Curry-Laksa (mit Hähnchen, Garnelen und Tofu-Puffs)

© Nicole Stich

Curry-Laksa (mit Hähnchen, Garnelen und Tofu-Puffs)

Quelle: Nicole Stich: Shiok

ZS Verlag

Preis: 29,80 €

Eine Suppe die satt und glücklich macht: süßsauer, scharf, cremig und durch den vietnamesischen Koriander bekommt das Ganze noch eine pfeffrige Note. Wer das Glück hat, diesen im Asia-Markt zu bekommen, sollte sich das nicht entgehen lassen…..

Laksa ist Singapurs Suppen-Nummer-eins-Hit (ähnlich der Tom Kha Gai in Thailand), wobei diese Suppe im Rest von Südostasien — in unterschiedlichen Versionen — ebenfalls sehr populär ist. Wer eine authentische Suppenschale nach allen Regeln der Kunst zubereiten möchte, braucht weit mehr als zwei Dutzend Zutaten. Aber es geht zum Glück auch etwas einfacher! Und selbst diese abgespeckte Variante versetzt mich für einen kurzen Moment nach Katong (ein für Laksa bekannter Stadtteil).

Zutaten:

300—400 g Hähnchenkeulenfleisch

(ohne Haut, ersatzweise Hähnchenbrustfilet)

1—1 ¼ l Hühnerbrühe (am besten selbst gemachte, Rezept im Buch auf S. 178)

2—4 Eier

8 Riesengarnelen (Tiger Prawns, ohne Kopf, geschält)

6—8 Tofu-Puffs (Asienladen)

2 Stängel Zitronengras

2—3 Knoblauchzehen

1 walnussgroßes Stück Galgant

1—2 Bio-Limetten

4—5 Stiele Koriandergrün oder

Laksablätter (auch bekannt als vietnamesische Minze/Koriander)

2 EL Öl

60—80 g Laksapaste (ersatzweise ca. 50 g rote Currypaste)

500 g Kokosmilch

75—100 g Sojabohnensprossen oder andere Bohnensprossen

250—350 g Nudeln
(chinesische Eiernudeln und/oder Reis-Vermicelli)

1—2 EL Fischsauce

½—1 EL Palmzucker

feines Meersalz

Zubereitung:

Das Hähnchenfleisch waschen, mit der kalten Hühnerbrühe in einen Topf geben und aufkochen. Die Hitze so weit reduzieren, dass die Brühe nur ganz sanft köchelt, und das Hähnchenfleisch 10 Minuten garen. Vom Herd nehmen und das Fleisch weitere 10 Minuten ziehen lassen. Zwischendurch die Eier in kochendem Wasser 10 bis 12 Minuten hart kochen, kalt abschrecken, pellen und halbieren.

Inzwischen die Garnelen am Rücken entlang (nicht zu tief) einschneiden und den Darm mit der Messerspitze vorsichtig herausziehen. Die Garnelen waschen und trocken tupfen. Die Tofu-Puffs in mundgerechte Würfel schneiden. Das Zitronengras waschen, putzen und die dicken Enden mit einem Stößel oder schweren Messer anquetschen, die Stängel quer halbieren. Knoblauch schälen und fein hacken. Galgant schälen und in dicke Scheiben schneiden. Die Limetten waschen und vierteln. Die Kräuter abbrausen und trocken schütteln, Blättchen abzupfen und nach Belieben fein hacken. Das gegarte Hähnchenfleisch aus der Brühe heben, kurz abkühlen lassen und in mundgerechte Stücke zupfen.

Das Öl im Wok erhitzen. Darin den Knoblauch andünsten. Die Laksapaste dazugeben (die Menge hängt vom persönlichen Schärfeempfinden ab, später kann man gut noch mal nachlegen) und 2 bis 3 Minuten unter Rühren anbraten. Mit der Kokosmilch und der Hühnerbrühe ablöschen, Galgant sowie Zitronengras dazugeben und die Suppe aufkochen.

Inzwischen in einem zweiten großen Topf Wasser aufkochen. Die Sprossen darin 30 Sekunden blanchieren, mit dem Schaumlöffel herausheben und auf Suppenschalen verteilen. Jetzt die Nudeln ins Wasser geben und nach Packungsanweisung zubereiten, abgießen und auf die Schalen verteilen.

Die Hähnchenstücke, die Garnelen und die Tofu-Puffs zur Suppe geben und 3 bis 4 Minuten mitköcheln lassen (Zitronengrasstücke und Galgant können rausgefischt oder mitserviert werden, aber nicht essen!). Die Suppe mit Fischsauce, Palmzucker und Salz abschmecken. Suppe auf die Schalen verteilen und mit den Eierhälften, Limettenvierteln und Kräutern abschließen. Dazu passt Sambal Tumis Belachan (siehe S. 166), von dem sich jeder selbst nehmen kann.

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Lauch-Blumenkohl-Suppe mit Senf und Thymian

Fotografie © Simon Wheeler, AT Verlag

Quelle: Hugh Fearnley-Whittingstall: Viel mehr vegetarisch

200 neue Rezepte aus dem River Cottage

Fotos: Simon Wheeler

Lauch, Blumenkohl, Thymian und Senf werden zu Best-Buddy’s, die auch uns, die wir eher zur herzhaften- als zur Veganer-Fraktion gehören, lecker abholen haben können.

Lauch und Blumenkohl haben als Püree beide eine samtige Konsistenz, was diese einfache Gemüsesuppe angenehm cremig macht.

 Zutaten (für 4–6 Personen):

2 EL Oliven- oder Rapsöl

3 mittelgroße Stangen Lauch

(ca. 500 g), geputzt, in 1/2 cm dicke

Scheiben geschnitten

2 Knoblauchzehen, in dicke

Scheiben geschnitten

1 Stange Sellerie, in dünne

Scheiben geschnitten

2 EL Thymianblätter

1 mittelgroßer Blumenkohl

(800 g–1 kg, ungeputzt)

850 ml heißes Wasser oder

Gemüsebrühe (Seite 190 oder unten)

2 TL scharfer, englischer Senf

Meersalz und schwarzer Pfeffer

Olivenöl extra vergine oder kalt

gepresstes Rapsöl zum Beträufeln

Zubereitung:

Das Öl in einem großen Topf erhitzen. Lauch, Knoblauch, Sellerie, die Hälfte des Thymians sowie etwas Salz und Pfeffer hineingeben. Wenn das Gemüse schön brät, den Topf zudecken, die Hitze reduzieren und das Gemüse etwa 10 Minuten dünsten, bis der Lauch weich ist; dabei von Zeit zu Zeit umrühren.

Vom Blumenkohl die groben äußeren Blätter abschneiden (die zarten im Inneren können bleiben), ebenso das harte untere Strunkende entfernen, den Rest grob hacken – samt Strunk und allem. Den gehackten Blumenkohl zum gedünsteten Lauch geben und gut umrühren. Das heiße Wasser oder die Brühe hinzugießen, zum Köcheln bringen und zugedeckt 5–10 Minuten kochen, bis der Blumenkohl gar, aber nicht zu weich ist.

Den Topf von der Herdplatte nehmen. Den Senf hinzufügen, dann die Suppe glatt pürieren – entweder in zwei Portionen im Mixer oder mit dem Pürierstab im Topf. Wenn die Suppe sehr dick ist, einen Schuss heißes Wasser hinzufügen. Abschmecken und bei Bedarf noch Salz und/oder Pfeffer hinzufügen, falls nötig nochmals erhitzen. Die Suppe in vorgewärmte Schalen füllen, mit etwas kalt gepresstem Öl beträufeln und mit dem restlichen Thymian und etwas schwarzem Pfeffer bestreuen.

Mal anders:

Zwiebeln: Mittelgroße Zwiebeln anstelle des Lauchs. Kräuter: Rosmarin anstelle des Thymians.

Gemüsebrühe

Zutaten (ergibt etwa 1 Liter):

1 große Zwiebel, grob gehackt

Stiele von 1 kleinen Bund glatter Petersilie

2–3 Lorbeerblätter

6–8 schwarze Pfefferkörner

SAUBERE ABSCHNITTE VON:

3 kleinen oder 2 mittelgroßen

Stangen Lauch

2 mittelgroßen Karotten

1 Staude Sellerie (also die 3–4 harten äußeren Stängel)

1 große oder 2 kleine Pastinaken

oder 200 g Knollensellerie

Zubereitung:

Ich mag selbst gemachte Gemüsebrühe – sie schmeckt feiner, komplexer und mehr nach Gemüse als die Brühe aus fertigen Würfeln. Es ist gar nicht schwer, aus frischen, gehackten Zwiebeln, Lauch, Karotten, Sellerie und Kräutern eine einfache Brühe selbst zu kochen. Auf der Suche nach einer Alternative mit möglichst wenig Abfall bin ich auf dieses Rezept gestoßen, in dem die Abschnitte von dem Gemüse für die klassische Gemüsesuppe auf der vorhergehenden Seite verwendet werden.

Alle Gemüseabschnitte grob hacken und in einen großen Topf geben, dazu die gehackte Zwiebel, die Petersilienstängel, die Lorbeerblätter und die Pfefferkörner. 1 1/2 Liter kaltes Wasser hinzugießen und zum Kochen bringen. Dann die Hitze reduzieren und im offenen Topf 20–30 Minuten leise köcheln lassen, bis die Brühe gut schmeckt. Sie sollte nicht zu stark konzentriert sein, aber so aromatisch, dass sie als Basis für eine klare Suppe dienen kann.

Die Gemüsebrühe abseihen, fertig ist sie zur weiteren Verwendung oder zum Abkühlen und Einfrieren.

Schnelle Eiernudeln mit Brokkoli

© Georgina Hayden, Fotos: Laura Edwards, 2016, f. d. dt. Ausgabe: Dorling Kindersley Verlag

Quelle: Georgina Hayden: Feel Good Kitchen

Dorling Kindersley Verlag

Preis: 24,95 €

Meine beste Freundin in der Küche heißt von jetzt an Chiliöl, natürlich nur in der Original-Version von Georgina Hayden! Die samtige Avocado harmoniert gut dazu und wirklich eine geniale Idee deren Cremigkeit als Saucen-Basis zu nutzen.

 Einer meiner Favoriten, wenn ich allein zu Hause bin. Die Zubereitung dauert nicht einmal zehn Minuten, und obwohl man nur so wenige Zutaten benötigt, ein richtig leckeres Essen. Das Tüpfelchen auf dem i liefert dabei das Chiliöl von Seite 263. Das sollten Sie im Übrigen möglichst immer vorrätig haben, denn damit lassen sich auch viele andere Gerichte aufpeppen.

 Zutaten (für eine 1 Person):

75 g Brokkoli

75 g mittelbreite Eiernudeln

1 Frühlingszwiebel

einige Stängel gemischte Kräuter

(z. B. Koriandergrün, Schnittlauch, Minze und Basilikum)

30 g junger Spinat

60 g gegartes Fleisch oder Tofu

(in Streifen geschnittene Schweinshachse schmeckt mir am besten)

2 EL Chiliöl (siehe hier)

½ EL Salz arme Sojasauce

Saft von 1 Limette

½ reife Avocado

Meersalz und frisch gemahlener

schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Einen mittelgroßen Topf mit Salzwasser füllen und bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Den Brokkoli in gleich große Röschen zerteilen, mit den Nudeln in das kochende Wasser geben und beides 4 Minuten garen.

Inzwischen die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden. Die Kräuterblätter von den Stielen zupfen und fein hacken. Den Spinat grob hacken und das Fleisch oder den Tofu in mundgerechte Streifen schneiden. Den Brokkoli und die Nudeln in ein Sieb abgießen und dabei etwas Kochwasser auffangen. Beides anschließend wieder in den trockenen Topf füllen und mit Spinat, Chiliöl, Sojasauce und der Frühlingszwiebel mischen. Den Limettensaft hinzufügen. Das Fruchtfleisch der Avocado mit einem Teelöffel abstechen und ebenfalls in den Topf geben. Die gehackten Kräuter und das Fleisch oder den Tofu hinzufügen und alles gut durchmischen. Ist das Gericht zu trocken, noch etwas Nudelwasser dazugeben (das Avocado-Fruchtfleisch sollte zu einer cremigen Sauce zerfallen). Mit Salz und Pfeffer abschmecken und sofort genießen.

Blumenkohl-Kokos-Suppe

© Georgina Hayden, Fotos: Laura Edwards, 2016, f. d. dt. Ausgabe: Dorling Kindersley Verlag

Quelle: Georgina Hayden: Feel Good Kitchen

Dorling Kindersley Verlag

Preis: 24,95 €

 Langweilige Kohlsuppe war gestern, diese Variante besticht durch ihre würzige Note und den Crunch der Kokos-Chips, der Clou allerdings ist das tolle Chili-Öl, ultimativer Tuning-Partner zu vielem!

 Kinderleicht zuzubereiten ist diese gehaltvolle, wunderbar cremige Suppe mit der pikanten Note. Wir lieben sie sehr und kochen sie gern, wenn wir müde von der Arbeit nach Hause kommen und ganz dringend ein warmes Essen brauchen.

Zutaten (für 4 – 6 Portionen):

2 Zwiebeln

600 g Blumenkohl

4 Knoblauchzehen

1 gehäufter TL Zimt

1 gehäufter TL Ras-el-Hanout

Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Olivenöl

1 Handvoll Kokos-Chips

1 Dose (400 g) fettreduzierte Kokosmilch

600 ml Gemüsebrühe

2–3 EL Chili-Öl

 Zubereitung:

Den Backofen auf 180 °C vorheizen.

Die Zwiebeln schälen und in 1 cm dicke Spalten schneiden. Den Blumenkohl in gleich große Röschen zerteilen, dabei die Blätter nicht wegwerfen. Beides mit den ungeschälten Knoblauchzehen in einer großen ofenfesten Form verteilen, mit Zimt und Ras-el-Hanout bestreuen, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und großzügig mit Olivenöl beträufeln. Die Zutaten gut vermischen und den Blumenkohl 25–30 Minuten im Backofen rösten, bis er weich und stellenweise schön gebräunt ist. 3–4 Minuten vor Ende der Garzeit die Kokos-Chips in einer kleinen ofenfesten Form verteilen und ebenfalls in den Backofen stellen, damit sie etwas Farbe annehmen (wenn die Kokos-Chips gesüßt sind, vorher einige Minuten in etwas kochendem Wasser einweichen und dann in einem Sieb abtropfen lassen).

Die Knoblauchzehen aus der Form nehmen, Blumenkohl und Zwiebeln in einen großen Topf füllen. Die Knoblauchzehen über dem Topf aus der Schale pressen. Kokosmilch und Brühe angießen und langsam zum Kochen bringen. Die Temperatur etwas reduzieren und die Suppe 5 Minuten köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen, die Suppe mit dem Stabmixer

pürieren, bis sie glatt und cremig ist. Falls nötig, mit etwas Wasser verdünnen.

Die Suppe noch einmal abschmecken, mit den gerösteten Kokos-Chips bestreuen, mit etwas Chiliöl beträufeln und servieren.

Chili-Öl

 Ein gutes selbst gemachtes Chili-Öl ist in der Küche unersetzlich, kann man damit doch selbst einfachste Gerichte wie gedämpftes Gemüse, eine Pizza oder Suppe aufpeppen. Hier meine Version, die sich durch angenehme Schärfe und eine leicht nussige Note auszeichnet. Unbedingt ausprobieren!

Zutaten (für 300 ml):

2 frische rote Chilischoten

4 Knoblauchzehen

1 EL Chiliflocken

1 TL Sichuan-Pfefferkörner

1 TL Meersalz

1 TL gemahlener schwarzer Pfeffer

1 EL Sesamsamen
(nach Möglichkeit eine Mischung aus schwarzem und weißem Sesam)

500 ml geschmacksneutrales Öl

(am besten eignet sich Raps oder Erdnussöl)

Zubereitung:

Die Stiele der Chilis entfernen und die Schoten grob hacken. Die Knoblauchzehen schälen und beides mit den Chiliflocken, dem Sichuan-Pfeffer, Salz und schwarzem Pfeffer in der Küchenmaschine fein zerkleinern. Mit dem Sesam in einen Topf geben und das Öl darübergießen. Das Ganze 10 Minuten bei niedriger Temperatur erhitzen, bis die Zutaten goldbraun geröstet sind.

Das Öl vollständig abkühlen lassen, in eine saubere Flasche füllen und luftdicht verschließen. Das Chiliöl ist mehrere Monate haltbar.

Asiasüppchen mit Fleischbällchen

© Julia Stix

Einfach herrlich, nicht nur für mich und den Liebsten, sondern auch als Mitternachtssuppe auf der nächsten Party gewiss der Star. Am besten gleich die doppelte Menge kochen, es lohnt sich in jedem Fall.

Quelle: Karin Stöttinger: Gefüllt, gewickelt und gerollt.

Fotos; Julia Stix + Christian Schütz

Brandstätter Verlag

Preis: 21,80 €

 Zutaten (für 4 Portionen):

100 g getrocknete Shiitake-Pilze

1 cm Ingwerwurzel

1 Knoblauchzehe

3 Stängel Koriandergrün

200 g gemischtes Hackfleisch

2 EL Sojasauce

1 rote Paprikaschote

2 Frühlingszwiebeln

2 kleine Pak Choi

1 kleine Chilischote

3 Stängel Zitronengras

1 l (Gemüse)-Brühe

2 TL Sesamöl

80 g Asianudeln

(z.B. Glasnudeln)

2 EL Sesamsaat

 Zubereitung:

 Die Shiitake-Pilze mindestens 30 Minuten in warmem Wasser einweichen. Die Ingwerwurzel und die Knoblauchzehe abziehen, fein reiben. Das Koriandergrün kalt abbrausen, trocken schütteln, einige Blättchen zur Dekoration beiseitelegen, den Rest fein hacken. Fein gehackten Koriander, Knoblauch und Ingwer mit dem Hackfleisch vermengen, mit 1 EL Sojasauce würzen.

Mit angefeuchteten Händen etwa 16 Bällchen formen, bis zur Verarbeitung abgedeckt kühlen.

Die Paprikaschote kalt abbrausen, halbieren, von Samen und Samensträngen befreien, grob hacken. Die eingeweichten Shiitake-Pilze von den Stängel befreien, putzen, fein schneiden. Die Frühlingszwiebeln putzen, längs in dünne Streifen schneiden. Die Blätter vom Pak Choi lösen, größere Blätter vom Strunk befreien und mundgerecht zerteilen, kalt abbrausen. Die Chili andrücken, die Zitronengrasstängel längs halbieren. Das Innere herauskratzen und fein hacken. Die Stängel brechen.

Die Gemüsebrühe mit Chili, Zitronengras, Sesamöl erwärmen, die Fleischbällchen und das Gemüse einlegen. Mit den Asianudeln einmal aufwallen lassen, dann ca. 15 Minuten bei leichter Hitze ziehen lassen. Mit der restlichen Sojasauce aromatisieren und mit Sesamsaat und Korianderblättchen garnieren.

Vor dem Servieren die groben Zitronengrasstängel entfernen.

Tipp: Ich bereite immer einen großen Topf von dieser Suppe ohne Gemüse, Bällchen und Nudeln zu und fülle sie portionsweise in Einmachgläser ein. Die Bällchen friere ich portionsweise ein und lasse sie in der Suppe auftauen, Nudeln und Gemüse kommen frisch dazu.

Vier-Bohnen-Suppe mit Speck, Shiro Miso und Koriander

© Claudia Zaltenbach aus dem Buch „MISO“, Hädecke Verlag

Quelle: Claudia Zaltenbach: Miso

Rezepte – Kultur – Menschen

Hädecke Verlag

Preis: 29,– €

 Würzig, erdig und mit einer säuerlich-scharfen Note durch den Koriander. Beim Miso habe ich vorsichtig agiert und nicht gleich alles verwendet. Umani gibt es hier schon durch den Speck und den Pecorino. Schweizer Dörrbohnen gibt es online. Für meinen Mann die beste Bohnensuppe seines Lebens, im Gegensatz zu mir ist er nicht schnell mit euphorischen Urteilen. Hier sind wir uns einig und das ist eigentlich kein Kunststück!

 „Bei Bohnensuppe mit Speck muss ich immer an Schnee und Skihütten denken. Obwohl ich dort, soweit ich mich erinnere, noch nie eine solche Suppe gegessen habe. Es ist einfach dieser ultimative Wohlfühlfaktor, der sich bei diesem Gericht zwangsläufig einstellt.

Es sind die guten Zutaten, die diese Suppe einmalig machen. Zugegeben, es ist nicht ganz einfach, außerhalb der Schweiz die köstlichen, zarten Dörrbohnen zu bekommen, aber sie sind mindestens ein Grund, mal wieder dorthin zu fahren. Das Miso tritt in dieser Suppe nicht deutlich hervor, sondern bildet den harmonischen Grundakkord in der Brühe. Zuerst war ich wenig überrascht, dass ich nicht mehr davon herausschmeckte, doch als ich die Suppe vor dem Würzen einmal probierte, wurde es deutlich. Hier fügt das Miso einfach nur alle Zutaten harmonisch zusammen.“

Claudia Zaltenbach

Zutaten (für 4 Portionen):

70 g kleine weiße Bohnen, getrocknet

50 Feuerbohnen, getrocknet

50 g Schweizer Dörrbohnen

200 g breite Bohnen, frisch

1,2 l Hühner- oder Gemüsebrühe

4 Zweige Thymian

4 EL Shiro Miso

2 EL Tamari

100 g durchwachsener Speck

50 g Pecorino oder Parmesan, gerieben

frische Korianderblättchen

Salz

Zubereitung

Die getrockneten Bohnen über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Die Dörrbohnen ebenfalls, aber separat.

Am nächsten Tag die eingeweichten Bohnenkerne abgießen und in frischem, leicht gesalzenem Wasser etwa 40 Minuten lang weichkochen und danach abseihen.

Die frischen Bohnen waschen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Die Dörrbohnen in einem Sieb abtropfen lassen.

Die Brühe in einem großen Topf erhitzen. Zuerst einige Esslöffel der weichgekochten Bohnen hineingeben und mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken. Alternativ kurz mit einem Pürierstab pürieren, damit die Suppe sämiger wird.

Alle Bohnen hineingeben, die Thymianzweige hinzufügen und ca. 20-30 Minuten im offenen Topf köcheln lassen.

Die Thymianzweige wieder herausfischen, Miso und Tamari unterrühren. Nicht mehr kochen lassen.

In einer kleinen Pfanne den in Scheiben geschnittenen Speck knusprig anbraten und in die Suppe geben, dabei das ausgelassene Fett zurückhalten.

Die Suppe auf Teller verteilen, mit frischen Korianderblättchen und dem Käse bestreut servieren.

Süßkartoffelsuppe mit Limette und Erdnüssen

©Matt Russel

Quelle: Anna Jones: A modern way to cook

Mosaik Verlag

Preis: 22;– €

So lecker, toll der Kontrast zwischen scharf, sauer und nussig-erdig, dieser Kreation merkt man an, dass hier jemand komponiert hat, der einen Plan hatte.

Diese Suppe habe ich zum ersten Mal im Januar gekocht, als die Feiertage hinter uns lagen und ich das winterliche Essen leid war. Ich hatte Appetit auf etwas, das zugleich wärmte, sättigte, erfrischte und belebte. So entstand diese Suppe, von der ich nicht genug kriegen kann. Keine großartige Sache vielleicht, ihr Reiz liegt vielmehr in der überschaubaren Zahl von Zutaten und dem klaren, anregenden und zugleich herzhaften Aroma.

Die Suppe tut ihre Wirkung bereits im Alleingang, doch damit sie richtig rund wird, bereite ich dazu noch ein knuspriges Topping zu, das ich mit Limettenschale und ein paar Erdnüssen vermische, ein effektvolles geschmackliches Extra.

Der Clou ist die Erdnussbutter, sie macht die Suppe wunderbar cremig, sorgt für eine reichliche Portion Proteine und eine vollmundig-herzhafte Note. Kaufen Sie eine hochwertige Erdnussbutter ohne Zusätze wie Palmöl. Ich mache sie selbst und fülle sie in Töpfchen ab, sodass ich einen Monat Ruhe habe – sie schmeckt viel frischer und ist sicher auch nahrhafter, ein Aufwand, der sich auf dem Frühstückstisch und für Saucen und Suppen bezahlt macht.

Zutaten (für 4 Personen):

Für die Suppe: 2 Stangen Lauch, Kokosöl, 1 kg Süßkartoffeln (etwa 4 Stück),
1 daumengroßes Stück Ingwer, 1 EL gekörnte Gemüsebrühe oder ½ Brühwürfel, 1 EL Sojasauce oder Tamari 1 EL Ahornsirup, 1 EL Erdnussbutter Meersalz

Für das Topping: 1 Schalotte, 1 daumengroßes Stück Ingwer Kokosöl,
1 Handvoll geröstete ungesalzene Erdnusskerne, 2 unbehandelte Limetten

Den Wasserkocher füllen und einschalten. Sämtliche Zutaten und Arbeitsutensilien bereitlegen.

Den Lauch putzen, waschen und in feine Streifen schneiden. Etwas Kokosöl in einem großen Topf zerlassen, den Lauch hineinwerfen und bei hoher Temperatur 3 bis 4 Minuten dünsten, bis er weich ist. Ab und zu umrühren.

Während der Lauch gart, die Süßkartoffeln schälen und in 1 cm große Würfel schneiden. Den Ingwer schälen und reiben. Wenn der Lauch so weit ist, die Süßkartoffeln, den Ingwer und 1,5 Liter kochendes Wasser sowie die Brühe zugeben. Zum Kochen bringen und 10 Minuten garen, bis die Süßkartoffeln weich sind. Bei Bedarf noch etwas Wasser zugeben.

Inzwischen für das Topping eine Pfanne bei hoher Temperatur erhitzen. Die Schalotte schälen und in feine Streifen schneiden, den Ingwer reiben. Etwas Kokosöl in der heißen Pfanne zerlassen, die Schalotte und den Ingwer hineingeben und knusprig braten. Die Erdnüsse grob hacken und in eine Schüssel geben. Die Schale einer Limette dazureiben.

Sobald man die Süßkartoffeln am Topfrand zerdrücken kann, ist es so weit. Die Suppe im Topf mit einem Stabmixer pürieren, bis sie ganz glatt und cremig ist. Sojasauce, Ahornsirup, Erdnussbutter und etwas Limettensaft hineingeben und erneut mixen. Bei Bedarf mit mehr Limettensaft, Soja und Ahornsirup abschmecken; eine Prise Meersalz kann ebenfalls nicht schaden. Die Suppe sollte von vollem Aroma sein, mit einer ausgewogenen Balance zwischen der süßlichen Note der Süßkartoffeln und dem nussigerdigen Geschmack der Erdnussbutter sowie mit einem kräftigen Anklang von Limette und Ingwer.

Die Suppe in Schalen schöpfen, mit den knusprigen Schalotten und Erdnüssen garnieren und mit Limettenspalten zum Auspressen servieren.

Zubereitungszeit: 20 – 25 Minuten