Ich bin dann wieder mal weg…..

Quelle: Pixabay.com

Gefühlt ist es eine Ewigkeit her, dass ich richtig weg war. Richtig weg heißt für mich ein Flugzeug zu besteigen und in den Urlaub zu fliegen. Nicht richtig weg, ist das Normale geworden in den letzten Jahren, die Fahrt ins 150 km entfernte Ferienhaus mit großer Küche und Speisekammer, viel Natur drum herum.

Nicht nur wegen dem blöden Corona, aber meine Bedürfnisse haben sich in den letzten Jahren nochmal geändert, mehr als 4 Stunden im Flieger sitzen, dazu habe ich inzwischen keine Lust mehr. Die lästige Packerei reicht mir schon, denn wegen unserer Wandervorliebe mieten wir immer ein Ferienhaus und, kochen meistens selbst, deshalb habe ich auch lieber Gewürze und ein paar unverzichtbare Küchenutensilien im Koffer als Klamotten oder diverse paar Schuhe.

Ich werde in jedem Fall berichten, hoffentlich ein paar schöne Ausblicke zeigen und vielleicht das eine oder andere Rezept mit Euch teilen….

Macht es gut, wir sehen uns Ende Februar hier wieder, bis dahin freue ich mich auf tolle Ausblicke und das eine oder andere gute zu essen, dass auch gelingt, wenn der Supermarkt und die tolle Frankfurter-Einkaufs-Infrastruktur, die mir die vielen Menschen ermöglichen, die sich fernab ihrer Heimat bei uns in Frankfurt niedergelassen haben. Mir machen die keine Angst, im Gegenteil ich bin ihnen dankbar für all das bunte und neue, das sie mir auf dem Teller ermöglichen!

Und jetzt freue ich mich darauf noch mehr off als sonst zu sein, ich werde auch diesmal nicht auf Social-Media regelmäßige Updates veröffentlichen, sondern alles hübsch zu lassen……

Kaspressknödel mit Salat

©Wolfgang Schardt

Quelle: Anne-Katrin Weber: Deftig vegetarisch – Alpenküche

Schmoren, Backen, Braten, Rösten, Einlegen

Fotografie: Wolfgang Schardt

Becker Joest Volk Verlag

Preis: 33,– €

Brot wird in unserem Haushalt immer bis auf den letzten Krümel verbraucht, mit Semmelknödel kennen wir uns richtig gut aus. Und bitte, dafür braucht kein Mensch gekauftes Knödelbrot! Die Kaspressknödel waren echt gut! Der Käse ist ausschlaggebend, ob die Knödel gut oder so richtig gut schmecken. Wir haben uns für einen sehr würzigen Bergkäse entschieden. Der mit Kräutern gewürzte Salat (bei uns mit frischem Majoran) war eine prima Ergänzung dazu!

Zutaten (für 4 Personen):

Für die Kaspressknödel

250 g Brot oder Brötchen vom Vortag

250 ml Milch (3,5 % Fett)

1 Zwiebel

½ Bund glatte Petersilie

5 EL Butter

175 g kräftiger Bergkäse

3 Eier (Größe M)

Salz

schwarzer Pfeffer aus der Mühle

2–3 Prisen frisch geriebene

Muskatnuss

evtl. 1–2 EL Semmelbrösel

Für den Salat

6–8 Radieschen

3–4 Handvoll kleine Salatblätter

3 EL Apfelessig

1 TL Dijonsenf

Salz

schwarzer Pfeffer aus der Mühle

4 EL Pflanzenöl

2 EL Kürbiskernöl

2 EL gemischte Kräuterblätter und -blüten (z. B. Majoran, Raps oder Senf)

Zubereitung

Für die Kaspressknödel Brot in kleine Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Milch erhitzen, darübergießen, abdecken und 10 Minuten ziehen lassen.

Inzwischen Zwiebel schälen und fein hacken. Petersilie waschen, trocken schütteln, Blätter abzupfen und zusammen mit den zarten Stielen fein hacken. 1 EL Butter in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin glasig anschwitzen. Petersilie unterrühren und zum Brot geben.

Den Bergkäse in 1 cm kleine Würfel schneiden. Käse und Eier zur Brotmischung geben, sorgfältig vermengen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Ist die Knödelmasse zu feucht, etwas Semmelbrösel unterrühren. 10 Minuten ruhen lassen.

Aus der Knödelmasse mit angefeuchteten Händen zwölf kleine flache Knödel formen. Übrige Butter in zwei Pfannen erhitzen und die Knödel darin bei niedriger bis mittlerer Hitze von beiden Seiten jeweils etwa 3 Minuten goldbraun und knusprig braten.

Währenddessen für den Salat Radieschen putzen, waschen und in ganz dünne Scheiben schneiden. Salat waschen und trocken schleudern. Essig, Senf, etwas Salz und Pfeffer mit beiden Ölen zu einer Vinaigrette verrühren.

Zubereitungszeit: 50 Minuten

Nährwerte pro Portion: 657 kcal

F 43 g, KH 39 g, B 1 g, EW 27 g

Agnes Prus: Cosy Kitchen

Agnes Prus; Cosy Kitchen – Wärmende Gerichte für kalte Tage

Fotos: © EMF/ Annamaria Zinnau

Edition Michael Fischer

Preis: 26,– €

Worum geht’s?

Saisonale Soulfood-Küche ganz neu und voller Geschmack – das wär perfekt!

Wenn es draußen kälter und nebelig grau wird, sehnen wir uns nach Gerichten, die wie echte Seelenschmeichler wirken – gemütlich heimelig darf es jetzt auf dem Teller werden. Die meisten denken dabei sofort an gehaltvolle Aufläufe, gerne mit viel Käse gratiniert, deftige Eintöpfe, Pasta, Reis & Co. oder die zahlreichen süßen Klassiker aus dem Ofen. Ich freue mich jedoch ebenso über Rezepte, die wohlige Gefühle, nicht nur ausschließlich mit Fett und Kohlehydraten einlösen, sondern auch mal mit anderen Mitteln heraufbeschwören können. Geht das? – warum eigentlich nicht, mein Gewürzschrank ist voll, ich wünsche mir bei einem solchen Projekt nur jemand, der sehr genau weiß wie viel Geschmack geht, ohne das daraus gleich eine Veranstaltung wird, wo ich dieses nicht darf und das andere nicht sollte. Wieviel netter wäre es doch, wenn es nicht mehr immer nur um vegan oder vegetarisch, gesund oder ungesund geht, sondern einfach nur verdammt gut schmeckt!

Wer kocht?

© Yelda Yilmaz, Hamburg

Agnes Prus hat Kunstgeschichte studiert und anschließend ihr Glück in der Küche gefunden. Seitdem sie nicht mehr für Cafébesucher backt und kocht, experimentiert sie am eigenen Herd. Saisonale, unverfälschte Zutaten, viele Gewürze und frische Kräuter sind die Hauptakteure in ihren Rezepten. Agnes hat bisher sieben Koch- und Backbücher geschrieben und entwickelt darüber hinaus Rezepte für Websites und Printmagazine. Zwischen 2019 und 2020 war Agnes Prus außerdem als Redakteurin für die Zeitschrift Food & Farm tätig. Ergänzend zum Schreiben von Koch- und Backbüchern arbeitet sie seit 2020 als Foodstylistin für Video- und Fotoproduktionen. Zwischen den drei Fixpunkten Rezeptentwicklung, Foodstyling und dem Schreiben über Essen fühlt sich die Autorin sehr wohl – nicht zuletzt, weil es so immer etwas Leckeres zum Naschen gibt. Agnes Prus lebt und arbeitet in Köln, hauptsächlich in der Küche.

Was ist drin?

Gelungener Auftakt – praktisch, übersichtlich, ambitioniert!

Im Einleitungsteil stellt Frau Prus ihre Saison-Helden kurz vor, schön dass sie auch Grund-Rezepte für Gemüsebrühe, -paste oder Brühpulver liefert, das hebt den Geschmack der Gerichte deutlich und ist einfacher als die meisten meinen! Ein Saisonkalender für Obst und Gemüse, unterscheidet nützlich und differenziert zwischen Freiland-, Lager-, Gewächshausware, oder Obst und Gemüse aus geschütztem Anbau unter Folie und Flies.

Für alle was dabei!

Kochbücher leben heute neben den Rezepten von ihrer Bildsprache, dieses legt dabei die Latte sehr hoch, die wunderschön arrangierten Fotos von Annamaria Zinnau, Foodfotografin, Köchin und Bloggerin (Himbeerrot) sind sehr verlockend! Es ist ein wertig gemachtes Buch mit Fadenheftung, dessen Layout nicht nur hübsch, sondern auch praktisch ist. Seine Kapitel sortieren die Rezepte in „Grundlagen“, „Suppen & Eintöpfe“, „Ofenlieblinge“, „Kartoffeln & Kohl“, „Pasta, Reis & Co“. und „Süßes für die Seele“ ein und labeln nach Vorlieben (vegetarisch, vegan, Fleisch, Fisch) und Zeitaufwand. Zeit ist heute mehr denn je Thema beim Kochen, traditionelle Soulfood-Rezepte fordern die jedoch oft ein. Geschickt und vorausschauend empfiehlt die Kölnerin uns, für ihre Seelenschmeichler die Zeit zu nehmen, die wir brauchen. Dazu unterscheidet sie zwischen „Schnell & Easy“, lässt sich in 15 – 30 Minuten nachkochen, „All-Time-Yummy“, dafür benötigt man 30 – 60 Minuten, alles darüber hinaus ist als „Slow-Food“ bestens für gemütliche Stunden in der Küche geeignet.

Rezepte und Fotos beide können viel!

Heute gibt es leider manchmal Kochbücher, bei denen die Fotos mehr versprechen, als die Rezepte dann tatsächlich einlösen können, hier passt beides perfekt zusammen! Wer sich die Zutatenlisten anschaut, stellt schnell fest, Agnes Prus, nutzt die Palette des Möglichen im Spiel von Aromen und Texturen geschickt, auf 7 – 10 Zutaten beschränkt sie sich dabei zum Glück nicht. Bei jedem ihrer Rezepte merke ich schnell, Agnes hat jede Menge Spaß am Pimpen ihrer Kreationen! Ihre finnische Kartoffel-Lachs-Suppe, wird im Gegensatz zur klassischen Vorlage püriert, Sahne, Gemüse und Kartoffeln sind mit Piment, Dill und blumigen anmutenden rosa Pfeffer perfekt gewürzt, bilden so ein cremiges Bett für die Lachseinlage. Die Harira mit Amarant und Linsen ist eine perfekte, vegane Weiterentwicklung, bei der man nichts vermisst, im Gegenteil! Und für die Wald-Pilz-Galette mit Ziegenkäse und Thymian, sind meine selbst gesammelten und getrockneten Steinpilze gerade gut genug, um die brauen Champignons beim Geschmack zu unterstützen! Ein Lamm-Schmortopf mit Guiness und ein Boeuf-Bourgignon gehören zu der feinen und vielversprechenden Auswahl mit Fleisch in dieser Sammlung mit jeder Menge Seelenschmeichlern. Bis jetzt habe übrigens kein einziges Rezept unter den 60 Optionen gesehen, für das ich nicht gleich los in die Küche laufen möchte. Bei dem Rezept für scharfe Mac’n’cheese macht mich die Verbindung von Korea (Gochujang und Kimchi) und Amerika neugierig und das Winterisotto mit Maronen, Salbei und Speck-Chips ist wieder eine Kombination mit viel Twist, dass kann Frau Prus einfach perfekt, ihre Rezepte sind überraschend modern und überzeugend geschmackig! In der süßen Abteilung habe ich Marker beim Apfel-Marzipan-Strudel geklebt (mit kandiertem Ingwer, Zimt gehackten Mandeln, Honig und Marzipanmasse auf einem unkomplizierten knusprigen Filoteig zieht es mich magisch an….). Und für den Pflaumen-Orangen-Crumble gibt es noch Pflaumen vom eigenen Baum im Tiefkühler. Bananen-Brot lieben die Neffen sehr, ihre saisonale Variante verfeinert Agnes mit Honig, Zimt, Nelke, Muskat, Ingwer und Pekannüssen, außerdem erhält das Brot einen Guss aus Honig, Puderzucker und Orangensaft.

Rote-Bete-Eintopf mit Linsen und Meerettich-Creme

© EMF/ Annamaria Zinnau

Bete und Meerrettich sind ein klassisches Dream-Team, der Wums des Meerrettichs gibt der erdigen Knolle nicht nur einen wohltuenden Kick, er wärmte uns auch wunderbar – unbedingt probieren! Bei diesem Rezept mit viel Händchen und Twist (auch das reichlich zugefügte Gemüse, die Kartoffeln, fermentierter Rote-Bete-Saft, Ingwer, Kreuzkümmel & Koriander machen als Zutaten einen prima Job!) werden sogar „rote Bete-Gegner“ schwach – ich bin direkt zum Fan geworden! Die Optik kann sich ebenfalls sehen lassen, tiefrot mit weißem Aroma-Kleks, obendrauf dann noch ein paar grüne Kräuter-Sprenkel, schon sieht der Eintopf einfach umwerfend aus!

Kartoffel-Wedges mit Sesam u. Harissa-Aioli

© EMF/ Annamaria Zinnau

Diese Kartoffel-Wedges sind raffiniert auf den Punkt gewürzt: Agnes Prus verwendet dafür gerösteten Pfeffer, Sesam, Schwarzkümmel, Koriander und Paprika. Die Aioli mit Harissa, Knoblauch u. etwas Honig dazu setzt ihnen jedoch geschmacklich noch mal die Krone auf – fantastisch! Und endlich hat es mit dem Trick für eine super einfache Mayo geklappt, von jetzt an nur noch mit dem Stabmixer, einfacher geht es wirklich nicht – Danke für diesen Küchen-Hack!

Beluga-Linsen-Salat mit Röstkürbis, Ziegenkäse und Mango-Chutney

© EMF/ Annamaria Zinnau

Ein unverzichtbarer Bestandteil des Salates ist das Mango- Chutney: seine fruchtige Schärfe heizt schön ein und kitzelt die Geschmacksknospen wach, bei Agnes Prus wird es natürlich selbst gemacht. Das Mango-Chutney ist die perfekte Ergänzung für den auch optisch sehr respektablen Salat!

Fazit: So geht nachhaltige und kreative saisonale Küche für heute!

Ich hatte mir ja ein Kochbuch gewünscht, dass saisonale Soulfood-Küche, endlich neu interpretiert! Man hätte dafür alle strickt separieren können: hier die Vegetarier, da die Veganer, auf der anderen Seite die Fleisch- und Fischliebhaber und dann noch diejenigen, die sich leckere Aufläufe, Eintöpfe und Pasta-Gerichte oder Süßes wünschen. Die kreative Rezeptentwicklerin aus Köln, zieht stattdessen alle Register, mit viel Geschmack und tollen Ideen fängt sie „Gerne-Esser“ und erreicht damit alle – ein großartiges Kochbuch, weil die Frau hinter den Rezepten so viel Spaß am pimpen ihrer Rezepte hat!

Beluga-Linsen-Salat mit Röstkürbis, Ziegenkäse und Mango-Chutney

© EMF/ Annamaria Zinnau

Ein unverzichtbarer Bestandteil des Salates ist das Mango- Chutney: seine fruchtige Schärfe heizt schön ein und kitzelt die Geschmacksknospen wach, bei Agnes Prus wird es natürlich selbst gemacht – ganz schön lecker und das Mango-Chutney die perfekte Ergänzung für den auch optisch sehr respektablen Salat!

Quelle: Agnes Prus; Cosy Kitchen – Wärmende Gerichte für kalte Tage

Fotos: © EMF/ Annamaria Zinnau

Edition Michael Fischer

Preis: 26,– €

Zutaten (für 4 – 6 Portionen):

Für das Chutney

2 Mangos

30 g Ingwer

½ rote Chilischote

3 EL brauner Zucker

30 ml Apfelessig

100 ml Apfelsaft

1 TL Zimt

je 1 Msp. gemahlene Gewürznelke,

gemahlener Anis und gemahlener Kardamom

Für den Salat

250 g Belugalinsen

1 kg Hokkaido-Kürbis

ca. 150 ml Olivenöl

5 EL Apfelessig

1 . EL flüssiger Honig

Salz, Pfeffer

1 Schalotte

1 TL Dijon-Senf

1 grose Handvoll Rucola

200 g Ziegenkäserolle

Zubereitung:

Für das Chutney Mangos schalen, entkernen und das Fruchtfleisch würfeln. Ingwer schalen und fein hacken. Chilischote, waschen, halbieren, entkernen und fein hacken. Die Mango mit dem Zucker in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze erwärmen, bis der Zucker schmilzt. Mit Apfelessig ablöschen. Alle weiteren Zutaten zugeben und bei schwacher Hitze 1 Stunde köcheln lassen. Die Belugalinsen mit 500 ml Wasser aufkochen. Abgedeckt bei schwacher Hitze in etwa 25 Minuten bissfest garen. Den Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Den Kürbis halbieren, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch würfeln. In einer großen Schussel 3 EL Olivenöl, 2 EL Apfelessig, 1 EL Honig, Salz und Pfeffer vermischen. Die Kürbiswürfel zugeben und alles gut vermengen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und 15–20 Minuten im heißen Ofen rösten.

Die Schalotte schalen und fein würfeln. 1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Schalotte darin glasig dunsten. Vom Herd nehmen. Für das Dressing 6 EL Öl, 3 EL Apfelessig, Senf, . EL Honig, Salz und Pfeffer gründlich verquirlen. Linsen, Kürbis und Schalotte in eine Schussel geben, das Dressing zugießen und alles gut vermengen. Vor dem Servieren den Rucola waschen, trocknen und unterheben. Die Ziegenkäserolle in Würfel schneiden. Den Salat auf Teller verteilen und den Ziegenkäse darauf streuen. Mit Chutney servieren.

Rote-Bete-Eintopf mit Linsen und Meerettich-Creme

© EMF/ Annamaria Zinnau

Bete und Meerrettich sind ein klassisches Dream-Team, die Schärfe des Meerrettichs gibt der erdigen Knolle nicht nur einen wohltuenden Kick, sie wärmt uns auch wunderbar – unbedingt probieren. – Bei diesem Rezept mit viel Händchen und Twist werden sogar „rote Bete-Gegner“ schwach – ich bin direkt zum Fan geworden!

Quelle: Agnes Prus; Cosy Kitchen – Wärmende Gerichte für kalte Tage

Fotos: © EMF/ Annamaria Zinnau

Edition Michael Fischer

Preis: 26,– €

Zutaten (für 4 – 6 Portionen):

100 g braune Linsen

1 Zwiebel

2 EL Öl

1 TL Kreuzkümmelsamen

½ TL Korianderkörner

3 Knoblauchzehen

1 daumengroßes Stuck

frischer Ingwer

3 Rote Beten

1 l Gemüsebrühe

500 ml Rote-Bete-Saft

1 Lorbeerblatt

2 Möhren

3 festkochende Kartoffeln

2 Petersilienwurzeln

1 Stange Lauch

Salz, Pfeffer

2 EL Rotweinessig

3 EL Creme fraiche

1 EL Tafelmeerrettich (Glas)

½ Bund Schnittlauch

2 Stängel glatte Petersilie

Zubereitung:

Die Linsen nach Packungsanweisung 20–30 Minuten garen. In ein Sieb abgießen und abgedeckt beiseitestellen.

Die Zwiebel schalen und fein würfeln. Das Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel darin bei mittlerer Temperatur glasig dunsten. Kreuzkümmel und Korianderkörner in einem Mörser oder mit der flachen Seite eines großen Messers andrucken. Knoblauch und Ingwer schalen und reiben. Mit den zermahlenen Gewürzen zur Zwiebel geben und 30 Sekunden anrosten. Die Roten Beten schalen und würfeln. Mit Gemüsebrühe, Rote-Bete-Saft und dem Lorbeerblatt zur Zwiebel- Gewürz-Mischung geben, aufkochen und 10 Minuten köcheln lassen.

Möhren, Kartoffeln, Petersilienwurzeln und Lauch putzen, waschen, schalen und würfeln, den Lauch in Ringe schneiden. In den Topf einrühren und den Eintopf etwa 20 Minuten köcheln lassen. Die Linsen hinzufugen und alles mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken. Die Creme fraiche mit dem Meerrettich glatt rühren. Schnittlauch und Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Den Eintopf in Schusseln anrichten und mit jeweils 1 Klecks Meerrettichcreme und mit Kräutern bestreut servieren.

Kartoffel-Wedges mit Sesam u. Harissa-Aioli

© EMF/ Annamaria Zinnau

Diese Kartoffel-Wedges sind raffiniert auf den Punkt gewürzt: Agnes Prus verwendet dafür gerösteten Pfeffer, Sesam, Schwarzkümmel, Koriander u. Paprika. Die Aioli mit Harissa, Knoblauch u. etwas Honig dazu setzt ihnen jedoch geschmacklich noch mal die Krone auf – fantastisch! Und endlich hat es mit dem Trick für eine super einfache Mayo geklappt, von jetzt an nur noch mit dem Stabmixer, einfacher geht es wirklich nicht – danke für diesen Küchen-Hack!

Quelle: Agnes Prus; Cosy Kitchen – Wärmende Gerichte für kalte Tage

Fotos: © EMF/ Annamaria Zinnau

Edition Michael Fischer

Preis: 26,– €

Zutaten (für 4 Portionen):

Für die Kartoffeln

1 kg Drillinge (kleine, festkochende Kartoffeln)

½ TL Pfefferkörner

1 EL Sesam

1 TL Schwarzkümmelsamen

1 gestr. TL gemahlener Koriander

1 TL edelsüßes Paprikapulver

Salz

Saft und Abrieb von ½ Bio-Zitrone

5 EL Olivenöl

½ Bund glatte Petersilie

Für die Aioli

2 Knoblauchzehen

1 frisches Ei (Größe M)

1 EL Zitronensaft

1 TL Honig

1 TL Harissa-Paste (Glas)

Salz

150 ml Rapsöl

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Kartoffeln waschen, in Spalten schneiden und in eine Schüssel geben.

Die Pfefferkörner in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie duften, und in einem Mörser zerstoßen (alternativ mit der breiten Seite eines großen Messers zerdrücken). Mit Sesam, Schwarzkümmel, Koriander, Paprika, 2 TL Salz, Zitronensaft und -abrieb und Öl mischen und zu den Kartoffeln geben. Alles gut vermengen und die Kartoffeln auf dem Blech verteilen. In 20–25 Minuten goldbraun backen. In der Zwischenzeit die Aioli zubereiten. Dafür den Knoblauch schälen und hacken. Anschließend zusammen mit Ei, Zitronensaft, Honig, Harissa und ½ TL Salz in einen hohen Mixbecher geben. Einen Stabmixer hineinstellen und das Öl behutsam in den Becher gießen. Nun den Mixer anschalten und, konstant mixend, millimeterweise nach oben ziehen. Die Aioli bis zur Verwendung kalt stellen.

Die Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Die Kartoffel-Wedges aus dem Ofen nehmen, mit Petersilie bestreuen und mit Aioli servieren.

Jamie Oliver: ONE

Jamie Oliver: ONE Geniale One Pot Gerichte

Fotografien: David Loftus, Richard Clatworthy & Paul Stuart

Verlag Dorling Kindersley

Preis: 29,95 €

One-Pot á la Jamie!

© 2021 Jamie Oliver Enterprises Ltd. Photography; Paul Stuart

Ganze 26 Kochbücher hat der britische Fernsehkoch bislang veröffentlicht, erstaunlich, dass er erst spät mit einem One-Pot-Kochbuch nachlegt. Der Hype um die Küche in einem Topf ist längst abgeebbt und ich frage mich tatsächlich, was gibt es denn noch Neues dazu zu erzählen und wo kann Mr. Oliver bei diesem Thema noch punkten?

Was ist drin?

Wenn der Engländer und sein Team Rezepte entwickeln geht es neben ihrem erklärten ersten Ziel dem Geschmack immer auch um viel Alltagstauglichkeit, wie in seinen anderen Kochbüchern kombiniert er wieder beliebte Zutaten mit einfachen Zubereitungstechniken und lässt sich dabei von fremden Kochtöpfen inspirieren. Für die Jeden-Tag-Kocher, die der Brite schon seit Jahren umgarnt, ist diese Herangehensweise ebenso verlockend wie nützlich.

Einfache Beschaffung und abkürzende Geschmacksverstärker inklusive

Die Zutaten für die meisten seiner Rezepte gibt es in jedem gut sortierten Supermarkt, häufig mit Geschmacks-Booster durch käuflich zu erwerbende Pestos, Curry-Pasten & Co., damit es schneller und einfacher geht. In Deutschland wissen wir längst, dass wir uns hier und da auf abweichende Produktwelten zum britischen Supermarkt-Kosmos einstellen sollten und manchmal Reste bleiben werden. Je nach Zeit-Budget und Lage erlaube ich mir dann schon mal die Google-Recherche, um sowas nachzubauen. Jamie Olivers Rezepte sind jedoch immer mehr als die Summe seiner Küchen-Abkürzungen, das stellen alle diejenigen schnell fest, die weniger Zeit zum Kochen haben oder wie ich, den Aufwand für ein leckeres Essen durchaus mal reduzieren möchten. Eine umsichtige und pfiffige Rezept-Entwicklung, die ihre Zielgruppe sehr genau im Blick hat, ist eine Dienstleistung, die leider viele Kochbücher nicht anbieten. Jamie hat für sich nur einen ganz anderen Weg als sein ebenfalls berühmter Kollege Yotam Ottolenghi gewählt, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Ein klares sehr übersichtliches und benutzerfreundliche Layout, keine langen Zutatenlisten oder Zubereitungs-Beschreibungen, fordern vom Autor ein vorausschauendes Konzept plus einer stringente Herangehensweise und eine Fan-Base ein, die dieser akribisch folgt, keine weiteren Fragen hat.

„ONE ist das benutzerfreundlichste Kochbuch, das ich je geschrieben habe, und ich habe es mit Begeisterung geschrieben und getestet. Bequemlichkeit ist heutzutage ein wichtiger Faktor, und letztendlich zelebrieren die Rezepte in ONE die Einfachheit!“ – Jamie Oliver

Weil Oliver sich bei seinem 26. Kochbuch wieder vorgenommen hat zu zeigen, wie eine gesündere Alltagsküche funktioniert, werden selbstverständlich zu jedem Rezept die Nährwerte ausgewiesen, setzt er auf viel Gemüse und Hülsenfrüchte in seinen Rezepten. Ein praktischer Nebeneffekt dabei ist, dass Bohnen, Kichererbsen u. Linsen bei vergleichsweise wenigen Zutaten, schnell für geschmackliche Tiefe (z. B. bei der wirklich sehr leckeren und cremigen Kürbissuppe) sorgen. Ich stelle ebenfalls fest, dass er die Brathähnchen, die er bereits in anderen seiner Kochbücher vielfältig zubereitet hat, hier durch Teilstücke vom Huhn (z. B. geschmorte Hähnchenkeulen mit Räucherspeck, Thymian, Rotwein, Tomaten & weißen Bohnen), ersetzt. Außerdem bietet er in „ONE“ insgesamt 5 verschiedene Shakshuka-Versionen (z. B. Shakshuka mit Champignons oder Fenchel-Sardinen-Shakshuka) an, die jedoch sehr unterschiedlich sind und die Idee einer One-Pot-Küche gut tragen und unterstützen. Soweit passt für mich wieder alles!

Das übersichtliche Angebot an unterschiedlichen Burger-Rezepten, inklusive Optionen mit Gemüse (gefüllte Gemüse-Burger oder Maisküchlein), Fisch (Fischbrötchen mit Garnelencocktail, Zitrone & Romanasalat) und Huhn (knusprige PirPiri-Hähnchen-Burger) hätte ich persönlich nicht dringend gebraucht und bei Jamies kleiner Auswahl an Süßem, ist nicht alles meins, vermutlich werde hier und da den Zucker (Honig-Orangen-Blechkuchen) reduzieren.

Jamies Konzept für One-Pot punktet mit durchdachten Zubereitungen….

Neu ist, dass Mr. Oliver alles sehr konsequent durch die »Ein-Topf-Brille « beleuchtet hat. Ich konnte diese Vorgehensweise bei „Buddys Nudelauflauf“ leider nicht ganz durchalten. Bei einem Rezept für 12 Personen, fehlte mir einfach ein entsprechend großer, flacher ofenfester Topf, um nur mit dem Topf auszukommen, in dem zuvor Brokkoli, Knoblauch und Chiliflocken angeschwitzt wurden. Ansonsten war ich aber bei diesem zunächst recht wenig spektakulärem Rezept beeindruckt, das jeder Handgriff total überlegt war, die Nudeln müssen nicht mal vorgekocht werden, sondern garen in Milch (statt Sahne). Dadurch wird es sogar noch gesünder! Weils lecker geschmeckt hat, waren uns zwei Essern die großzügigen Reste sehr willkommen.

Einer richtig guten One-Pot-Pasta…..

Außerdem biegt Jamie mit einer neuen Zubereitungs-Idee für One-Pot-Pasta aus der Pfanne um die Ecke, an der er offenbar schon länger tüftelte. Geschmacklich und optisch gelingt ihm diese deutlich ansprechender und schmackhafter, als alles was ich vorher dazu gekocht habe! Dabei war ich zunächst gerade hier super kritisch, als ich festgestellt habe, dass er für seine One-Pot-Pasta frische fertige Lasagne-Platten verwendet, die er nach Belieben zu Recht schneidet. Für mich komplett neu, aber skeptisch war ich nur solange, bis ich beim Praxis-Check gemerkt habe, dass Jamies One-Pot-Pasta mit einer frischen Eier-Pasta perfekt gelingt und sehr viel appetitlicher aussieht. Diese Pasta-Rezepte hat der Brite auf eine Person runtergebrochen, für zwei Personen benötigt man die handelsübliche Verpackungseinheit von 250 g, die in meinen Supermarkt ca. 2 € kostete. Für eine größere Esser-Schar am Tisch wird das jedoch nur schlecht funktionieren.

Und kreativer Vorratsküche!

Quasi als Ausgleich erhalten die Familien-Kocher ein extra Kapitel „Vorratsküche“, dass ich ebenfalls für sehr gelungen halte, denn auf Vorrat kochen spart Zeit und Energie, kein unwichtiges Thema in diesen Tagen. Auf meiner Nachkoch-Liste steht noch ein unkompliziertes Süßkartoffel-Chili mit schwarzen Bohnen, Chipotle-Chili, Koriandergrün & Feta, dessen Reste ich (wieder ein Rezept für 12 Personen) 6 mal anders variieren und genießen kann. Sonst wird für 2, 4 oder mal 6 Personen gekocht.

Rezept-Check:

Tagliatelle mit Pilzen und Knoblauch

© Jamie Oliver Enterprises Ltd (2022 ONE), David Loftus

Wenn ich Kochbücher teste, möchte ich gerne die Rezepte probieren, für die das jeweilige Kochbuch steht und Jamies Verfahrensweise bei den One-Pot-Pasta-Rezepten ist wirklich neu, funktioniert jedoch mit Eier-Nudeln in der Pfanne richtig toll. – Außerdem überzeugt die Kombination aus Pilzen, Knoblauch, pfeffrigen Rucola und knackigen Walnüssen mit viel Geschmack! Den körnigen Frischkäse habe ich beim zweiten Mal gegen Creme-fraiche getauscht. In UK sind die Produkt-Welten anders und ich bin sicher, der Spezialist für leckere Jeden-Tag-Küche hätte nichts dagegen gehabt.

Pappardelle mit Wurst

Bei dieser One-Pan-Kombination wird Wurst-Brät mit Knoblauch u. Petersilienstängel angebraten, anschließend Fenchelsamen kurz untergerührt, mit Rotwein abgelöscht (verkochen lassen), dann werden passierte Tomaten, frische Pasta plus Wasser zugefügt. In ca. 4 Minuten, wenn die Sauce eingedickt ist und die Pasta die Flüssigkeit aufgenommen hat, ist diese herrlich würzige Pasta bereits servierfertig und kann mit gehackter Petersilie verfeinert werden!

Buddys Nudelauflauf

© Jamie Oliver Enterprises Ltd (2022 ONE), Richard Clatworthy

Jamies Sohn Buddy kocht offenbar ebenfalls gerne, mit seinem Dad hat er einen feinen und überzeugend unkomplizierten, familientauglichen Nudelauflauf entwickelt, der auf Brokkoli, Spinat, Knoblauch, Chiliflocken, Cheddar und Knoblauch-Brösel als weitere Zutaten baut, sogar gesünder kann, Sahne wird durch Milch ersetzt. Bei der Zubereitung wird wirklich kein Handgriff zu viel gemacht, die Nudeln müssen nicht mal vorgekocht werden! Ich habe diesen Auflauf, der sich prima für die Vorratsküche eignet (12 Portionen), in einer separaten Auflaufform gebacken und da noch aufgeschnittenes Brot vom Vortag übrig war, habe die Knoblauchbrösel selbst hergestellt.

Cremige Kürbissuppe

© Jamie Oliver Enterprises Ltd (2022 ONE), Richard Clatworthy

Kürbis, Borlotti-Bohnen und Rosmarin – daraus wird mit Jamie Olivers Unterstützung ein herrlich cremiger und sehr geschmackiger Eintopf, der sich fast von alleine kocht. Geröstetes Brot & Parmesan dazu und schon steht eine beglückende wärmende Mahlzeit auf dem Tisch. – Unbedingt wieder!

Fazit: Jamie legt bei One-Pot noch eine Schippe drauf!

Seine One-Pot-Pasta ist deutlich besser, als alles was ich dazu vorher probiert habe. Kleiner Wermutstropfen, diese Rezepte funktionieren optimal für 1 – 2 Personen. Dafür erhalten die Familienkocher leckere Vorratsküche, die immer wieder spannend neu kombiniert werden kann. Alle Rezepte, die ich probiert habe, waren praktisch, funktionierten sehr effektiv und konnten lecker! Wer aus gesundheitlichen Gründen auf Hülsenfrüchte verzichten sollte, muss sich dieses Kochbuch vielleicht noch mal genau anschauen, denn diese sind oft ein tragender Pfeiler in Olivers Geschmacks-Konzept mit reduzierten Zutatenlisten. Ganz egal ob man nun Fan ist, es sich gerne maximal einfach macht, dieses One-Pot-Kochbuch kann einem Trend-Thema neue Dimensionen eröffnen, die dann besonders nützlich sind, wenn man nicht lange in der Küche stehen möchte. Was wir sonst erst durch wiederholtes Kochen erreichen, hat hier schon eine intelligente Rezeptentwicklung für uns optimiert und sehr konsequent auf einen Topf, eine Pfanne, ein Blech ausgerichtet.

Cremige Kürbissuppe

© Jamie Oliver Enterprises Ltd (2022 ONE), Richard Clatworthy

Kürbis, Borlotti-Bohnen und Rosmarin – daraus wird mit Jamie Olivers Unterstützung ein herrlich cremig würziger Eintopf, der sich fast von alleine kocht. Geröstetes Brot & Parmesan dazu und schon steht eine beglückende wärmende Mahlzeit auf dem Tisch. – Unbedingt wieder!

Quelle: Jamie Oliver: ONE -Geniale One Pot Gerichte

Copyright Foto: © Jamie Oliver Enterprises Ltd (2022 ONE), Richard Clatworthy

Verlag Dorling Kindersley

Preis: 29,95 €

Für 4 Personen | Fertig in 50 Minuten

1 Butternusskürbis (1,2 kg)

2 rote Zwiebeln

4 Knoblauchzehen

2 Zweige Rosmarin

1 Dose Borlotti-Bohnen (400 g)

1 Hühnerbrühwürfel (oder  1 vegetarischer Brühwürfel)

4 dicke Scheiben Sauerteigbrot

40 g Parmesan

Den Kürbis der Länge nach halbieren und entkernen. Das Fruchtfleisch schälen und in 2 cm große Würfel schneiden. In einem großen flachen Schmortopf in 1 EL Olivenöl bei mittlerer Hitze anschwitzen, dabei ab und zu umrühren. Die Zwiebeln schälen und ebenfalls in 2cm große Würfel schneiden, den Knoblauch schälen, grob hacken und alles mit dem Kürbis vermengen. Die Rosmarinnadeln abzupfen, fein hacken und unterrühren. Das Ganze mit Meersalz und schwarzem Pfeffer würzen, zugedeckt 10 Minuten garen, dabei regelmäßig umrühren. Den Deckel abnehmen und die Kürbismischung weitere 5 Minuten anschwitzen, bis sie sich allmählich goldgelb färbt. Hin und wieder umrühren.

Die Bohnen mitsamt der Flüssigkeit dazugeben, 1½ Dosen Wasser (600 ml) in den Topf gießen und den Brühwürfel hineinkrümeln. Zum Kochen bringen und noch einmal 10 Minuten köcheln lassen, bis der Kürbis weich und die Suppe schön dick und cremig ist. Sorgfältig abschmecken. Das Brot rösten. Die Suppe und die Brot scheiben nach Belieben mit nativem Olivenöl extra beträufeln. Den Parmesan auf das Röstbrot reiben und alles servieren.

Tagliatelle mit Pilzen und Knoblauch

© Jamie Oliver Enterprises Ltd (2022 ONE), David Loftus

Quelle: Jamie Oliver: ONE

Geniale One Pot Gerichte

Fotografien: © Jamie Oliver Enterprises Ltd (2022 ONE), David Loftus

Verlag Dorling Kindersley

Preis: 29,95 €

Pilze, Thymian, zerstoßene Walnüsse, pfeffriger Rucola, Frischkäse & Parmesan daraus wird mit Bandnudeln aus frischen Lasagne-Platten eine One-Pot-Pasta, die viel besser war als alles was mir zuvor als One-Pot-Version angeboten wurde!

Für 1 Person | Fertig in 8 Minuten

125 g frische Lasagneplatten

80 g Austernpilze

1 Knoblauchzehe

10 g Parmesan

Olivenöl

2 Zweige Thymian

4 Walnusshälften

1 gehäufter EL körniger Frischkäse

1 Handvoll Rucola

Optional: natives Olivenöl

Den Wasserkocher füllen und einschalten. Die Lasagneplatten längs in 1 cm breite Tagliatelle schneiden. Die Pilze in einer Pfanne (28 cm Ø) ohne Fettzugabe bei hoher Temperatur rösten. Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Den Parmesan reiben.

Sobald die Pilze leicht gebräunt sind, etwas Olivenöl in die Pfanne träufeln, den Knoblauch zugeben, die Thymianblätter hineinzupfen und die Walnüsse in die Pfanne krümeln. Wenn der Knoblauch etwas Farbe angenommen hat, die Pasta in der Pfanne verteilen. Vorsichtig heißes Wasser aus dem Kocher zugießen, bis die Pasta so gerade bedeckt ist – etwa 300 ml –, und 4 Minuten köcheln lassen, bis sie den größten Teil der Flüssigkeit aufgenommen hat und die Sauce eindickt. Regelmäßig umrühren und bei Bedarf noch 1 Schuss Wasser zugießen. Parmesan, Frischkäse und Rucola unterziehen und die Pasta sorgfältig abschmecken. Nach Belieben vor dem Servieren mit nativem Olivenöl extra abrunden.

Buddys Nudelauflauf

© Jamie Oliver Enterprises Ltd (2022 ONE), Richard Clatworthy

Quelle: Jamie Oliver: ONE

Geniale One Pot Gerichte

Copyright Foto: © Jamie Oliver Enterprises Ltd (2022 ONE), Richard Clatworthy

Verlag Dorling Kindersley

Preis: 29,95 €

Brokkoli, Käsesauce & knusprige Knoblauchbrösel, daraus wird bei Jamie nicht nur ein ziemlich leckerer Nudelauflauf, sondern ist ein richtig gut durchdachtes Rezept – Der Gewinn liegt auf der Hand, für die Optimierung haben sich schon andere einen Kopf gemacht, tolle Alltags- oder Vorrats-Küche, die viel Zeit spart und sogar noch gesünder ist, als man es von diesem Klassiker erwartet – deshalb sehr gerne wieder so!

Für 8 Personen  | Fertig in 45 Minuten

2 Brokkoli (à 375 g)

4 Knoblauchzehen

Olivenöl

½–1 TL Chiliflocken

1,5 l Milch (1,5 % Fett)

100 g Babyspinat

100 g Cheddar

500 g Conchiglie (muschelförmige Pasta)

100 g Knoblauchbrot

Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Die harten Enden der Brokkolistiele abschneiden und wegwerfen. Die Röschen in 3 cm große Stücke schneiden und beiseitelegen, den Rest der Stiele grob hacken und in den Mixer geben. Den Knoblauch schälen, dazugeben und alles fein hacken. In einem großen, flachen und ofenfesten Schmortopf 1 EL Olivenöl bei mittlerer Temperatur erhitzen und Chiliflocken nach Geschmack hineingeben. Sobald sie zu sieden beginnen, die fein gehackten Brokkolistiele hinzufügen, unter gelegentlichem Rühren 5 Minuten anschwitzen, dann 1 Liter Milch zugießen. Die restlichen 500 ml Milch mit dem Spinat in den Mixer geben, den Käse hineinkrümeln (ich hatte etwas Gesundes vor Augen, aber wer Lust auf mehr Käse hat – nur zu!). Die Mischung pürieren, in den Topf gießen, zum Kochen bringen und sorgfältig abschmecken. Die Brokkoliröschen und die Pasta unterrühren und 5 Minuten garen, dabei regelmäßig umrühren.

Das Knoblauchbrot in den Mixer (säubern ist nicht nötig) zupfen und zu Bröseln verarbeiten. Den Nudelauflauf damit bestreuen und im Ofen 15 Minuten überbacken, bis er goldbraun ist. Schmeckt fantastisch mit einem grünen Salat.

Saisonale Variationen

Für eine weihnachtliche Version ersetzen Sie den Brokkoli durch Rosenkohl – die Hälfte für die Sauce durchmixen, den Rest vierteln und unter die Pasta mengen. Unter die Käsebrösel können Sie zerkrümelte Maronen mogeln.