Tiramisu

© EMF

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Quelle:

Supperclub Kochbuch: Geheime Küchen, Underground-Dinner & mehr

Rezept: Sebastian Hoffmann von Gourmandpunk

Edition Michael Fischer

Preis: 24,99 €

Tolle Idee, ungewöhnliche Kombination, die uns sehr gut gefallen hat, definitiv ein Rezept um Gäste in Erstaunen zu versetzen und dabei doch so einfach!

 Zutaten (für 4 Gläser a‘ 250 ml):

 3 Eier

½ Vanilleschote

90 g. Zucker

1 TL Ras el-Hanout (marokkanisches Gewürz)

4 TL Rosenwasser

250 g. zimmerwarmer Mascarpone

5 Blatt weiße Gelatine

150 g. Sahne

1 Packung Löffelbiskuits

1 Tasse kalter Espresso

4 TL Karamellsauce

50 ml. Sherry

frische Beeren nach Geschmack zum Garnieren

Kakaopulver zum Bestreuen

Zubereitung:

 Die Eier trennen. Die Eigelbe in eine große Schüssel geben. Die Eiweiße in ein hohes Gefäß geben und beiseite stellen. Die Vanilleschote längs aufschneiden, das Mark mit einem Messer heraus kratzen und in eine Schüssel geben. 45 g. Zucker, Ras el-Hanout, Rosenwasser und den zimmerwarmen Mascarpone dazugeben und alles mit einem Schneebesen oder mit den Quirlen eines Handrührgeräts gut verrühren.

Die Gelantine in kaltem Wasser etwa 5 Minuten einweichen und anschließend gut ausdrücken und mit etwas Wasser in einem Topf bei mittlerer Hitze auflösen (nicht kochen lassen!). Dann die Gelatine unter die Mascarponemasse rühren.

Die Sahne steif schlagen. Dann die Eiweiße mit dem übrigem Zucker ebenfalls steif schlagen. Die Sahne und den Eischnee langsam unter die Mascarponemasse haben.

Die Löffelbiskuits kurz in den kalten Espresso tauchen und pro Portion ca. 3 Stück auf den Boden der Gläser legen. Die Karamellsauce und den Sherry darüber träufeln. Die Mascarponemasse darauf verteilen. Die Gläser etwa 4 Stunden in den Kühlschrank stellen. Kurz vor dem Servieren das Tiramisu herausnehmen, mit frischen Beeren und Kakaopulver garnieren.

Tipp: Bei der Zubereitung von Tiramisu passiert es oft, dass die Mascarponemasse ausflockt. Nach Sebastians Erfahrung liegt es oft an der Temperatur des Mascarpone. Sorgt also dafür, dass er vor der Zubereitung Zimmertemperatur annimmt. Dann kann nichts schief gehen.

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Das Supperclub Kochbuch

Supperclubs-21x26-backlistSupperclub Kochbuch: Geheime Küchen, Underground-Dinner & mehr

Edition Michael Fischer

Preis: 24,99 €

„Wo geht’s hier zum Supperclub?“

 Worum geht’s?

 Underground-Restaurants sind der heißeste Trend der Kochszene. Statt in eleganten Gourmettempeln mit weißem Tischtuch zu speisen, trifft man sich bei Feinschmeckern, die in ihren eigenen vier Wänden zum geheimen Dinner einladen. Platz nehmen darf jeder, der sich schnell genug anmeldet. Was serviert wird und wo man eingeladen ist, erfahren die Gäste per Mail oder auch auf einer Postkarte erst kurz vor dem Event.

In den großen Glamour-Metropolen wie London und Paris gibt es die sogenannten Supperclubs schon etwas länger. Seit ein paar Jahren schwappt die Idee auch nach Deutschland. Das Prinzip ist eigentlich simpel: Hobby-Köche richten in ihrer Privatwohnung ein Abendessen aus. Daran nehmen allerdings nicht Freunde, Nachbarn oder die Familie teil, sondern völlig fremde Menschen. Die Betreiber des Supper-Club kochen in der Regel auf sehr hohem Niveau, manchmal versteckt sich sogar ein Profi hinter der Küchenschürze.

Die Gäste sind ein sehr gemischtes Grüppchen. Zu Supper-Clubs gehen Menschen von zwanzig bis sechzig, einfache Angestellte, Studenten und Akademiker, manches Mal kommen mehr Frauen als Männer, hier treffen sich Kontakt suchende Singles und aufgeschlossene Paare sowie die Jäger kulinarischer Highlights. Oder auch Menschen, denen das Essen völlig egal ist, Hauptsache, Geistesblitze und Gesprächsfunken bestimmen das Tischgespräch und sorgen für eine anregende und angenehme Atmosphäre. Allen gemeinsam ist, keiner will ins Restaurant.

Wie sieht es aus – oder ein Buch das weiß was zu ihm passt!

 Ein schöner breitformatiger Pappband liegt vor mir. Der geprägte Titel erfreut die Haptikerseele in mir. Die Fotos sind stimmungsvoll und das geschmackvolle überwiegend schwarze Layout machen richtig was her. Ein Buch das sich gleichermaßen in der Küche wie auf dem Coffee-Table wohlfühlt und seinen Gastgebern, Geschmack attestiert. Die wertige Fadenheftung gefällt mir, denn bei mir darf es definitiv auch mit in die Küche und wird zum Nachkochen oft und gerne aufgeschlagen. Sehr anregend fand ich auch, dass das Layout im Rezept-Untertitel schon mal die wichtigsten Aromageber bei den Zutaten auflistet, das war für mich ein echter Teaser.

Was ist drin – oder ein Besuch bei deutschen Supper-Clubs, der Spaß macht!

 Das Supperclub-Kochbuch portraitiert zehn der bekanntesten und spannendsten Underground-Aktivisten des guten Geschmacks, mit ihren Geschichten, ihren Machern und natürlich ihren Rezepten. Jeder Supper-Club verrät uns ein Menu und macht Lust darauf, dieses zu Hause nach zu kochen.

Die größte Supper-Club Dichte können wir aktuell in Berlin verzeichnen, mit dabei Krautkopf (Krautkopf) und Sophia Hoffmann (Oh, Sophia) aus Berlin, beide vegetarisch, vegan orientiert. Yannik und Susann von Krautkopf sind eigentlich Fotografen, erfolgreiche Blogger, Buchautoren und Gelegenheitsgastgeber, für deren Dinner kein festes Regelwerk besteht. Mal treffen sie sich in kleiner Runde mit nur 13 Leuten oder auch mal mit doppelt so vielen Teilnehmern. Mal laden sie einen bestimmten Kreis ein und dann sind sie wieder offen für alle. Einen regelmäßigen Zyklus gibt es jedenfalls nicht, die beiden laden dann ein, wenn sie Lust und Zeit haben. Treffpunkt ist entweder eine private Wohnung, ein Loft, eine Event-Location oder im Sommer gerne auch mal eine idyllische Wiese hinter einem Bauernhof. Wichtig sind beiden dabei, saisonale, regionale Produkte für ihre Menüs zu verarbeiten. Und so liest sich ihr Menü beginnend mit Kürbis mit Linsencurry, einem Babyleaf-Salat mit Pfirsichen und zum Abschluss verführerische Schokoküchlein mit Beeren schon mal unglaublich lecker für mich. Die Fotos können diesen Eindruck noch verstärken, denn die beiden haben als Menschen vom Fach, einfach ein Händchen dafür, mich von der Couch zu holen. Angenehm auch das alle Gerichte trotzdem noch sehr authentisch wirken, den gewissen Twist haben, und trotzdem nicht sehr kompliziert wirken. Das bekommen auch nicht so erfahrene Köche gut hin und die bewundernden „Ohs und Ahs“ Eurer Gäste werden sicherlich nicht auf sich warten lassen.

Sophia wiederrum steht für vegane, bunte Kreativküche, was ihr da alles einfällt ist phänomenal. Dabei ist sie alles andere als ein Profi. Kochen war zwar immer ein Thema für sie, aber eine Kochausbildung hat sie keine, sondern ist eine echte Autodidaktin. Nach einer abgeschlossenen Friseurausbildung einem abgebrochenem Studium und häufigem jobben in der Gastronomie, hat sie jahrelang als DJ gearbeitet, was aber körperlich sehr belastend war. In dieser Zeit hat sie sich viel mit gesunder Ernährung beschäftigt und begann auch journalistisch zu kulinarischen Themen aktiv zu werden. Der eigene Blog der daraus entstand, bot ihr endlich das passende Podium, um ihre ungeheure Kreativität auszuleben. Inzwischen hat sie nicht nur ein eigenes veganes Kochbuch veröffentlicht, sondern ist auch bei You-Tube mit einer eigenen Koch-Show aktiv. Ihr grüne Punkte Menü bestehend aus Rotkohl-Strudel mit grünen Punkten, Zucchini-Pasta mit Kapernpunkten und süßen Galettes mit Kiwi und Traubenpunkten, ist einer inzwischen verstorbenen Freundin gewidmet, die sich an Karneval statt Verkleidung, einmal mit grünen Punkten beklebte.

Daniel Grothues ist Chef und Kopf von Daniel’s Eatery. Er versteht sich als Kreativer, der kocht und Koch, der kreativ ist. So verbindet er neue Zutaten und ebenso Design mit dem Kochen. Immer mit einem besonderen Pfiff. Daniel, ebenfalls kein Profi, hat schon als Kind nach der Schule sein Essen selbst gebrutzelt. Später als Marketing–Student in den Niederlanden wurde daraus eine echte Leidenschaft und nach einigen Stationen im Marketing und einer Karriere als kochender Free-Lancer, war es dann nicht mehr weit bis zum eigenen Supperclub. Getrieben von dem Wunsch, seine Erfahrungen mit anderen Menschen zu teilen und vielleicht auch auf diese Weise Schwung in seinen Freundeskreis zu bringen, ist er mit seinen Menüs sehr experimentierfreudig und möchte seinen Gästen neues und spannendes bieten. Seine rote Bete-Suppe mit Meerrettich, Ingwer, Fenchel und sogar weißer Schokolade haben wir zu Hause probiert und waren sehr begeistert.

Aber was in Berlin geht, das geht auch in München, Frankfurt, Kassel oder Dortmund:

Sebastian Hoffmann von Gourmandpunk aus München ist Profi mit internationaler Erfahrung, der schon seit Jahren für ein Catering-Unternehmen am Herd steht und nach vielen Jahren in der Branche endlich wieder nach eigenen Vorstellungen und Ideen kochen wollte. Der Schritt zum Betreiben eines Supperclubs war da naheliegend, denn hier kann er nach eigenen ethischen Überzeugungen entscheiden, was er verarbeiten möchte, er muss sich paradoxer Weise nicht mal besonders nach den Wünschen seiner Gäste richten, denn die haben die Überraschung quasi gebucht. Früher hat Sebastian supperclubmäßig für Freunde und bei Freunden gekocht. Heute geht er nur noch in fremde Wohnungen, das findet er einfach spannender. In der Regel sitzen 12 – 14 Personen an seiner Tafel, häufig sind die Gäste bei ihm überwiegend weiblich. Alkoholfreie Getränke werden angeboten und die Gäste kümmern sich um den Wein. Feste Menüpreise gibt es nicht, sondern die Gäste zahlen nach eigenem Ermessen einen Unkostenbeitrag für das Essen. Uns hat Sebastians Idee für ein Tiramisu mit Karamell, Sherry und Rosenwasser und dem Teelöffel Ras el-Hanout darin geschmacklich überrascht und überzeugt.

Lust auf mehr? – dann schaut Euch doch einfach mal um!

 Zum Beispiel bei Armeritta aus Dortmund

oder auch bei Ceci n’est pas un restaurant, die sporadisch in Frankfurt oder Köln aufkochen.

Zum Schluss gibt es noch ein Register und eine schöne Supperclub-Landkarte für deutschsprachige Supperclub-Fans.

 Was ist besonders – oder eine persönliche Einladung inklusive!

 Ich muss gestehen, ich bin sehr an neuen Themen zu kulinarischen Trends interessiert, besonders, wenn es da um die Initiativen von besonders engagierten Zeitgenossen geht, die kreativ und mit ungeheurem Engagement Streetfood und Supperclubs auch bei uns etablieren. Das geht wirklich nur, wenn man mit echtem Herzblut dabei ist und das macht eine „Bürotante“ wie mich neidisch und sehr demütig, denn darin steckt ungeheuer viel Arbeit!

Um diese Protagonisten auch authentisch zu präsentieren, nämlich mit all ihren Facetten, Leidenschaften und Talenten, braucht es aber definitiv das Händchen eines guten Texters, der die Leser quasi direkt an den Küchentisch der Akteure einlädt und persönliche Atmosphäre wie bei einer echten persönlichen Begegnung herstellten kann. Das ist wirklich nicht einfach oder lässt sich in einer Agentur am Reißbrett planen, deshalb gibt es bei den vielen Titeln über Food-Trucks nur wenig wirklich gute in meinen Augen. Viele bleiben einfach zu oberflächlich und die Verbindung zwischen Fotos und Texten zündet nicht, weil es häufig zwar technisch perfekt ist, aber sehr unpersönlich bleibt. Diese persönliche Note macht aber für mich gerade den Unterschied, zwischen Beliebigkeit und gelungenem Projekt und das wurde hier für mich erreicht. Ich habe praktisch mit allen Akteuren am Küchentisch gesessen zugehört, gestaunt und am Ende auch sehr gut gegessen und genauso wünsche ich mir das bei einem solchen Thema.

Meine Erfahrungen – Praxistest:

 Wir haben es mit dem Kürbis mit Linsencurry von Krautkopf, der roten Bete-Suppe mit Meerrettich von Daniel‘s Eatery und dem Tiramisu mit Karamell, Sherry und Rosenwasser von Gourmandpunk probiert, alles sehr lecker, gut nach zu kochen und dem nötigen Twist, das es bei uns und unseren Gästen gezündet hat.

 Beim Durchlesen der Rezepte hatte ich irgendwie das Gefühl, dass beim Rezept für den Bunte-Bete-Salat,  das Verhältnis nicht ganz ausgewogen ist. 2 Bunde Petersilie, die dann gar nicht mehr auftauchen beim Anrichten, sondern nur als Garnitur auf dem Foto zu sehen sind, erschien mir ad hoc irgendwie nicht ganz stimmig, allerdings kaufe ich Petersilie immer im arabischen Laden und das sind 2 Bund wirklich eine ganz schöne Menge.

 Fazit: Ein sehr schönes Buch zum neuen Trend, dem es gelingt, authentische Akteure zu präsentieren, ganz so als wenn wir bei diesen persönlich zum Essen eingeladen gewesen wären. Sehr unterhaltsam mit kreativen Rezepten die Pfiff haben, aber nicht zu kompliziert sind. Perfekt geeignet, um neugierige Gerne-Esser inklusive Veganer und Vegetarier am Tisch zu vereinen!

Ricotta-Spinat-Gnocchi (Malfatti)

© Eising Studio Food Photo & Video, Martina Görlach und Katrin Winner, AT Verlag

© Eising Studio Food Photo & Video, Martina Görlach und Katrin Winner, AT Verlag

Quelle: Schinharl: Gemüse all’italiana

AT Verlag

Preis: 34,95 €

„Schlecht Gemachte“ heißen die saftigen Klößchen, weil sie nicht immer perfekt geformt auf den Teller kommen. Aber auch wenn sie äußerlich vielleicht nicht ganz so viel hermachen, sind ihre inneren, sprich geschmacklichen Werte doch unübertroffen gut. In der Toskana nennt man sie auch Gnocchi ignudi, nackte Klößchen, weil sie im Gegensatz zur Spinat-Ricotta-Füllung für Ravioli nicht in Teig verpackt, sondern ganz nackt auf den Tisch kommen.

 Zutaten:

für 6 Personen als primo

oder für 4 also secondo

500 g. Blattspinat

Salz

½ Bund Basilikum

250 g. frischer Ricotta

2 Eier

100 g. Pecorino, frisch gerieben

100 g. Mehl

schwarzer Pfeffer aus der Mühle

80 g. Butter

frisch geriebener Pecorino zum Servieren

Zubereitung:

Den  Spinat von allen welken Blättern und groben Stilen befreien. In einem Topf Wasser zum Kochen bringen und salzen. Den Spinat darin 1 Minute sprudelnd kochen lassen. In einem Sieb kalt abschrecken, abtropfen lassen und sehr gut ausdrücken. Den Spinat mit den Basilikum-Blättchen sehr fein hacken.

Den Ricotta mit den Eier, dem Pecorino und dem Mehl gründlich verrühren. Den Spinat untermischen und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen. Von der Ricotta-Masse mit zwei Teelöffeln größere Klößchen abstechen und formen. Ins heiße Wasser gleiten lassen und darin bei schwacher Hitze etwa 10 Minuten garen, bis sie an der Oberfläche schwimmen.

Inzwischen die Butter zerlassen. Die Gnocchi mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben, gut abtropfen lassen und in tiefe Teller verteilen. Die Butter darüber träufeln. Die Gnocchi mit etwas geriebenem Pecorino bestreuen und sofort servieren.

Tipp: Statt Spinat kann man auch Mangold-Blätter oder (Wild-) Kräuter wie z. B. Borretsch oder Brennnessel nehmen.

Anmerkung: Ich liebe Malfatti und diese waren lecker und sehr schön von der Konsistenz. Bei der Würzbutter kann ich mir auch sehr gut ein paar Salbei-Blätter vorstellen.

Gemüse all’italiana

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Schinharl: Gemüse all’italiana

Fotos: © Eising Studio Food Photo & Video, Martina Görlach
und Katrin Winner, AT Verlag / www.at-verlag.ch

AT Verlag

Preis: 34,95 €

 „Eine italienische Gemüse-Bibel mit Rezepten, die auch zu Hause funktionieren“

 Worum geht’s?

 Beim Urlaub in Italien, freue ich mich immer besonders, auf die Wochenmärkte, was einem da geboten wird ist einfach unglaublich! Nicht nur Käse, Fleisch und Fisch haben es mir angetan, ich liebe besonders Gemüse in allen Variationen. Obwohl ich keine ausgesprochene Vegetarierin bin, ist mir ein Gemüsegericht oft lieber als Fleisch oder Fisch, wenn es authentisch ist und mit raffiniertem Geschmack punkten kann.

Wer ist die Autorin?

© Eising Studio Food Photo & Video, Martina Görlach und Katrin Winner, AT Verlag

Cornelia Schinharl die Autorin von „Gemüse all’italiana“ ist natürlich keine Italienerin, das macht der Name ja schon deutlich, aber eine der erfolgreichsten Kochbuch-Autorinnen im deutschsprachigem Raum und eine echte Expertin für die italienische Küche und jemand, der auch bei Gemüse viel zu bieten hat.

Wie sieht es aus? – oder eine Bibel, die richtig was hermacht!

 Vor mir liegt ein echter Wälzer mit knapp 400 Seiten, vom Stil her eher eine klassische Schönheit, die mit schlichter italienischer Eleganz und edler Ausstattung (Fadenheftung, hochwertiges Papier) punktet, als Accessoire setzt diese Schönheit, auf ein geschmackvolles Lesebändchen in grün.

Das Layout ist passend dazu in den italienischen Nationalfarben gehalten, weißes Papier wird mit roter und grüner Schrift garniert, alles eher sparsam eingesetzt, wie es sich für eine elegante Erscheinung so gehört.

Was ist drin – oder setzen Sie auf innere Werte!

 Die Autorin hat in 22 Kapiteln ca. 200 Gemüserezepte für Salate, Suppen, Pasta-Saucen, pikante Kuchen, Pizza, Lasagne oder Risotti bei Reisen quer durch alle Regionen Italiens zusammengetragen, zuhause nachgekocht und aufgeschrieben. Außerdem gibt es zu jedem Gemüse auch noch ein kleines sehr informatives Porträt. Am Ende gibt es noch ein Rezept- und Menüregister.

Fotos gibt es auch, aber es gibt nicht zu jedem Rezept ein Foto, sondern die Fotos liefern vielfach auch Impressionen und wollen mehr ein italienisches Flair transportieren, als nur schnöde Rezept-Fotos sein. Mir gefällt das, ich finde bei Kochbüchern sowieso die inneren Werte interessanter, das heißt für mich zählen die Rezepte! Ich bin z. B. bei Büchern die ausschließlich von Food-Stylisten geschrieben worden sind inzwischen sehr skeptisch, ich habe nämlich die Erfahrung gemacht, dass mir da geschmacklich häufig sehr viel gefehlt hat,  trotz der tollen Fotos. Alle Rezepte sind unkompliziert und werden sehr praxistauglich präsentiert, bei speziellen Zutaten, wird wo möglich, ein Ersatz empfohlen, das Buch bleibt aber authentisch, Supermarkttauglichkeit steht nicht an erster Stelle und das ist auch gut so.

Kreativität ist Trumpf – oder interessante Kombinationen müssen her!

Die Rezepte sind sehr innovativ und kreativ, da ist nichts dabei, was ich schon in ähnlichen Varianten mehrfach woanders gesehen habe und die präsentierte Gemüseauswahl hat nicht nur Tomaten, Zucchini oder Auberginen im Angebot, sondern spiegelt auch das echte Italien mit Artischocken, Kapern und sogar frischen Borlotti-Bohnen wieder.

Das Buch will in jedem Fall authentisch bleiben und ist dabei auf eine klassische Art wieder sehr modern: saisonale, regionale Rezepte spielen eine große Rolle auch Wildkräuter wie z. B. Brennnessel kommen zum Einsatz, die handwerkliche Komponente bei der Zubereitung spielt natürlich eine große Rolle und Nudeln werden auch gerne selbstgemacht, aber nicht nur.

Ich habe bislang die „Ricotta-Spinat- Gnocchi“ probiert, die sehr schnell gemacht waren und uns köstlich geschmeckt haben. Ich habe aber sehr viel mehr gefunden, was mich noch ungeheuer anspricht. z. B.

Rote Bete Risotto mit Walnüssen“

„Blumenkohlrisotto“

und es gibt so viel was ich diesen Sommer noch probieren muss!

Was zeichnet das Buch aus – oder wirklich noch ein italienisches Kochbuch?

 Erstmal muss das natürlich jeder selbst entscheiden, aber es gibt inzwischen fast so viele Kochbücher über vegane Küche, wie es italienische Kochbücher gibt und es werden immer mehr.

Für mich gibt es nur gute und schlechte Kochbücher. Nach der Beschäftigung mit seinen inneren Werten, halte ich das Buch von Cornelia Schinharl für ein gelungenes Buch zum Thema authentische, regionale italienische Gemüseküche und mir macht es sehr viel Spaß!

Sind die Rezepte supermarkttauglich?

Nicht komplett, obwohl das nur für sehr wenige Sachen zutrifft, die erwähnten Borlotti-Bohnen werden allerdings frisch verwendet und man muss im Falle eines Falles mutig genug sein, diese durch getrocknete Ware zu ersetzen. Auch beim Käse wird mehr als nur Parmesan gebraucht, aber das geht für meinen Geschmack auch nicht anders hier, das Buch wendet sich nicht nur an Alltagskocher, sondern auch an Genießer, die authentische regionale Küche wollen. Die wertige Ausstattung und die geschmackvolle Fotogestaltung sind auch Beleg dafür, dass sich das schöne Buch eher zwischen Kochbuch und Pracht-Bildband bewegen möchte und trotzdem ist das meiste an Zutaten in gut sortierten Geschäften erhältlich, zumindest in größeren Städten.

Fazit: Mir gefällt, das Buch gut, weil es neue kreative Akzente bei den Rezepten setzt und praxistauglich ist. Das ganze geschrieben von einer Autorin, die eine echte Expertin für das Thema ist und sich die Mühe gemacht hat, im Land zu recherchieren. Diese liebevolle Behandlung merkt man den Rezepten auch als Leser und Nachkocher an, auch wenn nicht alles im Supermarkt um die Ecke zu haben ist. Mir gefällt, dass ich es hier mit einem guten soliden und sehr geschmackvollen Kochbuch zum Thema regionale italienische Gemüseküche zu tun habe.

Vielen Dank für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Und herzlichen Dank an meine Blogger-Kollegin, Becky von „Cooking Worldtour“ für die tolle Inspiration zum Buch Gemüse all’italiana. Liebe Becky, ich mag Deine Rezensionen und schaue regelmäßig vorbei!

 

 

Röstbrot mit Bärlauch-Pesto, Burrata und Kirschpaprika

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© Evan Sung

Quelle:
Raquel Pelzel: KROSS! Knusprige Brote, köstlich belegt: Toasts in Höchstform

Preis: 16,95 €

Fotos: Evan Sung

Verlag: Phaidon by Edel

Leckere Angelegenheit und so einfach zu zaubern, für das Pesto habe ich selbstgemachte Bärlauch-Paste aus dem Vorrat genommen, die getrockneten Minzeblätter waren eine interessante Variante, wer keine Mikro hat kann sicherlich auch frische Blätter nehmen, getrocknet ist das Ganze aber sehr viel würzintensiver. Und den Tipp mit dem trocknen in der Mikrowelle kannte ich auch noch nicht.

  Zutaten: (für 4 Personen und zusätzliches Pesto)

 Bärlauchpesto:

 60 g. Pistazienkerne

30 frische Minzblätter

170 g. Bärlauch

120 g. Pecorino, fein gerieben

Fein abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone

1 TL grobkörniges Meersalz, gegebenenfalls etwas mehr

120 ml natives Olivenöl extra

Saft von ½ Zitrone

 Brote:

 4 Scheiben helles Mischbrot, 2 cm.dick

Natives Olivenöl extra, für das Brot, plus etwas mehr zum Servieren

Salzflocken

Eingelegte Kirschpaprika, in feine Streifen, zum Servieren

225 g. Burrata (italienischer Frischkäse)

Zubereitung:

Für das Bärlauch-Pesto:

 Den Backofen auf 180 ° C (Gasstufe 4) vorheizen. Die Pistazien auf einem Backblech verteilen und 4 – 6 Minuten rösten bis sie leicht glänzend sind. Auf einen Teller geben und etwas abkühlen lassen. Inzwischen die Minze-Blätter nebeneinander auf einen Teller legen und bis zu einer 1 Minute in 15 Sekunden-Intervallen in der Mikrowelle trocknen, bis sie brüchig sind. Abkühlen lassen.

Den Bärlauch mit Käse, Minze, Zitronenschale, Salz, Pistazien in den Mixer geben und mit der Pulse-Funktion zu einer groben Paste verarbeiten.

Bei laufendem Mixer das Olivenöl zugießen und mixen bis das Pesto fast glatt und cremig ist. Den Zitronensaft einarbeiten und gegebenenfalls mit weiterem Salz abschmecken.

Die Brotscheiben rösten. Großzügig mit dem Pesto bestreichen und mit Kirschpaprikastreifen belegen. Ein paar Stücke Burrata draufsetzen. Mit weiterem Olivenöl beträufeln und mit Salzflocken bestreuen.

Kross

© Evan Sung

Raquel Pelzel: KROSS! Knusprige Brote, köstlich belegt: Toasts in Höchstform

Preis: 16,95 €

Fotos: Evan Sung

Verlag: Phaidon by Edel

 „ Beim Brot da geht noch was – oder Upgrade gefällig, aber kross muss es sein!“

 Worum geht’s?

 Erinnern Sie sich auch noch an Hawai-Toast, das war in den Achtzigern der Inbegriff von Toast-Kultur, mir kommen da ganz schreckliche Erinnerungen hoch, labbrige Toast-Scheiben aus der Backfabrik, Formvorderschinken und Dosen-Ananas……

 Toast-Brot und vor allem hochwertig gemachte Brot-Snacks für alle Gelegenheiten sind aber besonders in den USA seit einigen Jahren wieder in aller Munde, aber nicht etwa das Kasten-Weißbrot, das sich Millionen Menschen morgens in den Toaster schieben, sondern ein edles, handwerklich gut gemachtes Brot ist die Grundlage dafür. Angefangen hat es in der Trend-Küche San Franciscos bevor dieses Food-Phänomen die Ostküste und insbesondere New York eroberte.

Kündigen Sie Low-Carb doch mal die Freundschaft auf und lassen Sie sich von Raquel Pelzel in ihr köstliches Brot-Universum entführen, Sie werden staunen, was da an knusprig leckeren Ideen alles versammelt ist:

 Was ist drin – oder ohne Kniff ist langweilig!

 Im schönen handlichen Bändchen sind 50 Rezepte für knusprig köstliche Brot-Kreationen vereint, die vom Grillrost geküsst, im Ofen oder im Toaster geröstet und auch mal in der Pfanne gebraten und mit vielerlei leckeren Toppings belegt werden.

Die ganze Pracht, die sich da ausbreitet ist saisonal von „Herbst“ bis „Sommer“ jeweils auf einer Doppelseite präsentiert und mit tollen geschmackvollen Fotos garniert, die perfekt zum Thema, eine rustikale Sprache sprechen. Alles wirkt nicht überstylt, so dass man sich die Brote auch auf dem eigenen Esstisch gut vorstellen kann.

Alle Rezepte sind zudem so konzipiert, dass die Zutatenliste übersichtlich bleibt und stammen nicht nur aus der Feder der Autorin, sondern die Urheber einiger Rezepte sind bekannte Spitzenköche oder Blogger aus dem angelsächsischen Raum.

Von süß bis salzig ist alles dabei, was vom Frühstück bis zum Abendessen satt und glücklich macht. Raquel Pelzel geht es um Balance und Kontrast,  jeder Bissen ihrer krossen Meisterwerke liefert ein neues Geschmackserlebnis: von crunchy zu warm, zu cremig, on top noch ein Hauch Salz, das eine reichhaltige Sauce aus balanciert, alles herrlich kreativ und immer auch mit überraschendem Kniff, dafür hat die Dame ein ausgesprochenes Händchen!

Die Rezepte haben häufig einen internationalen Einschlag, arabisch, italienisch, asiatisch und eine deutliche Referenz zum angelsächsischen Raum ist zu erkennen. Mir läuft buchstäblich das Wasser im Mund zusammen und schon beim Lesen und Betrachten krieg ich Lust aufs Nachkochen und der Funke springt über, endlich mal wieder ein Kochbuch, das Lust macht, auch eigene Varianten zu kreieren!

Auch die nützliche und sehr komprimierte Einführung, die u. a. auch erklärt, welche Brotsorte lieber mit Toaster, Pfanne oder Backofen auf Tuchfühlung geht, hat mich überzeugt.

Meine Erfahrungen:

Wir haben bereits das „Röstbrot mit Bärlauchpesto, Burrata und Kirschpaprika“ probiert und das war sehr lecker, wenn auch im Moment erstmal mit einem Frühlingszwiebel-Pesto, ich freue mich auf die Bärlauch-Saison, dann endlich auch im Original.

Auch das „Röstbrot mit Linsen, Speck und Kohl“ fand großen Anklang und der „Toast mit ofengegarter roter Bete, Labneh und Safran-Honig“ war einfach der Knaller, auch wenn es ein bisschen mehr Mühe gemacht hat.

Das schöne Buch hat aber noch so viele Optionen die mich ungeheuer angesprochen haben, so dass ich es regelrecht mit gelben Zetteln gespickt habe. Hier hat jemand meinen Geschmack komplett getroffen und ich freue mich auf weitere köstliche Abenteuer im Brot-Kosmos!

Was sagt der Supermarkt dazu?

Die Zutaten sind häufig in jedem gut sortierten Supermarkt leicht zu besorgen, wenn man von einigen wenigen Ausnahmen absieht, wie beim „Toast mit ofengegarter roter Bete, Labneh und Safran-Honig“.

Müssen wir uns anstrengen, bevor es los geht?

Nein, aber es wird natürlich richtig gekocht und nicht nur einfach ein Toast belegt und ab in den Ofen. Dafür ist das, was dabei herauskommt, auch sehr, sehr viel besser als ein langweiliger Hawai-Toast. Die Zubereitungszeiten sind übersichtlich und an Gerätschaften kommt das zum Einsatz, was eigentlich jeder zu Hause hat, ich habe jedenfalls nichts entdeckt, was eine Aufrüstung an Equipment bedeuten würde.

 Fazit: Für mich ist das Buch von Raquel Pelzel eine tolle kreative Überraschung, ein Kochbuch nicht nur für jeden Tag, sondern auch eine schöne Möglichkeit, Gäste unkompliziert mit köstlichen „Stullen“ zu überraschen. Die meisten Rezepte funktionieren ohne übertriebenen Aufwand, das gefällt mir!

Milch-Karamell-Creme mit Meersalz

© ZS Verlag / Jan-Peter Westermann
© ZS Verlag / Jan-Peter Westermann

Quelle: Tanja Dusy: Brot & Aufstriche

Fotos: Jan-Peter Westermann

ZS Verlag

Preis: 15,99 €

Milch-Karamell-Creme mit Meersalz

Oberlecker, gerne wieder und hat es auf meine Liste mit leckeren Mitbringsel-Ideeb für liebe Menschen geschafft, sicherlich auch toll zu Eis und Torte, wenn man die Creme länger einkochen lässt.

Zutaten: (für 1 Glas (300 ml)

250 g. Zucker

1/2 l. Milch (3,5 % Fett)

1/2 Vanilleschote

1/3 TL Backpulver

1/3 TL Fleur de Sel

1 EL Amaretto (ital. Mandellikör, nach Belieben)

Zubereitung:

Den Zucker und die Milch in einen großen Topf geben. Das Mark der halben Vanilleschote mit einem spitzen Messer herauskratzen und mit der Schote und dem Backpulver zur Milchmischung in den Topf geben. Unter Rühren einmal aufkochen lassen. Die Hitze reduzieren und alles offen ganz leicht köcheln lassen, dabei in regelmäßigen Abständen umrühren, damit möglichst viel Flüssigkeit verdunsten kann.

Nach 1 bis 1 ¼ Stunden wird die Milch langsam dunkler und eventuell auch schon etwas dicker. Nun häufiger rühren und bei Bedarf die Hitze leicht erhöhen. So lange rühren und weiterköcheln lassen, bis die Milch leicht dicklich-cremig wird und einen schönen hellen Karamellton annimmt (wird sie zu schnell dunkel, die Hitze umgehend reduzieren). Zur Probe einen Holzlöffel in die Creme tauchen: Wenn die Creme daran nicht mehr stark tropft, sondern cremig haften bleibt, ist sie fertig (sie wird beim Abkühlen noch fester).

Die Vanilleschote entfernen. Das Fleur de Sel und nach Belieben den Amaretto unterrühren und kurz köcheln lassen. Die heiße Milch-Karamellcreme in ein sauberes Twistoff-Glas füllen und sofort verschließen.