Simon Bajada: Die Baltische Küche

Simon Bajada: Die Baltische Küche

Eine kulinarische Reise durch Estland, Lettland und Litauen

Verlag Dorling Kindersley

Preis: 24,95 €

Kulinarische Einladung ins Baltikum

Worum geht’s – oder warum ich baltisch kochen will?

2017 war ich zu einem verlängerten Wochenende in Riga und habe mich sofort in die lettische Metropole verliebt. Damit Ihr Euch ein bisschen einstimmen könnt auf Land und Leute und auch visuell einen kleinen persönlichen  Eindruck vom Baltikum bekommt bekommt, führe ich Euch gerne mit einer kleinen Tour, durch meine Lieblingsstadt an der Mündung der Ostsee.

Das ist Riga….

Wer Hamburg und Lübeck mag, der wird sich auch in Riga verlieben, dessen hanseatische Vergangenheit ist unübersehbar präsent, außerdem  grüßt ein weiter herrlich blauer Himmel (war bei uns jedenfalls mitgebucht….), eine frische Brise und Möwengeschrei. Lettland ist das Mittlere, der drei baltischen Ostseeanrainer-Länder. Estland mit Tallinn, Lettland mit Riga und Litauen mit Vilnius als Hauptstadt werden häufig ohne bestimmte Absicht, als ein Ganzes betrachtet, weil die Länder relativ klein sind und neben der geographischen Nähe einen Teil ihrer jüngsten Geschichte und Küchentraditionen teilen, meint Simon Bajada, der zwar Australien geboren worden ist, aber schon lange mit seiner Familie – mehr oder weniger um die Ecke – in Stockholm lebt.

#hanseatisches Erbe – oder die Spuren einer großen Zeit

# Europas Jugendstil-Hochburg

Jetzt schauen wir uns erstmal in der ehemaligen Hansestadt Riga um: einige Häuser erinnern noch heute an die mittelalterliche Macht, aber als die Stadt wuchs, wurde munter abgerissen und neu gebaut. Besonders um die Jahrhundertwende und deshalb gehört zu Riga ebenfalls ganz viel Jugendstil Die Altstadt ist nur rund einen Quadratkilometer groß, beeindruckt  aber mit einem Querschnitt durch die Geschichte des europäischen Jugendstils, wie man ihn in dieser Geschlossenheit in Europas nirgendwo findet. Und genau deshalb hat es die Altstadt Rigas auf die Liste der UNESCO Weltkulturerbe geschafft. 

Im Bauch von Riga …..

Nun habt ihr Euch schon ein wenig umgeschaut, jetzt soll das Baltikum kulinarisch erkundet werden und wo könnte man das besser als im Bauch Rigas tun. Es handelt sich dabei um den Zentralmarkt, der das kulinarische Herz der Stadt ist. Hier laufen alle Fäden zusammen, das riesige  Gelände mit  verschiedenen Markthallen erstreckt sich insgesamt über ein 72.000 m² großes Gelände, das mitten in der Stadt liegt und wo gefühlt jeder Einwohner oder Tourist mehrfach am Tag vorbei kommt. Vergesst Italien, vergesst Sizilien, vergesst Palermo es geht noch besser, größer und es duftet vor allem so gut: ein bisschen nach Wald, Feldern, Meer, Flüssen und Seen, nach Gärten und Bauernhöfen. Hat man eben noch die frischen Steinpilze und getrockneten Pfifferlinge in der Nase, so sind es in der nächsten Halle wilder Thymian oder süßer Waldmeister, frische Erdbeeren, würziger Lindenblütenhonig und Wacholderbeeren, bevor der Duft von Dill in unsere Nase zieht. Die seelige Vorfreude, die Foodies befällt wenn wir von einem Stand mit Eingelegtem zum nächsten wandern ist bei uns und unserer Begleitung ansteckend.Wir probieren uns in der Halle der Milch & Käse-Händler durch all die verschiedenen Rauchkäse-Sorten und geraten in der Fischhalle und derem vielfältigen Angebot vollends in Verzückung. Mist warum sind wir denn bloß im Hotel abgestiegen, so darf leider nur der leckere Räucherfisch fürs Ostsee-Picknick mit. Wenn wir alle wieder unbesorgt unterwegs sein können, geht es für mich unbedingt noch mal ins Baltikum, nochmal nach Riga, aber dann nur in ein Apartment mit gut ausgestatteter Küche, sonst leidet man als produktverliebte Gerne-Esserin auf diesem Markt Höllenqualen. Ich kenne wirklich niemanden von uns, der nicht mehrfach dort war.

Genussreise ins Baltikum geht zum Glück ebenfalls in der Frankfurter Küche!

Ab in die Küche, denn drei Jahre musste ich suchen, bis ich es gefunden habe, das Buch, das mir diese wunderbaren Geschmäcker wieder zurück bringt. Jetzt richte ich einfach zu Hause ein wenig baltisch an, wenn ich im Moment schon nicht hin darf.

Wer bringt mir das Baltikum kulinarisch zurück?

© Linda Bajada

Simon Bajada  ist Food- und Reisefotograf. Er lebt mit seiner schwedischen Frau und zwei Kindern in Stockholm. Neun Jahre lang arbeitete er als ausgebildeter Koch, bevor er sich auf Rezeptentwicklung, Foodstyling und Fotografie fokussierte. Mittlerweile ist die Food- und Reisefotografie nicht mehr nur ein Hobby und er hat bereits an vielen Kochbüchern mitgearbeitet.

 

 

Was ist besonders an diesem Buch?

Regionale saisonale Küche,  hier aber mit jede Menge Pfiff!

Die baltische Küche ist eine naturnahe Küche, dass was dort auf den Tisch kommt stammt aus der näheren Umgebung, früher ausschließlich, aber auch heute kommen viele Zutaten zu großen Teilen noch aus dem eigenen Garten. Vielleicht ist das der Grund, warum ich nicht wie sonst direkt nach einer Reise sofort das eine oder andere Kochbuch bestellt habe. Einen Garten habe ich nur am Wochenende, aber eigenes Gemüse wird dort nicht angebaut, sondern nur die Obstbäume gehegt und gepflegt und natürlich Rasen gemäht.  Alles was mir als Kochbuch zur baltischen Küche bislang in die Hände kam, hatte zwar das eine oder andere nette traditionelle Rezept, das mir für die heimische Küche jedoch kein spannendes Gaumenkino versprach. Und genau das ist jetzt anders geworden, denn der in Stockholm lebende Simon Bajada kann beide Seiten meiner kulinarischen Seele bedienen: Er serviert die Klassiker wie z. B. eine herrlich frisch schmeckende kalte rote Bete-Suppe stimmig und mit einem Nuancen reichen Rezept, wo er sich sehr genau überlegt hat, wie es am Ende schmecken soll und was er dafür braucht. Der Mann ist ausgebildeter Koch,  widersteht jedoch in seinem zweiten Kochbuch wieder einmal der Versuchung, es zu kompliziert zu machen. Bajada beweist Händchen – der klassische baltische Hering wird bei ihm nicht nur mit Kartoffeln serviert, sondern mit süß-nussigen Hanfsamen getoppt, der Clou sind außerdem die Heidelbeeren in der Marinade.

Seinen eingelegten Gurken gönnt er nicht nur die traditionellen Dillblüten und Johannisbeer-Blätter, sondern macht es mit den optionalen Fenchel- u. Koriandersamen geschmacklich viel spannender als bei der klassischen Vorlage. Wenn mir jemand wieder den gartenfrischen Salat meiner Kindheit – diesmal aber mit Twist auf den Tisch stellt, bin ich sowieso dabei. Mr. Badjada hat gleich drei verschiedene Optionen zur Auswahl (Blattsalat mit dillwürzigem saure Sahne-Dressing oder ein frischer Radieschen-Gurkensalat und für die 10 Minuten-Salat-Macher gibt es einen schnellen salzigen Gurkensalat).

Hakklihakaste ist das Comfort-Food des Baltikums und eigentlich nicht mehr als eine Hackfleisch-Sauce mit eingelegten Gurken, die der Koch aus Stockholm fein abgeschmeckt mit Muskat, Dill und saurer Sahne zu Tisch bringt und versteht es außerdem mit den eingelegten roten Beeten einen weiteren Farbtupfer dazu zu setzen.

Beim Gebäck reizt mich sein Monstriezel, dem er mit getrockneten Cranbeerys und einem Orangen-Puderzucker-Guss ein Update verpasst hat. Außerdem spricht mich sein modernisiertes Rezept für einen Grieß-Pudding mit Kardamom und Orange sehr an.

Sich gleich richtig für die ganze Region Zeit nehmen….

Simon Bajada macht das was ich nicht gemacht habe, aber viele Sommerurlauber genauso machen, er begnügt sich nicht mit einem Land, er nimmt alle drei baltischen Länder kulinarisch unter die Lupe und kennzeichnete alle Rezepte entsprechend. Damit wir es nicht nur spannender, sondern die kulinarischen Gemeinsamkeiten werden sichtbar. Dass er sich entschieden hat,  eigene Kreationen beizusteuern, lockert das anderswo oft sehr traditionell dargestellte Setting entsprechend auf und macht noch mal mehr Lust auf baltische Geschmäcker (Milchreis mit Heidelbeeren und Haselnüssen, Sprotten-Kräuter-Omelett oder Lamm mit Bier und Honig). Der Profi versteht es zudem ausgewählt, der tradierten baltischen Küche mit Rezepten wie in Bier gebeiztem Lachs mit Mohn-Pfannkuchen oder Grünkohl-Salat mit Heringskuchen und gebeitztem Eigelb einen Hauch Eleganz zu verleihen. Der Australier hält diese Auswahl jedoch sehr klein und das zeigt wie gut er uns als seine Nachkocher kennt.

Probiert & Verputzt:

Geröstete Karottensuppe mit Räucherkäse und Roggenbröseln

© Hardie Grant Books 2019, Text & Fotos: Simon Bajada, f.d.dt. Ausgabe Dorling Kindersley Verlag

Karottensuppe in leckerer modernisierter Version, das macht Spaß und schmeckt sehr fein. So kann eine schlichte Alltagssuppe einen gekonnten Auftritt hinlegen, der uns sehr gut gefallen hat.

 

 

 

 

 

Piroggen

Zugeben es macht ein wenig Arbeit, bis diese kleinen Köstlichkeiten auf dem Tisch  stehen, es lohnt sich aber unbedingt. Ein wenig Kardamom sorgt für ein klitzeklein bisschen Überraschung, die uns gut gefallen hat!

 

 

 

Kohlrouladen mit einer Füllung aus Schweinefleisch und Preiselbeeren

© Hardie Grant Books 2019, Text & Fotos: Simon Bajada, f.d.dt. Ausgabe Dorling Kindersley Verlag

 

 

Ich liebe Kohlrouladen, sorry Mutti aber diese sind tatsächlich noch ein klein wenig besser als Deine! Aber nur wegen des  raffiniert verstecktem „Dopings“ mit Fenchelsamen und getrockneten Preiselbeeren. Definitiv ein neues Keeper-Rezept für mein Lieblings-Gericht!

 

 

 

Fazit: Baltische Küche, die nicht nur mit saisonalen Produkten überzeugt, sondern viel Twist mitbringt!

Ich wollte direkt nach meiner Reise in 2017 ein baltisches Kochbuch kaufen, warum ich es nicht gemacht habe, habe ich erst verstanden, als mir dieses in die Finger kam, es lag nicht an den fehlenden Fotos, da bin ich nicht so anspruchsvoll wenn die Rezepte klasse sind, aber bei allen anderen baltischen Kochbüchern hat mir ein bisschen Modernität und der Twist gefehlt! Traditionelle Küche esse ich vor Ort wahnsinnig gerne, eigentlich schaffen es solche Rezepte jedoch kaum mehr als einmal, dass sie von mir nach einer Reise nach gekocht werden. Beim ersten Mal zeigt man den Gästen am Tisch noch die Urlaubs-Fotos, beim zweiten Mal erwarten sie und wir vom „Hauptdarsteller“ des Abends mehr. Dieses mehr ist etwas was ich als Raffinesse bezeichnen würde, die einer eher bäuerlichen Küche in 2020 sehr gut steht.

Mit Simon Bajada ist ein großartiger kulinarischer Ausflug ins Baltikum möglich, der sogar unter Reisebeschränkungen funktioniert. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch im Baltikum, den ich hoffentlich bald unbeschwert planen und genießen kann. Jedoch muss es beim baltischen Revial für mich unbedingt in eine gut ausgestattete Wohnung in Riga (da gibt es schon ganz nette und vor allem sehr geschmackvolle Sachen) gehen und natürlich mit diesem Kochbuch im Gepäck und dann gehe ich nach der Ankunft auf dem Flughafen direkt auf den Zentralmarkt in Riga shoppen und werde mir so gut wie keine Grenzen auferlegen….

Mariniertes Hähnchen madagassischer Art

© Dorling Kindersley Verlag, Fotos, Texte und Rezepte: Maria Schiffer

Dieses Gericht lebt – wie vieles – was unkompliziert auf den Tisch kommt, von der Qualität seiner Zutaten – bitte auch bei den Gewürzen nicht sparen oder gleich selber mahlen.

Dieses Mal bei uns ohne den „Street-Style“ mit selbstgemachter Kokosnussmilch, doch trotzdem mit Wonne verputzt.

Quelle: Maria Schiffer: Eating with Africa

Dorling Kindersley Verlag

Preis: 29,95  €

Dieses Gericht schmeckt super, wenn man Kokosmilch aus der Dose verwendet, und es ist dann richtig einfach. Viel spannender aber finde ich es, mit frischer Kokosmilch zu kochen, auch wenn es zeitaufwendiger ist. Versucht es einmal, die Anleitung findet ihr unten. Mein Tipp: Bereitet die Milch im Vorfeld zu.

Zutaten (für 4 – 6 Personen):

1 Hähnchen aus der Region

(etwa 1,2 kg)

Für die Marinade

3–4 Knoblauchzehen

2 TL Currypulver

2 TL Garam Masala

1 TL Kümmelsamen

½ TL schwarze Pfefferkörner

Salz

Für die Sauce

12 Tomaten

3 Karotten

5 kleine Zwiebeln

2 EL Öl

Salz

frisch gemahlener

schwarzer Pfeffer

70 g Tomatenmark

Für den Kokosreis

260 g Langkornreis

1 EL Öl (z. B. Rapsöl)

175 ml Kokosmilch (aus der Dose)

Salz

Zubereitung:

Das Hähnchen waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Jolie hat das Fleisch dabei am Knochen gelassen. Ihr könnt es auch auslösen, solltet dann aber die Knochen mitkochen.

Für die Marinade die Knoblauchzehen schälen und mit den anderen Gewürzen im Mörser zu einer Paste zerstoßen. Gleichmäßig auf dem Fleisch verteilen und das Fleisch mindestens 30 Minuten marinieren. In der Zwischenzeit für die Sauce die Tomaten waschen und in Würfel schneiden, erhitzen und das Hähnchenfleisch zwischendurch wenden. Minuten schmoren. Dann Minuten köcheln lassen. Bedarf mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Das Tomatenmark dazugeben und das Fleisch und die Sauce weitere 10 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit den Kokosreis zubereiten. Dazu den Reis im Öl anbraten.

Die Kokosmilch mit 350 ml Wasser und etwas Salz in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Den Reis hinzugeben, abgedeckt bei schwacher Hitze 15 Minuten garen, dabei nicht umrühren! Dann den Reis vom Herd nehmen und abgedeckt weitere 10 Minuten quellen lassen – das ist bei Kokosreis ganz wichtig. Den Kokosreis mit dem marinierten Hähnchen und der Sauce servieren.

Wie man Kokosmilch selbst herstellt?

Zuerst die Kokosnuss knacken. Dazu mit einem Korkenzieher Löcher in die Augen der Nuss bohren und das Wasser trinken. Dann die Kokosnuss in eine Plastiktüte legen, die Tüte verschließen und draußen in die Luft werfen, sodass sie mit Wucht auf den Asphalt fällt – dann ist die Nuss zerbrochen. Nun die Schale entfernen. Zum Raspeln des Fruchtfleischs setzt man sich in Madagaskar auf einen speziellen Hocker mit einer scharfen Klinge vorn in der Mitte, in Europa nehmen wir lieber eine Reibe oder einen Hochleistungsmixer. Das geraspelte Fruchtfleisch (etwa 250 g) mindestens 30 Minuten in 600 ml warmem Wasser einweichen. Dann etwa 10 Minuten mit den Händen kneten, um alle Milch herauszupressen. Nun die Kokosraspel durch ein Küchentuch abseihen, das Tuch dabei kräftig auswringen. Jetzt habt ihr etwa 500 ml frische Kokosmilch. Sie ist dünner als Kokosmilch aus der Dose. Wenn ihr mit frischer Kokosmilch kocht, müsst ihr sie daher nicht verdünnen.

 

Suppe aus Hülsenfrüchten (Bissara aus Marokko)

© Dorling Kindersley Verlag, Fotos, Texte und Rezepte: Maria Schiffer

Super lecker und verblüffend einfach – so geht real Cusine! P.S. Den Tipps von Maria bin ich gerne gefolgt, bei mir durfte es auch von den Gewürzen ein bisschen mehr sein…

Quelle: Maria Schiffer: Eating with Africa

Dorling Kindersley Verlag

Preis: 29,95  €

Traditionell ist bissara eine dicke Suppe, die mit batbout, hausgemachtem Fladenbrot, serviert wird. Man isst sie warm als leichtes Essen oder als Snack. Khadeja hat das Gericht bei meinem Besuch mit Kichererbsen gekocht. Man kann es alternativ auch mit dicken Bohnen zubereiten.

Ich empfehle euch, beim Würzen auf euer Gefühl zu hören – mir schmeckt diese Mischung aus Knoblauch, Kurkuma, Curry und Olivenöl so gut, dass ich von allen Gewürzen ein bisschen mehr nehme. Ich esse bissara auch in einer festeren Konsistenz, fast wie hummus, und statt mit Brot auch mit gedünstetem Gemüse. Darüber dann noch etwas Zitronensaft … köstlich!

Zutaten (für 4 Personen):

200 g Kichererbsen

3 Knoblauchzehen

1 TL gemahlene Kurkuma

2 TL Currypulver

1 TL Paprikapulver edelsüß

½ TL Cayennepfeffer

½ TL gemahlener Ingwer

3 EL Olivenöl

(plus mehr zum Beträufeln)

Salz

1 Zitrone

Zubereitung:

Die Kichererbsen waschen und eventuell vorhandene Steinchen und Schmutz entfernen. Über Nacht in reichlich kaltem Wasser einweichen.

Am Tag der Zubereitung das Wasser abgießen und die Kichererbsen mit den Knoblauchzehen in einen Topf geben. So viel Wasser hinzugeben, dass die Kichererbsen etwa 3 cm hoch bedeckt sind, dann zum Kochen bringen und dabei eventuell entstehenden Schaum abschöpfen. Die Hitze reduzieren und die Kichererbsen abgedeckt köcheln lassen, bis sie weich sind. Das dauert mindestens 1 Stunde. Falls die Kichererbsen das Wasser nicht ganz aufgenommen haben, wenn sie gar sind, bleibt das Wasser im Topf.

Die Gewürze und 3 EL Olivenöl zu den Kichererbsen geben und nach eigenem Geschmack abschmecken. Mit Salz würzen. Lieber etwas vorsichtiger sein und im Zweifelsfall nachwürzen! Die Kichererbsen in einen Mixer geben und nicht zu fein pürieren. Alternativ mithilfe eines Kartoffelstampfers zerdrücken. Möglicherweise müsst ihr etwas warmes Wasser dazugegeben, wenn das Püree zu dick wird. Es sollte eine sämige Konsistenz haben. Abschmecken, mit etwas Cayennepfeffer bestreuen und nach Geschmack mit dem Saft der Zitrone und reichlich Olivenöl beträufeln.

Lammeintopf mit Wein und Gartengemüse

© Dorling Kindersley Verlag, Fotos, Texte und Rezepte: Maria Schiffer

In the kitchen with the magic 8 – genießen kann so einfach sein, bitte den „Küchen-Wein“ nicht vergessen!

Quelle: Maria Schiffer: Eating with Africa

Dorling Kindersley Verlag

Preis: 29,95  €

»3 x 8« heißt der Eintopf, weil wir je acht Zwiebeln, Karotten und Tomaten verwendet haben. Dieses Rezept steht und fällt mit der Qualität der Zutaten. Deswegen empfehle ich euch, Bio-Lammfleisch vom Metzger eures Vertrauens zu verwenden. Ihr könnt Haxe, Keule, Schulter oder Kamm nehmen. Wichtig ist, dass das Fleisch am Knochen ist, dadurch ist es aromatischer. Am besten lasst ihr es gleich vom Metzger in grobe Stücke zerteilen. Rosa erntet das Gemüse für den Eintopf aus dem eigenen Garten. Wenn ihr keinen Garten habt, nehmt gutes Gemüse der Saison.

Am besten schon morgens mit den Vorbereitungen beginnen. Das Fleisch muss 3 Stunden schmoren und dann 4 bis 5 Stunden abkühlen, um alle Aromen aufzunehmen, bevor es vor dem Servieren noch einmal für 1Stunde in den Ofen kommt. Wenn die Zeit knapp ist, könnt ihr es etwas weniger lang abkühlen lassen – das Ergebnis ist in jedem Fall superlecker!

Zutaten (für 6 Personen):

8 Zwiebeln

4 EL Olivenöl

1,5 kg Lammfleisch,

in grobe Stücke zerteilt

1 TL getrockneter Oregano

1 TL getrockneter Thymian

8 Karotten (etwa 500 g)

500 g grüne Bohnen

8 reife Tomaten

Salz

frisch gemahlener schwarzer

Pfeffer

2 Zweige Rosmarin

300 ml guter Weißwein

(ein extra Glas trinkt man beim

Kochen – immer eine gute Idee)

Außerdem

ofenfester Topf mit Deckel

Zubereitung:

Die Zwiebeln schälen und in Streifen schneiden. In einem gusseisernen Topf 2 EL Öl

erhitzen und die Zwiebeln langsam rösten, bis sie braun sind, dabei 1 Glas Wein genießen. Die Zwiebeln herausnehmen und beiseitestellen. Das Fleisch mit den getrockneten Kräutern würzen – nicht zu großzügig, weil das Fleisch nach Fleisch schmecken soll, in unserem Fall nach Swartland, der Region, in der Rosa lebt. Generell sollte Fleisch nach der Region schmecken, aus der es kommt. Das restliche Öl (2 EL) in der Pfanne erhitzen und das Fleisch darin anbraten, bis es rundum gebräunt ist.

Den Ofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze (130 °C Umluft) vorheizen.

Nun das Fleisch in einen ofenfesten Topf geben, die Zwiebeln darauflegen. Das Gemüse waschen, die Karotten schälen, aber ganz lassen. Nur halbieren, wenn es sonst im Topf eng wird. Die Bohnen putzen, die Tomaten würfeln. Das Gemüse ebenfalls in den Topf geben und salzen, nach Belieben auch mit Pfeffer würzen. Zum Schluss den Rosmarin obenauf legen und den Wein angießen.

Den Topf abdecken und das Gericht im vorgeheizten Ofen (unten) etwa 3 Stunden schmoren lassen. Dann aus dem Ofen nehmen, aber nicht umrühren – das ist, sagt Rosa, die goldene Regel, sonst verliert sich der Charakter der einzelnen Zu taten. 4–5 Stunden oder über Nacht durchziehen lassen, damit die Aromen Zeit haben, sich gut zu verbinden

Gut 1 Stunde vor dem Servieren den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (150 °C Umluft) vorheizen. Den Deckel vom Topf nehmen und das Gericht für etwa 1 Stunde in den Ofen schieben, dabei wird das Lammfleisch schön braun und die Flüssigkeit kocht etwas ein.

Während des Kochens trinkt man Weißwein. Zum Essen passt aber eher ein leichter Rotwein, etwa ein Cinsaut oder Grenache. Genießt dieses Gericht am besten mit guten Freunden.

Maria Schiffer: Eating with Africa

Maria Schiffer: Eating with Africa

Dorling Kindersley Verlag

Preis: 29,95  €

Wie kocht Afrika?

Worum geht’s?

Identität und Gemeinsamkeiten, lasst uns einfach mal in afrikanische Küchen schauen…

Afrika das ist eigentlich ein Kontinent mit 54 verschiedenen Ländern, die im Westen jedoch gerne wie ein gemeinsames Land wahrgenommen werden. Die Journalistin Maria Schiffer, deren Vater in Sambia ein kleines Waisenhaus und eine Farm betreibt, wollte diesem Kontinent gerne eine Stimme geben und entwickelte die Idee ein Kochbuch über diesen Kontinent zu veröffentlichen. Sie ist mutig gewesen und hat dieses Projekt zunächst aus eigener Kraft gestemmt, erst zum Ende ihrer Recherche- Reisen kommt ein Vertrag mit einem Verlag zustande. Der in diesem Fall ebenfalls sehr mutig war, Kochbücher sind ja eigentlich zum Kochen da, jedoch  zeigen diese häufig eine komplett gestylte Welt, die mit der Realität in unseren Küchen überhaupt nichts mehr zu tun hat. Das ist bei diesem sehr interessanten Kochbuch anders, die Küchen in denen Maria ihre Protagonisten besucht hat, sind authentisch und es geht lebendig und realistisch zu.

Who accompany us to different African kitchens?

 

©Maria Schiffer

Maria Schiffer ist eine deutsch-amerikanische Reise- und Foodfotografin. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch Authentizität und einen Schuss Humor aus. Zwischen ihren Afrika-Reisen lebt und arbeitet sie in Berlin, wo sie hauptsächlich als redaktionelle Fotografin aktiv ist. Zu ihren Auftraggebern zählen renommierte deutsche Reise-, Lifestyle- und Food-Magazine wie „Der Feinschmecker“, „Merian“, oder „Stern“.

 

 

Was ist drin?

 10 mal Afrika, immer ganz anders aber immer sehr real……

 Afrika kommt im Kochbuch-Bereich praktisch nicht vor, wenn man von Büchern über die Küche Südafrikas und neuerdings sogar Äthiopiens absieht. In ihrem Bemühen um Afrika,  entwickelt sich bei Maria Schiffer schließlich die Idee, dass sich mit einem ehrlichen und authentischen Blick in die Küchen vieler Afrikaner sich für einen Kontinent, den wir seit Jahrzehnten ausblenden und gedanklich an die Seite schieben, mehr erreichen ließe, als wenn es wieder ein Bildband geworden wäre, der nach anfänglichem Interesse, schnell Gefahr läuft, im Bücherregal zu verschwinden. Es sollte kein normales Kochbuch werden, da war sich die Berlinerin schnell sicher. Obwohl, wenn ich darüber nachdenke, ist dieses Kochbuch vielleicht normaler, als andere Kochbücher….. Maria Schiffer ist keine Stylistin, sondern Fotografin, die bei jeder ihrer Recherchereisen in Malawi, Marokko, Namibia, Südafrika, São Thomé & Príncipe, Uganda, Madagaskar, Sambia, Äthiopien und Sierra Leone, viele  Kilometer zurück gelegt hat und dabei tausende von Fotos geschossen hat. Schiffer hat sich für den Alltag der Menschen interessiert und da gehört die Küche eben mit dazu, hier trifft man sich, um zu Kochen, zu reden, zu essen…..

Herausgekommen ist dabei ein Kochbuch einer Autorin, das Afrikanern aus allen Schichten in ihren Küchen bei der Essenszubereitung über die Schulter geschaut hat, sich für ihre Geschichten und ihr Leben aufrichtig und einfühlsam interessierte und so ein sehr persönliches und nicht klischiertes Bild Afrikas seiner Menschen und ihres Essens zeichnet.

Angefangen hat Maria Schiffer ihre Recherche zum Buch, die sie immer wieder unterbrechen musste, um in Berlin wieder dafür Geld zu verdienen, in Malawi, das auch das „Land am See“ genannt wird. Aber Malawi hat viele Beinamen und alle haben ihre Berechtigung. Malawi weiß die Journalistin interessanterweise zu berichten, ist abenteuerlich, erschwinglich, stressfrei und sicher für Reisende. Dank relativ guter Straßen erreicht man den Malawi-See ebenso gut wie die Berge. In Cape Maclear, einem Dorf nordwestlich der Monkey Bay am Ufer des Malawi-See lernt Maria Kilina eine junge Frau und ihre Familie kennen. Wie die meisten Menschen in Malawi besitzt Kilinas Familie ein kleines Haus und etwas Land, dort wird der heißgeliebte Mais angebaut und daneben wachsen Kürbisse. Kilinas Mutter Nasi, 52, kümmert sich um das Feld, das 45 Gehminuten entfernt ist. Ein Fahrrad wäre schön kostet aber 100 €, mit dem Verkauf von Feuerholz, dass Nasi dreimal die Woche frühmorgens in den Bergen sammelt, verdient sie in einem guten Monat etwa 14 €.

Maria Schiffer kocht außerdem in Südafrika mit den Winzerinnen Carmen Stevens und Rosa Kruger. Die farbige Önologin, Carmen Stevens aus Stellenbosch,  hat sich trotz schwieriger Start-Bedingungen, inzwischen mit denen von ihr kreierten Weinen sogar im Ausland einen Namen gemacht. Carmen ist in Belhar einem berüchtigten Vorort Kapstadts mit einer alleinerziehenden Mutter und zwei Geschwister aufgewachsen. Ihr Bruder wurde bereits mit 21 Jahren bei einer Schießerei auf der Straße erschossen.  Das Geld ihrer Mutter reichte meistens nicht bis zum Zahltag am Freitag, sondern war sehr häufig schon donnerstags aufgebraucht, so dass diese dann ihren Heimweg von der Arbeit, nur noch zu Fuß machen konnte. Nachdem Carmen als junge Frau einen Liebes-Roman gelesen hatte, der auf einem Weingut spielte, keimte bei der ebenso zierlichen wie energischen jungen Frau der Wunschtraum auf, es selbst zur Weinmacherin auf einem Weingut zu bringen. Nicht ganz einfach, denn sie wuchs im Apartheits-Regime auf, dennoch schaffte Carmen Stevens es als erste farbige Frau an der Weinakademie in Stellenbosch zu studieren. 1995 ein Jahr nach dem Ende der Apartheit und der Wahl von Nelson Mandela zum Präsidenten Südafrikas, macht Carmen ihren Abschluss und wird Südafrikas erste farbige Winzerin. „Ich musste mich beweisen, wieder und immer wieder, um etwas zu erreichen“, erinnert sich die aparte Frau. Als sie ihren ersten Wein für einen Wettbewerb einreichen will, bittet sie einen weißen Kollegen um seine Einschätzung. Mist lautet seine Antwort. Sie reicht den „Mist“ trotzdem ein und gewinnt ihren ersten Preis, das war 1997. Seit 2013 engagiert sich die erfolgreiche Winzerin und Mutter zweier Töchter in ihrer Heimatstadt Belhar, für ein Schulspeisungsprogramm, das mittlerweile 12.000 Kinder an neun Schulen täglich mit Frühstück und Mittagessen versorgt. Mit Maria hat diese ein Lammkaree mit Gemüse zubereitet.

Rosa Kruger, die bekannteste Winzerin Südafrikas, ist eine Ur-Ur-Enkelin von Paul Kruger dem früheren Präsidenten und hat ihn ihrem Leben schon vieles gemacht, sie war politische Journalistin, Anwältin und ist heute ohne spezielle Ausbildung eine der anerkanntesten Expertinnen für alte Weinreben. „Jeder hat einen Platz, das ist ihre feste Überzeugung und deshalb engagiert sie sich für Chancen-Gleichheit in Südafrika. Nur so hat dieses Land die Chance sich weiter zu entwickeln und sich nicht in Wut und Gewalt aufzureiben, das leuchtet jedem ein, der schon mal dort war.

© Dorling Kindersley Verlag, Fotos, Texte und Rezepte: Maria Schiffer

Rosa steuert einen Lammeintopf mit Wein und Gartengemüse bei, den wir probiert haben und der uns begeistert hat. Die aufrechte Haltung dieser Rezept-Geberin, begeistert mich ebenfalls, weil ich selbst schon zweimal dort war und dieses wundervolle Land und vor allem alle seine Menschen eine Zukunft verdient haben.

Florence Turii kommt aus Okakarara in Namibia und gehört zum Stamm der Herero, die seit Jahrhunderten Viehzucht betreiben. Ihre Familie bewirtschaftet eine Farm, auf der sie Gemüse und Mais anbauen. Nahe beim Haus stehen 20 Kühe, die von Efet, der Mutter von Florence, mehrmals täglich gemolken werden. Als verheiratete Herero-Frau macht sie das stets mit einer traditionellen Kopfbedeckung, die stilisierte Kuhhörner darstellt. Von dieser Art Kopfschmuck hat Efet Gutare ca. 20 verschiedene, die alle auf ihre dazu passende 20 Kleider abgestimmt wurden. Der mitleidige Blick auf die armen Afrikanerinnen ist also fehl am Platz, dort werden statt Schuhe einfach nur Hüte geschoppt.  Die Zubereitung der traditionellen Sauermilch ist in Namibia ebenfalls die Aufgabe der Frau des Hauses. Die frische Milch wird in einer abgedeckten Kalebasse zwei bis drei Wochen in einer kühlen Ecke des Hauses fermentiert. Efet erklärt Maria wie man ein traditionelles namibisches Schmalzgebäck herstellt, die sogenannten fat cakes, die gerne zusammen mit Sauermilch genossen werden.

Außerdem probiert & genossen:

Suppe aus Hülsenfrüchten (Bissara aus Marokko)

© Dorling Kindersley Verlag, Fotos, Texte und Rezepte: Maria Schiffer

 

Super lecker und verblüffend einfach – so geht real Cusine! P.S. Den Tipps von Maria bin ich gerne gefolgt, bei mir durfte es auch von den Gewürzen ein bisschen mehr sein…

 

 

 

 

 

Mariniertes Hähnchen madagassischer Art

© Dorling Kindersley Verlag, Fotos, Texte und Rezepte: Maria Schiffer

Dieses Gericht lebt – wie vieles – was unkompliziert auf den Tisch kommt, von der Qualität seiner Zutaten – bitte auch bei den Gewürzen nicht sparen oder gleich selber mahlen.

 

Dieses Mal bei uns ohne den „Street-Style“ mit selbstgemachter Kokosnuss-Milch, doch trotzdem mit Wonnen verputzt.

 

 

Fazit: Eating with Africa, that is the difference!

Maria Schiffer ist weder Köchin noch Stylistin, sondern eine Journalistin mit Abenteuerlust und dem Wunsch Afrika mit seinen Menschen, echten Geschichten und Rezepten zu zeigen. Jedem von ihr besuchtem Land hat sie einen Steckbrief vorangestellt, der Gemeinsamkeiten und Unterschiede deutlich herausstellt. Ein Kontinent mit 54 ganz unterschiedlichen Ländern hat es verdient, dass wir uns wirklich mit ihm und seinen Bewohnern beschäftigen, warum das also nicht mal in der Küche bei einem gemeinsamen Essen tun. Ein interessanter Ausflug und sicherlich, dass authentischste Kochbuch das in meiner Frankfurter Küche zu Gast war und das mich ebenfalls tief berührt hat. Für Neugierige eine prima Möglichkeit diesen Kontinent realistisch und genussvoll zu begegnen. Das meiste funktioniert recht gut in einer europäischen Küche, wenn am offenen Feuer gekocht (Maismehl-Bananen-Kuchen aus Malawi) wurde, hat Maria Schiffer jedoch auch Grenzen erkannt. Das gehört dazu nicht nur in Afrika, sondern ebenfalls bei uns, das wir ein Rezept unseren Gegebenheiten anpassen.

Gedämpfte Fisch-Päckchen mit Zitronen-Basilikum

© Kristin Perers/Knesebeck Verlag

Quelle: Eleanor Ford: Fire Islands – Rezepte aus Indonesien

Fotos: Kristin Perers

Knesesbeck Verlag

Preis: 32,– €

Sehr fein und obendrein ein echter Hingucker für Gäste, auch die Variante muss unbedingt noch probiert werden! P.S. Zur Verwendung von Bananenblättern verweise ich auf das Handling ganz unten (*).

Ich finde es aufregend, wenn man sein eigenes Bananenblattpäckchen mit einem herrlich duftenden Fischfilet bei Tisch selbst auspacken darf. Alternativ kann man Alufolie oder Pergamentpapier verwenden, aber die Bananenblätter geben ein subtiles Kräuteraroma ab. Allein deswegen lohnt die Suche im Asialaden nach ihnen.

Zutaten (für 4 Personen):

4 Fischfilets (à 150 g) von festem weißem Fleisch, ohne Haut

Saft von ½ Zitrone

Salz

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

2 EL Öl

200 ml Kokosmilch

Bananenblätter* (s. S. 233 oder unten)

30 g Zitronenbasilikum- oder Thai-Basilikumblätter

1 Thai-Chilischote, von Samen befreit und in feine Streifen geschnitten

1 große Tomate, in 8 Scheiben geschnitten

Für die bumbu

1 Stängel Zitronengras, nur das Weiße, angedrückt und in feine Scheiben geschnitten

1 große rote Chilischote, von Samen befreit und grob gehackt

1 rote Thai-Chilischote (nach Belieben), grob gehackt

3 Thai-Schalotten, grob gehackt

3 Knoblauchzehen, grob gehackt

1 Stück (2 cm) frischer Galgant, gründlich abgebürstet und grob gehackt

1 Stück (1 cm) frischer Ingwer, geschält und grob gehackt

1 Stück (1 cm) frische Kurkuma, geschält und grob gehackt

(oder ½ TL getrocknete Kurkuma)

Zubereitung:

In einer Schüssel die Fischfilets mit Zitronensaft sowie Salz und Pfeffer vermengen, bei Zimmertemperatur marinieren lassen.

Für die bumbu alle Zutaten im Mixer zu einer Paste verarbeiten. Gegebenenfalls etwas Wasser dazugeben.

In einer kleinen Pfanne das Öl erhitzen und die bumbu darin unter häufigem Rühren etwa 10 Minuten anbraten, bis der Knoblauch seine Strenge verloren hat und sich das Öl von den Gewürzen absetzt.

Kokosmilch und bumbu in die Schüssel mit dem Fisch füllen und die Filets darin wenden, sodass sie rundherum von der Sauce überzogen sind. Den Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Die Bananenblätter in heißem Wasser einweichen. Anschließend daraus 8 Stücke so zuschneiden, dass jeweils 1 Fischfilet hineinpasst. Die Blätter in doppelter Lage auslegen. Großzügig Zitronenbasilikumblätter auf jedes Blatt verteilen, jeweils 1 Filet daraufsetzen. Ebenfalls reichlich von der Marinade darauf verteilen. Einige Chilistreifen darüberstreuen, je 2 Tomatenscheiben und abschließend wieder Zitronenbasilikumblätter schichten. Die Filets sorgfältig einwickeln und die Päckchen mit Bambusspießen oder einem Streifen von einem Bananenblatt verschließen. Falls die Zeit reicht, im Kühlschrank bis zu 4 Stunden durchziehen lassen.

Die Päckchen auf einem Backblech im Ofen 20 Minuten backen und vor dem Öffnen am Tisch 5 Minuten leicht abkühlen lassen.

Tipp: Auf Java probierten wir eines Tages gewürzte Fischpäckchen, die meinem Mann so gut geschmeckt haben, dass er sich das Rezept im Buch wünschte. Dafür braucht man auch 4 Fischfilets und für die bumbu: 4 große rote Chilischoten (von Samen befreit), 3 Kemirinusskerne (oder 6 blanchierte Mandeln), 3 Knoblauchzehen, 1 Stängel Zitronengras, 1 Stück (2 cm) frischer Galgant, 1 Stück (1 cm) frische Kurkuma, 1 EL Koriandersamen, 1 EL Tamarindenpaste, 1 TL Salz, ½ TL Palmzucker, 1 Ei und 1 EL Öl. Die bumbu wie oben zubereiten, mit dem Fisch in Päckchen wickeln und backen.

* Die Bananenblätter sorgfältig säubern. Da sie spröde sind und beim Falten leicht brechen, sollte man sie vor dem Falten über einer Gasflamme oder einer heißen Herdplatte weich werden lassen. Sie sollten dann geschmeidig und leicht zu falten sein.

Warmer Gemüsesalat mit Kokossambal – Urap urap

© Kristin Perers/Knesebeck Verlag

Quelle: Eleanor Ford: Fire Islands – Rezepte aus Indonesien

Fotos: Kristin Perers

Knesesbeck Verlag

Preis: 32,– €

Ein würziger und dank der blanchierten Gemüse gleichzeitig sehr frischer Gruß aus Indonesien an alle Vegetarier, der dort ein beliebtes warmes Frühstücks-Gericht ist. P.S.: Frische Farnspitzen sind bei uns sehr schwer zu bekommen, am besten gleich auf Spinat ausweichen und das Wasser nach dem Blanchieren gut ausdrücken, außerdem bitte nur frisch geraspelte Kokosnuss verwenden – gibt es z. B. tiefgekühlt im Asia-Laden. P.S. Wer ein bisschen Zeit hat, kann sich überlegen die Röst-Schalotten selbst herzustellen – lohnt sich geschmacklich finde ich.

An Tagen, an denen ich mich nach der heißen Sonne von Bali sehne, kommt unweigerlich Lust auf diesen Gemüsesalat auf. Er ist frisch, grün und unverkennbar indonesisch. Ganz wunderbar schmeckt er mit zarten gekringelten pakis (Farnspitzen), aber Babyspinat oder eigentlich jedes saisonale grüne Blattgemüse ist ein guter Ersatz. Optisch ansprechend ist er auch mit in lange Bänder gehobeltem grünem Spargel.

Zutaten (für 2 – 4 Personen):

Für das Kokossambal

1 EL Kokosöl

6 Thai-Schalotten, in Ringe geschnitten

4 Knoblauchzehen, in Scheiben

geschnitten

1 große rote Chilischote, von Samen befreit und in Streifen geschnitten

Salz

100 g frische Kokosnuss, gerieben (oder 80 g getrocknete Kokosraspel)

Salz

140 g frische Farnspitzen oder zartes Blattgemüse, grob gehackt

100 g grüne Bohnen oder Spargelbohnen, gedrittelt

100 g Mungbohnensprossen

100 g gegarte Augenbohnen (nach Belieben)

Saft von 1 (Kaffir-)Limette

1 EL Röstschalotten (Fertigprodukt aus dem Asialaden)

Zubereitung:

Einen Wok oder eine Pfanne auf mittlere Temperatur erhitzen. Das Kokosöl hineingeben, darin Schalotten und Knoblauch unter häufigem Rühren goldgelb braten. Die Chilischote leicht mitdünsten. Die Temperatur reduzieren, dann Kokosraspel sowie 1 kräftige Prise Salz einrühren. Bei getrockneten Kokosraspeln etwas Wasser angießen, damit sie weicher werden und sich die Aromen besser entfalten können. Dieses Kokossambal 1 Minute erhitzen, dann vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Inzwischen in einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Farnspitzen und grüne Bohnen darin 2–5 Minuten bissfest blanchieren. In den letzten 20 Sekunden der Garzeit die Mungbohnensprossen dazugeben. Dann abgießen und beiseitestellen. Bei Verwendung von Gemüse, das viel Wasser aufnimmt, sollte dies leicht ausgedrückt werden.

Gemüse und Augenbohnen (falls verwendet) mit Kokossambal und Limettensaft vermengen, final abschmecken. Mit Röstschalotten servieren.

Schmorrindfleisch – Rendang

Quelle: Eleanor Ford: Fire Islands – Rezepte aus Indonesien

Fotos: Kristin Perers

Knesesbeck Verlag

Preis: 32,– €

Curry auf Indonesisch, bei dem Geduld gefragt ist, aber die Belohnung ist butterzart und so köstlich!

P.S.: Palmzucker lässt sich mit Rohrzucker ersetzen und da Thai-Schalotten kleiner sind als die bei uns übliche Sorte, kann man bei Verwendung dieser die Menge halbieren. Auf frische Kurkuma-Blätter habe ich verzichtet, da sie sehr schwer zu bekommen sind. Menschen mit grünem Daumen können diese evtl. aus der Wurzel auf der Fensterbank ziehen. Ich überlege noch, ob ich das mal probieren werde. Da ich relativ milde Chili zur Hand hatte und wir außerdem gerne scharf essen, bin ich bei der Menge geblieben, allerdings habe ich die Menge an Salz deutlich reduziert.

Diese Spezialität stammt aus Sumatra und ist weltweit das bekannteste Gericht der indonesischen Küche. Das dunkle Fleisch ist außen kross und innen zart aromatisch. Das Einzigartige: Das Fleisch wird geschmort und dann in derselben Pfanne kräftig gebraten, sozusagen ein umgekehrt zubereiteter Schmorbraten. Es bleibt das saftigste Fleisch übrig. Es gibt zwar nur wenig, dafür aber sehr aromatische Sauce dazu.

Zutaten (für 4–6 Personen):

Für die bumbu

8 Thai-Schalotten, grob gehackt

5 große rote Chilischoten, von Samen befreit und grob gehackt

4 Knoblauchzehen, grob gehackt

1 Stück (2,5 cm) frischer Galgant, abgebürstet und grob gehackt

1 Stück (2,5 cm) frischer Ingwer, geschält grob gehackt

1 Stück (2,5 cm) frische Kurkuma, ge­schält grob gehackt (oder 1 TL gemah­lene Kurkuma)

½ TL frisch geriebene Muskatnuss

1 Prise gemahlene Gewürznelken

800 ml Kokosmilch

900 g Rinderbrust oder -nacken, in mundgerechte Stücke geschnitten

1 EL dunkler Palmzucker (gula jawa), geraspelt

2 TL Salz

2 Kaffirlimettenblätter

2 Kurkumablätter (nach Belieben)

1 Stängel Zitronengras, angedrückt und je nach Länge verknotet

1 Zimtstange

Zubereitung:

Für die bumbu alle Zutaten im Mixer zu einer Paste verarbeiten. Gegebenenfalls etwas Kokosmilch dazugeben. Die sämig-glatte Paste in einen großen Wok füllen.  Alle restlichen Zutaten ebenfalls in den Wok geben. Die Flüssigkeit sollte das Fleisch bedecken – gegebenenfalls mit Wasser auffüllen. Unter Rühren zum Kochen bringen, dann leicht sprudelnd köcheln. Die Flüssigkeit soll einkochen: Das Rendang ohne Deckel unter gelegentlichem Rühren etwa 2 Stunden garen. Das Fleisch sollte zart sein, der größte Teil der Flüssigkeit verkocht und das Fett sich von der Kokosmilch abgesetzt haben. Zitronengras und Zimtstange herausnehmen.

Nun werden Fleisch und Gewürze, die bislang geschmort haben, allmählich im heißen Öl anfangen zu braten. Dieser Vorgang erfordert etwas Sorgfalt. Etwa 10 Minuten lang das Fleisch bei mittlerer Temperatur behutsam umrühren, bis das Kokosfett dickflüssig und braun geworden ist. Dann noch 15 Minuten garen und kontinuierlich rühren, bis das Öl vom Fleisch aufgenommen ist. Die Farbe des Fleisches sollte der von dunkler Schokolade ähneln.

Anschließend den Topf vom Herd nehmen und alles etwa 30 Minuten durchziehen lassen. Das Rendang bei Zimmertemperatur servieren. Es hält sich in einer luftdicht verschließbaren Frischhaltebox 1 gute Woche im Kühlschrank, geschmacklich wird es mit der Zeit immer besser.

Serviervorschläge:

Gut passt dazu 1 Handvoll Geröstete und gewürzte Kokosraspel (s. S. 182 und Abbildung rechts) oder Röstschalotten (aus dem Asialaden). Rendang eignet sich als Teil eines reichhaltigen Buffets – etwa zusammen mit Saté aus glasierten Garnelen (s. S. 44), Maisbratlingen (Seite 40), Auberginen mit Garnelenpaste (s. S. 101), Buntem Wokgemüse (s. S. 96), Marmorierten Eiern (s. S. 192), Erdnuss-Kaffirlimetten-Crackern (s. S. 31) und einer Auswahl verschiedener Sambals – oder als Hauptakteur mit Gewürzreis (s. S. 163) und Grünem Sambal aus Padang (s. S. 176).

Eleanor Ford: Fire Islands

Eleanor Ford: Fire Islands – Rezepte aus Indonesien

Fotos: Kristin Perers

Knesesbeck Verlag

Preis: 32,– €

Eine Autorin, die sich in Indonesien gut auskennt!

© Kristin Perers/Knesebeck Verlag

 Eleanor Ford ist Food-Journalistin mit einem Faible für Regionen, die bislang im Kochbuch-Bereich nicht bedacht wurden. Den Duft und Geschmack weit entfernter, exotischer Orte lecker und nachkochbar in europäische Küche zu bringen, ist ihre Spezialität.  Ihr erstes Buch Samarkand, das sie zusammen mit der schottisch-stämmigen Reise-Journalistin – Caroline Eden – verfasst hat, wurde mit dem »Guild of Food Writers Award« ausgezeichnet. Wenn sie nicht reist und Rezepte sammelt, lebt Eleanor Ford in London, Großbritannien.

Für dieses Kochbuch ist sie mit Mann und zwei kleinen Kindern nach Indonesien aufgebrochen, damit die Kinder ebenfalls die Inseln, Düfte und Aromen kennenlernen sollten, die Eleanor’s Kindheit prägten. Ihr Vater nahm die Familie regelmäßig nach Indonesien mit, wo er als Architekt Hotels plante und die Fertigstellung vor Ort überwachte.

 Indonesien: Inseln, Düfte & Aromen…...

Indonesische Küche ist so vielschichtig wie der größte Archipel der Welt selbst: Dieser besteht aus siebzehntausend, möglicherweise achtzehntausend Inseln, denn durch die Gezeiten, tauchen auch kleinste Inseln auf, die später wieder verschwinden. Indonesien grenzt auf Borneo an Malaysia, auf der Insel Neuguinea an Papua- Neuguinea und auf der Insel Timor an Osttimor. Auf Java liegt mit Jakarta die Hauptstadt Indonesien. Java ist ein von Vulkanen, steilen Reis-Terrassen, den typischen Holzschattenfiguren und Stufentempeln geprägtes Land. Von Osten nach Westen haben die Einheimischen andere geschmackliche Vorlieben: sauer – süß – scharf sind die Geschmacks-Parameter und die geschmackliche Route mit der Speisen aromatisiert werden. Die Vorliebe für Säuerliches spiegelt sich in einem fermentierten Kohlsalat mit Erdnuss-Sauce.

Was ist drin?

Kochbuch-Trailor

Wie schmecken die Inseln? – let’s talk about signature dishes….

Die Küche Sumatras ist dagegen geprägt von  Kokosnuss und Kaffirlimette. Dafür steht Rendang wie kein anderes Gericht, ein Schmorgericht aus Rindfleisch, das mit Chili, Zitronengras, Kurkuma und Ingwer gegart wird. Das Fleisch wird geschmort und dann in derselben Pfanne kräftig gebraten, sozusagen ein umgekehrt zubereiteter Schmorbraten. Das Herzstück dieser Speise ist das berühmte indonesische bumbu, eine Gewürzpaste aus Ingwer, Galgant (Thai-Ingwer), rote Chilischoten, Kokosnuss, säuerlicher Tamarinde, Palmzucker, Umami würziger Garnelenpaste, Zitronengras, rauchig fermentierter Sojasauce, Kurkuma, Erdnüssen und Knoblauch. Damit haben wir jetzt alles im Kochtopf, was den typischen indonesischen Geschmack ausmacht. Ein weiteres Bindemitglied in diesem riesigen Land voller Kontraste ist die ausgesprochene Liebe zu aromatischen Chilisaucen, den Sambals. Der Touristen-Magnet Bali lädt nicht nur zum Surfen, Feiern und zur Selbstfindung ein, sondern ebenso zu im Erdofen mit heißen Steinen gegartem Spanferkel. Eleanor Ford hat sich jedoch vorgenommen,  indonesische Küche für Europäer nachkochbar in ihr wunderschönes Kochbuch zu bringen und serviert stattdessen Schweinfleisch in Ketjap Manis (süß-würzige) Sojasauce, die so typisch für balinesische Speisen ist, den allseits beliebten Street-Food Klassiker Hähnchen-Saté, oder lawar, einem Kokossalat mit grünen Bohnen und Hähnchen. Nasi-Goreng wird überall in Indonesien gerne gegessen, kennt wirklich jeder,  aber Ford hat Recht, wenn es richtig gut werden soll, ist ein bisschen Sorgfalt bei der Zubereitung erforderlich. Wichtig dabei ist, den Reis mit einem Löffelrücken mit Tomatenmark, Saucen und Sesamöl sehr behutsam zu vermengen – die Reiskörner sollen dabei nicht zerquetscht werden. Den Herd bitte vorher schon abschalten. – Ich hab’s endlich kapiert und danke für ein Rezept zu einem Gericht, dass ich bislang aufgrund der vielen Versionen, die sich um Details nicht kümmern, längst aussortiert hatte.

Wer wissen will, wie auf den Inseln ein perfektes Ginger Chicken zubereitet wird, schaut einfach hier:

Probiert & Verputzt:

Warmer Gemüsesalat mit Kokossambal – Urap urap

© Kristin Perers/Knesebeck Verlag

Ein würziger und dank der blanchierten Gemüse gleichzeitig sehr frischer Gruß aus Indonesien an alle Vegetarier, der dort ein beliebtes warmes Frühstücks-Gericht ist.

P.S.: Frische Farnspitzen sind bei uns sehr schwer zu bekommen, am besten gleich auf Spinat ausweichen und das Wasser nach dem Blanchieren gut ausdrücken, außerdem bitte nur frisch geraspelte Kokosnuss verwenden – gibt es z. B. tiefgekühlt im Asia-Laden. P.S. Wer ein bisschen Zeit hat, kann sich überlegen die Röst-Schalotten selbst herzustellen – lohnt sich geschmacklich finde ich.

 

Schmorrindfleisch – Rendang

© Kristin Perers/Knesebeck Verlag

P.S.: Palmzucker lässt sich mit Rohrzucker ersetzen und da Thai-Schalotten kleiner sind als die bei uns übliche Sorte, kann man bei Verwendung dieser die Menge halbieren. Auf frische Kurkuma-Blätter habe ich verzichtet, da sie sehr schwer zu bekommen sind. Menschen mit grünem Daumen können diese evtl. aus der Wurzel auf der Fensterbank ziehen. Ich überlege noch, ob ich das mal probieren werde. Da ich relativ milde Chili zur Hand hatte und wir außerdem gerne scharf essen, bin ich bei der Menge geblieben, allerdings habe ich die Menge an Salz deutlich reduziert.

 

Gedämpfte Fisch-Päckchen mit Zitronen-Basilikum

© Kristin Perers/Knesebeck Verlag

Sehr fein und obendrein ein echter Hingucker für Gäste, auch die Variante dazu muss unbedingt noch probiert werden! P.S. Wer ein bisschen Zeit hat, kann sich überlegen die Röst-Schalotten selbst herzustellen – lohnt sich geschmacklich finde ich.

 

 

 

 

 

 

Fazit: Indonesian Cusine for Home-Cooks!

Schönes Kochbuch zur indonesischen Küche, weil tolle Rezepte, außerdem ist es sehr informativ! Die Impressionen von Land und Leuten laden außerdem zu einem vielversprechenden virtuellen Urlaub ein. Dafür hat nicht jedes Rezept ein Bild abbekommen, finde ich aber nicht schlimm, ich brauch das nicht unbedingt. Vegetarier kommen z. B. im Kapitel „Salate & Gemüse“ auf ihre Kosten und werden alternativ immer mal wieder in den weiteren Rubriken mit Rezepten bedacht. Fleisch- und Fischgerichte haben jedoch ganz klar die Oberhand.

Spanischer Paprikatopf mit Schellfisch

© Lizzy Mayson

Ein wunderbar unkompliziertes Sommeressen: auf einem aromatischen roten Bett aus Paprika und Tomaten wird ein saftiger Fisch serviert. Keeper und urlaubstauglich! P.S. Wir haben Kabeljau  verwendet und uns sogar noch ein paar Kartoffeln gegönnt.

Quelle: Darina Allen: „Come Together“

Alles aus einem Topf: 100 Rezepte, die glücklich machen

Fotos: Lizzie Mayson

Sieveking Verlag

Preis: 29,– €

Auch zu Seehecht, Kabeljau oder Seeteufel schmeckt dieser süße Paprikatopf hervorragend. Mit 225 g gewürfelten gekochten Kartoffeln wird eine äußerst sättigende Mahlzeit daraus.

Zutaten (für 4 Personen):

2 EL Olivenöl extra vergine,

plus mehr zum Servieren

1 Knoblauchzehe, gepresst

225 g Zwiebeln, in Ringe geschnitten

40 ml trockener Sherry

4 rote Paprika

1 roter oder grüner Chili, in Ringe

geschnitten

6 große Tomaten (dunkelrot und sehr reif)

1 Msp. Safranfäden

frische Basilikumblätter

4 Filets Schellfisch (à .175 g)

1 – 2 TL geräuchertes Paprikapulver

Meersalzflocken, frisch gemahlener

schwarzer Pfeffer und Zucker

viel gehackte glatte Petersilie,

zum Servieren

Zubereitung:

In einem Bräter (mit 25 cm Durchmesser oder 3,2 Liter Fassungsvermögen) das Olivenöl bei niedriger Temperatur erhitzen und den Knoblauch darin einige Sekunden anschwitzen. Die Zwiebeln hinzufügen und 5– 6 Minuten anschwitzen. Den Sherry zugießen, zum Kochen bringen und 5 – 6  Minuten einkochen.

Die Paprika halbieren und von Stielansatz und Samen befreien. Die Paprika in 2 – 2,5 cm große Quadrate schneiden. Mit dem Chili in den Bräter geben und umrühren. Den Deckel auflegen und das Ganze 5 – 6 Minuten köcheln lassen. Währenddessen die Tomaten vorbereiten.

Die Tomaten mit kochendem Wasser übergießen, nach 10 Sekunden das Wasser abgießen und die Tomaten häuten. Die Tomaten in Scheiben schneiden und mit dem Safran in den Bräter geben. Mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen und das Basilikum hinzufügen. Den Deckel auflegen und das Ganze 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich, süß und saftig ist.

Die Fischfilets mit Salz, Pfeffer und etwas geräuchertem Paprikapulver würzen. Den Fisch auf das weiche Gemüse legen, den Deckel auflegen und alles 4 -5 Minuten garen, bis der Fisch nicht mehr durchscheinend ist, sondern opak wird. Den Fisch ebenfalls mit etwas geräuchertem Paprikapulver bestreuen.

Mit der Petersilie bestreuen und mit Olivenöl extra vergine beträufeln und sofort servieren. Dazu viel knuspriges Sauerteigbrot und einen grünen Salat aus Bioanbau reichen