Chana Masala

© Clare Winfield

Quelle: Ella Mills (Woodward): Deliciously Ella mit Freunden

Gesunde Rezepte zum gemeinsamen Genießen

Berlin Verlag

Preis: 22,– €

Wirklich prima mit dem Aloo Gobi , gerne mal wieder in dieser Kombination! Allerdings sollten für meinen Geschmack, die Curryblätter unbedingt sein, gibt es getrocknet im indischen Laden, frisch bekommt man diese nur sehr schwer.

Liebt Ihr indisches Essen? Probiert mal dieses köstliche Gericht, gespickt mit unglaublichen Gewürzen, die die Kichererbsen so richtig aufpeppen. Ich koche oft Lauch und Spinat dazu, dadurch bekomme ich eine extra Gemüseration und eine weitere tolle Geschmacksnote. Außerdem sieht das Spinatgrün richtig gut zu diesem Essen aus. Ich serviere das Gericht gern mit Aloo Gobi und Kokosreis (Seite 130 und 133), und darauf kommt noch ein großzügiger Klacks Kokosjoghurt.

Zutaten (für 6 Personen):

5 ELOlivenöl

6 Curryblätter oder 1 TL Currypulver

1 Lauchstange, fein geschnitten

½ TL Kurkuma, gemahlen

2 EL Kreuzkümmel, gemahlen

2 EL Koriander, gemahlen

2 EL Garam Masala (Gewürzmischung)

1 TL Chilipulver

1 Zwiebel, fein gehackt

2,5 cm Ingwerwurzel, fein gerieben

5 Knoblauchzehen, gerieben

2 Dosen gestückelte Tomaten (je 400 g)

2 EL Tomatenmark

2 grüne Chilis, längs geteilt

Salz und Pfeffer

2 Dosen Kichererbsen (je 400 g), abgegossen und gespült

250 g junger Spinat

Saft von ½ Zitrone

frische Korianderblätter zum Anrichten

Zubereitung:

Öl in einem großen Topf erhitzen und die Curryblätter hineingeben, falls ihr welche verwendet. Ein paar Minuten darin andünsten, damit sich ihr Geschmack entfalten kann, dann den Lauch dazugeben und umrühren.

Jetzt die trockenen Gewürze dazugeben – auch das Currypulver, falls ihr keine Curryblätter verwendet – und unter Rühren alles mit dem Lauch vermengen. Nach ein paar Minuten Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch zufügen und je nach Bedarf noch 1 bis 2 ELWasser, damit nichts am Topfboden anhängt. Ein paar Minuten köcheln lassen, dann die  Dosentomaten, Tomatenmark, grüne Chilis, reichlich Salz und  Pfeffer dazugeben.Die Tomatendosen mit ein wenig Wasser ausschwenken, um den restlichen Tomatensaft zu lösen, und ebenfalls dazugeben. Alles 20 Minuten garen.

Die Kichererbsen zur Tomatenpfanne geben und alles weitere 10 Minuten garen.

Den Spinat unterheben und so lange rühren, bis er zusammenfällt. Vom Herd nehmen, ein wenig abkühlen lassen, dann den Zitronensaft unterrühren und das Chana Masala auf flache Schalen verteilen. Mit Korianderblättern bestreut servieren.

Top-Tipp: Bereitet ein bisschen mehr Chana Masala zu, damit etwas übrig bleibt. Currygerichte schmecken am nächsten Tag sogar noch besser, weil sich die Gewürze dann richtig entfaltet haben. Es lohnt sich, etwas für die Lunchbox aufzuheben.

 

Aloo Gobi + Kokosreis

© Clare Winfield

Quelle: Ella Mills (Woodward): Deliciously Ella mit Freunden

Gesunde Rezepte zum gemeinsamen Genießen

Berlin Verlag

Preis: 22,– €

Aloo Gobi + Kokosreis

Wir waren sehr von diesem Rezept angetan, geschmacklich topp und ich bin der Autorin auch für ihre zahlreichen Ideen und Tipps dankbar, Ella hat gesundes Essen salonfähig gemacht, es macht wirklich Spaß nach ihren Rezepten zu kochen.

Matt und ich gehen immer wieder gern in ein kleines indisches Lieblingsrestaurant bei uns um die Ecke. Ich esse dort am liebsten Aloo Gobi und Chana Masala. Ich finde, dass die beiden Gerichte fantastisch zusammenpassen. Wenn ich sie zu Hause zubereite,  serviere ich sie immer auf cremigem Kokosreis (Seite 133), dann schmecken sie noch besser. Ich liebe die Mischung aus unterschiedlichen Aromen. Sie macht aus dem Blumenkohl und den Kartoffeln etwas ganz Besonderes. Ich hoffe, es schmeckt euch genauso gut wie mir.

Zutaten (für 6 Personen):

2 kleine Köpfe Blumenkohl, in Röschen zerteilt

4 EL Olivenöl

Salz und Pfeffer

500 g Minikartoffeln, abgebürstet und geviertelt

½ Zimtstange

½ TL schwarze Pfefferkörner

5 grüne Kardamomkapseln, aufgebrochen

1 EL Senfsamen

½ TL Kurkuma, gemahlen

2 TL Kreuzkümmel, gemahlen

2 TL Koriander, gemahlen

5 Knoblauchzehen, gerieben

2,5 cm Ingwerwurzel, gerieben

100 g Kirschtomaten, halbiert

2 EL Tomatenmark

1 EL Apfelessig

2 grüne Chilischoten, in Ringe geschnitten

Saft von ½ Zitrone

frische Korianderblätter, gehackt, zum Anrichten

Backofen auf 220 °C (Umluft 200 °C) vorheizen.

Blumenkohlröschen auf einem großen mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen, mit der Hälfte des Öls beträufeln, Salz darüberstreuen und 20 Minuten backen. Nach 10 Minuten durchrütteln. In der Zwischenzeit die Minikartoffeln in einem Topf mit Salzwasser 15 bis 20 Minuten weich kochen, in ein Sieb abgießen und beiseitestellen.

Das restliche Öl in einem großen Kochtopf langsam erhitzen und alle trockenen Gewürze unter Rühren ein paar Minuten darin andünsten, bis sich die Aromen entfalten. Nun Knoblauch, Ingwer, Tomaten, Tomatenmark, Essig und grüne Chilis zufügen, mit 200 ml Wasser aufgießen und ungefähr 3 Minuten köcheln lassen, dann die gekochten Kartoffeln und den Blumenkohl unterheben, den Zitronensaft dazugießen und alles großzügig mit Salz und Pfeffer würzen. Die Gemüse sollen von der würzigen Soße ganz bedeckt sein. Das Ganze weitere 5 Minuten kochen – fertig.

Mit frischem Koriander  garnieren und mit Chana Masala und Kokosreis (Seite 129 und 133) servieren.

Kokosreis

Den Kokosreis lernte ich auf einer Reise nach Kolumbien kennen und verliebte mich sofort in ihn. Auf diese Art lässt sich aus einem schlichten Reis etwas richtig Großartiges zaubern. Ich finde, dieser Kokosreis gibt genau die richtige Grundlage für ein indisch angehauchtes Festmahl ab. Er schmeckt fein und zurückhaltend und nimmt deshalb die unglaubliche Geschmacksvielfalt von Aloo Gobi und Chana Masala (Seite 130 und 129) in sich auf und verleiht jedem Bissen eine eigene cremige Note.

Zutaten (für 6 Personen):

500 g Kurzkorn­-Vollkornreis

1 Dose Kokosmilch (400 ml)

Saft von 2 Limetten

Salz

Zubereitung:

Vollkornreis in einen Topf geben. Kokosmilch, Limettensaft und Salz zufügen, 800 ml kochendes Wasser angießen, alles gut umrühren und zugedeckt zum Kochen bringen. Dann die Hitze reduzieren und den Reis etwa 45 Minuten fertig köcheln lassen.

Top-Tipp: Was haltet ihr davon, den Reis zu euren Eintopfgerichten und Currys nun immer so zuzubereiten? Bin sicher, eure Freunde wären begeistert.

Limabohnen-Salat mit Zitronen-Kartöffelchen + Gebackene Tomaten-Sesam-Avocados

© Clare Winfield

Quelle: Ella Mills (Woodward): Deliciously Ella mit Freunden

Gesunde Rezepte zum gemeinsamen Genießen

Berlin Verlag

Preis: 22,– €

Diese Kombination hat uns zusammen mit den vorgeschlagenen Tomaten-­Sesam­-Avocados sehr gut geschmeckt, ich habe aber auch bei den Kartoffeln ein wenig mit Knoblauch gewürzt. Außerdem sieht es wirklich sehr hübsch aus, was bei Gästen ja auch immer ein wichtiges Argument ist.

Wer Lust auf eine leichte Mittagsmahlzeit hat, sollte sich diesen Salat zubereiten. Er ist voller feiner Aromen, die eure Geschmacksnerven nicht überstrapazieren, aber richtig glücklich machen! Die Mischung aus zitronigen Kartöffelchen, weichen Limabohnen und herbem Rucola ist bestechend, vor allem in Kombination mit Strauchtomaten. Ich esse den Salat gern zu meinen gebackenen Tomaten­-Sesam-­Avocados (Seite 85). Aber auch als Beilagensalat oder Einzelgericht mit einem Klacks Hummus ist der Salat perfekt.

Zutaten (für 4 Personen):

350 g Babykartoffeln, gut abgebürstet

Salz und Pfeffer

1 Dose Limabohnen (400 g), abgegossen und gespült

Schale von 1 unbehandelten

Zitrone, abgerieben

Saft von 1 unbehandelten Zitrone

Olivenöl

1 Tüte Rucola
oder eine Mischung aus Rucola, Brunnenkresse und Spinat, gewaschen

2 große Strauchtomaten, in Spalten geschnitten

1 Handvoll frische Basilikumblätter

Zubereitung:

Babykartoffeln in einen Topf mit Wasser geben, Deckel aufsetzen und die Kartoffeln zum Kochen bringen. Dann die Hitze reduzieren und die Kartoffeln so lange garen, bis sich ein scharfes Messer durch die Mitte der größten Kartoffel ziehen lässt. Das dürfte 10 bis 15 Minuten dauern.

Die Kartoffeln in ein Sieb abgießen und zusammen mit den Bohnen in eine große Schüssel geben. Zitronenschale, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und ein wenig Olivenöl untermischen und alles zum Abkühlen beiseitestellen.

Salatblätter und Tomaten in eine große Schüssel geben, Tomaten mit Salz und Pfeffer würzen, dann Kartoffeln und Bohnen darauf verteilen. Noch etwas Olivenöl darüberträufeln und mit Basilikumblättern garniert servieren.

Kategorie: Nussfrei

Gebackene Tomaten-Sesam-Avocados

Falls ihr noch nie gebackene Avocados gegessen habt, so habt ihr was verpasst! Sie schmecken einfach fantastisch! Beim Backen der Avocados platzen die Tomaten auf und werden richtig weich und zart und entwickeln ein bezauberndes Aroma. Die Farbkombination aus Grün und Rot sieht auch wunderschön aus. Mit dem Limabohnensalat mit Zitronenkartöffelchen (Seite 82) oder mit dem Mango-­Champignon-­Ceviche (Seite 66) kombiniert, wird daraus ein leckerer, schneller Lunch oder eine köstliche Beilage für den Brunch.

Zutaten (für 2 Personen als Hauptgericht oder 4 Personen als Beilage):

 2 reife Avocados

100 g (oder auch mehr) Kirschtomaten

2 Knoblauchzehen, zerdrückt

3 TL geröstetes Sesamol

Olivenol

Salz und Pfeffer

4 TL Sesamsamen

Saft von 2 Limetten

1 kleine Handvoll frische Korianderblatter, gehackt

 Zubereitung:

 Backofen auf 200 °C (Umluft 180 °C) vorheizen Avocados halbieren und Steine entfernen. Mit dem Löffel ein wenig Fruchtfleisch auskratzen, damit die Mulde größer wird (das ist eine gute Gelegenheit zum Naschen, da ihr das übrige Fruchtfleisch nicht mehr braucht).

Tomaten halbieren und mit Knoblauch, 1 TLSesamöl, ein wenig Olivenöl und reichlich Salz und Pfeffer vermengen. Avocadohälften auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen, ein wenig zerknülltes Backpapier zum Abstützen drumherum legen, damit die Avocados beim Backen nicht umkippen. Nun gleichmäßig mit Tomaten füllen.

Restliche Tomaten um die Avocados verteilen (besonders hübsch sehen sie aus, wenn sie noch am Stiel hängen). Ein wenig Olivenöl darüberträufeln, mit Salz und Pfeffer bestreuen, die Avocados mit den Tomaten in den Backofen schieben und 15 bis 20 Minuten backen. Die gebackenen Avocados auf Tellern anrichten, 1 TL Sesamsamen darüberstreuen, Saft von ½ Limette über jede Avocadohälfte träufeln und das restliche Sesamöl darüberträufeln. Zum Schluss mit Korianderblättern bestreuen, ein wenig nachsalzen und servieren.

Kategorie: Nussfrei

 

Deliciously Ella mit Freunden

Ella Mills (Woodward): Deliciously Ella mit Freunden

Gesunde Rezepte zum gemeinsamen Genießen

Berlin Verlag

Preis: 22,– €

Wer ist die Autorin?

Ella Woodward, Jahrgang 1992, studierte Kunstgeschichte und wurde als Model berühmt. Mit der Umstellung ihrer Ernährung auf pflanzliche, milch- und Gluten freie Kost gelang es ihr 2012, die Nervenkrankheit POTS zu besiegen. Diese Erfahrung brachte sie zum Schreiben des Food Blogs „Deliciously Ella“, der inzwischen weltweit Millionen Leser hat. Ihr erstes Kochbuch „Deliciously Ella“ erschien 2015 und wurde in England und Deutschland ein Riesenerfolg. Ella Woodward lebt in London, wo sie Kochkurse gibt und neben ihrer Model-Tätigkeit als Ernährungsberaterin am College für Naturheilpraxis arbeitet.

Was tun Veganer, wenn sich die Schwiegermutter zum Sonntags-Lunch angesagt hat?

 Da ist guter Rat teuer! Auch wenn wir diese Lady schon längst in der Gunst ihres Herzensprinzen abgehängt haben, wir wollen uns doch nicht die Blöße geben und eingestehen, der Lieferdienst geht sozusagen ein und aus bei uns zu Hause. Es muss also etwas auf den Tisch, das schnell funktioniert, gesund und vegan ist und toll schmeckt. An sich in dieser Kombination ein No-Go. Ella Mills (geborene Woodward) hat dasselbe Problem, seit jüngstem glücklich verheiratet und Darling der veganen Szene, da gilt es nicht nur die Schwiegermutter zu überzeugen, sondern auch Freunde, Familie, die Arbeitskollegen des Liebsten und eine Leserschaft, die sie entweder enthusiastisch feiert oder auf Fehltritte hofft.

Kochen und essen mit Freunden macht Spaß – oder Aye, Aye Ma’am!

Ihre Antwort fällt denkbar einfach aus, lt. Ms. Mills macht Kochen und Essen mit Freunden Spaß, das weiß sie auf dem Cover zu verkünden. OK, dann lassen sie doch mal sehen liebe Ella, was sie da in petto haben, um Veganer und Nicht-Veganer am Essentisch in kulinarischer Eintracht, möglichst mit einem Ah und Oh nach dem Essen, zu vereinen. Nicht das die Schwiegermutter, ihrem Sohnemann am Ende heimlich noch einen „Fuffi“ zusteckt, damit der arme Junge sich endlich mal wieder in seinem Lieblings-Fast-Food-Restaurant sattessen kann und nicht vom Fleisch fällt. Wenn eine Queen der Clean-Eating-Szene es anordnet, warum dann nicht mal schauen, was ihr zu Frühstück oder Brunch mit vielen Freunden; gerne auch mal leicht und schnell oder für unterwegs, aber auch zu umfangreichen Menüs für Feste und Feiern; zu Beilagen und ultimativen Party Häppchen und natürlich zu süßen Desserts mit Suchtpotential so einfällt.

Was ist drin?

Frühstücksglück oder Frühstücksfrust?

 Blaubeer­-Streusel­-Schnitten oder Honig-­Zitronen­-Riegel als Snacks to grab auf dem Weg zur U-Bahn, oder einen Brunch mit Süßkartoffel -Rösti, Rosmarin-­Limabohnen mit Ahornsirup und einer üppigen Portion würziger Guacamole all das ist bei Ella morgens möglich. Es gibt außerdem Müsli aus geröstetem Buchweizen und Kokosflocken oder einen saftigen Mango­Ananas­Teller, Kurkuma­-Rührtofu mit Paprika und Thymian Champignons. Die Bandbreite reicht vom einfachen Rezept, das sich fix zubereiten lässt, bis hin zum raffinierten Brunch für ein gemütliches Wochenende mit Freunden. Wenn das so weiter geht, hat sie mich auf ihrer Seite, auch wenn ich weder zu den Anhängern der veganen noch der Clean-Eating Ernährung gehöre, ich esse einfach gerne und habe das Gefühl hier trotz freiwilliger Beschränkung auf meine Kosten zu kommen.

 Schnell was Leckeres to go or not to go!

 Im zweiten Kapitel sehen wir uns ein paar super­leichte Rezepte an, die sich für ein schnelles Abend­essen unter der Woche eignen oder einen Lunch für unterwegs. Wir lernen fruchtige Speisen wie das Mango-Champignon-Ceviche kennen, Blumenkohlreis-Sushi mit Avocado, schnelle After-Work-Menüs wie die Kartoffelküchlein mit Knoblauch-Tomatensoße und das perfekte Picknick mit geröstetem Kokosmais und einem sättigenden Quinoa-Mango-Salat mit Erdnüssen. Lovely Ella verspricht, dass alles in null Komma nichts zubereitet ist. Wie wäre mit den Lieblingsrezepten der Queen of Clean-Eating wie z. B. eine Chili-Ingwer-Pho, ein Pistazien-Aprikosen-Quinoa und Sesam-Sommerrollen mit Mandeldip, die diese ebenso gerne ihrem Mann serviert, wenn das vielbeschäftigte Paar wochentags zu Hause ist, oder wenn ein paar Freundinnen zum Essen kommen.

Familie und Freunde deftig und herzhaft bewirten, ihr braucht keine Notration mitnehmen!

Das dritte Kapitel handelt von herzhaften Speisen für Feste und Feiern, mit denen Ms. Mills sowohl Freunde als auch Verwandte beglückt. Ella wäre nicht Ella, wenn sie auch gleich noch mal nachlegt und uns verspricht, dass diese Gerichte jeden Skeptiker davon überzeugen, dass gesundes Essen eine Offenbarung sein kann. Jetzt werde ich aber hellhörig, wie kann das denn gelingen? Ganz einfach sie bedient sich in den Länderküchen der Welt von Mexiko bis Indien und hier scheint diese Ms. Wunderbar sich so gut auszukennen, dass ihr Lieblingscurry mit Limetten- Pickle oder Spinat mit Senfsamen auch bei mir punkten können, auch wenn ich keine Veganerin bin. Und dieses Buch ist auch Gartenparty tauglich, es gibt z. B. gegrillte Blumenkohlsteaks auf einem Chili- Quinoa-Bett, Limabohnen-Hummus mit Tomaten oder einen Eintopf aus dreierlei Bohnen und Mango Salsa, wenn wir unsere Gäste im Haus bewirten wollen. Wer am Monatsende noch schnell ein paar Freunde einladen will, serviert einfach gebackenen Süßkartoffeln, die mit Kichererbsen-Chili gefüllt sind. Für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel ist etwas dabei, auch wenn es bei dieser Art zu Kochen und zu Genießen nicht vordergründig um sehr preiswertes Essen geht.

Beilagen-Himmel – viele Optionen garantiert!

Anschließend wendet sich dieser Küchen-Derwisch den Beilagen zu. Wer darauf wartet, dass sie jetzt endlich mal schwächelt, erfährt von ihr, dass es sich um ihre Lieblings-Disziplin handelt, weil sich hier vieles an Zutaten, Aromen und Texturen kombinieren lässt, auch wenn Ella diese Rezepte am liebsten als traditionelle Beilagen auf den Tisch bringt. Ihre persönliche Favoritenliste: gebackenen Kochbananen mit Chilisoße, Kurkuma-Stampfkartoffeln mit Senf, glasierten Miso-Auberginen mit Sesam und panierte Avocado-Pommes mit einem Limetten-Cashew-Dip. Wer sich nicht vollständig nach Deliciously Ella ernähren möchte, dem rät die Autorin Standardgerichte einfach mit einer ihrer Beilagen zu kombinieren, dass ist  für Fleischesser ebenfalls eine gute Möglichkeit, mehr Pflanzennahrung in den Alltag zu integrieren.

Hipster-Party hoffentlich ohne Alltagsbeschränkung?

Es gibt Häppchen, Cocktails und sogar Geburtstagskuchen! Hier werden eine große Auswahl vielversprechender Snacks serviert: von gebratenen Pimientos mit Cashew-Chipotle-Creme über gebackene Tortilla-Chips mit Auberginencreme bis zu Mini-Socca-Fladen. Das Ganze wird ergänzt durch eine Reihe von Mocktails und Cocktails, sodass die Gäste auch einen spritzigen Ananas-Cayenne-Cocktail oder eines erfrischende Wassermelone-Gurken-Drinks schlürfen können. Zum Schluss gibt es traditionell britisch einen klassischen Nachmittagstee mit Ingwer-Muffins oder Gurkensandwiches mit Zitronen und Limabohnen. Außerdem im Angebot der umtriebigen Ella: Haferkekse mit Erdnussbutter und Honig, Blaubeer-Scones mit Vanille-Kokos-Creme und sogar eine dreischichtige Geburtstagstorte. Damit ist schon mal die Voraussetzung vorhanden, dass bei Familienfeiern nicht an der einen Ecke des Tisches die Veganer und an der anderen die Nicht-Veganer hocken.

Schaue ich mir die Fotos im Buch an, sind natürlich viele gut-gelaunte junge Menschen zu sehen, aber auch die ältere Generation durfte mal mit aufs Bild, Familie Woodward scheint sich bei Familien-Zusammenkünften mit veganem Essen nicht nur arrangiert zu haben.

Ich bin dabei Mylady!

Muss man auch nicht, die Rezepte von Ella sind klasse und eigentlich noch raffinierter geworden und trotzdem leicht nach zu kochen! Ihre Phase des Experimentierens, in denen sie gerne überall und nirgends, Bindung mit Apfelmus erzeugt hat, scheint überwunden, das hat mir nicht immer so gefallen und auch Knoblauch und Zwiebeln haben Einzug in ihre Küche gehalten, den Assistenten sei Dank! Das einzige was mir partout nicht gefällt, ist Ellas Idee ein Risotto mit Kokosmilch zu binden, definitiv nicht meins, da sträuben sich bei mir die Nackenhaare! Vielleicht bin ich einfach zu alt und meine kulinarische DNA zu determiniert.

Auch Veganer sind Süßschnäbel!

Zum Abschluss schauen wir mit Ms. Healthy auf ihre unwiderstehlichen (O-Ton der Autorin) Desserts, mit denen sich eine leckere Mahlzeit abrunden lässt: Hier gibt es Nachspeisen wie Pistazien-Orangen-Trüffel, Wassermelonen-Minze-Sorbet oder Zimt-Honig-Äpfel, die eine festliche Mahlzeit abschließen, ohne schwer im Magen zu liegen, weiß die Autorin zu berichten Daneben gibt leckere Snacks wie salziges Maca-Tahin-Fudge, Orangen-Kardamom-Kekse und Ms. Mills Lieblingssnack – Quinoa-Haselnuss-Riegel mit Kakao, die sich auch für unterwegs eignen. Wer eher reichhaltigere Nachspeisen liebt, wird am Ende des Kapitels ein paar köstliche Entdeckungen machen: Erdnuss-Schoko-Pie, Orangen-Polenta-Kuchen mit Guss und sogar ein gefüllter Toffee-Mandel-Pudding.

Ellas Schlachtplan, um Gäste vegan zu becircen

Bekannte Gerichte zubereiten, demonstrieren statt predigen, Rezepte beliebig abwandeln, nicht alles auf einmal ändern, nicht zu streng sein, alles appetitlich anrichten und aus den Zutaten ein Geheimnis machen, denn sie hat die Erfahrung gemacht, dass die meisten von uns meinen, einen bestimmten Geschmack oder eine bestimmte Konsistenz nicht zu mögen, die wir in anderer Zusammensetzung jedoch gerne akzeptieren. Vor allem, wenn es eine Zutat unter vielen ist, hält sie diese lieber geheim, damit die Gäste unvoreingenommen essen können.

Fazit: No, she’s not the girl from the neighbourhood, but…..

Alles wirkt irgendwie sehr viel professioneller als bei Ellas erstem Buch, dieser verwöhnte Mittelklasse-Twentysomething verwendet nach wie vor gerne Ersatz“-Nahrungsmitteln wie Medjool-Datteln statt Zucker oder Cashew-Butter statt gewöhnlicher Butter und somit ist diese Ernährung-Form nicht preiswert, da würde ich ihr gerne widersprechen, aber das Buch präsentiert jede Menge spannende Party-Rezepte, die es einfach machen auch weniger dogmatische Zeitgenossen, die normalerweise nicht vegan essen, zu beglücken. Sie werden also nicht erleben, dass ihre nicht veganen Gäste händeringend nach einer Ausrede suchen, wenn Sie diese zum Abendessen einladen, oder mit geheimer Not-Ration vor der Tür stehen. Auch Schwiegermutter Mills wird zufrieden sein, ihr Herzbube wird nicht vom Fleisch fallen oder Care-Pakete von Mama einfordern. Die Schwiegertochter achtet im Buch penibel darauf, uns mitzuteilen, was sie alles für ihren Matthew gerne kocht und was er unheimlich liebt. Der Mann hat keine schlechte Wahl getroffen, auch wenn die Rezeptentwicklung längst von Profis übernommen worden scheint. Die junge Frau Mills ist gerade dabei, sich mit ihrem Mann ein Eat-Healthy-Imperium aufzubauen, da hat man keine Zeit am Herd zu stehen. Für mich hat die Raffinesse bei den Rezepten deutlich gewonnen, dass was Ella hier abgeliefert hat ist, alltagstauglich und köstlich, deshalb gefällt mir dieses Buch sehr gut auch als Nicht-Veganerin. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass die Schwiegermutter manchmal von ihren enthusiastischen sprachlichen Superlativen genervt ist, wer nicht mehr der Kategorie „Hipster“ angehört, reagiert da vielleicht ein wenig empfindlich und für den ist nicht immer alles wunderbar und rosarot. Verbuchen wir das entweder als zulässige Jungendsünde oder als Marketing-Gag, das diesem Buch nicht schaden kann, das Konzept ist stimmig und die Rezepte köstlich und leicht nachzukochen, dass haben andere Autoren mit mir Ethos für mich bisher nicht erreicht. Vor solch einer Leistung ziehe ich gerne meinen Hut, denn das können ihr auch die schärfsten Kritiker nicht absprechen!  Privilegien und jugendlicher Optimus haben damit überhaupt nichts zu tun, mich überzeugt das was dabei herausgekommen ist und das kann sich wirklich sehen lassen! Ob ich aber noch mal Deliciously Ella in der Schwangerschaft rezensiere, das überlege ich mir genau, denn ich gehöre definitiv nicht mehr in diese Zielgruppe!

Vielen Dank für die Übersendung eines Rezensionsexemplars.

Sesam-Mandel-Krokant mit Ingwer

©Laura Edwards

Quelle: Caroline Eden/Eleanor Ford: Samarkand

Fotos: Laura Edwards

Hölker Verlag

Preis: 24,95 €

Krokant steht bei uns hoch im Kurs, diese Variante mit kandiertem Ingwer drin hat uns besonders gut gefallen. Den Tipp mit dem Backpulver werde ich gerne auch bei anderen Rezepten übernehmen.

Sesamkrokant ist in Usbekistan eine beliebte Süßigkeit und diese Variante mit Mandeln und Ingwer schmeckt nach mehr. Backpulver lockert den Krokant und der kandierte Ingwer sorgt für Würze und Biss.

Zutaten (ergibt 25 – 30  Stück):

180 g Zucker

4 EL Honig

120 g Sesamsamen

100 g blanchierte Mandelkerne

25 g Butter

60 g kandierter Ingwer, grob gehackt

1 gestrichener TL Backpulver

Zubereitung:

Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Zucker, Honig und 80 ml Wasser in einen Topf geben und ohne Rühren sanft köcheln lassen, bis der Zucker geschmolzen ist. Die Hitze erhöhen und Sesam und Mandeln einrühren. Unter Rühren aufkochen lassen – der Zucker wirft Blasen, bevor er zu karamellisieren beginnt. Weiterrühren, bis der Karamell schön gebräunt ist, dann den Topf vom Herd nehmen.

Die Butter zum Karamell geben und, sobald sie geschmolzen ist, den kandierten Ingwer zugeben. Das Backpulver unterrühren, was das Ganze leicht zum Schäumen bringt. Auf das Backblech gießen und mit der Rückseite eines Löffels 2 cm dick zu einem Rechteck (ca. 20 x 28 cm) verstreichen. Vollständig abkühlen lassen. Auf ein Schneidebrett geben und in kleine Quadrate schneiden. In einem luftdicht verschließbaren Behälter aufbewahren. Der Krokant hält sich ewig, wird aber mit der Zeit etwas klebrig.

Rhabarber-Apfel-Punsch mit Nelken

©Laura Edwards

Quelle: Caroline Eden/Eleanor Ford: Samarkand

Fotos: Laura Edwards

Hölker Verlag

Preis: 24,95 €

Sehr angenehm und herrlich erfrischend, bei der Zuckermenge, habe ich nach unserem persönlichen Geschmack, ein wenig Abstriche gemacht.

Kompot heißt dieses klare, erfrischende Getränk, für das eigentlich jede Frucht geeignet ist. Vor allem mit Kirschen, Beeren, Pflaumen und Pfirsichen ist dieser Fruchtpunsch in Russland, im Kaukasus, Tadschikistan und Osteuropa sehr populär. Man kann aber mit unterschiedlichen Kombinationen und Gewürzen experimentieren. Hier ist ein Rezept für Rhabarberfans. Mit den Früchten, die nach dem Abseihen zurückbleiben, lässt sich eine Tarte füllen oder man isst sie mit Joghurt.

Zutaten (ergibt einen Liter):

125 g Zucker (oder nach Geschmack)

3 große Rhabarberstangen, grob gehackt

1 Apfel, vom Kernhaus befreit und grob gehackt

4 Nelken

1 Zitrone, in Scheiben

geschnitten

Zum Servieren:

zerstoßenes Eis

Zitronenscheiben

Zubereitung:

1 l Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und den Zucker zugeben. Rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann Rhabarber, Apfel und Nelken einrühren. Abdecken und 10 Min. köcheln lassen.

Vom Herd nehmen, Zitronenscheiben zugeben, abkühlen lassen und abgießen. Gut gekühlt mit Eis und Zitrone servieren.

Winterliches Kuksu

©Laura Edwards

Quelle: Caroline Eden/Eleanor Ford: Samarkand

Fotos: Laura Edwards

Hölker Verlag

Preis: 24,95 €

Dieses Gericht haben wir schon vor einigen Wochen zubereitet und hatten auch Gäste mit am Tisch, die Suppe war ein voller Erfolg und es entspannte sich außerdem eine lebhafte Unterhaltung, weil wir alle gar nicht gewusst haben, welches vielfältiges Völkergemisch an der Seidenstraße beheimatet ist. Das Buch hält viele Überraschungen parat und besticht in beeindruckender Weise mit erstklassigen recherchierten Reise-Impressionen.

Diese Nudelsuppe schmeckt heiß im Winter und kalt im Sommer. Kein Wunder, dass sie zu den beliebtesten Gerichten der korjo-saram-Küche zählt. Sie ist außerdem ein Musterbeispiel für zentral- und ostasiatische Fusion-Küche: süßliche Rinderbrühe, wie sie Koreaner lieben, bekommt mit Dill und geröstetem Sesam eine neue Note. In diesem Rezept spielen eingelegte Gurke und Kimchi eine Hauptrolle, aber man kann mit den Aromen spielen und verwenden, was die Speisekammer gerade hergibt: Radieschen, Rote Bete, Wokgemüse, geröstete Paprikaschoten oder hart gekochte Eier zum Beispiel.

 Zutaten (für 4 Personen):

Für die eingelegte Gurke:

½Bio-Salatgurke

1 EL Zucker

1 TL Salz

Für das Rindfleisch:

2 TL Cayennepfeffer (oder

Gochujang, fermentierte koreanische Gewürzpaste)

1 TL Sesamöl

300 g Rinderfilet

Für die Brühe:

1 l Rinderfond

1 EL dunkle Sojasoße

1 EL Reisessig

2 EL Zucker

½ TL Salz

1 kleines Bund Dill, Spitzen gehackt

Zum Servieren:

160 g frische oder getrocknete

Eiernudeln

Sesamöl zum Beträufeln

100 g Kimchi

1 EL Sesamsamen, geröstet

Zubereitung:

Für die eingelege Gurke die Gurke zu Spiralen verarbeiten oder in feine Scheiben schneiden. Mit Zucker und Salz bestreuen und 10 Min. ruhen lassen. Die Würzzutaten abspülen und die Gurkenstücke mit Küchenpapier trocken tupfen. Abschmecken.

Eine Grillpfanne erhitzen. Cayennepfeffer, etwas Salz und Sesamöl in das Rindfleisch massieren. In der heißen Pfanne von beiden Seiten je nach persönlichen Vorlieben 1 oder 2 Min. anbraten. Beiseite stellen, abdecken und ruhen lassen.

Für die Brühe den Fond in einem großen Topf erhitzen und die übrigen Zutaten zugeben. Abschmecken.

Die Nudeln nach Packungsanleitung kochen. Abgießen und mit Sesamöl beträufeln. Ein Nudelnest in jede Suppenschüssel geben und die heiße Brühe darüber löffeln. Das Fleisch aufschneiden und ein paar Scheiben auf eine Seite jeder Schüssel geben. Mit den Fleischsäften beträufeln. Die Schüsseln mit eingelegter Gurke und Kimchi auffüllen. Mit den Sesamsamen bestreuen und servieren.