse. Kommt gleich auf die Best-of-Liste bei mir, denn es gibt so viele verhunzte Versionen von diesem Klassiker! Die Kalbsbrühe macht zwar ein wenig Arbeit, aber es lohnt sich definitiv für dieses tolle Gericht, da ein wenig Mühe zu investieren. Statt Salz kommt im „Sößchen“ Worcestersauce zum Einsatz, das macht geschmacklich unbedingt Sinn, finde ich!

Quelle: Martina Meuth/Bernd „Moritz“ Neuner-Duttenhofer: Das Beste aus 30 Jahren

Fotos: Hubertus Schüler

BECKER JOEST VOLK VERLAG

Preis: 28,–€

ET: 29.03.18

Zutaten (für 4 -6  Personen):

2 altbackene Brötchen

etwa 125 ml lauwarme Milch

1 große Zwiebel

1 kleine Knoblauchzehe

1 Bund Petersilie

600 g durchwachsenes Kalbfleisch (vom Hals)

300 g Schweinebauch (ohne Schwarte)

2–3 Anchovisfilets (in Olivenöl eingelegte Sardellen), müssen in jedem Fall vorher abgespült werden, sonst könnte es zu salzig werden!

2 EL Butter

2 Eier

Salz (ggf. darauf verzichten, Anchovis und Kapern bringen ja recht viel Salz  mit!)

Pfeffer

Macis (gemahlene Muskatblüte)

etwas abgeriebene Schale von 1 Naturzitrone

Für die Sauce:

etwa 750 ml kräftige Brühe
(am besten aus Kalbsknochen zubereitet)

250 g Sahne

2 Eigelb

Worcestersauce

Cayennepfeffer

etwas Zitronensaft

2 EL kleine Kapern (müssen in jedem Fall vorher abgespült werden, sonst könnte es zu salzig werden!)

 Zubereitung:

Die Brötchen würfeln und in der Milch einweichen. Zwiebel und Knoblauchzehe schalen und in sehr feine Würfel schneiden. Petersilie waschen, trocken tupfen und die Blättchen fein hacken (die Stiele in der Brühe für die Sauce mitkochen – falls Sie die Brühe selbst machen). Die beiden Fleischsorten durch den Fleischwolf drehen (falls das nicht schon der Metzger für Sie erledigt hat). Die Anchovisfilets hacken.

Die Butter in einem kleinen Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauchdarin weich dunsten. Die gehackten Petersilienblätter (ein paar zum Bestreuen beiseitestellen) darin zusammenfallen lassen. Vom Herd ziehen, abkühlen lassen und mit Brötchen, dem Hackfleisch, Eiern und Anchovisfilets mischen. Den Fleischteig gutdurcharbeiten und sehr kräftig mit Salz, Pfeffer, Macis und etwas Zitronenschale abschmecken.

Die Brühe erhitzen, bis sie leise siedet. Aus dem Fleischteig kleine, etwa Tischtennisball große Klopse formen und in der Brühe ohne Deckel 10–15 Minuten gar ziehen lassen. Auf keinen Fall kochen, sonst werden sie hart.

Die Klopse mit einer Schaumkelle herausheben und warm stellen. Die Brühe durch ein Sieb filtern, in den Topf zurückgeben und die Hälfte der Sahne zufügen. Alles rasch um gut die Hälfte einkochen. Eigelb mit der restlichen Sahne verquirlen. In den konzentrierten Sud rühren. Unter ständigem Ruhren erneut erhitzen und dabei andicken lassen. Der Sud darf dabei nicht ins Kochen geraten, weil die Eier sonst ausflocken und nicht mehr binden können.

Die Sauce mit Worcestersauce und Cayennepfeffer abschmecken, mit Zitronensaft schon säuerlich würzen und reichlich Kapern einrühren(falls sie nicht wirklich Nonpareilles, also ultraklein sind, die Kapern besser hacken). Die Klopse in dieser Sauce erwärmen und mit der restlichen Petersilie bestreut servieren.

Zubereitungszeit: 50 – 60 Minuten

Beilage: Dazu schmecken am besten Salzkartoffeln, möglichst eine mehlige Sorte, die fast zerfallt. Dann können die Kartoffeln die herrliche Sauce besonders gut aufnehmen.

Getränk: Da kommt nichts als ein knackiger Riesling von der Mosel infrage – er hebt die Saure, die Cremigkeit der Sauce, und außerdem gehörten Königsberg und die Mosel lange zu Preußen.

Philippinischer Kartoffel-Hackfleisch-Topf (Picadillo)

©Hubertus Schüler

Seit Jahren eine feste Größe in meinem Koch-Repertoire, würzig lecker und „saugut“, außerdem Gäste tauglich! Und dank des Tipps von Martina und Moritz klappt es jetzt auch mit den Okras. Das Finetuning mit Zitronensaft und Fischsauce bringt geschmacklich noch mal sehr viel!

Quelle: Martina Meuth/Bernd „Moritz“ Neuner-Duttenhofer: Das Beste aus 30 Jahren

Fotos: Hubertus Schüler

BECKER JOEST VOLK VERLAG

Preis: 28,–€

ET: 29.03.18

Tatsächlich sind Kartoffeln rund um den Erdball bekannt, wenn man sie auch in Asien nicht so häufig verwendet wie in Europa. Auf den Philippinen ist das anders, schließlich wurde die Küche dort von Einwanderern aus Spanien geprägt. Und die Kombination mit fernöstlichen Aromen tut, wie wir hier feststellen können, Kartoffeln überaus gut. Ein herrliches Gericht, das man gut vorbereiten kann, auch für eine größere Runde – das richtige Partyessen!

Zutaten (für 6 Personen):

2 Zwiebeln

2 gehäufte EL Kokosöl (siehe Tipp)

4 Knoblauchzehen

1 walnussgroßes Stück Ingwer

1–2 frische Chilischoten (Schärfe nach Belieben)

750 g Hackfleisch

750 g festkochende Kartoffeln

Salz

Pfeffer

500 g Okraschoten oder grüne Bohnen

200 g gekochte weiße Bohnenkerne (oder aus der Dose)

500 ml Kokosmilch

2–3 reife Fleischtomaten (oder 1 kleine Dose geschälte Tomaten; 440 g)

einige Stängel Koriandergrün

je 2–3 EL Zitronensaft, Sojasauce

und Fischsauce

Zubereitung:

Die Zwiebeln schalen und fein würfeln. In einem großen Topf 1 EL Kokosöl erhitzen und die Zwiebeln darin andünsten. Knoblauchzehen schalen und mit der Messerklinge zerklopfen. Ingwer schalen, Chilischoten waschen und entkernen. Beides sehr fein würfeln, mit dem Knoblauch in den Topf geben und mitdünsten. Erst wenn alles duftet und sanft gebräunt ist, das Hackfleisch zufügen und so lange unter Ruhren schmurgeln, bis es seine rote Farbe ganz verloren hat.

Währenddessen die Kartoffeln schälen, in 1 cm kleine, möglichst akkurate Würfel schneiden und in den Topf geben. Ein Glas Wasser angießen, alles salzen und pfeffern und abgedeckt bei schwacher Hitze etwa 10 Minuten ganz sanft kochen. Die Okraschoten putzen (nur den Stielansatz kappen), waschen und schrag in fingerdicke Stücke schneiden. In einer Pfanne 1 EL Kokosöl erhitzen und die Stucke darin kräftig anbraten –das verschließt die Schnittstellen und es tritt kein klebriger Saft aus, außerdem schmecken die Okras so einfach besser. Noch in der Pfanne salzen und pfeffern. Falls man keine frischen Okras bekommen kann – und die aus der Dose sind leider kein Ersatz –, lieber frische grüne Bohnen verwenden. Diese putzen, waschen, klein schneiden und in gut gesalzenem Wasser bissfest vorkochen. Dann eiskalt abschrecken, damit die schone Farbe erhalten bleibt.

Okraschoten oder grüne Bohnen zusammen mit den gekochten weißen Bohnenkernen in den Topf geben. Mit Kokosmilch auffüllen. Jetzt darf alles sanft gar kochen.

In der Zwischenzeit die Tomaten waschen, mit heißem Wasser überbrühen, hauten und entkernen. Das Fruchtfleisch in Würfel schneiden. Oder die Tomaten aus der Dose würfeln. Das Koriandergrün waschen, die Blättchen abzupfen und grob hacken. Wenn die Kartoffeln weich sind, kommen die Tomaten dazu. Am Ende wird der Picadillo mit Zitronensaft, Soja- und Fischsauce abgeschmeckt und das Koriandergrün eingerührt.

Tipp: Kokosöl nicht mit Kokosfett verwechseln. Diese weißen Platten, die oft zum Frittieren empfohlen werden, sind ein sogenanntes Transfett, auf das man verzichten sollte – es entsteht mittels chemischer Prozesse, ist weder gesund noch wohlschmeckend. Kokosöl dagegen wird aus dem Fleisch frischer Kokosnüsse gewonnen und ist ein besonders bekömmliches und wertvolles Koch-und Bratfett. Flüssig wird es erst ab 25 °C. Sein aromatischer Kokosgeschmack passt gut zu asiatischen Gerichten. Man bekommt es in Bioläden und Reformhäusern sowie Asiageschäften und gut sortierten Supermärkten.

 Zubereitungszeit: 45 – 50 Minuten

Beilage: Duftender Jasminreis.

Getränk: Zu den fruchtigen Noten im Eintopf passt auch ein fruchtiger Wein, zum Beispiel ein Zweigelt aus Osterreich.