Tiroler Apfelstrudel

Final Countdown beim Strudel-Casting: Platz Nr. 1 geht an den “Tiroler Apfelstrudel“ aus dem Hause Peters in Berlin, die die saftigste Version über die Ziellinie geschoben haben – umhüllt von knusprig-buttrigem Mürbeteig – best Appel-Strudel ever!

Quelle: Peters: 365: Jeden Tag einfach kochen & backen

Prestel Verlag

Preis: 30,– €

Tiroler Apfelstrudel ist ein Wochenend-Projekt, da er etwas »tricky« zuzubereiten ist. Der Strudel wird mit jeder Menge Äpfel gefüllt, was ihn schön fruchtig macht. Der Teig jedoch ist buttrig-zart und weiß manchmal nicht, wie er mit der üppigen Füllung umgehen soll – und reißt. Dann heißt es, einfach Ruhe bewahren. Die Risse mit einem Löffel wieder schließen, weiterbacken und alles wird gut. Dieser Strudel schmeckt so gut, dass ich ihn für viele unserer Dinner-Partys backe. Falls man die Zeit dazu hat, sollte man die Vanillesauce selber machen (Rezept Nr. 6).

Zutaten (Für 8–12 Personen):

Für den Teig

300 g Mehl

150 g Zucker

1½ TL Backpulver

1 TL gemahlener Zimt

1 Prise feines Meersalz

150 g kalte Butter

1 Ei, verquirlt

Für den Strudel

560 g geschälte und entkernte

säuerliche Äpfel, jeweils in 8 Spalten und quer in sehr dünne Scheiben geschnitten

85 g Rosinen

50 g Semmelbrösel, geröstet

1¼ EL frischer Orangenabrieb

2½ TL gemahlener Zimt

1½ TL frischer Zitronenabrieb

2 EL Kirschwasser

1 EL frisch gepresster Zitronensaft

1 EL frisch gepresster Orangensaft

Mark von ½ Vanilleschote, frisch herausgeschabt

50 g Zucker

1 Ei, verquirlt

Puderzucker

Zubereitung:

Für den Teig Mehl, Zucker, Backpulver, Zimt und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Die Butter dazugeben und mit einem Messer in ganz kleine Stücke hacken, dann alles zügig zwischen den Fingern zu Krümeln verreiben. Das Ei dazugeben und alles mit dem Rührgerät (Knethakenaufsatz) zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Den Teig zu einer dicken Scheibe formen, in Frischhaltefolie einwickeln und 18 Minuten ins Gefriergerät legen.

Den Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen.

Für den Strudel in einer großen Schüssel Äpfel, Rosinen, Semmelbrösel, Orangenabrieb, Zimt, Zitronenabrieb, Kirschwasser, Zitronensaft, Orangensaft sowie Vanille mit den Fingern vermengen.

Den Teig mit einem Nudelholz zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie zu einem 35 × 30 cm großen Rechteck ausrollen. Die obere Frischhaltefolie entfernen und durch ein Stück Backpapier ersetzen. Die Teigplatte wenden und die zweite Frischhaltefolie entfernen. Die Apfel-Mischung gleichmäßig auf dem Teig verteilen, dabei rundherum einen 2,5-cm-Rand frei lassen, dann 50 g Zucker über die Apfel-Mischung streuen. Mithilfe des Backpapiers eine der längeren Seiten der Teiges bis kurz hinter die Mitte über die Füllung klappen. Das Backpapier von der oberen Teigkante lösen und nun die gegenüberliegende Seite über die Teigkante klappen, dabei die Kanten mittig überlappen lassen; das Backpapier ganz ablösen. Teignaht und Teigenden an beiden Seiten des Strudels mit den Fingern gut zusammendrücken. Ein frisches Stück Backpapier auf den Strudel legen, den Strudel mit den Händen oben und unten fixieren, dann den Strudel samt Backpapier schnell wenden und auf ein Backblech legen. Die Oberseite zügig mit dem verquirlten Ei einpinseln und etwa 35–40 Minuten im Ofen backen, bis der Strudel goldbraun und knusprig ist. In den ersten 10 Minuten den Strudel im Auge behalten – wenn der Teig reißt, die Risse mit der Rückseite eines Löffels verschließen. Den Strudel herausnehmen, mindestens 15 Minuten auf dem Backblech abkühlen lassen, dann mit Puderzucker bestreuen und warm oder kalt servieren, bevorzugt mit warmer Vanillesauce.

Klassische Rinderrouladen mit Kartoffelknödeln

©Meike Peters

Nicht wie bei Muttern, sondern wie bei Ms. Soul-Food… „Mutti ich hab Dich wirklich lieb und dachte bis jetzt neben Deinen Rouladen kann es keine anderen geben….“ Sorry, diese, sind aber noch besser, die Sauce ist der Hit. Ich bring Dir das Rezept mit, wenn wir uns Weihnachten wieder sehen! Und dann noch die Knödel dazu, dein Schwiegersohn konnte gar nicht genug davon bekommen…..

Quelle: Peters: 365: Jeden Tag einfach kochen & backen

Prestel Verlag

Preis: 30,– €

Die Rinderrouladen meiner Oma waren das Highlight ihrer grandiosen Sonntagsessen. Das Fleisch war so zart, dass man es mit der Gabel zerteilen konnte, und dazu gab es reichlich Knödel, um die leckere Sauce aufzutunken. Für mich fasst dieses Gericht das zusammen, was ich an der winterlichen deutschen Küche liebe: Fleisch, Kohlenhydrate und Sauce, vereint in einem herzhaft bodenständigen Essen.

Zutaten (für 4 Personen):

Für die Rouladen

4 große, 3 mm dicke Rinderrouladen (700 g insgesamt)

feines Meersalz

fein gemahlener schwarzer Pfeffer

6 TL Tomatenmark

4 TL Dijon-Senf

8 dünne Scheiben Tiroler Speck

(oder Prosciutto di Parma)

4 große Gewürzgurken, der Länge nach in dünne Scheiben geschnitten

Olivenöl

2 mittelgroße Karotten, der Länge nach halbiert und in Scheiben geschnitten

1 Stange Staudensellerie, gewürfelt

Stange Lauch (nur die weißen und hellgrünen Teile), in dünne Scheiben geschnitten

¼ mittelgroßer Knollensellerie, geschält und halbiert

2 große Knoblauchzehen, halbiert 60 ml Brandy (oder Portwein)

750 ml kräftiger Rotwein

1 kleiner Bund frischer Thymian

3 frische Salbeiblätter

5 Wacholderbeeren, zerdrückt

5 Pimentkörner

5 Gewürznelken

1 großes Lorbeerblatt

Holunderblütensirup

8 Zahnstocher (oder Kochgarn)

zum Fixieren der Rouladen

Für die Kartoffelknödel

450 g geschälte mehligkochende Kartoffeln, gewürfelt

30 g Butter

2 Eigelb

130 g Mehl

1½ TL feines Meersalz

½ TL gemahlene Muskatnuss (bevorzugt frisch abgerieben)

fein gemahlener schwarzer Pfeffer

3 Scheiben weiches Toastbrot, in 1 cm große Würfel geschnitten

Zubereitung:

Für die Rouladen ein großes Stück Frischhaltefolie auf der Arbeitsfläche ausbreiten. Die Rinderrouladen nebeneinander darauflegen und mit Salz sowie Pfeffer würzen. Jede Roulade gleichmäßig mit 1 TL Tomatenmark und 1 TL Senf bestreichen, dann mit 2 Scheiben Speck und 1/4 der Gurkenscheiben belegen. Zu festen Rouladen aufwickeln und jeweils mit 2 Zahnstochern (oder Kochgarn) fixieren. In einem ausreichend großen Schmortopf (mit passendem Deckel) einen Schuss Olivenöl bei mittlerer bis hoher Temperatur erhitzen. Die Rouladen portionsweise unter Wenden 1–2 Minuten darin scharf anbraten, bis sie gleichmäßig gebräunt sind, dann mit Salz sowie Pfeffer würzen und auf einen Teller geben. Karotten, Staudensellerie, Lauch, Knollensellerie und Knoblauch in den Schmortopf geben und 1 Minute anschwitzen. 2 TL Tomatenmark unterrühren und 1 Minute mit anrösten, dann alles mit dem Brandy ablöschen und mit einem Pfannenwender den Bratensatz vom Topfboden lösen. Die Rouladen zurück in den Topf geben, mit dem Rotwein fast ganz bedecken, dann Thymian, Salbei, Wacholderbeeren, Piment, Nelken und Lorbeerblatt hinzufügen und alles mit Salz sowie Pfeffer würzen. Den Deckel auflegen und alles kurz aufkochen lassen, dann die Temperatur senken und die Rouladen bei mittlerer bis niedriger Temperatur für 2–3 Stunden sanft schmoren, bis das Fleisch zart ist. Die Kräuter entsorgen, die Rouladen auf einen Teller geben und zum Warmhalten abdecken. Die Sauce zum Kochen bringen und 1–2 Minuten reduzieren, bis sie die gewünschte Intensität und Konsistenz hat. Die Sauce mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Holunderblütensirup abschmecken, dann die Rouladen zurück in den Topf geben.

Während das Fleisch schmort, die Kartoffelknödel zubereiten: In einem großen Topf gesalzenes Wasser zum Kochen bringen und die Kartoffeln darin 15–18 Minuten garen, bis sie weich sind. Die Kartoffeln mit einer Schaumkelle in ein Sieb geben und 2 Minuten ausdampfen lassen. Die warmen Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse in eine große Schüssel drücken. Butter und Eigelbe untermengen und die Kartoffelmasse bei Raumtemperatur etwa 30 Minuten, oder 15 Minuten im Kühlschrank, vollständig abkühlen lassen.

Sobald die Kartoffelmasse vollständig abgekühlt ist, Mehl, Salz, Muskatnuss und großzügig Pfeffer zügig unterrühren. Falls die Mischung nicht fest genug ist, um Knödel daraus zu formen, nach und nach etwas mehr Mehl einarbeiten. Hände und Arbeitsfläche leicht mit Mehl bepudern. 1 gehäuften EL der Mischung mit den Fingern zu einer dicken Scheibe formen. 3 Brotwürfel behutsam in die Mitte der Scheibe drücken, dann den Teig zu einer Kugel rollen, dabei die Brotwürfel im Teig gut verschließen. 10–12 weitere Knödel aus dem restlichen Teig auf die gleiche Weise herstellen.

In einem großen Topf gesalzenes Wasser zum Kochen bringen. Die Knödel portionsweise etwa 10 Minuten sanft darin köcheln lassen, bis sie an die Oberfläche steigen. Die Knödel mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben, abtropfen lassen und in eine Auflaufform geben. Abdecken und im Backofen warm halten, bis alle Knödel fertig sind.

Rouladen und Knödel je mit einer kleinen Kelle Sauce auf Tellern anrichten und servieren.

Kürbis-Pesto-Sandwich mit Datteln und Chèvre

©Meike Peters

Jeder Kürbis der in diesem Sandwich landet kann sich mehr als glücklich schätzen! I love it und ich bin weder von Haus aus Kürbis noch Sandwich-Fan. Einfach perfekt die Verbindung aus Kürbis, Thymian, Orangensaft, den süßen Datteln und dem würzig-säuerlichen Ziegenkäse dazu – genial!

Quelle: Peters: 365: Jeden Tag einfach kochen & backen

Prestel Verlag

Preis: 30,– €

Samtweicher nussiger Kürbis ist wie dafür gemacht, in ein Pesto verwandelt zu werden. Orange und Thymian verfeinern die dicke Paste, und obwohl ich sicher bin, dass sie mit warmen Spaghetti ganz wunderbar schmeckt, liebe ich dieses Pesto auf einem Brötchen, zusammen mit saftigen Datteln und reifem Sainte- Maure de Touraine Chèvre.

Zutaten (ergibt 2–3 Sandwiches):

Für das Pesto

340 g geputzter Kürbis (bevorzugt geschälter Butternut oder Hokkaido mit Schale), in 2,5 cm dicke Würfel geschnitten

2 EL Kürbiskerne

2 EL Olivenöl

¼–½ TL frischer Orangenabrieb

1 EL frisch gepresster Orangensaft

1½ TL frische Thymianblätter

feines Meersalz

Backpapier

Für die Sandwiches

2–3 Dinkel- oder Roggenbrötchen, halbiert

85 g gereifter Chèvre (bevorzugt Sainte-Maure de Touraine), in dünne Scheiben geschnitten

4 große saftige Datteln, entsteint und geviertelt

1 EL Kürbiskerne

1 TL frische Thymianblätter

grob gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Den Backofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Kürbiswürfel in eine mittelgroße Auflaufform geben und den Boden mit etwas Wasser bedecken. Ein großes Stück Backpapier mit Wasser durchnässen, auswringen und den Kürbis komplett damit bedecken. 20–30 Minuten im Ofen backen, bis der Kürbis zart ist, dann im Universalzerkleinerer zusammen mit Kürbiskernen, Olivenöl, 1/4 TL Orangenabrieb, Orangensaft und Thymian glatt pürieren. Mit zusätzlichem Orangenabrieb sowie Salz abschmecken und in eine kleine Schüssel füllen.

Großzügig Pesto auf den unteren Brötchenhälften verteilen, mit Chèvre belegen und mit Datteln, Kürbiskernen, Thymian und Pfeffer bestreuen. Die oberen Brötchenhälften darauflegen und genießen.

365: Jeden Tag einfach kochen & backen

Meike Peters: 365: Jeden Tag einfach kochen & backen

Prestel Verlag

Preis: 30,– €

Seelenfutter für jeden Tag,  jeden Geschmack und jede Laune!

©Meike Peters

 

Meike Peters, Begründerin des internationalen Blogs „Eat in my kitchen“ ist kulinarisch im herzhaften deutschen Wohlfühlessen verwurzelt, aber auch stark von Einflüssen aus der französischen und italienischen Küche geprägt. Mit ihrer Mutter, einer fabelhaften Köchin und wundervollen Gastgeberin, fing alles an: Sie war es die Meikes Geschmacksnerven mit dem Genuss von feinem Olivenöl und dem großzügigem Gebrauch von Knoblauch und mediterranen Kräutern schon früh richtig programmiert hat. Mal mit ausgefeilten Klassikern der französischen und italienischen Küche, aber auch einfachen Pasta-Gerichten. Meike ist in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen und der schwäbische Stiefvater hat mit so herrlichen Gerichten wie Spätzle und Maultaschen aus dem Süden der Republik zu ihrer weiteren kulinarischen Sozialisierung beigetragen. Die begonnene kulinarische Reise setze sich fort als die Autorin ihren Partner kennen lernte. Die Rezepte und Bräuche der maltesischen Schwiegermutter und des amerikanischen Schwiegervaters öffneten weitere Türen. Inzwischen verbringt das Paar regelmäßig den Sommer auf Malta, dem südeuropäischen Inselstaat am Mittelmeer, dessen Küche ebenfalls von nordafrikanischen und arabischen Einflüssen geprägt ist.

Viele, viele Optionen alle in einem Buch – oder 365 einfach total lecker!

Ein durchschnittliches Kochbuch hat in der Regel ca. 100 Rezepte, hier gibt es sogar 365 köstliche Optionen für üppige Sandwiches (z. B. Gegrilltes Schinken-Käse-Sandwich mit Kaki oder Schnitzel-Krautsalat-Sandwich), Muffins (z. B. Pistazien-Orangenblüten-Muffins oder mediterrane bittersüße Schoko-Orangen-Muffins), Quiche & Tartes (z. B. Kartoffel-Tarte mit Chèvre, Fenchel-Tarte, Basilikum-Ricotta-Pie mit Tomaten), Gemüse (z. B. knusprige Koriander-Bratkartoffeln mit Chèvre, Thymian und Zitrone oder Zucchini-Paprika-Auberginen-Moussaka mit Zitronen-Ricotta), Pasta (z. B. Kürbis-Pasta mit Orange, Ahornsirup und Salbei oder Spaghetti mit Röst-Knoblauch-Butter und Thymian), Fleisch (z. B. Kidneybohnen-Hackbällchen mit Tomatensauce und Koriander oder Lammkoteletts mit Granatapfel-Portwein-Sauce und Pistazien), Huhn (z. B. Gewürz-Hähnchenkeulen mit Weißen Bohnen und Minze oder Coq au Vin), Fisch & Meeresfrüchte (z. B. Lachs mit Fenchelkruste oder scharfe Chorizo-Muscheln mit Chili und Majoran), Salat (Kirsch-Panzanella mit Stilton, Schalotten und Thymian, Winter-Caprese mit Blutorange, Roter Bete und Mozzarella di Bufala) und Süßes & Gebäck (z. B. Germknödel mit Pflaumen, Mohn und Vanillesauce oder Loukoumades – Griechische Krapfen mit Honig, Zimt und Pistazien, Madeira-Kuchen mit karamellisierten Mandarinen). Tja, da ist nicht nur viel, sondern, sehr sehr viel an köstlichem Soul-Food im Angebot. Mit diesem Kochbuch beschäftigt man/frau sich nicht mal nebenbei, das ist jeden Tag aufs Neue eine leckere Entdeckung.

Klassische Rinderrouladen mit Kartoffelknödeln,

©Meike Peters

Nicht wie bei Muttern, sondern wie bei Ms. Soul-Food… „Mutti ich hab Dich wirklich lieb und dachte bis jetzt neben Deinen Rouladen kann es keine anderen geben….“ Sorry, diese sind aber noch besser, die Sauce ist der Hit. Ich bring Dir das Rezept mit, wenn wir uns Weihnachten wieder sehen! Und dann noch die Knödel dazu, Dein Schwiegersohn konnte gar nicht genug davon bekommen…..

 

Kürbis-Pesto-Sandwich mit Datteln und Chèvre

©Meike Peters

Jeder Kürbis, der in diesem Sandwich landet kann sich mehr als glücklich schätzen! I love it und ich bin weder von Haus aus Kürbis- noch Sandwich-Fan. Einfach perfekt die Verbindung aus Kürbis, Thymian, Orangensaft, den süßen Datteln und dem würzig-säuerlichen Ziegenkäse dazu – genial!

 

 

 

 

Tiroler Apfelstrudel

Final Countdown beim Strudel-Casting: Platz Nr. 1 geht für mich an den “Tiroler Apfelstrudel“ aus dem Hause Peters in Berlin, die die saftigste Version über die Ziellinie geschoben haben – umhüllt von knusprig-buttrigem Mürbeteig – best Appel-Strudel ever!

 

 

 

 

Fazit: Be yourself, stay authentic and don’t mix it up with too much of everything!

Meike Peters kocht wie viele heute einen Mix aus Soul-Food und Fusion-Küche, schafft es jedoch  sich und ihrem Stil dabei treu zu bleiben! Sie komponiert stilsicher Wohlfühlessen, das einfach funktioniert und ebenso optisch wunderbar ansprechend ist. Kocht man diese Rezepte nach, stellt sich schnell heraus, dass dieses Zusammenspiel nicht zufällig, sondern das Ergebnis von Kreativität und intensivem probieren ist. Alles was bei ihr auf den Tisch kommt, ist kein Kunstprodukt, sondern inspiriert durch Mutter, Großmutter, den schwäbisch-stämmigen Stiefvater und der maltesisch-amerikanisch geprägte Schwieger-Familie und nichts wirkt dabei künstlich oder gar konstruiert.

Meike zeigt dabei ein feines Händchen und legt zudem keinerlei Trend-Hascherei an den Tag, sondern will einfach nur lecker kochen. Wenn in fast jedem Rezept inflationär mit Salzzitronen umgegangen wird und mit den unterschiedlichsten Gewürzen nur so um sich geschmissen wird nützen auch die bekannten Namen beim dritten oder vierten Buch damit nichts mehr. Viel macht aber nicht unbedingt viel und es muss auch nicht fast alles mit Salzzitronen gewürzt werden. Die als Fertigprodukt zudem häufig sehr synthetisch schmecken können. Bei insgesamt 365 Rezepten sind es bei Meike Peters gerade mal 2, die darauf setzen und können immer mit Zitronenabrieb ersetzt werden.

Die New York Times  hat sich bereits geoutet und dieses umfassende Projekt mit erkennbar eigener Handschrift, das ebenfalls saisonale Aspekte berücksichtigt, zu eines der besten Kochbücher dieses Bücher-Herbstes gekürt und das in meinen Augen sehr zu recht.

Einzig das Register hätte man noch übersichtlicher machen können. Allerdings bei einem Kochbuch, das bewusst jeden Tag des Jahres lecker bestückt und ebenfalls mit Monatsübersichten arbeitet, jammern auf hohem Niveau.

Herzlichen Dank für die Übersendung als Rezensionsexemplar!

Bandnudeln mit Bohnen und Panchetta

© Wolfgang Schardt, Hamburg

Quelle: Inga Pfannebecker: Linsen, Kichererbsen & Co.

Fotos: Wolfgang Schardt

GU-Küchenratgeber

Preis: 8,99 €

Soul-Food vom Feinsten, deftig würzig der Clou, ist der Spritzer Honig. Diese Pasta hat es bei uns auf die „Gerne wieder“ – Liste geschafft!

Für diese deftige Pasta lohnt es sich, die Bohnen über Nacht einzuweichen und zu kochen. Das kostet etwas Zeit, belohnt aber mit feinem Geschmack.

Zutaten (für 4 Portionen):

175 g getrocknete Borlotti-Bohnen
(ersatzweise 2 Dosen Borlotti-Bohnen à 240 g Abtropfgewicht)

75 g Panchetta (ital. geräucherter Bauchspeck vom Schwein)

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

2 Stiele Rosmarin

4 Stiele Salbei

½ Bio-Zitrone

50 g Parmesan

100 g Radicchio

2 EL Olivenöl

400 g Bandnudeln

Salz | Pfeffer

1 Spritzer flüssiger Honig

Zubereitung:

Die Bohnen zugedeckt mindestens 12 Std. einweichen lassen. Am nächsten Tag abgießen, in einen Topf geben, mit Wasser bedecken, aufkochen und 45 – 60 Min. köcheln lassen. Die Bohnenabgießen und abtropfen lassen, dabei einen Teil der Flüssigkeit auffangen. Dosenbohnen abgießen, Flüssigkeit auffangen. Die Bohnen abspülen und abtropfen lassen.

Den Panchetta in schmale Streifen schneiden. Die Zwiebel und die Knoblauchzehe schälen und würfeln. Den Rosmarin und den Salbei waschen, trocken schütteln und die Nadeln bzw. Blätter von den Stielen zupfen. Die Rosmarinnadeln fein hacken. Die Zitrone heiß waschen, trocken reiben und die Schale abreiben. Den Saft auspressen. Den Parmesan fein reiben. Den Radicchio putzen, waschen, trocken tupfen und in schmale Streifen schneiden.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Salbeiblätter darin knusprig braten, herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Den Panchetta ins Bratöl geben und unter Wenden knusprig auslassen. Zwiebel, Knoblauch und Rosmarin zugeben und ca. 5 Min. andünsten. Die Zitronenschale unterrühren. Die Radicchiostreifen, die Bohnen und 200 ml Bohnenflüssigkeit zugeben, aufkochen und 5 Min. köcheln lassen. Dabei öfter umrühren.

Inzwischen die Nudeln in kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung garen. Die Hälfte der Bohnen mit dem Löffelrückenzerdrücken, sodass eine sämige Sauce entsteht. Mit Salz, Pfeffer, Honig und 2 TL Zitronensaft abschmecken. Wird die Sauce zu dick, noch etwas Bohnenflüssigkeit unterrühren. Die Nudeln abgießen, abtropfen lassen und mit Parmesan und Salbei unter die Sauce mischen.

Zubereitungszeit: 1 Std. 30 Min.

Einweichzeit: 12 Std.

Pro Portion ca. 660 kcal, 27 g E, 18 g F, 93 g KH

Kaspressknödel auf Salat

© Julia Stix

Hier wird Soulfood in der Party-Version serviert, Heimat versteht sich kulinarisch durchaus mit Mexiko und Asien. Danke für diese Version, die  uns außerdem nicht gleich papp-satt macht. P.S. Bei mir sind es deutlich weniger als 40 Stück geworden! Milchverbrauch ist abhängig von der Trockenheit des Brotes, bei mir war es etwa die selbe Menge, die das Brotgewicht ausmacht, es kann aber auch mal mehr sein. Die Idee ist klasse den Knödeln mal eine Mini-Kur zu verpassen, am Rezept werde ich noch „schrauben“, um die Ausbeute durch Anpassungen einiger Zutaten zu erhöhen.

 Quelle: Karin Stöttinger: Gefüllt, gewickelt und gerollt.

Fotos; Julia Stix + Christian Schütz

Brandstätter Verlag

Preis: 21,80 €

 Danke an Dominik vom Hotel Peter in St. Wolfgang für die Inspiration zu diesem Rezept.

 Zutaten (Für etwa 40 Stück):

1 Schalotte

½ Bund glatte Petersilie

100 g Semmelknödelbrot

oder zerkleinerte altbackene

Semmeln

50 ml Milch (bei mir lauwarm erwärmt)

2 Eier

3 EL geriebener würziger Hartkäse

Salz und schwarzer Pfeffer

aus der Mühle

60 ml Pflanzenöl

Salat nach Belieben

Zubereitung:

Die Schalotte abziehen, fein hacken (bei mir noch ausgelassen). Die Petersilie kalt abbrausen, trocken schütteln, Blättchen fein hacken. Das Knödelbrot oder die Semmeln etwas zerkleinern, in eine Schüssel geben.

Milch angießen. Die Eier verschlagen, mit Käse, Schalottenstückchen und Petersilienblättchen verrühren, einkneten. 10 Minuten ziehen lassen, dann pikant salzen und pfeffern. Mit nassen Händen Miniknödel formen.

Ein Drittel des Öls in einer beschichteten Pfanne erhitzen, etwa 10 Knödel von allen Seiten etwa 8 Minuten goldbraun anbraten. Die restlichen Knödel ebenso verarbeiten. Inzwischen den Salat putzen und waschen, auf Tellern anrichten. Die Kaspressknödel noch warm dazu servieren.

Tipp: Für die Kaspressknödel nehme ich am liebsten eine Mischung aus Bergkäse und Gouda.

Königlicher Käsekuchen

© Simone Hawlisch

Quelle: Okka Rohd: Herdwärme

Eine kleine Kochschule für das große Glück zu Hause

Kailash Verlag

Preis: 20,–

Ehre wem Ehre gebührt! Ein wunderbar cremiger Käsekuchen, der nicht zusammenzuckt, wenn er den Backofen verlässt ist als Ergebnis garantiert, weil er auf diesen Schock umfassend vorbereitet wird und zwischendurch immer mal wieder Küchenluft schnuppern darf. Auf Rohrzucker habe ich verzichtet, für uns muss es nicht ganz so gesund sein und normaler Zucker löst sich einfach besser auf.

von Princess Cheesecake

 Zutaten (Menge: 1 Käsekuchen für eine Springform mit 26 cm Ǿ):

Zutaten für den Boden:

83 g Rohrzucker (+ Zucker für die Form)

167 g Mehl

83 g kalte Butter

(+ Butter für die Form)

1 Prise Vanillepulver (im Supermarkt bekommt man zum Beispiel eine Vanillemühle oder man nimmt

das Mark einer ¼ Vanilleschote)

1 kleines Ei

1 Springform, Durchmesser 26 cm

Zutaten für die Kuchenmasse:

240 g zimmerwarme Eier (ca. 4–5 Eier)

1 Bio-Zitrone

200 g Rohrzucker

667 g Quark (20 % Fettgehalt)

23 g Mehl

1 Prise Vanillepulver (oder das Mark einer Viertel Vanilleschote)

167 g Schmand

167 ml Sahne

23 g Stärke

Salz

Puderzucker zum Bestäuben

nach Geschmack: frische Beeren zum Verzieren

Zubereitung:

Den Ofen samt Backblech auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Springform einfetten und mit Zucker bestreuen.

Für den Mürbeteigboden den Zucker und das Mehl in eine große Schüssel geben. Die kalte Butter in kleine Stücke schneiden und dazugeben. Erst mit den Händen grob vermischen, dann verkneten, bis die Mischung ungefähr die Konsistenz von feuchtem Sand hat. 1 kleine Prise Vanillepulver hinzufügen. Das Ei verquirlen, dazugießen und mit einem Löffel untermengen. Dann alles mit den Händen zu kleinen Krümeln verarbeiten.

Die Streusel auf dem Boden der Springform verteilen und mit den Händen flach drücken. Der Boden sollte dabei nicht zu dick werden. Die Springform für 15–20 Minuten in den Ofen auf das heiße Blech stellen und vorbacken, bis der Boden honigfarben ist. Die Temperatur auf 150 °C Ober-/Unterhitze reduzieren.

Jetzt geht es weiter mit der Kuchenmasse. Die Eier trennen. Die Zitrone heiß abspülen und die Schale abreiben. Das Eiweiß mit 1 Prise Salz in einer Küchenmaschine (oder mit einem Handrührgerät) aufschlagen. Am Anfang auf niedriger Geschwindigkeit. Wenn der Eischnee luftig und schaumig wird, 50 g Rohrzucker dazugeben, dann auf mittlerer Geschwindigkeit laufen lassen. Wenn sich am Rand der Schüssel kleine Körnchen bilden, noch einmal 50 g Rohrzucker hinzufügen. Den Eischnee insgesamt ca. 10 Minuten aufschlagen. Er ist fertig, wenn man einen Finger hineintaucht und die Eischnee-Spitze am Finger stehen bleibt. Zur Seite stellen.

Dann den Quark mit dem Eigelb, dem Mehl, dem restlichen Zucker (100 g), 1 Prise Vanillepulver sowie 1 Prise Salz in einer großen Schüssel mit einem Schneebesen verrühren.

Den Schmand und die Sahne in einen Standmixer geben oder mit einem Handrührgerät aufschlagen, bis die Konsistenz an geschlagene Sahne erinnert. Die Sahne-Schmand-Masse zum Quark geben. Den Zitronenabrieb zufügen.

Die Stärke vorsichtig mit einem Teigschaber unter den Eischnee rühren und dann mit einem Teigschaber unter die Kuchenmasse heben. 8 Die Kuchenmasse in die Springform geben. Darauf achten, dass beim Einfüllen des Teiges oben am Rand immer 1 guter Zentimeter frei bleibt. Für 20 Minuten bei 150 °C Ober-/Unterhitze im Ofen (Mitte) backen. Den Kuchen für 15 Minuten aus dem Ofen nehmen und ruhen lassen. Dann für weitere 30 Minuten bei 150 °C im Ofen backen. Den Kuchen noch einmal für 15 Minuten aus dem Ofen nehmen und ruhen lassen. Für weitere 30 Minuten bei 150 °C im Ofen backen.

Eine erste Stäbchenprobe machen. Möglicherweise reicht – je nach Ofen und Feuchtigkeitsgehalt des Quarks – schon ein dreimaliger Backvorgang. Falls die Stäbchenprobe nicht sauber bleibt, den Kuchen für 15 Minuten aus dem Ofen nehmen und ruhen lassen. Dann für weitere 30 Minuten bei 150 °C im Ofen backen. Eine weitere Stäbchenprobe machen. Falls der Kuchen noch nicht fertig ist, noch einmal für 15 Minuten aus dem Ofen nehmen und ruhen lassen. Dann für ca. 10 Minuten backen oder so lange, bis die Stäbchenprobe sauber bleibt.

Den fertigen Käsekuchen mit Puderzucker bestäuben und nach Geschmack mit frischen Beeren (beispielsweise Himbeeren oder Blaubeeren) belegen.

Hinweis: Die teilweise merkwürdig anmutenden Maßangaben erklären sich dadurch, dass wir für eine Springform von 26 Zentimeter Durchmesser nur zwei Drittel des Originalrezeptes verwenden.