Mandel-Safran-Kuchen

© Lisa Linder/Knesebeck Verlag
© Lisa Linder/Knesebeck Verlag

Quelle: Amandip Uppal: Einfach indisch

Fotos: Lisa Linder

Knesebeck Verlag

Preis: 24,95 €

Die Orangenschale verleiht diesem supersaftigen und dennoch federleichten Kuchen eine zarte Bitternote, die Kardamomsamen sorgen für Biss und einen interessanten Kontrast. Ein Dessert für jede Tageszeit. Mir hat dieser Kuchen sehr gut gefallen, weil es ein würdiger Abschluss für ein indisches Essen mit Freunden sein kann, ohne dass es zu kompliziert wird, nicht immer ganz einfach wenn man hier klassisch bleibt. Das Kochen der Orangen hat mich am Anfang sehr verwundert, hat sich aber im Ergebnis als tolle Idee erwiesen, die für einen sehr saftigen Kuchen mit tollen Orangen-Aroma gesorgt hat. Am besten Bio-Orangen mit dünner Schale verwenden, damit die Bitternote nicht zu dominant wird.

 Zutaten (für 8 – 10 Portionen):

2 unbehandelte Orangen (ca. 280 g), einschließlich Schale grob gehackt

5 Eier, getrennt

200 g extrafeiner Zucker (ggf. auf Puderzucker ausweichen)

227 g gemahlene Mandeln

2 EL Mandelblättchen

2 EL Puderzucker, gesiebt

Gewürze:

1 kleine Prise gemahlene Kardamomsamen

1 Prise Safranfäden, in warmer Milch eingeweicht

Den Backofen auf 180 °C vorheizen und Boden und Rand einer Springform (23 cm ø) mit Backpapier auskleiden.

Die Orangen zusammen mit 1 EL Wasser in einen Topf geben, den Deckel auflegen und die Früchte etwa 30 Minuten köcheln lassen, bis sie weich sind und die Flüssigkeit aufgenommen haben. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen und im Mixer oder mit dem Messer fein hacken.

In einer fettfreien, trockenen Schüssel das Eiweiß leicht steif schlagen. Nach und nach die Hälfte des Zuckers einrieseln lassen und 1 Minute einarbeiten.

In einer anderen Schüssel das Eigelb 2–3 Minuten mit dem restlichen Zucker verschlagen. Zunächst die Orangenstücke unterheben, dann die gemahlenen Mandeln, die Kardamomsamen und den Safran samt der Milch einrühren. Mit einem großen Metalllöffel nach und nach behutsam den Eischnee unter die Orangenmasse ziehen.

Den Teig in die Springform füllen und mit den Mandelblättchen bestreuen. In den Ofen schieben und 50–55 Minuten goldbraun backen. Dabei den Zustand alle 20 Minuten überprüfen, damit der Kuchen nicht anbrennt.

Den Kuchen in der Form vollständig abkühlen lassen, dann aus der Form lösen, wenden und mit Puderzucker bestäuben. In einem luftdichten Behälter bleibt er 2–3 Tage frisch.

Vorbereitungszeit: 1 Stunde

Backzeit: 50 – 55 Minuten

Schokokuchen mit Salzpistazie und Melone

© Eisenhut&Mayer/Brandstätter Verlag
© Eisenhut&Mayer/Brandstätter Verlag

Quelle: Tomsich/Derndorfer/Fischer: Selbstgemacht im Glas
Zum Einkochen, mitnehmen &verschenken

Christian Brandstätter Verlag

Preis: 34,90 €

Diese Kombi hat einfach Pfiff finde ich, der Kuchen ist im Glas ca. 4 Wochen haltbar, lässt sich aber auch noch pasteurisieren, dann ist er ca. 1 Jahr haltbar.

Geschmackskontraste Salzig und süß – Gegensätze im Geschmack sind erwünscht!

 Zutaten (für 8 Gläser à 250 ml):

5 Eier

250 g Zucker

125 g dunkle Schokolade,

fein geraspelt

125 g weiche Butter, kleine Stücke

3 EL Milch

2 TL frischer Ingwer, fein gehackt

30 g geschälte, gesalzene Pistazien,

grob gehackt

50 g kandierte Melonen, klein gewürfelt

125 g Mehl

½ TL Backpulver

Außerdem:

weiche Butter für die Gläser

Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (Umluft 160 °C) vorheizen.

Eier trennen. Mit dem Handrührgerät Eigelb und Zucker zu hellgelbem Schaum rühren.

Schokolade, Butter und Milch dazugeben und alles gut verrühren. Ingwer, Pistazien und Melonen unterrühren.

Mehl und Backpulver durchsieben und mit dem Schokoladeteig gut vermischen.

Eiweiß zu festem Schnee schlagen und unter den Teig heben.

Gläser gut mit Butter ausstreichen und nur bis zu einem Drittel mit Teig füllen. Schokokuchen im Glas im vorgeheizten Ofen 40 Minuten offen backen.

Gläser aus dem Ofen nehmen und sofort mit Deckeln verschließen.

Variante:

Großer Schokoladekuchen für die Kaffeetafel

Statt in kleinen Portionsgläsern könnt Ihr den Schokokuchen auch in 4 Gläsern à 500 ml backen. Auf einen Teller gestürzt werden diese Prachtstücke zur Zierde jeder Kaffeetafel. Allerdings müssen die großen Schokokuchen etwas länger gebacken werden.

Selbstgemacht im Glas

3d_sigTomsich/Derndorfer/Fischer: Selbstgemacht im Glas
Zum Einkochen, mitnehmen &verschenken

Christian Brandstätter Verlag

Preis: 34,90 €

Im Glas ist vieles möglich!

Worum geht‘s?

Einkochen ist wieder hip, der Mief der 60ziger und 70ziger Jahre der dieses Thema stets begleitete hat sich längst verflüchtigt, denn heute geht es hier nicht nur um Vorratshaltung, sondern auch um saisonalen Genuss, bei dem man auch noch herrlich kreativ sein kann. Der Trend zur saisonalen Ernährung hat bei vielen das Bewusstsein dafür geweckt, im Sommer schon an den Winter zu denken und Marmelade, Kompott, Sirup und vieles mehr für unsere Keller-Regale zu produzieren. Bei mir fing alles mit einem Pflaumenbaum und einem Apfelbaum im Wochenendhäuschen an und ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, mein Pflaumenmus im Supermarkt zu kaufen, auch wenn die Zubereitung schon ein wenig Arbeit macht. Inzwischen besitze ich auch einen Einkoch- und Dörrautomaten um die Steinpilzfunde zu konservieren und um Gemüsebrühpulver selbst herzustellen. Auch beim Kochen bin ich eher großzügig und Gulasch und Kürbissuppe und vieles mehr wird praktischerweise in großen Mengen produziert und die Reste, die nicht gleich verspeist werden, wandern in Einmachgläser. Das ist ungeheuer praktisch, wenn es mal schnell gehen soll und für mich die einzig vorstellbare Möglichkeit, auf konservierte Produkte zurückzugreifen, denn im Gegensatz zu Industrieprodukten, weiß ich genau was drin ist.

Was ist drin?

 Erst mal mit den Grundlagen vertraut machen und hier wird es uns einfach gemacht!

Nein Einkochen ist kein Hexenwerk, aber ein bisschen Know-How ist immens wichtig, damit sparen die Autoren nicht und bereiten es vor allem ungeheuer anschaulich auf: Wir erfahren im Schnelldurchlauf alles Wissenswertes zu den unterschiedlichen Konservier-Methoden, Ausstattung und Zubehör Füllvolumen, Glasformen, Deckeln und mehr.

Wissensvermittlung par excellence oder was ist für mich das beste Setting!

uebersicht

 In dieser Ausführlichkeit lassen das viele Bücher zum Thema vermissen, aber Nikolas Tomsich als Herausgeber des schönen Buches, ist vom Fach und bei Österreichs größtem Glashändler beschäftigt.  Auf sein Wissen und seine Erfahrung im Bereich Glas und Verschluss greifen Köche, Produzenten und Abfüller gerne zurück, neben Fachvorträgen und Schulungen zum Thema Verpackung von Lebensmitteln ist er selbst ein leidenschaftlicher „Einrexer“. Hier habe ich vieles neues erfahren und bin glücklich, dass dieser Aspekt einmal so ausführlich in einem Buch zum Thema präsentiert wird. Wunderbar auch die Übersichtstabelle „Einkochen auf einem Blick“, die sehr anschaulich für die jeweiligen Produkte die optimalen Garzeiten, Glasformen und Deckel präsentiert. Das macht Spaß und man merkt die Leidenschaft, mit der Verlag und Autoren Inhalte vermitteln wollen. Unter der Rubrik „Optimal Setting“ können sowohl Anfänger als auch Vorratshalter im größeren Stil, die für sie optimale Methode zum Einwecken herausfinden und erhalten nebenbei noch nützliche Tipps.

Alles was im Glas möglich ist!

Langschläfer, Berufstätige und Gartenbesitzer, hier kommen alle auf Ihre Kosten!

Die Autoren haben ganze Arbeit geleistet und holen hier viele ab, denn das Buch berücksichtigt im Rezeptteil, alles was im Glas möglich ist, nicht nur „Einkocher“ kommen auf Ihre Kosten, sondern auch Berufstätige, die ihr ihr Mittagessen im Glas vorbereiten und mit ins Büro nehmen. Mit wenigen Handgriffen wird ein leckerer Schichtsalat im Glas oder eine Suppe to go hergestellt, die praktischerweise direkt aus diesem genossen werden können. Singles sind froh, dass sie ihre Lieblingsgerichte auch in kleinen Portionen genießen können und keine Langeweile aufkommt. Für Picknick-Fans und Ästheten darf es auch gerne ein Kuchen oder ein Dessert im Glas sein. Langschläfer freuen sich, wenn sie gesund und lecker mit Smoothies & Overnight Oats den Weg ins Büro antreten. Gartenbesitzer und leidenschaftliche Gastgeber bekommen leckere Ideen, wie man unkompliziert und köstlich die Zeit von Saison zu Saison überbrücken kann oder auch Überraschungsbesuch lecker bewirten kann.

Gastgeber können sich freuen, hier wird an alles gedacht!

 Tagelang frische Pizza das ist kein Problem, die Mini-Pizzen werden einfach im Glas vorgebacken und sofort verschlossen. Dann nur noch die Gläser dunkel und kühl lagern und 2 Tage später zum Aufwärmen herausnehmen und aufbacken. Flache Gläser eigenen sich nicht nur als Transportmittel, sondern sind auch preiswerte Backformen. Soll die Köstlichkeit anschließend transportiert werden, einfach Deckel aufsetzen und schon können auch die Bürokollegen oder Picknickfreunde in den Genuss von einem leckeren gebackenen Thymian-Ricotta kommen und Sesam-Zitronen- oder Mohnbutter mit Basilikum und Basilikum- Pinien-Eis mit Himbeer-Sauce machen im Glas auf jedem Buffet eine gute Figur.

Was gibt es denn?

 Carnivoren, Vegetarier, Veganer alle werden mit sehr kreativen Rezepten bedacht, hier mal eine kleine Kostprobe:

Aprikosen-Mango-Lassi

Erdbeer-Melonen-Fenchel-Smoothie

Marinierte leicht getrocknete Tomaten

Kalte Mandel-Knoblauch-Suppe

zitronige Rucola-Kartoffel-Suppe mit Croûtons

Quinoasalat mit Auberginen, Zucchini u. Feta

Asia-Nudelsalat mit Huhn u. Mandarine

Marokkanischer Rindfleisch-Gemüse-Topf

Heidelbeer-Tiramisu

Cremiger Erdbeer—Milchreis

Walnuss-Koriander-Pesto

Apfel—Basilikum Senf

Süssaure Asia-Pflaumensauce

Himbeer-Thymian-Ansatzessig

Honig-Senfgurken

Rotes Kimichi

herzhafte Leberwurst

Marokkanische Bratwurst

Wiener Saftgulasch

Rindfleisch-Curry

Himbeer-Bananen-Marmelade

Pfirsich-Marmelade mit Rosmarin

Birnenkompott mit Cassis.

Schokokuchen mit Salzpistazien u. Melone

Rhabarber-Ingwer—Sirup

Ananas-Minze-Sirup

Orangen-Wacholder-Likör

Rosen-Holunderblüten-Zucker

Diese Liste ließe sich noch eine Weile fortsetzen, denn die Auswahl der beiden Autorinnen ist ebenso stimmig wie kreativ, da macht einfach vieles Lust auf ausprobieren.

Was ist besonders? – oder Theorie geht auch anschaulich!

 Bei einem Kochbuch geht es ja auch immer um Wissensvermittlung und nicht nur um Rezepte. Häufig haben die meisten Bücher aber gerade hier ihre Schwächen. Manchmal wird uns da nur dürftig zusammengetragenes Wissen präsentiert, dass es nur begrenzt versteht die richtige Klammer für die Rezepte zu bilden, viel häufiger wird man da aber mit liebloser und wenig ansprechender Präsentation konfrontiert. In diesem Buch wurde für mich alles richtig gemacht, denn auch im Anhang wird nicht mit Tipps gegeizt und wieder alles sehr anschaulich und übersichtlich präsentiert. Die Rezepte sind kompakt präsentiert, hier wäre eine noch umfangreichere Information zur Haltbarkeit bei den unterschiedlichen Lagermethoden gerade für Anfänger sehr hilfreich gewesen und hätte mein Glück perfekt gemacht.

Fazit: Ein Buch mit vielen kreativen Rezepten rund um alles was im Glas möglich ist, der Theorieteil sucht seines Gleichen in dieser Anschaulich- und Ausführlichkeit ist mir das noch nicht begegnet. Jedem Kapitel wird außerdem noch mal das Wichtigste vorab vorausgestellt. Wer sich nur für das Haltbarmachen interessiert, bekommt sehr inspirierende Ideen und Rezepte, die Spaß machen, aber durchaus auch kompakt gehalten sind. Am besten sich auch mal bei den Salaten, Kuchen, Desserts und anderem umschauen, es lohnt sich! Außerdem haben wir es hier mit einem Buch mit herausragender Ausstattung, das auch mit optischen Reizen nicht geizt.

Vielen Dank für die Übersendung eines Rezensionsexemplars!

 

Nachtisch bitte!

cover_nachtisch-bitte_riker-2Sonja Riker: Nachtisch bitte

Fotos Andrea Lipp

Folio Verlag

Preis: 25,– €

Klasse statt Masse oder ohne Nachtisch ist auch keine Lösung!

 Worum geht’s?

 Manchmal muss es zum Nachtisch mehr als nur Espresso sein!

 Kennt Ihr das, ein richtig gutes Essen und hinterher nur einen Espresso mit einem abgepackten Keks zum Ausklang, das ist doch recht trostlos auch wenn es vorher noch so gut geschmeckt hat. Abgepackte Kekse sind sowieso überhaupt nicht meins und bei fertigem Backwerk aus der Bäckerei bin ich auch mehr als kritisch. Das meiste ist mir viel zu süß und Handwerk wird häufig durch fragwürdige Zusatzstoffe ersetzt, da verzichte ich lieber und halte mich stattdessen an meinem kümmerlichen Espresso fest. Das soll sich jetzt ändern und deshalb habe ich mir das schöne neue Buch „Nachtisch bitte“ zugelegt. Die Schwiegermutter wird es freuen, denn bei ihr muss es am Ende immer was Süßes zum Abschluss sein, Desserts sind in meiner Küche bislang allerdings sehr stiefmütterlich weggekommen. Als Berufstätige, fehlt mir häufig die Zeit und die Muße, dafür Stunden zu investieren und ein leckeres Stück Kuchen, selbstgemachte Kekse oder Obstkompott und eine Quarkcreme sind mir tausendmal lieber als eine schwere Mousse oder Creme. Nur was hermachen soll es natürlich auch, besonders wenn die Schwiegermutter mit am Tisch sitzt.

Wer sind die Autoren?

Sonja Riker, geboren 1967, arbeitete zehn Jahre beim Bayerischen Rundfunk, bis sie 2006 auf dem Münchner Elisabethmarkt ihren Suppenladen „SuSa – Suppe, Saft und Gewürze“ eröffnete. Fünf Jahre führte sie zusätzlich das Café „SuSa – Süße Sachen“. Autorin der Bestseller Suppenglück und Mehr Suppenglück. http://susa-suppenglueck.de/

Andrea Lipp, geboren 1977, lebt und arbeitet als Fotografin in Augsburg sowie in ihrer Heimatstadt Graz. www.elfenkind-photography.com

Was ist drin?

 Love at first sight!

 Back- und Dessertbücher habe ich deutlich weniger als Kochbücher, trotzdem herrscht in dieser Sparte nicht gähnende Leere in meinem Kochbuch-Regal. Wie auch, als bekennende „Kochbuch-Süchtige“, achte ich darauf, dass hier genug steht. Ich liebe jedes Buch und bin dankbar für die vielen Inspirationen, die häufig ganz unterschiedliche Aspekte bedienen und mich neues ausprobieren lassen. Und trotzdem bei manchen Büchern ist es Liebe auf den ersten Blick, weil man schon beim Blättern erkennt, man hat einen echten Schatz gefunden und möchte schnurstracks in die Küche und loslegen, weil nahezu jedes Rezept genau dem persönlichem Geschmack entspricht.

Für mich bitte unkompliziert in der Zubereitung, aber immer lecker und mit Twist!

Eine entspannte Protagonistin und viele kreative Rezepte entweder herrlich altmodisch wie der Zwetschgen-Quark-Kuchen, in Sonjas Version allerdings mit einem Teig aus Vollkornmehl oder ein Rhabarber-Käsekuchen mit spannendem Twist, der mich optisch sofort für sich einnimmt, denn der Rhabarber wurde mit der Schnittfläche nach unten nebeneinander in den Teig gestellt und das ist ein echter Hingucker, dem ich im Frühjahr gerne einen Ehren-Platz auf meiner Kaffeetafel einräume.

Die Mischung macht’s!

 Im Kapitel „Nie alle!“, in dem die Autorin ihre Keksdose öffnet begeistert mich ihre traumhaft schönen Cranberry-Schnecken, mit Marzipan und Amaretto im Teig und Mamas Klassiker der Heidesand wurde mit Rosmarin und Zitronenabrieb sehr schön aufgepeppt. Im Kapitel „Alles Quark“ ist nichts beliebig, sondern in diesem schönen Buch sind echte Traumpaare am Start, die sich gesucht und gefunden haben, wie wäre es mit einem Florentiner-Apfel-Joghurt-Quark oder eine Portion feinstes Hüftgold in Form eines Karamell-Cheesecake. Und auch die Buttermilch-Mousse mit weißer Schokolade und Tonka trifft bei mir voll ins Schwarze, sie kommt ohne weiteren Zucker aus und passt sicherlich prima zu meinem eingekochten Zwetschgenröster aus dem Garten.

Diese Köchin hat viele neue Ideen!

In der Rubrik „Klassiker im neuen Kleid“ bietet Sonja eine Fülle von spritzigen Ideen, wie man frischen Wind auf den Kaffeetisch zaubern kann. Sie hat dabei den Klassikern aus vergangenen Zeiten sozusagen neue Kleider verpasst oder schafft es mit einem leckeren Accessoires eine ganz neue sehr interessante Kombination auf den Tisch zu bringen. Pate dafür stehen z. B. ein Butterkuchen mit Fleur de Sel und Karamell oder quietschbunte Kastenkuchen, wahlweise mit Rote Beete, Zucchini oder Möhre, Mandel und Sesam im Teig Auch der Gugelhupf wird vollkommen transformiert, langweilig ist in diesem Buch nichts, Mohn Marzipan, Ingwer, Kakao und Topfen sorgen für aparte und köstliche Varianten. Matcha-Teepulver bringt jede Menge Optik für die sonst eher biedere Erdbeer-Biskuitrolle und beim Strudel wird kurzerhand eine bayerisch-spanische Liaison eingegangen, denn die netten Päckchen punkten mit ihren inneren Werten in Form einer spanischen Vanille-Creme.

 Weniger ist manchmal mehr!

 Wenn Vorspeise und Hauptgang schon üppig waren, dann braucht es beileibe kein 1000-Kalorien-Dessert, das uns noch Stunden später wie ein Backstein im Magen liegt. Lecker, leicht und luftig soll es sein, genau dafür gibt es im Buch im Kapitel „Leicht & Lecker“ herrliche Ideen, wie z. B. eine Holunder-Joghurt-Tarte oder eine Kirschgrütze mit Kardamom und Kokosschaum oder einen Mango-Litschi-Salat, die mit interessanten und überraschenden Aromen jede Menge frische Akzente setzen.

Süßes für jeden Anlass!

Im Kapitel „Das Beste für Feste“ wird noch mal so richtig aufgetischt: von Ostern bis Weihnachten, für den Kindergeburtstag oder die Hochzeit, gibt es Klassiker wie Elisenlebkuchen oder Linzer Torte und auch mal ein Rezept für ein veganes Superbrot oder Ideen für den Kindergeburtstag (Grissini-Mikado) und Hochzeit (Hochzeitstaler).

Fazit – oder was ist besonders? Sonja Riker ist eine leidenschaftliche und kreative Köchin, ihre Ideen haben nicht nur Pfiff, sondern sind auch herrlich unkompliziert in der Zubereitung. Sie schafft es mit einem überraschenden Twist Klassikern einen völlig neuen Auftritt zu verschaffen und kennt unsere Vorlieben ganz genau, da gibt es für jeden Geschmack und jeden Anlass eine Idee, die mich geradezu in die Küche treiben, weil sie auf jedes zu viel verzichten, ob es nun Zucker oder Komplexität ist. Stattdessen setzt diese Autorin auf neue Akzente und beweist mit jeder ihrer Kreationen, Nachtisch macht Spaß, wenn man die richtigen Rezepte hat, dann kann diese Disziplin für jeden zur Königsdisziplin werden, egal für welchen Anlass und auch bei begrenztem Zeit-Budget. Für mich in dieser Sparte das innovativste Buch in 2016, definitiv sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene Süßschnäbel ein Gewinn sowohl bei Desserts als auch auf der Kaffeetafel.

Vielen Dank für die Übersendung eines Rezensionsexemplars.

Ich machs mir einfach

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Patrick Rosenthal: Ich machs mir einfach

Süßes, Mini-Kuchen, Desserts, Eis & mehr

TOPP Verlag

Preis: 14,99 €

ISBN: 3772479200

 „Ein Mann mit Händchen – oder ich mach‘s wie Patrick!“

 Wer backt?

(c)frechverlag_TOPP 7920_Bild_Patrick Rosenthal

 Patrick Rosenthal ist Blogger („ichmachsmireinfach“) und zwar einer der ganz besonderen Art: Er liebt es süß und außerdem macht er es sich gerne einfach. Ich auch Patrick, aber toll aussehen soll es auch und gut schmecken sowieso. Kalorien musst Du für mich nicht zählen, wenn alles andere stimmt!

Was ist drin?

 Patrick backt, liebt es eiskalt und ganz heiß, frühstückt, sorgt für leckere Desserts und widmet sich am Ende den kleinen Sünden. Dabei sind 60 Rezept-Kreationen herausgekommen, die obwohl sie in der Zubereitung nicht sonderlich kompliziert sind, so richtig was hermachen und vor allem für Überraschungen sorgen.

Patrick liebt die Inszenierung und lässt es farblich auch so richtig knallen!

Nein, der Mann ist kein Leisetreter, wenigstens nicht optisch, sein Brombeerkuchen kommt in Knall-Pink und die Füllung der Windbeutel darf auch schon mal hellblau sein, denn biedere Langeweile beim „Süßkram“, nicht mit ihm, das geht gar nicht!

Pimpen geht immer – aber Kalorien zählen verboten!

 Zum Beispiel  mit Karamell-Schokostücken im Brownie-Trifle, der seine Gäste zwar regelmäßig in Entzücken versetzt, auch wenn sie stets überzeugend vermitteln, dass sie es niemals schaffen werden, diese Köstlichkeit aufzuessen. Trotzdem werden hier jedes Mal persönliche Bestmarken und Rekorde gebrochen, denn bisher ist es jedem gelungen. Wenn es lecker schmeckt, ist auch eine buttrig-sahnige Kalorienbombe keine unbezwingbare Hürde und so gesellt sich Löffelchen zu Löffelchen, eigentlich wollte man den ja schon längst bei Seite schieben, aber nein, einer muss noch sein……

Lecker Patrick und so einfach und schnell gebacken!

Das Walnussbrot wird durch die Blaubeeren im Teig so richtig fruchtig und früh aufstehen muss ich auch nicht, denn Backpulver  und Öl im Teig machen es herrlich fluffig, auch ohne lange Vorbereitungszeit und die Haferflocken, das Dinkelmehl und die Walnüsse drin sorgen für den nötigen Crunch.

Wenn man sich nicht entscheiden kann nimmt man halt das Beste von beidem!

 Der Mann ist überaus kreativ und so wird aus Muffins und Donuts schnell mal eine neue Kreation, die er kurzerhand Muffnuts tauft. Diese sehen aus wie Muffins, schmecken aber eher wie ein Donut und sind dabei immer wieder sehr wandelbar, wenn man statt der Himbeermarmelade einfach eine beliebige andere Lieblingskonfitüre verwendet.

Patrick kann auch klassisch!

Zum Beispiel Clafoutis mit frischen Beeren. Lecker mit Sahne und Brombeeren im Teig und so einfach. Am besten gleich lauwarm genießen. Oder der Apfel-Zimt-Kuchen, der schon im Ofen so unwiderstehlich duftet, dass die Backzeit von 50 Minuten eine echte Herausforderung darstellen kann. Für Cheesecake wirft er gleich eine Party und hat mit Toppings wie Honig-Avocado, Mango-Kokosnuss und Rose-Himbeer richtig tolle Ideen wie dieser nicht nur lecker schmeckt, sondern auch richtig toll aussieht.

Was ist besonders – oder der Mann hat Händchen?

 Patrick Rosenthal versteht die visuelle Inszenierung aus dem ff und hat ein ausgesprochenes Händchen, dafür wie man mit Toffee-Pralinen und allerlei anderem aus dem Süßwaren-Regal im Supermarkt schnell und unkompliziert, aus einem eher biederem und langweiligem Kuchen oder Desserts etwas zaubern kann, was unsere Gäste so schnell nicht vergessen werden. Hier geht es bei weitem nicht nur um Optik, sondern auch geschmacklich setzt er gerne Akzente. Ein bisschen Mut sollte man aber schon mitbringen und weder vor Kalorien noch vor ungewöhnlich mutigen Farbkreationen zurückschrecken.

 Fazit: Tolles Buch für alle, die Süßes lieben, gerne auch mal was neues probieren und ihre Gäste mit wenig Aufwand in Verzückung setzten möchten. Kalorienzählen ist dabei verboten, aber das hat sich sowieso erledigt, wenn man erst Patricks Eiskreationen verfallen ist, die sind für mich seine Königsdisziplin!

Vielen Dank für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Supergesunder Labneh-Käsekuchen mit Honig

© Tara Fisher
© Tara Fisher

Quelle: Charlotte Pike: Fermentiert: Sauerkraut, Kefir,
Kimchi und noch vieles mehr.

Fotos: Tara Fisher

Verlag Edel Books

Preis: 16,95 €

Dieser Käsekuchen fällt ein bisschen aus dem Rahmen. Er wird ausschließlich aus natürlichen, sehr nährstoffreichen Zutaten zubereitet und ist frei von Gluten und raffiniertem Zucker. Durch den Labneh hat dieser Käsekuchen ein etwas säuerlicheres Aroma als „normaler“ Käsekuchen. Und genau das macht ihn auch so lecker finde ich!

 Zutaten (für 12 Portionen):

 Für den Boden

375 g Nüsse nach Wahl, z. B. Chashewkerne oder eine Mischung aus Cashew, Mandeln und Walnüssen

150 g entsteinte Datteln

75 g Kokosfett

einige Tropfen Vanilleextrakt

Für den Belag

550 g Abtropfgewicht Süßer Labneh (das ist bei Charlotte Pike ein sehr gut abgetropfter Bio-Vollmichjoghurt, gerne auch griechischer Joghurt)

1 TL Vanilleextrakt

75 g flüssiger Imkerhonig, plus etwas mehr zum Beträufeln

Außerdem:

Eine Springform mit 26 cm Ø

Boden und Rand einer Springform mit Backpapier auskleiden.

Für den Boden, Nüsse und Datteln im Mixer verarbeiten, bis die Nüsse grob gemahlen sind. Kokosfett und Vanilleextrakt zufügen und nochmals kurz mixen, bis die Mischung bindet. Die Masse in die vorbereitete Form geben und mit einer flachen Hand auf den Boden drücken. Mit Frischhaltefolie abdecken und im Kühlschrank fest werden lassen, während der Belag zubereitet wird.

Für den Belag Labneh, Vanilleextrakt und Honig in einer großen Schüssel glatt rühren. Auf dem Teigboden verstreichen.

Die Form locker mit Alufolie abdecken und den Kuchen im Kühlschrank mindestens 8 Stunden fest werden lassen.

Den Kuchen aus der Form lösen, auf eine Tortenplatte heben und mit etwas Honig beträufeln.

Dieser Käsekuchen eignet sich auch als leckeres Dessert für eine größere Gästezahl. Er sollte innerhalb von 3 Tagen verzehrt werden.

Ingwer-Birnen-Kuchen mit Kaffeesahne

© Gunda Dittrich/Brandstätter Verlag
© Gunda Dittrich/Brandstätter Verlag

Quelle: Bernadette Wörndl: Obst

Fotos Gunda Dittrich

Christian Brandstätter Verlag

Preis: 34,90 €

Ein Kuchen, den Bernadette das erste Mal bei einem Mitarbeiteressen im „Chez Panisse“ probieren durfte und der sie seitdem mit jedem Bissen in die Küche von Alice Waters zurückversetzt. Sie hat den dunklen, saftigen Kuchen voller Ingwer und Melasse mit Birnen gespickt, um ihm noch etwas Frische zu verleihen und genau das hat uns nicht nur optisch sondern auch geschmacklich überzeugt. Auch durch das verwendete Erdnussöl eine herrlich saftige Angelegenheit.

 Zutaten:

für die Kaffeesahne:

 100 g Kaffeebohnen

1 EL Puderzucker

200 ml Schlagsahne

für den Kuchen:

 150 g Zucker

300 g Melasse oder ersatzweise Zuckerrübensirup

200 ml Erdnussöl

2 Eier

60 g Ingwer (scheint viel, aber ich bin Fan, mit der Melasse hat das gut gepasst)

180 g heißes Wasser

2 TL Weinsteinbackpulver

340 g Weizenmehl

½ TL Zimt

1 TL abgeriebene Bio-Orangenschale

3–5 kleine Birnen

Zubereitung:

 Für die Kaffeesahne alle Zutaten vermengen und mindestens 3 Stunden oder über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen. Zucker, Melasse und Erdnussöl vermengen. Eier leicht verquirlen und unter die Zucker-Ölmischung rühren. Ingwer schälen und fein reiben oder in der Küchenmaschine sehr fein zerkleinern. Heißes Wasser und Backpulver verrühren. Mehl und Zimt in eine Schüssel sieben. Alle Zutaten bis auf die Birnen verrühren und 10 Minuten ruhen lassen.

Eine große Kastenform mit Backpapier auslegen, Teig hineinfüllen und die ganzen Birnen hineinsetzen. Kuchen 1–1 ½ Stunden backen, gegen Ende mit einer Stricknadel oder einem Holzspieß testen, ob der Kuchen durchgebacken ist: Kommt die Nadel trocken und ohne

sichtbare Teigreste wieder aus dem Kuchen, ist er fertig. Kuchen abkühlen lassen, dann aus der Form lösen.

Sahne abseihen, cremig aufschlagen und zum Kuchen servieren.