Dorade auf Teochew-Art im Päckchen gegart

©Shu Han Lee

Quelle: Shu Han Lee: Chicken & Rice

Dumont Verlag

Preis: 32,– €

Diese Art gedämpften Fisch mag Shua Han am liebsten, vor allem weil sie damit in Singapur aufgewachsen ist. Traditionell macht man ihn in einem großen Dampfgarer oder über kochendem Wasser in einem Wok, aber im Ofen geht es viel einfacher. Shua Han Lee hat sich eine Idee aus französischen Kochbüchern abgeschaut, indem sie den Fisch „en papilotte“ gart – klingt extravagant, heißt aber nichts weiter, als ihn mit einem Schuss Brühe in Backpapier zu wickeln und sorgsam zu verschließen, damit er eher dämpft als backt und sein Fleisch und zart bleibt. Ich habe das Schmalz kurzerhand mit dünnen Bacon-Scheiben ersetzt, mit der ich den Fisch umwickelt habe. Der Fisch war lecker, allerdings auch nicht gerade Feierabend tauglich, wenn man die einzelnen Komponenten wie Senfkohl, gebratene Schalotten und Schalottenöl nicht im Vorrat hat. Dieses Rezept braucht definitiv einen Vorlauf, trotzdem der Ausflug hat sich für mich gelohnt.

Zutaten (für 2 – 4 Personen):

3 mittelgroße getrocknete Shiitake-Pilze

70 g salzig eingelegter Senkohl (etwa 2 Stück s. S. 259)

1 große Dorade (ca. 1 kg), geschuppt und ausgenommen

Meersalz

1 Stück Ingwer (ca. 2,5 cm)

1-2 rote Vogelaugenchilis

1 gesalzene Trockenpflaume (gibt es im Asia-Laden)

20 g Schweinefett, fein gewürfelt* (bei mir dünne Bacon-Scheiben)

1 gehäufter EL gebratene Schalotten (s. S. 251)

200 g Kirschtomaten

1 EL Schalottenöl (s. S. 251)

1 kleine Handvoll frische Korianderblätter, gehackt

*Reines Schweinefett wird hier so über den Fisch verteilt, dass das Schmalz ausläuft und den Fisch während des Garens duftend und saftig hält. Teochew- und Hokkien-Köche benutzen gerne Schmalz, um dem Essen mehr Aroma zu geben, allerdings kommt das im modernen Singapur nicht mehr so verbreitet wie früher vor. Schweinefett erhält man bei guten Metzgern. Wenn Ihr es lieber weglassen wollt nehmt einfach etwas mehr Schalottenöl.

Zubereitung:

Den Ofen auf 180 °C vorheizen.

Die Pilze waschen und knapp mit warmem Wasser bedecken. Etwa 30 Minuten ziehen lassen, bis sie weich sind. Den eingelegten Senfkohl abgießen und kurz in warmem Wasser einweichen, nur etwa 10 Minuten, damit er nicht ganz so salzig ist. Die Dorade ringsum mit reichlich Salz einreiben, Beiseite stellen und das Gemüse vorbereiten.

Den Ingwer in dünne Streifen schneiden und die Chilis fein hacken. Den eingelegten Senfkohl abgießen und fein schneiden. Die Pilze abtropfen lassen, ausdrücken und in Streifen schneiden. Die Einweichflüssigkeit aufbewahren – sie ergibt Eure Brühe.

Ein Stück Backpapier abschneiden, das groß genug ist, um den Fisch darin einzuwickeln. Das Papier zur Hälfte auf ein Backblech legen. Die gesalzene Pflaume leicht zerdrücken und den Fisch außen und innen mit ihrem Fruchtfleisch einreiben. Den Fisch auf das Papier legen und mit Pilzen, Senfkohl, Ingwer, Chilis, Schweinefett und gebratenen Schalotten bedecken, dabei einen Teil unter und in den Fisch schieben. Die Tomaten ringsum verteilen und alles mit der Pilzbrühe und dem Schalottenöl beträufeln.

Die andere Papierhälfte so über den Fisch klappen, dass ein Päckchen entsteht, in dem genügend Platz für die Kochsäfte bleibt. Die Papierkanten umfalten und zuwickeln, bis das Päckchen dicht verschlossen ist. In den Ofen stellen und je nach Größe 20 – 25 Minuten garen. Denkt daran, dass der Fisch auch nach dem Herausnehmen im Päckchen weitergart und rechnet diese Zeit weiter ein.

Ihr könnt das Päckchen direkt vom Backblech servieren oder sorgfältig auf eine Platte umbetten. Erst am Tisch öffnen und mit ein paar frischen Korianderblättchen bestreuen. Mit gekochtem Reis servieren, über den Ihr den köstlichen Sud löffelt.

Tipp:

Ihr könnt die meisten weißfleischigen Fische mit blättrigem Fleisch nehmen. Traditionell wird  Brachsenmakrele oder Wolfsbarsch verwendet. Shu Han Lee bevorzugt  Dorade, weil das eine nachhaltiger gefangene und billigere Fischart ist, die ebenso zartes und aromatisches Fleisch wie Wolfsbarsch hat.

Salzig eingelegte Gemüse

Zutaten (ergibt ein großes Glas):

 3 – 4 Bund Senfkohl (Pak Choi oder anderes Gemüse)

2 EL grobes Meersalz

Außerdem:

Ein großes Einmachglas

Fermentiertes Gemüse hat in vielen Kulturen eine lange Geschichte. Die berühmtesten Beispiele sind Sauerkraut aus Deutschland und Kimchi aus Korea. Diese Methode war besonders in denen Zeiten wichtig, als Kühlschränke noch nicht überall preiswert verfügbar waren. Die Milchsäuregärung macht das Gemüse nicht nur haltbar, sondern gibt ihm auch ein unverkennbares sauer-salziges Aroma, das zu vielen Gerichten passt. In Südostasien gibt es alle möglichen von salzig eingelegtem Gemüse, am häufigsten wird aber der pfefferige Senfkohl (Pak Choi) verwandet. Die meisten Blattgemüse mit knackigem Stiel – junger Weißkohl, Mangold, Pak Choi oder Asia-Salate – sind für dieses Rezept gut geeignet.

Zubereitung:

Die Senfkohlblätter voneinander trennen, alle welken und beschädigten entsorgen und unter fließendem Wasser abspülen. Auf einem Kuchengitter auslegen und ein paar Stunden an der Luft trocknen lassen, bis die Blätter nicht mehr feucht und leicht angewelkt sind. In große Stücke schneiden.

Das Glas zum Sterilisieren mit kochendem Wasser ausspülen und anschließend im warmen Backofen trocknen. Stattdessen könnt Ihr es auch in der Spülmaschine sterilisieren.

Den Senfkohl in eine große Schüssel geben und mit der Hälfte des Salzes verkneten. 20 Minuten stehen lassen, damit die Blätter Wasser ziehen und ein wenig zusammenfallen, dann fest drücken, um die Flüssigkeit herauszupressen. Das Glas mit Senfkohl füllen und dabei darauf achten, dass keine Leerräume entstehen.

Das restliche Salz in das Glas geben. Mit kochendem Wasser übergießen, bis die Blätter bedeckt sind und mit einem sauberen kleineren Deckel oder einem mit Salzlake gefüllten verschließbaren Beutel beschweren, damit die Blätter unter Wasser bleiben.

Verschließen und eine Woche an einem kühlen Ort, dunklen Ort ziehen lassen. Kosten (mit einer sauberen Gabel oder Essstäbchen!), ob das Gemüse fertig ist – es sollte salzig und leicht sauer schmecken. Wenn es nicht sauer genug ist, den Deckel wieder schließen und noch ein, zwei Tage stehen lassen. Das Gemüse hält sich bis zu 6 Monaten, aber wenn Ihr es nicht allzu zu sauer mögt, solltet Ihr es in den Kühlschrank stellen, sobald Ihr es säuerlich genug findet; dadurch endet der Fermentierungsprozess.

Gebratene Schalotten & Schalottenöl

Zutaten:

100 g. Schalotten

Etwa 250 ml Erdnussöl zum Braten

1 Prise Meersalz

 Schalotten schälen, in dünne Scheiben schneiden und sanft mit den Fingern in kleine Ringe teilen. Erst trocken tupfen dann mit Salz vermengen – so werden sie knuspriger. Macht das erst kurz vor dem Braten, sonst schwitzen die Zwiebelringe.

Etwa 5 cm Öl bei mittlerer Temperatur im Wok oder in einem schweren Topf erhitzen. Wenn es nicht heiß genug ist, braten die Schalotten nicht richtig, wenn es zu heiß ist brennen sie an. Testet die Temperatur, indem Ihr ein Holzstäbchen ins Öl steckt – es sollten winzige Bläschen daran empor zischen.

Die Schalotten ins heiße Öl geben. Sie sollten sanft brutzeln. Etwa 8 – 10 Minuten braten, bis die Kanten leicht gebräunt sind. Von nun an müsst Ihr aufpassen: Ab sofort ist der Schritt von wunderbar knusprigen Schalotten zu angebranntem Schlamassel ziemlich klein. Sobald etwas mehr als die Hälfte der Schalotten goldbraun ist, vom Herd nehmen und in der Resthitze des Öls bis zur perfekten Bräune weiterbrutzeln lassen. Wenn Ihr die Schalotten erst vom Herd nehmt, wenn sie braun sind, sind sie am Schluss verbrannt.

Abgießen – beim Abkühlen werden die gebratenen Schalotten knusprig. Das duftende, aromatische Öl nicht wegschütten! Ihr könnt die Schalotten auch darin aufbewahren, aber lasst beides auf jeden Fall vorher getrennt abkühlen, sonst garen die Schalotten im heißen Öl weiter.

Konjaknudeln mit Lachs und Wasabidressing

© Eisenhut & Mayer/Brandstätter Verlag
© Eisenhut & Mayer/Brandstätter Verlag

Quelle: Karin Stöttinger: Shaking Salad Low Carb

Fotos: Eisenhut und Mayer

Christian Brandstätter Verlag

Preis: 15,99 € (E-Book)

Auch wieder sehr spannend und ebenso schön anzusehen, mir gefallen Karins Kombinationen wirklich sehr gut, ihr Buch ist wirklich so viel mehr als ein schnödes Diätbuch!

Zutaten (für 4 Personen):

 Salat:

100 g Konjaknudeln (Asialaden)

300 g Lachs in Sushi-Qualität

2 Frühlingszwiebeln

schwarzer Sesam

Dressing:

Saft von 2 Mandarinen oder 1 Orange

3 EL Olivenöl

Salz

Pfeffer aus der Mühle

1 EL Sojasauce

1 EL Reisessig

etwas Wasabipaste

Zubereitung:

Für das Dressing alle Zutaten gut miteinander verrühren, am besten mit dem Stabmixer fein pürieren.

Konjaknudeln gut wässern, abtropfen lassen. Mit dem Dressing vermischen, in den Gläsern verteilen.

Lachs in feine Scheiben schneiden, auf den Konjaknudeln verteilen und mit geschnittenen Frühlingszwiebeln bestreuen. Mit schwarzem Sesam bestreuen.

Austauschvariante: statt Reisessig kann man auch Weißweinessig verwenden.

Limetten-Kokos-Fisch

© Hubertus Schüler.
© Hubertus Schüler.

Quelle: Bettina Matthaei: Workshop Würzen

Fotos: Hubertus Schüler

Becker Joest Volk Verlag

Preis: 49,90 €

Perfekt, wie hier die unterschiedlichen Aromen miteinander harmonieren!  Schnell gemacht war es außerdem noch, definitiv ein Keeper-Rezept.

Zutaten (für 4 Personen):

6 frische Limettenblätter

20 g frischer Galgant

20 g Ingwer

2 Knoblauchzehen

2 grüne Chilischoten

1 großes Bund Koriandergrün

3 EL Rapsöl

1 Dose stückige Tomaten (400 g)

1 Dose Kokosmilch (400 g)

800 g festes weißes Fischfilet (z. B. Rotbarsch)

Salz + grüner Pfeffer aus der Mühle

1 unbehandelte Limette

Limettenblätter waschen und seitlich mehrfach einschneiden, damit sie mehr Aroma abgeben. Galgant und Ingwer schälen und sehr fein hacken oder reiben. Knoblauch schälen und fein hacken. Chilis längs halbieren, entkernen, abbrausen und hacken. Das Koriandergrün abbrausen und trocken tupfen. Stängel und Blätter separat hacken.

Einen Wok erhitzen, das Öl darin heiß werden lassen. Galgant, Ingwer und Korianderstängel 2–3 Minuten unter Rühren anbraten. Knoblauch und Chili zugeben, 1 Minute unter Rühren mitbraten, dann mit den Tomaten ablöschen. Kokosmilch und Limettenblätter dazugeben, aufkochen und bei leichter Hitze ca. 10 Minuten etwas einkochen.

Inzwischen den Fisch kalt abbrausen, trocken tupfen, in mundgerechte Stücke schneiden, etwas salzen und pfeffern. Limette heiß waschen und trocken reiben, die Schale abreiben und etwas Saft auspressen.

Den Fisch in die heiße, nicht mehr kochende Sauce legen und 5–6 Minuten darin gar ziehen lassen. Mit Salz, Pfeffer, einigen Spritzern Limettensaft und etwas Limettenschale abschmecken. Mit den Korianderblättchen bestreuen.

iesZubereitungszeit: ca. 40 Minuten

Fruchtiges Lachs-Curry

© Jonathan Lovekin
© Jonathan Lovekin

Quelle: Nigel Slater: Küchentagebuch

Fotos: Jonathan Lovekin

DuMont Buchverlag

Preis: 39,99 €

Achtung Hr. Slater mag es „hot“ und wir auch, 2 kleine Chilis könnten für manch einen zu viel sein! Ich empfehle hier eine Chili zu verwenden. Allerdings lasst es Euch gesagt sein, dass die Kerne hier für Schärfe sorgen, deshalb immer Schoten entkernen, am besten mit Gummihandschuhen und bloß nicht in die Augen fassen, bevor man die Hände gewaschen hat! Gewürze würde ich auch ungemahlen kaufen und in einer elektr. Kaffeemühle mahlen, sehr praktisch und die Gewürze sind nicht nur immer sehr frisch, sondern auch nahezu unbegrenzt haltbar. Mörsern geht auch, man braucht aber Zeit und viele Muckies! Statt Tamarindenpaste lässt sich ersatzweise auch Zitronensaft verwenden, hier würde ich aber davon ausgehen, dass es dann ein wenig mehr Zitronensaft sein sollte. Die Tamarindenpaste löst man eigentlich immer in ein paar Löffel Wasser auf. Schöne Kombi, die uns gut geschmeckt hat, und auch noch schnell auf dem Tisch stand.

 Zutaten (für 4 Personen):

 500 g. Lachsfilet, gehäutet

1 große Zwiebel

2 EL Erdnussöl

2 kleine scharfe Chilischoten, fein gehackt

½ TL Senfkörner

½ TL Kurkuma, gemahlen

1 TL Cumin (Kreuzkümmel), gemahlen

1 TL Koriander, gemahlen

6 ziemlich große Tomaten

1 EL Tamarindenpaste (gibt es im asiatischen Laden)

200 ml Kokosmilch

Den Lachs in etwa 20 dicke Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und fein hacken, dann mit dem Öl in einer tiefen beschichteten Pfanne weich dünsten. Sobald sie anfängt Farbe zu nehmen, Chilis, Senfkörner, Kurkuma, Cumin und Koriander dazugeben und etwa eine Minute rühren, bis die Gewürze erwärmt sind und duften.

Die Tomaten klein schneiden, in die Pfanne geben und 1 – 2 Minuten weich werden lassen. Die Tamarindenpaste unterrühren.

Aufkochen dann den Herd herunterschalten und 10 Minuten köcheln lassen. Die Lachswürfel hinein geben und mit etwas Salz und schwarzem Pfeffer würzen.

10 – 15 Minuten köcheln lassen, bis der Lachs hellrosa geworden ist. Die Kokosmilch hineingießen und weitere 4 – Minuten köcheln lassen.

 

Gedämpfte Miesmuscheln

© Claudio Del Principe/Brandstätter Verlag
© Claudio Del Principe/Brandstätter Verlag

Quelle: Claudio del Principe: Ein Sommer wie damals. Italien

Unvergessliche Rezepte, Musik und Amore

Christian Brandstätter Verlag

Preis 29,90 €

Wunderbar, es braucht nicht viel, wenn man nur von allem das Beste nimmt! Uns hat dieses Gericht an schöne Urlaube auf Korsika erinnert, wo wir die Muschel direkt am nahegelegenen Étang gekauft haben. Herrlich, ich glaube da müssen wir mal wieder hin und dann nur mit diesem Kochbuch im Gepäck!

Zutaten:

2 kg Miesmuscheln

2 Knoblauchzehen

1 kleines Bund glatte

Petersilie

1 Peperoncino-Schote

200 g kleine Strauchtomaten

8 EL Olivenöl extra vergine

100 ml Weißwein

schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Weißbrotscheiben zum Röste

Zubereitung:

Den Bart von den Miesmuscheln abziehen, starke Verkrustungen mit dem Messerrücken abschaben, Muscheln abbrausen und 30 Minuten in eine Schüssel mit kaltem Wasser einlegen. Wasser abseihen und Muscheln nochmals abbrausen. Offene Muscheln aussortieren.

Knoblauch schälen und mit der flachen Seite des Küchenmessers leicht andrücken. Petersilie waschen, trockenschütteln und fein schneiden. Peperoncino-Schote waschen, trockentupfen, in feine Ringe schneiden. Tomaten waschen und vierteln. In einem großen Topf Olivenöl erhitzen und 5 Minuten bei schwacher Hitze mit Knoblauch und Peperoncino aromatisieren. Tomaten darin 2 Minuten anziehen lassen. Mit Weißwein ablöschen.

Muscheln dazugeben und zugedeckt kochen, bis sie sich öffnen (2–3 Minuten). Nicht geöffnete Muscheln aussortieren. Muscheln großzügig pfeffern, mit Petersilie bestreuen, durchschwenken und in tiefe Teller verteilen.

Muschelsud durch ein feines Sieb passieren und über die Teller träufeln. Mit gerösteten Brotscheiben servieren.

Anmerkung von Claudio:

a ‘mpepata e cozze, wie dieses Gericht in Neapel genannt wird, ist in ganz Italien beliebt und wird in unzähligen deliziösen Varianten serviert. Die Zubereitung könnte simpler und schneller nicht sein – wenn man den etwas lästigen Teil des Putzens nicht rechnet. Dafür wird man mit einer Köstlichkeit belohnt, die nicht nur als Vorspeise, sondern gerne auch als Hauptspeise durchgeht. Wenn man nach einem langen Tag am Strand etwas kochträge ins Ferienhaus kommt, setzt man einen großen Topf auf und macht alle damit glücklich. Vor allem, wenn man genug geröstetes Brot dazu reicht, um den aromatischen Sud aufzutunken!

Shaking Salad

 

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Karin Stöttinger: Shaking Salad

Christian Brandstätter Verlag

Preis: 19,99 €

„Shake it Baby – oder der Star ist das Glas!“

 Worum geht’s? 

Karin Stöttinger ist eine passionierte Surferin, bei ihrem ersten Surf-Urlaub in einem Sportcamp im südlichen Spanien wurde zum Lunch oft ein sommerlicher Salat – serviert im Glas, simpel, praktisch zum Mitnehmen, und köstlich!

Karin war von dem Konzept begeistert, als berufstätige Mutter, die auch Wert auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung in der Mittagspause legt, hat sie zu Hause, diese Idee weiterentwickelt und perfektioniert.

Zurück im Büro begann sie, Salate im Glas mitzunehmen und das Dressing separat zu verpacken. Schon bald bekochte Karin die ganze Mittagstischrunde im Büro und nahm immer wieder bis zu 12 Salate mit in die Arbeit. Die Kolleginnen und Kollegen waren voll des Lobes und so war für sie klar, dass sie mehr daraus machen wollte….

Aus dem mehr ist inzwischen neben ihrem Blog „geschmacksmomente.com“ auch ein wunderschönes alltagstaugliches Kochbuch geworden, das gerade erschienen ist.

Wie sieht es aus?

 Das Glas mit den vielen bunten Zutaten auf dem Titel, macht schon mal neugierig und Lust hier weiter zu schauen.

Zur Ausstattung fällt mir nur „Brandstätter Verlag halt“ ein, d. h. übersetzt für die Nicht-Insider, hier werden schöne Bücher mit handwerklich wertiger Ausstattung gemacht und das konstant!

 Zu jedem Rezept gibt es ein schönes geschmackvolles Foto, das Lust macht und den Fokus auf die Speise legt, nicht zu viel Drumherum, sondern sehr harmonisch.

 Layout, ist bei Brandstätter immer besonders schön wie auch hier, man lässt sich etwas einfallen, auch optisch, um die Lesbarkeit und die Struktur des Rezeptes für den Leser schön und nützlich zu gestalten. Die gepunkteten Linien zwischen Rezepttitel und den einzelnen Zutaten sehen nicht nur hübsch aus, sondern erhöhen den Lesekomfort enorm!

Was ist drin?

 Los geht es gleich mit ein paar nützlichen Infos zum Dressing, der Reihenfolge im Glas und was man bei der Vorbereitung beachten muss. Erfahrung macht hier viel aus, wäre doch schade, wenn unsere Mühe nicht mit einem tollen Ergebnis belohnt wird. Karin hat viele Tipps parat und bemüht sich um ein grundsätzliches Verständnis, das gefällt mir sehr gut, weil sowas ein gutes Kochbuch ausmacht!

 Weiter geht es mit Rezepten und zwar in den Rubriken:

 „Vegetarisch“

 Mein Lieblingsrezept:

„Warmer Wintersalat mit frischem Olivenöl-Zitronen-Honig-Dressing“, weil so lecker!

 „Vegan“

 Meine Lieblingsrezepte:

„Auberginen-Cashewkern-Salat mit Karotten-Kardamom-Dressing“, I love Kardamom!

„Taboulé mit frischer Pfefferminze“, lecker und gesund und schnell selbst gemacht.

„Kichererbsensalat mit Datteln, Kreuzkümmel, Kardamom und Zimt“

 „Fisch“

 Mein Lieblingsrezept: „Thai-Noodle-Salat mit Lachs im Sesammantel“

 „Fleisch“

 Meine Lieblingsrezepte:

„Schwarzwurzel-Speck-Salat mit frischen Zwetschgen“,

war auch mit getrockneten Pflaumen sehr lecker!

„Rindfleisch-Käferbohnensalat mit Kürbiskernöl-Dressing“

„Süß“

 Meine Lieblingsrezepte:

„Apfel-Preiselbeer-Tiramisu“

„Matcha-Joghurt mit Pfirsichmus“, so dekorativ!

 Was mich begeistert hat:

Ehrlich gesagt, bin ich ja nicht so der Fan von neuen Trends beim Essen, denn vieles hat es schon mal gegeben und wird nur noch mal schick verpackt und Schwups ist ein neuer Trend geboren. Häufig ist dieser aus den USA zu uns rüber geschwappt, aber immer mit einer ganzen Marketing Maschinerie im Schlepptau und dann gibt es zu den entsprechenden Büchern, noch das passende Equipment, das wir unbedingt natürlich auch noch kaufen müssen. Deshalb war ich auch bei dem Shaking-Salad-Konzept und dem schönen Buch von Karin Stöttinger zwar sehr neugierig doch auch skeptisch.

Überzeugt hat mich aber, dass ich erstmal kein neues Zubehör oder Gerät kaufen musste, sondern sogar die leeren gut gespülten Konservengläser aus dem Supermarkt verwenden kann. Zudem bringt die Aufbewahrung im Glas mehrere Vorteile mit sich: Es ist gut verschließbar, Glas gibt keinen Geschmack ab und die Lebensmittel halten darin teilweise länger als in vergleichbaren Plastikbehältern.

Die zum Teil sehr kontrastierenden Schichtungen der Salate sind zudem schön appetitlich an zu sehen – und machen gleich richtig Appetit!

Das Geheimnis des Dressings liegt im Schütteln. Im richtigen Verhältnis geshaked und da greife ich gerne auf die Erfahrungen einer Expertin zurück, entsteht eine cremige Emulsion, die dem jeweiligen Salat den speziellen Geschmackskick gibt.

Alle Rezepte sind für zwei Personen geschrieben. Aber auch für größere Mengen, zum Beispiel zum Grillen oder für ein Abendessen mit Freunden, ist das Konzept auch perfekt geeignet.

Das Dressing hält sich locker über einige Tage im Kühlschrank und kann so auch im Vorrat hergestellt werden. Bei mir steht jetzt immer ein Vorrat mit meinen momentanen Lieblings-Dressings im Kühlschrank.

Nach Lust und Laune und auch mal nach Farben ausgewählt, denn unsere Augen essen ja immer mit, suche ich mir dann abends eines der schönen Rezepte aus dem tollen Buch heraus und kann so die Fast-Food-Falle in der Mittagspause umschiffen, ohne dass ich das Gefühl habe, ich habe muss auf Genuss verzichten!). Der Phantasie bei Zutat, Geschmacksrichtung oder Variante sind hier keine Grenzen gesetzt, aber eine fundierte Einführung und tolle Rezeptvorschläge, machen natürlich Lust auf mehr!

 Wer ist die Autorin?

Einfach kreativ kochen: Diesem Credo folgend kocht sich Karin Stöttinger in die Herzen der Foodies im deutschsprachigen Raum. Als Quereinsteigerin bloggt und fotografiert sie leidenschaftlich gern Rezepte und Reisen auf geschmacksmomente.com.

Gut zu wissen:

 Es werden weder Nährwert-/Kalorienangaben noch Zubereitungszeiten angegeben.

Für mich stimmig, die schaue ich sowieso nicht an, entweder springt der Funke bei einem Rezept über oder nicht, da lasse ich mich weder von Kalorien noch von ein wenig Aufwand abhalten, damit ich dann mehr Zeit vor der „Glotze“ vertrödeln kann, für mich ist gutes Essen und nette Gesellschaft hier eindeutig wichtiger und der ausprobierte „warme Wintersalat“ war bei mir in 30 Minuten fertig.

Wem wird es gefallen?

 „Shaking-Salad“ ist eine tolle Inspirationsquelle für Menschen mit einem Faible für gutes, gesundes Essen mit Kick, die auch in der Mittagspause und unterwegs nicht darauf verzichten wollen!

 Das Buch ist sicherlich auch dafür geeignet, Veganer und Nicht-Veganer glücklich am Tisch zu vereinen, denn besonders die veganen Rezepte, haben mich absolut begeistert.

 Und warum nicht mal ein Grillbuffet nach dem Shaking-Salat-Prinzip vorbereiten? Optisch sicherlich eine tolle Überraschung für die Gäste!

 Fazit: Für mich ein schönes, überzeugendes Kochbuch zum neuen Trend mit tollen Rezepten für den gesunden Genuss auch unterwegs, denn es gibt keinen Grund Abstriche beim Geschmack zu machen und auch die Veganer kommen hier voll auf ihre Kosten!

Vielen Dank für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.