Chana Masala

© Lisa Linder/Knesebeck Verlag
© Lisa Linder/Knesebeck Verlag

Quelle: Amandip Uppal: Einfach indisch

Fotos: Lisa Linder

Knesebeck Verlag

Preis: 24,95 €

Dieses üppige nordindische Kichererbsen-Gericht wird traditionell mit Puri, ballonartig aufgeblähten frittiertem Fladenbrot, serviert. Jedes andere Weißbrot oder die Kartoffel-Erbsen-Küchlein aus dem Buch (Seite 156) können ebenso gut als Begleiter serviert werden. Dieser Klassiker hat uns phantastisch geschmeckt, sehr angenehm, dass die verwendete Würz-Mischung, auch selbst hergestellt werden kann (ich vermeide es gemahlene Gewürze zu kaufen, weil diese nicht so lange haltbar sind). Wir haben es mit normalem Baguette nach Feierabend genossen, die empfohlene Beilage werde ich aber in jedem Fall noch mal probieren, gerne auch zu einem Essen mit Freunden!

Zutaten (für 4 Portionen):

3 EL Öl

1 große Zwiebel, grob gehackt

1 Stück frischer Ingwer (5 cm), geschält und grob gehackt

3 Knoblauchzehen, grob gehackt

1½ frische grüne Chilischoten,

grob gehackt

760 g Kichererbsen (vorgegart)

2 EL passierte Tomaten

2 EL fein gehacktes frisches

Koriandergrün, plus ein paar Blätter

zum Garnieren

1 TL Salz

4 TL Crème fraîche

Gewürze:

2 TL Bockshornkleeblätter (getrocknet)

1 TL Panch Phoron
(bengalische Fünf-Gewürze-Mischung, Rezept auf Seite 13 )

1 Lorbeerblatt

1 Stück Kassiarinde oder eine Zimtstange (2,5 cm)

2 TL gemahlene Kurkuma

2 TL Garam Masala (bei uns selbstgemacht, nach dem Rezept auf Seite 242)

2 TL gemahlener Kreuzkümmel

Zum Servieren (nach Belieben):

1 TL flüssiges Ghee

¼ TL Chat Masala

Zubereitung:

In einer Pfanne 1 EL Öl erhitzen und darin die Zwiebel, den Ingwer, den Knoblauch und die Chilischoten 6–7 Minuten weich und goldbraun schwitzen. Die Mischung mit einem Schaumlöffel in den Mixer umfüllen, 2 EL von den Kichererbsen, die passierten Tomaten, die Bockshornkleeblätter und 180–190 ml Wasser dazugeben und alles zu einer glatten Masse verarbeiten.

In derselben Pfanne bei mittlerer Temperatur das restliche Öl erhitzen. Das Panch Phoron, das Lorbeerblatt und die Kassiarinde darin 30–40 Sekunden anbraten.

Die Gemüsemasse dazugeben und 1 Minute mitbraten. Die Kurkuma, das Garam Masala, den Kreuzkümmel, 1 EL von dem Koriandergrün und das Salz hinzufügen und alles 1 weitere Minute braten.

Die restlichen Kichererbsen und 60–70 ml Wasser einrühren und alles bei geschlossenem Deckel 5–6 Minuten köcheln lassen. Die Crème fraîche und den restlichen Koriander unterheben und die Mischung nochmals etwa 5 Minuten erhitzen, bis das Gericht schön dick und sämig ist.

Das Gericht nach Belieben mit flüssigem Ghee beträufeln und mit Chat Masala bestreuen. Mit dem restlichen Koriandergrün garnieren und servieren.

Tipp: Die Mischung aus gegarten Kichererbsen, karamellisierten Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer sorgt für eine dicke, sämige Basis. Diese Grundmasse können Sie bereits am Vortag vorbereiten.

 Vorbereitungszeit: 30 Minuten

Garzeit: 15 Minuten

Mandel-Safran-Kuchen

© Lisa Linder/Knesebeck Verlag
© Lisa Linder/Knesebeck Verlag

Quelle: Amandip Uppal: Einfach indisch

Fotos: Lisa Linder

Knesebeck Verlag

Preis: 24,95 €

Die Orangenschale verleiht diesem supersaftigen und dennoch federleichten Kuchen eine zarte Bitternote, die Kardamomsamen sorgen für Biss und einen interessanten Kontrast. Ein Dessert für jede Tageszeit. Mir hat dieser Kuchen sehr gut gefallen, weil es ein würdiger Abschluss für ein indisches Essen mit Freunden sein kann, ohne dass es zu kompliziert wird, nicht immer ganz einfach wenn man hier klassisch bleibt. Das Kochen der Orangen hat mich am Anfang sehr verwundert, hat sich aber im Ergebnis als tolle Idee erwiesen, die für einen sehr saftigen Kuchen mit tollen Orangen-Aroma gesorgt hat. Am besten Bio-Orangen mit dünner Schale verwenden, damit die Bitternote nicht zu dominant wird.

 Zutaten (für 8 – 10 Portionen):

2 unbehandelte Orangen (ca. 280 g), einschließlich Schale grob gehackt

5 Eier, getrennt

200 g extrafeiner Zucker (ggf. auf Puderzucker ausweichen)

227 g gemahlene Mandeln

2 EL Mandelblättchen

2 EL Puderzucker, gesiebt

Gewürze:

1 kleine Prise gemahlene Kardamomsamen

1 Prise Safranfäden, in warmer Milch eingeweicht

Den Backofen auf 180 °C vorheizen und Boden und Rand einer Springform (23 cm ø) mit Backpapier auskleiden.

Die Orangen zusammen mit 1 EL Wasser in einen Topf geben, den Deckel auflegen und die Früchte etwa 30 Minuten köcheln lassen, bis sie weich sind und die Flüssigkeit aufgenommen haben. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen und im Mixer oder mit dem Messer fein hacken.

In einer fettfreien, trockenen Schüssel das Eiweiß leicht steif schlagen. Nach und nach die Hälfte des Zuckers einrieseln lassen und 1 Minute einarbeiten.

In einer anderen Schüssel das Eigelb 2–3 Minuten mit dem restlichen Zucker verschlagen. Zunächst die Orangenstücke unterheben, dann die gemahlenen Mandeln, die Kardamomsamen und den Safran samt der Milch einrühren. Mit einem großen Metalllöffel nach und nach behutsam den Eischnee unter die Orangenmasse ziehen.

Den Teig in die Springform füllen und mit den Mandelblättchen bestreuen. In den Ofen schieben und 50–55 Minuten goldbraun backen. Dabei den Zustand alle 20 Minuten überprüfen, damit der Kuchen nicht anbrennt.

Den Kuchen in der Form vollständig abkühlen lassen, dann aus der Form lösen, wenden und mit Puderzucker bestäuben. In einem luftdichten Behälter bleibt er 2–3 Tage frisch.

Vorbereitungszeit: 1 Stunde

Backzeit: 50 – 55 Minuten

Garnelen mit Knoblauch, Ingwer und Chili

© Lisa Linder/Knesebeck Verlag© Lisa Linder/Knesebeck Verlag
© Lisa Linder/Knesebeck Verlag

Quelle: Amandip Uppal: Einfach indisch

Fotos: Lisa Linder

Knesebeck Verlag

Preis: 24,95 €

Dieses pfiffe leichte Gericht ist perfekt für ein entspanntes Essen mit Freunden. Leckeres, knuspriges Brot dazu zum Auftunken der Würzbutter und das war’s auch schon. So funktioniert auch nach Feierabend indischer Genuss! Uns hat das sehr gut gefallen. Beim Ghee habe ich 1 EL pro Riesengarnele kalkuliert. Die Knoblauch-Menge mag sehr hoch sein für manche, doch wir lieben das und es ist auch authentisch nach meiner Erfahrung.

Zutaten (für 4 Portionen):

200 g Ghee

12 rohe Riesengarnelen, bis auf den Schwanz geschält

½ EL Öl

8 frische Curryblätter

4 Knoblauchzehen, zerdrückt

1 Stück frischer Ingwer (5 cm), geschält und in dünne Stifte geschnitten

1 große rote Chilischote, in feine Ringe geschnitten

Salz

Gewürze:

1 TL schwarze Senfsamen

Zum Servieren:

2 EL fein gehacktes frisches Koriandergrün

3 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten

Zubereitung:

Den Backofen auf 200 °C vorheizen.

In einem mittelgroßen Topf das Ghee bei hoher Temperatur schmelzen. Vier Auflaufförmchen auf einem Backblech platzieren.

Das heiße, flüssige Ghee gleichmäßig auf die Auflaufförmchen verteilen und je drei Garnelen hineingeben.

Die Formen in den Ofen schieben und die Garnelen 5 Minuten im heißen Ghee braten.

In der Zwischenzeit in einer kleinen Pfanne das Öl bei mittlerer Temperatur erhitzen. Die Senfsamen und die Curryblätter hineingeben und kurz anrösten. Dann den Knoblauch, den Ingwer und die Chiliringe hinzufügen und alles Weitere 20–30 Sekunden braten.

Die heiße Würzmischung auf die Garnelenportionen verteilen, jede Portion salzen und vorsichtig umrühren. 7. Mit Koriandergrün und Frühlingszwiebelringen bestreuen und heiß servieren.

Vorbereitungszeit: 15 Minuten

Garzeit: 5 Minuten

Einfach indisch

9783868739602

Amandip Uppal: Einfach indisch

Fotos: Lisa Linder

Knesebeck Verlag

Preis: 24,95 €

Easy peasy indisch kochen und trotzdem auf Geschmack nicht verzichten!

 Worum geht’s?

 Indische Küche lebt von Gewürzen und von Zubereitungstechniken, deshalb ist indisch kochen in der Regel sehr zeitaufwendig und der Gastgeber muss in seinem Gewürzschrank ein wenig Platz machen für neue Mitbewohner. Seit einigen Jahren gibt es verstärkt einen Trend am Kochbuch-Markt, bei dem schon verschiedene Kochbuch-Autoren versucht haben, die indische Küche ein wenig zeitgemäßer und moderner zu präsentieren. Vor allem verzichten diese Kochbücher auf komplizierte Zubereitungstechniken und kürzen hier und da so einiges ab. Häufig ist das was dabei herauskommt, im besten Fall so gerade noch als indisch für den Gaumen wahrnehmbar, aber ein Feuerwerk an Aromen ist damit nicht mehr möglich. Zugegebener Maßen ist dies Unterfangen wirklich nicht ganz einfach, denn mit Reduzierung von Aufwand und Zutaten ist es hier keinesfalls getan, wenn man auf Authentizität Wert legt.

Wie sieht es aus?

– dieses Buch ist besonders!

 Lisa Linder, die Fotografin des Buches hat für viele führende internationale Zeitschriften und Verlage die ganze Welt bereist. Sie hat mit Jamie Oliver, Peter Gordon und Alain Ducasse gearbeitet und Bücher für Giorgio Locatelli und Michel Roux fotografiert und sie war als Kunstredakteurin für die australische Vogue tätig. Hier hat sie ebenfalls einen tollen Job gemacht, die Fotos sind edel, klar und puristisch geworden und passen perfekt zu der schönen Kalligraphie-Schrift im Buch und den vielen wunderschönen Illustrationen und Zeichnungen von Alice Chadwick, die das Buch besonders und einzigartig machen. Mir gefällt das super, hier passt einfach vieles perfekt zusammen.

Was ist drin?

 Lieblingsgerichte der Promis oder der Herzschlag Indiens ist kulinarischer Natur!

© Alice Chadwick/Knesebeck Verlag
© Alice Chadwick/Knesebeck Verlag

Auch wenn Indien für Spiritualität und ebenso Bollywood steht, ist der Herzschlag dieses spannenden Sub-Kontinents eindeutig kulinarischer Natur. Amandip Uppal geht es unterhaltsam und spannend an, die Lieblingsgerichte der indischen Prominenz, damals wie heute, (mit dabei Freddie Mercury, Ghandi, Freida Pinto und sogar der Dalai Lama) werden mit einer witzigen Grafik präsentiert, jeder ist Pate für regionale Köstlichkeiten und so erfahren wir, dass Freida Pinto, bekannt durch Slumdog Millionär und Planet der Affen, aus Goa stammt und für goanesisches Garnelencurry und scharfe Würstchen schwärmt und Deepak Chopra, der New-Age-Gurru und Verfechter alternativer Medizin aus Dehli Butterhühnchen und Kulfi liebt. Einige dieser Promi-Lieblingsessen finden wir in einer leckeren und modernen Version im Rezeptteil präsentiert.

 15 Gewürze sollt ihr sein!

©Knesebeck Verlag
©Knesebeck Verlag

Weiter geht es mit der richtigen Ausstattung. Die Autorin hält 15 Gewürze für essentiell, wenn man indisch kochen will und bietet zudem noch ein paar Klassiker bei den Gewürzmischungen an, schön dass ein Rezept zum Selbermischen von Garam Masala dabei ist, so kann ich mir das immer frisch herstellen und bin nicht auf eine fertige Gewürzmischung angewiesen.

Hier macht Amandip Uppal alles richtig finde ich, denn authentische indische Küche klappt nicht mit 3 bis 4 Gewürzen, wer sich dann wundert, dass kein Aroma-Feuerwerk im Gaumen gezündet wird, ist selber schuld, denn das funktioniert einfach nicht. Aber man kann natürlich intelligent und vorausschauend die Vorratskammer und den Gewürzschrank bestücken und da gibt die Autorin genau die richtigen Tipps, wie wir das professionell angehen können, wenn man wirklich tiefer in diese Küche einsteigen möchte und neben einer unbefangenen und modernen Herangehensweise Wert auf authentische Rezepte legt. Toll ist, dass zu jedem Gewürz einige Rezeptvorschläge gemacht werden, so lässt sich gleich mit jedem Neuzugang im Gewürzschrank viel ausprobieren. Selbstverständlich werden die weiteren Basics für den indischen Vorratsschrank ebenfalls kurz vorgestellt.

Eine moderne Köchin, die weiß, was wir uns heute wünschen!

 Buffettaugliche Happen, die  vielen Spaß machen!

 Amandip Uppal erlernte schon als Kind die Zubereitung traditioneller indischer Gerichte. Die lebenslange Kochleidenschaft der ehemaligen Stylistin und Journalistin, die u. a. für The Times und Condé Nast Traveller arbeitete, führte schließlich zu ihrem Unternehmen: The Lotus Food and Events Company und dem Onlineshop chillihotcho­colate.com, der ihre Begeisterung für Design und gutes Essen widerspiegelt. Sie weiß also sowohl wie es schmecken sollte und was heute bei Buffets und Empfängen gut beim Publikum ankommt und hat tolle Ideen für kleine Happen auf die Hand wie z. B. Filostangen mit Panir und Paprika, Paratha-Wraps mit Gemüse  oder indische Fischnuggets und vieles mehr.

 Klassiker im modernen Gewand, clever kombinieren und einkaufen!

 Als Amandip das erste Mal für ihre Schwiegermutter kochte, war diese schwer begeistert von ihrer Küche und meinte, junge Frauen kochen heute nicht mehr so. Eigentlich hat sie Recht, denn heutzutage ist alles auf Optimierung getrimmt, Küchentraditionen und besonders die indische Küche, die sehr von Zubereitungstechniken lebt, haben es da schwer, nicht in Vergessenheit zu geraten. Rezepte nur verkürzen und Zutaten weglassen ist hier keine Option, wenn ein Gericht mehr als nur OK sein soll und einen nicht nur noch vage an die Original-Aromen erinnert. Amandip Uppal hat für mich hier wirklich vieles deutlich geschickter als ihre Mitstreiter gemacht. Vielleicht liegt es daran, dass sie über Erfahrung im Catering verfügt, sie kombiniert geschickt und so gibt es bei ihr zum Channa Masala (nordindisches Kichererbsen-Gericht) nicht das traditionelle Puri-Brot, das durchaus schon ein wenig aufwendig ist in der Zubereitung, sondern sie sucht ihm Partner, die weniger anspruchsvoll das Zeitbudget der Köchin beanspruchen: ein einfaches Brot, ein Tomatenrelish mit Datteln und Tamarinde und Kartoffel-Erbsen-Küchlein machen sich ebenso gut als Begleiter und auch der gebratene Blumenkohl mit Erbsen wird uns in einer vereinfachten Version präsentiert. Dal Makhani (Linsen-Bohnen-Curry) ist im Normalfall eine Sache von mehreren Stunden, hier wird einfach auf vorgegarte Linsen und Bohnen zurück gegriffen, damit verringert sich die Zubereitungszeit beträchtlich und die Autorin kommt mit sportlichen 30 Minuten Vorbereitungszeit und 30 Minuten Zubereitungszeit aus. Beim Geschmack gibt es aber keine Kompromisse, dafür sorgen Bockshornklee-/Lorbeerblätter, Ingwer, Chili Knoblauch, Zimt und Koriander. Ihr klassisches Lammfleisch-Curry schlägt ebenfalls einen unkomplizierten Weg ein, auch wenn es mit einer Zubereitungszeit von 30 Minuten und einer Garzeit von 45 Minuten nicht zu der Kategorie Ratzfatz gehört. Genauso verhält es sich mit den Lammfleisch-Kofta, die erfahrene Party-Organisatorin weiß sich zu helfen und empfiehlt, die Hackbällchen und die Sauce separat zuzubereiten. Diese Methode der Zeitersparnis wird häufig eingesetzt, das Butterhühnchen landet nur deshalb schneller auf dem Tisch, weil das Hähnchen-Tikka Rezept hier einen Teil der Arbeit erledigt. Manch einer mag das als schummeln empfinden, ist es aber nicht, zumindest wenn man nicht nur dieses eine Rezept kocht, sondern sich die geschickte Kombi-Strategie der Autorin, zu der ebenso leckere Toppings und Pasten gehören, die großen Anteil am authentischen Geschmack haben und manchmal sogleich eine tolle Garnitur abgeben, zu eigen macht.

Panir, Rothi, Nan und Joghurt selbstgemacht kein Problem!

– denn die bekommen schon mal ein visuelles Entrée!

© Alice Chadwick/Knesebeck Verlag
© Alice Chadwick/Knesebeck Verlag

 Es gibt im schönen Buch „Einfach indisch“ viele nützliche Exkurse und tolle wunderschön gezeichnete Step-by-Step Anleitungen, die erklären wie man zu Hause Panir und Co. selbst herstellt. Das ist nicht nur hübsch anzuschauen, sondern sehr anschaulich gemacht, finde ich.

Einfach mal was Neues probieren, Hauptsache unkompliziert!

Amandip hat sich viel vorgenommen, denn sie verspricht uns, die indische Küche auf den neuesten Stand bringen, ihre Rezepte wie z. B. Zitronen-Safran-Hähnchen, gebackener Lachs mit Kokosrahm und gebratenem Brokkoli mit Chili und Fenchel, stehen für die neue indische Küche, ohne verkünstelte Herangehensweise oder komplizierte Zubereitungstechniken, aber trotzdem mit jede Menge Geschmack.

Dessert und Getränke, die Spaß machen.

Um ehrlich zu sein, habe ich zwar schon sehr häufig indisch gekocht, aber fast immer ohne ein selbst gemachtes Dessert. War mir meistens zu aufwendig, das Pistazien-Kulfi (schnelle Variante des indischen Speiseeis-Klassikers) und den Mandel-Safran-Kuchen oder den Fruchsalat mit ganzen Gewürzen von Amandip Uppal werde ich aber gerne probieren, die Rezepte versprechen Spannung. Und auch die heiße Schokolade mit Chili und den Gewürzkaffee werde ich meinen Gästen zukünftig gerne servieren, denn so stelle ich mir persönlich den gelungenen Abschluss eines indischen Essens mit Freunden vor, ohne dass ich überfordert werde.

Abschließend präsentiert die Autorin noch nützliche Grundrezepte und Menüvorschläge, wo es mir ihre Ideen für leckere Toppings besonders angetan haben, der knusprige Ingwer-Knoblauch-Zwiebel-Mix oder das Kokos-Granatapfelkern-Koriander-Topping sind neben anderen Ideen einfach perfekt, schnell mal ein einfaches Gericht zu pimpen und das gehört für mich unbedingt zur modernen indischen Küche dazu.

Fazit: Ein optischer Augenschmaus und spannendes, modernes indisches Kochbuch für Leute, die sich auf Gewürze einlassen und richtig und intelligent indisch kochen wollen. Ich finde es klasse, möchte es aber nur Leuten empfehlen, die sich auch gerne mal Zeit nehmen beim Kochen und  gerne den Asia-Shop ihres Vertrauens aufsuchen. Die Erfahrung aus dem Catering merkt man der Autorin an, hier wird nichts künstlich reduziert, bis es dann nur noch entfernt an indische Aromen erinnert, sondern intelligent reduziert, eingekauft und vorbereitet und außerdem mit jede Menge Kreativität für neue unkomplizierte Ideen gesorgt – so geht für mich moderne indische Küche in 2017!

Herzlichen Dank für die Übersendung eines Rezensionsexemplars.

 

Roastbeefsalat mit Äpfeln, Senfdressing, Radieschen und Zitrone

© Eisenhut & Mayer/Brandstätter Verlag

© Eisenhut & Mayer/Brandstätter Verlag

Quelle: Karin Stöttinger: Shaking Salad Low Carb

Fotos: Eisenhut und Mayer

Hier haben wir uns an das Original—Rezept gehalten und auch das Mohnöl verwendet, was wir hier sehr gut in der Paarung fanden. Nach dem Anbruch sollte man das Öl allerdings im Kühlschrank aufbewahren, in der geschlossenen Flasche ist es etwa 9 Monate haltbar.

Zutaten (für 2 Personen):

 Salat:

1 Apfel

8 Radieschen

2 Salatherzen

8 Scheiben Roastbeef

Dressing:

Saft einer Orange

Saft einer Zitrone

1 EL Weißweinessig

Süßungsmittel nach Wunsch und Geschmack (bei uns ein uns ein bisschen Honig)

1 EL grobkörniger Dijonsenf

4 EL Mohnöl

Salz

Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

 Apfel und Radieschen waschen, in feine Scheiben schneiden, dann nochmals feinnudelig schneiden.

Für das Dressing alle Zutaten miteinander vermengen. Salatherzen, waschen, trockentupfen und fein schneiden. In das Glas legen.

Roastbeefscheiben auf der Arbeitsfläche auflegen, mit jeweils etwas Apfel-Radieschen-Masse belegen, einrollen, in das Glas stellen. Mit dem Dressing shaken.

Austauschvariante: statt Mohnöl passt auch Olivenöl.

Konjaknudeln mit Lachs und Wasabidressing

© Eisenhut & Mayer/Brandstätter Verlag
© Eisenhut & Mayer/Brandstätter Verlag

Quelle: Karin Stöttinger: Shaking Salad Low Carb

Fotos: Eisenhut und Mayer

Christian Brandstätter Verlag

Preis: 15,99 € (E-Book)

Auch wieder sehr spannend und ebenso schön anzusehen, mir gefallen Karins Kombinationen wirklich sehr gut, ihr Buch ist wirklich so viel mehr als ein schnödes Diätbuch!

Zutaten (für 4 Personen):

 Salat:

100 g Konjaknudeln (Asialaden)

300 g Lachs in Sushi-Qualität

2 Frühlingszwiebeln

schwarzer Sesam

Dressing:

Saft von 2 Mandarinen oder 1 Orange

3 EL Olivenöl

Salz

Pfeffer aus der Mühle

1 EL Sojasauce

1 EL Reisessig

etwas Wasabipaste

Zubereitung:

Für das Dressing alle Zutaten gut miteinander verrühren, am besten mit dem Stabmixer fein pürieren.

Konjaknudeln gut wässern, abtropfen lassen. Mit dem Dressing vermischen, in den Gläsern verteilen.

Lachs in feine Scheiben schneiden, auf den Konjaknudeln verteilen und mit geschnittenen Frühlingszwiebeln bestreuen. Mit schwarzem Sesam bestreuen.

Austauschvariante: statt Reisessig kann man auch Weißweinessig verwenden.

Schweinebauch mit Asia-Kohlsalat

© Eisenhut & Mayer/Brandstätter Verlag
© Eisenhut & Mayer/Brandstätter Verlag

Quelle: Karin Stöttinger: Shaking Salad Low Carb

Fotos: Eisenhut und Mayer

Christian Brandstätter Verlag

Tolle Kombination bei der auch unser selbstgemachtes Pflaumenmus zum Einsatz gekommen ist, ganz zuckerfrei ist es nicht gewesen, aber für mich stand hier der Genussfaktor bei diesem Rezept voll und ganz im Vordergrund. Auch auf den Birkenzucker habe ich vorerst verzichtet und es erstmal mit normalem Zucker probiert. Chiaöl habe ich ebenfalls durch Olivenöl ersetzt, weil ich es nicht zu Hause hatte, werde ich aber unbedingt noch mal bei diesem Rezept ausprobieren.

 Zutaten (für 2 Personen):

Salat:

4 Scheiben dünn geschnittener Schweinebauch

etwas gestoßener Koriander

Salz

Pfeffer aus der Mühle

Öl zum Braten

400 g Weißkohl

1 EL Birkenzucker

Saft einer halben Zitrone

2 EL Chiaöl

5 EL Reisessig

2 EL Currypulver

1 TL Chilipaste

1 Karotte

Dressing:

70 g zuckerfreies Zwetschkenmus

Saft einer Orange

Saft einer Zitrone

1 TL grob gestoßene Korianderkörner

Salz

Pfeffer aus der Mühle

1 EL Sesamöl

2 EL Reisessig

Zubereitung:

Für das Dressing alle Zutaten gut miteinander verrühren.

Schweinebauch mit Koriander, Salz und Pfeffer einreiben und von allen Seiten braten. Strunk des Weißkohls entfernen, Kohlblätter in feine Streifen schneiden. Mit Birkenzucker, Zitronensaft, Chiaöl, Reisessig, Curry, Chilipaste und Salz vermischen.

Karotte schälen, mit dem Sparschäler feine Streifen abziehen. Zum Kohl geben, vermischen. Salat in die Gläser verteilen, mit Bauchfleischstreifen belegen. Dressing eingießen, shaken.

Austauschvariante: statt Chiaöl kann man auch Olivenöl oder Sonnenblumenöl verwenden, statt Reisessig Weißweinessig.