Chicken-Tikka-Masala

© Daniela Haug/Brandstätter Verlag

Quelle: Stevan Paul und Daniela Haug (Fotos):
Open-Air – Das Festival und Camping-Kochbuch

Brandstätter Verlag

Beim Verlag bestellen

Preis: 29,90 €

Chicken-Tikka-Masala

 Zartes Hähnchenfleisch in würziger Tomatensauce wird mit cremigem Joghurt verfeinert. Chicken Tikka Masala kommt ursprünglich aus der indischen Küche, gilt aber längst auch als britisches Nationalessen und wird in sogenannten Curry Houses, einer Mischung aus Restaurant und Imbissbude, auch „to go“ angeboten – so gut riecht es also in englischen Band-Proberäumen. Manchmal.

 für 4 Personen:

4 Hähnchenbrustfilets ohne Haut und Knochen

200 g Sahnejoghurt

2 TL Garam Marsala (ersatzweise Currypulver)*

200 g Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

20 g Ingwer

2 EL Butterschmalz

1 Anisstern (optional)

1 Prise Zimt

1 TL Kurkuma

1 EL Paprikapulver, edelsüß

2 EL Honig

1–2 Msp. Sambal Oelek (optional)

500 ml stückiges Tomatenragout

250 ml Hühnerbrühe

½ TL Speisestärke

Salz

* Garam Marsala ist eine indische, curryähnliche Gewürzmischung, in der Kardamom, Chili und Kreuzkümmel eine Hauptrolle spielen, aber auch Nelken, Zimt und Koriander.

Zubereitungszeit: 35 Minuten

Hähnchenfleisch mundgerecht würfeln und mit 1 EL Joghurt und 1 TL Garam Marsala verkneten. Zwiebeln und Knoblauch pellen, Zwiebeln in Streifen schneiden, Knoblauch würfeln. Ingwer schälen und fein reiben. 2 EL Butterschmalz in einem beschichteten Topf erhitzen, Fleisch und Zwiebeln darin hellbraun anbraten. Anisstern, Zimt, Kurkuma und Paprikapulver unterrühren. Honig und Sambal Oelek unterrühren und mit Tomatenragout und Brühe auffüllen. Offen 15 Minuten bei milder Hitze einköcheln lassen. Übrigen Joghurt mit Speisestärke glatt rühren, unter Rühren zum Gericht geben und leicht binden. Mit Salz würzen.

TIPPS   Der Eintopf lässt sich gut vorbereiten, sollte aber nicht eingefroren werden. Gut gekühlt hält er 1–2 Tage.

Besonders gut, wenn noch süße, reife Mango-Stückchen mitgekocht werden. Perfekt zu Fladenbrot, Brot oder Minuten-Reis.

Anmerkung:

Uns hat es sehr gut geschmeckt, definitiv auch ein indisches Rezept das mit unkomplizierter Zubereitung punktet!

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Open-Air – Das Festival und Camping-Kochbuch

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Stevan Paul und Daniela Haug (Fotos):
Open-Air – Das Festival und Camping-Kochbuch

Brandstätter Verlag

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Preis: 29,90 €

„Ein Kochbuch für alle, die unterwegs und draußen sind und einfach mal raus aus dem Alltag wollen!“

 Worum geht’s?

 Stevan Paul, Koch, kreativer Geist und erfolgreicher Kochbuch-Autor hat den letzten Sommer mehr oder weniger im Campingbus verbracht, zusammen mit seiner Fotografin Daniela Haug war er mit dem VW-Bus, Zelt, Campingkocher und Grill in ganz Europa unterwegs. Sechs der schönsten Musik-Festivals in fünf Ländern standen auf dem Reiseplan angefangen mit dem legendären Roskilde-Festival in Dänemark bis zum Dimensions-Festival am Meeresstrand von Kroatien.

Ein so kreativer Koch und Genießer, lässt natürlich langweilige Imbissstände und Tütensuppen schon allein aus Selbstschutz links liegen und stellt sich gerne selbst an den Camping-Kocher, mit einer guten Idee geht immer was, dass die Herzen der neuen und alten Freude, der Musiker und Künstler im Nu erobert und Freundschaften geknüpft werden.

Wie sieht es aus oder ein trendsicherer Begleiter?

 Breites A5-Format in Türkis, vor mir liegt ein wunderschöner wertiger beschichteter Pappband mit abgerundeten Ecken und sogar Fadenheftung. Der Clou ist aber die Fotobauchbinde mit einer schönen Collage von Fotos aus dem Buch von Daniela Haug. Sehr hochwertig und tolle Haptik! Der rote Gummiband-Spanner ist ein geschmackvolles Accessoires, das mir Freude macht.

Layout und Fotos sind modern und sehr geschmackvoll und vermitteln perfekt zum Inhalt der nächste Festival-Sommer, wird in jeden Fall bunt.

Besonders die tollen Piktogramme zu Inhalten und Rezepten erfreuen mich wieder sehr, einfach wunderbar gemacht und ungeheuer geschmackvoll.

Was ist drin?

Dieses Buch versammelt Stevans Erfahrungen aus zwanzig Jahren Campingküche: mit gehaltvollen Frühstücksideen für den perfekten Start in einen ereignisreichen Tag, über schnelle Snacks und hausgemachte „Fertiggerichte“ bis hin zu ausgedehnten Grillpartys auf dem Campingplatz und sättigenden Mahlzeiten für den ganz großen Hunger.

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© Daniela Haug/Brandstätter Verlag

Aber auch die Töpfe und Garküchen der Festivalköche und Zeltnachbarn waren vor ihm nicht sicher und er hat es geschafft, diesen Menschen das ein oder andere Lieblingsrezept beim vertrauten Plausch zu entlocken. Da wären z. B. das senegalesische Chicken-Yassa und das jamaikanisches Jerk-Chicken beim Summerjam-Festival oder die original scharfe Gulaschsuppe des Sziget-Festival in Budapest und vieles mehr. Beim Melt-Festival in der Nähe von Dessau hat er sogar eine große Grillparty geschmissen.

© Daniela Haug/Brandstätter Verlag
© Daniela Haug/Brandstätter Verlag

In sechs Wissenskapiteln geht es neben vielen anderen nützlichen Informationen, auch darum, alles über eine sinnvolle Outdoor-Küchen-Ausstattung, spezielle Kühltechniken und den richtigen Umgang mit Gaskocher und Grill anschaulich und umfassend erklärt zu bekommen.

Bei den über 100 Rezepten für jede Ausstattung, alle Gelegenheiten, wird es für alle möglichen Anlässe leicht etwas für jeden Geschmack zu finden. Durch die sehr schöne und nützliche Führung mit Piktogrammen, ist auf einen Blick zu erkennen, was gut vorbereitet werden kann und was schnell frisch zubereitet ist.

Viele Rezepte werden mit praktischen Tipps zu Haltbarmachung, Transport und Lagerung versehen und zu beinahe allen Rezepten mit Fisch und Fleisch gibt es zusätzlich vegetarische und/oder vegane Alternativen.

 Lieblingsrezepte – oder meine Erfahrungen:

 „Chicken-Tikka-Masala“ (das hat uns am letzten Wochenende sehr viel Spaß gemacht).

Gemüsebrühe selbstgemacht (bei mir allerdings im Dörrautomat, eBay sei Dank, dass Gerät hat es bis in den Keller unseres Wochenend-Häuschens geschafft, denn ich habe für solche Aktionen nur am Wochenende Zeit).

Wer kann es gebrauchen – oder nur ein Buch für „Hipster“?

 Nein, überhaupt nicht, es ist ein Buch für viele Gelegenheiten! Ich bin Jahrgang 1962, meine Besuche beim „Rock am Ring-Festival“ liegen schon Jährchen zurück, zelten tue ich seit dem auch höchst selten und mein Rücken ist mir dafür sehr dankbar.

Aber ich bin eine begeisterte Wanderin, gerne quer durch Europa und aktuell auch sehr gerne in den Pyrenäen oder in sehr abgelegenen Winkeln im Piemont. Verpflegungshüten sind da absolute Mangelware, also müssen wir uns selbst was mitnehmen und auf die bewährte Stulle habe ich nicht jeden Tag Lust. Abends überlegt man sich auch, ob die 15 Kilometer über eine kurvenreiche Bergstraße denn wirklich noch sein müssen, wir wollen ja auch mal mehr als nur ein Glas Wein trinken.……

Stevans schönes Buch ist genau auf meine Bedürfnisse zugeschnitten, ich bekomme leckere Rezepte, die sich schnell kochen lassen und gut schmecken und auch mit aromatischem Gaumenkitzel aufwarten.

Außerdem viele nützliche Tipps und Tricks, die mir helfen in einer fremden Ferienwohnung mit dem auszukommen was an Equipment und Zutaten da ist, einkaufen ist häufig genauso aufwendig, wie Essen gehen.

Sein Rezept für eine selbstgemachte Gemüsebrühe, ist genial für mich und wird am Wochenende umgehend in die Tat umgesetzt, denn im Sommer geht es ins Trentino und ich liebe Risotto, dass wirklich einfach ist, wenn die Brühe nicht noch gekocht werden muss. Fertige Brühwürfel gehen bei mir dafür gar nicht, das schmeckt mir einfach überhaupt nicht.

Hipster und Festival-Gänger kommen natürlich auch voll auf ihre Kosten, leckere Rezepte und viele Tipps von einem Autor mit 30 Jahren Festival-Erfahrung!

Fazit: Ein Buch das Freude macht und mich persönlich begeistert! Es erfüllt meine Wünsche nach einem besonderen Buch: Denn es bietet nicht nur kreative, geling sicherere Rezepte, sondern ist ein echtes Erlebnis durch die tolle Ausstattung und das nützliche und sehr ansprechende Layout. Die Zusammenstellung und Aufbereitung des Themas ist für mich perfekt gemacht und toll fotografiert.

Hähnchen mit 40 Knoblauchzehen

©Patricia Curtan

Quelle: Alice Waters: The Art of Simple Food

Illustrationen: Patricia Curtan

Prestel Verlag

Preis: 34,95 €

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(Dieses Rezept bietet frisch geerntetem und getrocknetem Knoblauch einen fantastischen Auftritt. Die Häute sollten „papiertrocken“ sein, die Zehen saftig und aromatisch. Knoblauch nicht schälen; die Haut verhindert, dass er sich in der Soße auflöst und es macht Spaß, das zarte Püree aus den Häuten über das goldbraune Hühnerfleisch oder Brot zu drücken. Ein großer Rucola-Salat ist eine perfekte Beilage.)

 Möglichst schon am Vortag

4 Hähnchenschenkel oder 1 ganzes Hähnchen, in 8 Stücke zerlegt

mit

Salz

frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer

würzen. Backofen auf 190 °C vorheizen. In einem großen, schweren Topf (ein dicht schließender Gusseisentopf ist ideal)

2 EL Olivenöl

erhitzen und die Hähnchenstücke mit der Hautseite nach unten etwa 12 Minuten knusprig braun anbraten. Wenden, weitere 4 Minuten braten und herausnehmen.

4 Knoblauchknollen (etwa 40 Zehen)

zerteilen und lose trockene Häute entfernen, den Knoblauch in den leeren Topf geben und gründlich mit

10 Thymianzweigen oder 5 Thymian- u.  5 Bohnenkrautzweigen

3 EL Olivenöl

1 Lorbeerblatt

vermischen. Hähnchenstücke auf den Knoblauch legen. Mit Alufolie und einem Deckel verschließen, auf der mittleren Ofenschiene 50 Minuten backen. Deckel und Folie abnehmen und die Haut weitere 10 Minuten bei Oberhitze knusprig werden lassen. Wenn das Huhn fertig ist,

4 dicke Scheiben Krustenbrot

auf einem Backblech etwa 8 Minuten im Ofen rösten. Etwas Olivenöl vom Hähnchen darüber löffeln. Hähnchen mit Knoblauch und Röstbrot servieren.

Anmerkung: Sehr, sehr lecker und keine Angst, da der Knoblauch nicht geschält wird, schmeckt die Soße auch nicht zu dominant nach Knoblauch.

The Art of Simple Food

Alice Waters: The Art of Simple Food

Illustrationen: Patricia Curtan

Prestel Verlag

Preis: 34,95 €

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„Keep it simple – oder das Beste ist gerade gut genug!“

 Worum geht’s?

 Das Vorwort von Carlo Petrini (Gründer von Slowfood-International), gibt schon mal die Richtung vor: Ist ein Rezept eine Auflistung von Zutaten, Zubereitungszeiten und Handgriffen, die nötig sind, oder ist mehr hier nicht wirklich besser? Der Mann hat Recht! Die Rezepte von Alice Waters wollen mehr, es sind regelrechte Geschichten, die dazu verführen, den eigenen Geschmack zu entdecken und sich mit Liebe und Leidenschaft auf den Weg, zum perfekten ganz persönlichen Rezept zu machen.

Wie sieht es aus?

 Die Aufmachung ist angenehm zurückhaltend, aber auch edel und geschmackvoll mit Leinenrücken und in zwei farblich abgestimmten Grün-Tönen. Vor mir liegt eine echte Bibel mit stolzen 434 Seiten. Ein Grundlagen-Kochbuch, das definitiv das Zeug zum Klassiker hat.

Mit der geschmackvollen Cover-Zeichnung wird gleich zu Beginn deutlich, es gibt keine Fotos, stattdessen sind viele wunderschöne Zeichnungen enthalten. Das Buch bleibt seinem Vorsatz treu, es gibt keine Illustrationen zu fertigen Gerichten, sondern es konzentriert sich, auf die Protagonisten, Gemüse, Obst und Kräuter spielen hier die erste Geige.

Was ist drin?

Das Buch ist in zwei Bereiche gegliedert. Im ersten Teil „Geschmack als Inspiration“ geht es um saisonale, regionale Rezepte, ob vom Händler Ihres Vertrauens auf dem Wochenmarkt oder sogar aus dem eigenen Gemüsegarten bleibt Ihnen selbst überlassen, aber am liebsten Bio und mit guter Qualität. Ich bin erleichtert und gut zu wissen, denn ich habe nur einen kleinen Kräutergarten, mehr ist im Moment leider zeitlich nicht drin.

Die Auswahl an Rezeptideen ist groß und Produkte mit dem gleichen Erntezeitpunkt sind zu einem Kapitel zusammengefasst:

In den 15 Kapiteln wird viel an Inspirationen für Obst/Gemüse und Kräuter/Salate geboten, es geht inhaltlich z. B. um „Zarte Blätter“ (Kräuter), „Geheime Helden“ (Zwiebeln, Knoblauch u. Lauch), „Unterirdische Schätze“ (Wurzeln und Knollen), „Reifes Sommerobst“ (Kirschen, Aprikosen, Pfirsiche u. Nektarinen), „Herbstfrüchte und Nüsse“ (Feigen, Trauben, Äpfel ….) und schließlich auch darum, wie die aromatische Fülle am besten konserviert werden kann.

Jedes der Rezept-Kapitel startet mit einer Übersicht der enthaltenen Rezepte, danach gibt es wertvolle Informationen über das Produkt im Garten. Jede Zutat wird mit einer kleinen Zeichnung und Hinweisen für die Pflege im Garten, Geschmack und die besten Einsatzmöglichkeiten vorgestellt, anschließend folgen die passenden Rezepte. Alle haben nur das eine im Sinn, die perfekte Kombi aus Produkt und Begleitern, immer mit dem Ziel den Eigengeschmack des Hauptdarstellers zu heben, dass das Ganze natürlich von möglichst frischen Zutaten mit hoher Qualität abhängt, versteht sich von selbst.

Wie sieht die Praxis aus – oder meine Erfahrungen?

Die einzelnen Gerichte sind einfach zuzubereiten und sehr häufig gibt es Variationen, Kombinationsvorschläge und praktische Tipps. Genauso stelle ich mir inzwischen ein perfektes Kochbuch vor, ich brauche keine Fotos, sondern ich will lernen mit Produkten umzugehen und optimale Partner und Kombinationen finden, aber nicht immer dieselben.

Ich habe einige Zeit für diese unerschrockene Haltung gebraucht und es ist dem einen oder anderen guten Kochbuch gelungen, mir hier Ängste zu nehmen. Als ich mich noch sklavisch an Rezepte gehalten habe, habe ich mich immer gewundert, warum bei mir im Küchenschrank, so viel rumsteht, was ich höchsten einmal gebraucht habe.

Ich glaube aber man braucht dafür Lehrer, die mit Leidenschaft und sehr viel Liebe am Werk sind, nur so kann man das vermitteln, herzlichen Dank für dieses schöne kreative Kochbuch liebe Alice Walters!

Was ich probiert habe:

„Auf Salz gebackene Kartoffeln mit Crème fraîche und Schnittlauch“

(Wunderbar im Geschmack, bei mir waren es aber lila Kartoffeln, Alice Waters verwendet eine rote Sorte, die waren auf meinem Wochenmarkt leider nicht zu bekommen.)

„Ganzer Wolfsbarsch aus dem Ofen mit Fenchellaub“

(Das schmeckte sehr lecker, aber wenn man Fenchelkraut benötigt, ist das sehr schwer zu bekommen. Das Zeug wuchert aber überall wie nichts Gutes in südlichen Gefilden. Dieses Rezept haben wir jüngst im Urlaub auf den Kanaren genossen, wo mir das Kraut bei einer Wanderung in die Quere kam, frischer Fisch ist da auch kein Problem. Ich muss unbedingt noch mal einen Versuch in meinem Kräutergarten damit starten, angeblich wächst das wie von alleine, vielleicht sollte ich mal den Standort wechseln….. Ansonsten ist das Rezept einfach perfekt für die Urlaubsküche und geht unglaublich schnell.)

„Steckrüben-Pastinaken-Gratin“

(Schöne sättigende Mahlzeit, interessant, dass die süße von den Steckrüben so gut mit dem Chili harmonieren. Der Vorschlag der Autorin eine fruchtige Sorte wie z. B. das türkische Pul-Biber zu wählen, war goldrichtig. Beim nächsten Mal garantiert mit einer der viel versprechenden Varianten: Kardamom lieben wir auch und kann ich mir auch sehr gut vorstellen, oder vielleicht doch lieber Koriander oder Schwarzkümmel? Mal sehen, dass Rezept hat in jedem Fall sehr viel Potential!)

„Hähnchen mit 40 Knoblauchzehen“

(Sehr, sehr lecker und keine Angst, da der Knoblauch nicht geschält wird, schmeckt die Soße auch nicht zu dominant nach Knoblauch.)

Und sonst?

Wer gleich Nägel mit Köpfen machen möchte, findet im zweiten Teil „Vom Samenkorn zur Samenernte“ auf knapp 44 Seiten viele nützliche Informationen zum Anlegen eines eigenen Obst- und Gemüsegartens.

Für mich eine konsequente Haltung, wenn man bedenkt, dass die Autorin in Amerika eine Wegbereiterin und feste Größe der Slow-Food-Bewegung ist.

Ich habe mit Interesse im Kapitel „Obst im Garten“ geschmökert, denn wir haben zwei Obstbäume im Garten unseres Wochenend-Häuschens, die bisher mit großem Engagement abgeerntet wurden, aber denen leider nicht viel Pflege zu Teil wird, weil wir uns da bisher gar nicht auskennen.

Wer ist die Autorin?

(c) Amanda Marsalis

Alice Waters – ist eine der einflussreichsten Köchinnen Amerikas. Seit den 70er-Jahren verwöhnt sie die Gäste ihres Gourmet-Restaurants „Chez Panisse“ im kalifornischen Berkeley mit ihren mediterran inspirierten Kreationen, für deren Zutaten ihr oberster Grundsatz „frisch, saisonal und biologisch“ gilt. Damit hat sie Köche (z. B. Nigel Slater und Jamie Oliver) auf der ganzen Welt inspiriert, ihre Rezepte sind einfach und schnörkellos, seit jeher arbeitet sie mit Produkten, die sie lokal von Bauern und Lieferanten in ihrer Umgebung kauft oder die in ihrem Küchengarten wachsen. Aroma und Geschmack der Zutaten sind für Alice Waters die zentrale Inspiration des Kochens.

Ihre Initiative „Edible Schoolyards“ (Essbare Schulgärten), die sich um eine bewusste und nachhaltige Ernährung bei Schülern durch die Anlage von Schulgärten bemüht, fand große Anerkennung und hat sie bis nach Washington gebracht, wo sie am weißen Haus im Auftrag des Präsidenten Obama einen Gemüsegarten an legte.

Was ist besonders – oder ein Buch, das vieles kann!

Das Kochbuch von Alice Waters hat mich überzeugt und begeistert:

  • weil es mit vielen Ideen für die kreative Küche mit regionalen Produkten für alle Geschmäcker und Vorlieben punktet und darüber hinaus, auch Lust auf einen eigenen Garten weckt.
  • es zeigt wie sensible Kulinarik und Kochen wirklich funktioniert, nämlich durch gute Produkte und Kreativität und ist damit ein überzeugendes Plädoyer für Nachhaltigkeit.
  • es mehr als nur Rezepte bietet, sondern ein Konzept offeriert, dass ebenso alltagstauglich wie praktisch ist und köstlich schmeckt.
  • es nicht einseitig auf die einzig heilsbringende Ernährungs-Philosophie fokussiert ist, es bietet was für alle Geschmäcker und Vorlieben: Vegetarier, Veganer, aber auch die Fisch- und Fleischliebhaber werden bedacht, insgesamt, gibt es allerdings weit mehr Rezepte die Fleischlos sind.

Fazit: Für mich ein echter Klassiker, der schon nach kurzer Zeit zu den Stars in meinem Kochbuchregal geworden ist. Ein kreatives und alltagstaugliches Grund-Kochbuch kann man immer gebrauchen!

Overnight-Cinnamon-Bun

Quelle: Christina Hess: Christina macht was – Veggie. Lecker. Anders

Thorbecke Verlag

Preis: 19,99 €

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Zutaten für ca. 10 – 12 Buns:

Teig:

½ Würfel Hefe

20 ml warmes Wasser

1 Prise Zucker

50 g brauner Zucker

450 g Mehl

1 Prise Salz

200 ml Milch

1 Ei

Füllung:

100 g zimmerwarme Butter

50 g brauner Zucker

50 g weißer Zucker

2 TL Zimt

Guss (optional):

1 Eiweiß

ca. 100 g Puderzucker

1TL Zitronensaft

Die Hefe mit dem lauwarmen Wasser und einer Prise Zucker auflösen und beiseite stellen. Alle anderen Zutaten in eine Schüssel geben und mit der Hefemischung verkneten. Den Teig jetzt auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen.

Die Butter mit dem Zucker und dem Zimt vermengen und den Teig damit bestreichen. Den Teig von der langen Seite her aufrollen und in ca. 3 – 4 cm dicke Scheiben schneiden.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder nimmt man 1 – 2 Muffin-Bleche, buttert die einzelnen Mulden und legt jeweils eine Teigscheibe dort hinein. Oder man nimmt, wie ich, eine runde Backform mit ca. 26 cm Durchmesser und legt alle Teigscheiben kreisförmig dort hinein.

Die Zimtrohlinge gehören dann über Nacht – fest mit Frischhaltefolie umwickelt (lieber eine Schicht mehr) – in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen dann nur noch in den auf 180 ° C vorgeheizten Ofen geben und ca. 30 – 40 Minuten backen.

OPTIONAL: Kann man noch ein Eiweiß mit dem Puderzucker und dem Zitronensaft vermengen und das als Guss über die Zimtschnecken geben. Dafür müssen die Buns allerdings abgekühlt sein.

Anmerkung: Christina bereitet diese Schnecken gerne bereits am Samstag für das Sonntagsfrühstück vor, ich habe es auch so gemacht. Das Ergebnis waren leckere, fluffige Buns mit toller Zimt-Note.

Außerdem finde ich bei Hefeteig sind die Ergebnisse bei kalter Führung (Gehzeit) deutlich besser und es ist so praktisch. Guss finde ich auch gut, das Gebäck trocknet dann auch nicht so schnell aus.

„Veggie, lecker, anders – Christina kann das!“

978-3-7995-1039-4

Christina Hess: Christina macht was – Veggie. Lecker. Anders

Thorbecke Verlag

Preis: 19,99 €

Wie sieht es aus? 

Die Ausstattung des Buches ist hochwertig (Fadenheftung, beschichtetes Papier), schöner geschmackvoller weißer Einband, das Layout modern, ein Tick Retro und auch ein bisschen verspielt durch schöne Blattranken auf jeder Seite und im Deckel.

Worum geht’s? 

Christina Hess Büro-Fee bei der Justiz in Kassel ist eine Frau mit vielen Talenten: Auf ihrem Blog „Christina macht was“ sind seit 2012 leckere und eindrucksvolle vegetarische Gerichte präsentiert, die mich als ich im letzten Jahr dort beim Surfen gelandet bin, spontan begeistert und beeindruckt haben. Christina macht alle Fotos selbst und die sind unglaublich schön! Am Anfang habe ich sofort angenommen, dass sie Food-Stylistin oder Fotografin ist und habe mir gedacht, wow, das würde ich auch gerne können!

Christina ist seit 10 Jahren Vegetarierin, die Initialzündung passierte mit 14 Jahren, Mutter und Tochter Heß waren auf einer Fahrt zu entfernt lebenden Verwandten und Christina sah auf der Autobahn einen Tiertransporter nach dem anderen, parallel stand das Thema in der Schule an und noch auf der Autobahn hat Christina ihrer Mutter erklärt, dass sie von jetzt an vegetarisch essen wird.

Sicherlich nicht ganz einfach, denn Nordhessen ist nun mal eher für Würste als leckere und raffinierte vegetarische Ernährung bekannt.

Was ist drin? 

Das Buch gliedert sich in die folgenden Kapitel:

 Los geht es mit „Basics und Tipps“

 „Christina steht für was – oder keine halben Sachen!“

 Erstmal erklärt sie, was wichtig ist beim Backen und es gibt nützliche Informationen zu Hefe-/Mürbe- und Quark-Öl-Teig. Keine halben Sachen, genügend Hingabe, Zeit und Qualität bei den Produkten und Zubereitungstechniken sind ihr wichtig! Wunderbar endlich jemand, der mit einer klaren Meinung nicht hinter dem Berg hält! Wer jetzt denkt, dass man nur mit super Equipment und viel Geld los legen kann, der irrt, das ist nicht nötig, aber ein Brot mal schnell zwischen diversen Mails und Facebook-Nachrichten backen funktioniert halt auch nicht. Ebenso wichtig, sind qualitativ gute Zutaten, es besteht ein erheblicher Unterschied zwischen echter gemahlener Vanille und schnödem Vanillezucker, aber arm werden wir dabei auch nicht.

„Vegan geht auch!“

Weiter geht es mit „Kopf: lecker & gesund“, nee, kein neuer Ernährungs-Trend, der mal wieder durch das Internet wabert, sondern einfach nur lecker und ausgewogen sind hier die Rezepte. Christina Hess weiß aber was die Internetgemeinde bewegt und belegt das sehr deutlich mit ihren Rezepten. Auch Veganer weltweit, sind hier herzlich eingeladen.

 Die „Nice-Cream“ (eine vegane Ice-Cream) werde ich definitiv probieren.

 „Der Blick über den Tellerrand – Sushi, Kimchi, Panir kein Problem!“

Christina Hess ist eine offene Person! In dem Kapitel „Nase: Exotisches“ zeigt sie für mich absolut authentisch, dass auch Nordhessen weltweit unterwegs sind. Sushi, Kimchi, Panir (indischer Käse) kein Problem! Christina macht mir Mut, denn ich sehe, es geht doch immer was, wenn jemand mit Offenheit, Liebe und Kreativität bei der Sache ist!

 Mein Favorit hier „Christinas Indisch“ (Nudeln mit Pilzen, Kokosnussmilch und Currypaste) hat toll geschmeckt und ging so schnell. Super Kreation, es muss nicht immer originalgetreu sein, sondern es braucht ein Händchen für Aromen!

 „Eine begnadete Bäckerin mit viel Herz!“

 Im Kapitel „Herz: Lieblingsrezepte“ präsentiert die Autorin alles was ihr am Herzen liegt, besonders die vielen verführerischen Kuchen und Torten-Rezepte haben mich hier sehr angesprochen.

 Die „Papaya-Scones“ und die „Chocolate-Cookie-Tarte“ haben mich spontan begeistert!

 „Wohlige Seufzer und glücklich satt!“

 Unter der Rubrik Bauch: Soulfood finde ich viele leckere Sachen, die meinen Bauch juchzen lassen.

 Hier habe ich mich spontan in die Rezepte für die „warm marinierten Zitronen-Oliven“ und „Christinas Mini-Burritos verliebt, da klebt jetzt der gelbe Nachkochzettel und lacht mich an.

„Zum Schluss haben die Hände auch noch was zu tun!“

Im Kapitel „Hände: Kneten und Backen“ zeigt Christinas noch mal eindrucksvoll, dass sie auch viele Ideen für herzhaftes Gebäck hat.

Mir gefällt, besonders das „Monkey-Bread“ und die „Overnight Cinnamon-Buns“ werden demnächst auch unser Sonntagsfrühstück adeln!

Mein Eindruck: Viele kreative Rezepte und Tipps, die zeigen, hier hat es jemand wirklich drauf!

Was ist besonders – oder die Macherin, ist es was zählt?

 Endlich mal ein innovatives vegetarisches Koch- u. Backbuch ohne falschen Dogmatismus, hinter dem eine echte Macherin mit hoher Glaubwürdigkeit steht, die ebenso inspirierende, kreative wie praxistaugliche Rezepte liefert und nicht irgendein am Rechner kreiertes Buch, das nur auf einer Trendwelle mitschwimmen will.

 Fazit: Für mich ein überzeugendes Buch nicht nur für Vegetarier, sondern auch für Backfans, das kreativ und praxistauglich ist und durch die außerordentliche Glaubwürdigkeit der Autorin und deren Kreativität überzeugt!

Ananas-Avocado-Smoothie

Quelle: Eva Derndorfer/Elisabeth Fischer: Alkoholfreie Drinks

Der perfekte Begleiter von Frühstück bis Dinner

Copyright aller Fotos:  © Eisenhut & Mayer/Brandstätter Verlag

Brandstätter Verlag

Preis: 25,– €

Beim Verlag bestellen

© Eisenhut & Mayer/Brandstätter Verlag

Zutaten für ca. 1 Liter:

 200 g reife Avocado (Fruchtfleisch)

800 g Ananassaft

¼ TL abgeriebene Bio-Zitronenschale

Avocado in kleine Stücke schneiden. Mit dem Mixstab oder im Standmixer Avocado, Ananassaft und Zitronenschale fein pürieren. Tipp: Bevorzugen Sie für diesen Drink dunkle Hass-Avocados mit rauer Schale. Sie haben ein ausgeprägt nussiges Aroma. Nur reife, butterweiche Avocados verwenden.

TIPP: Harte Avocados in Zeitungspapier Wickeln und ein paar Tage bei Zimmertemperatur nachreifen lassen.

Anmerkung: Für mich als „Frühstücksmuffel“ der perfekte Start in den Tag, abends vorbereitet, nehme ich mir diesen Drink gerne mit ins Büro und habe nicht schon vor der Mittagpause, das erste Tief. Die Kombination von Ananas und Avocado finde ich außerdem sehr gelungen, denn die doch recht scharfe Säure der Ananas ist für meinen Magen morgens sonst eine Herausforderung, das gefiel mir bisher auch bei anderen Smoothies nie wirklich gut.