Schwarzwälder Naked Cake

 

© Andrea Natschke-Hofmann © Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Quelle: Andrea Natschke-Hofmann: Backen aus dem Obstgarten

Mit Genuss durchs ganze Jahr

Thorbecke Verlag

Preis: 20,– €

Das ich keine Torten-Fee bin wissen die Stammleser meines Blogs inzwischen, beim Backen soll es bei mir unkompliziert zugehen, lecker schmecken, natürlich auch was hermachen, aber mit einem überschaubarem Aufwand und ohne große Bastelstunden. Volle Punktzahl!

Dieses Törtchen ist entstanden, weil mir eine Schwarzwälder Kirschtorte viel zu mächtig ist. So gefällt mir der Klassiker nun sehr gut!

Zutaten (für eine Springform 20 cm):

Teig für (2 Böden)

125 g weiche Butter

200 g Zucker

3 Eier

3 EL Kakao

200 g Mehl

1 Pk. Backpulver

½ TL Natron

1 Pk. Bourbon-Vanillezucker

200 ml Buttermilch

Kirschfüllung:

500 g Kirschen

150 ml Kirschsaft

2 gestrichene EL Speisestärke

1 Zimtstange

1 Pk. Bourbon-Vanillezucker

Sahnemasse:

200 ml Sahne

2 EL Puderzucker

200 g Frischkäse

1 Pk. Bourbon-Vanillezucker

Kirschwasser nach Belieben

eine Handvoll angeröstete

Mandelblättchen

Zubereitung:

Backofen auf 180 °C (160 °C Umluft) vorheizen.

Butter und Zucker in einer Schüssel schaumig schlagen, ein Ei nach dem anderen unterrühren. Kakao, Mehl, Backpulver, Natron und Vanillezucker mischen und abwechselnd mit der Buttermilch zum Teig geben, dabei weiterschlagen.

Backform fetten, Backpapier zuschneiden und hineinlegen. Den Teig in zwei Portionen teilen und die erste Hälfte in die Form geben. Im vorgeheizten Backofen für 30 Minuten backen. Bitte Stäbchenprobe machen. Aus der Form lösen und auf einem Gitter abkühlen lassen. So nacheinander die beiden Böden backen.

Kirschen entkernen und mit Saft in einen Topf geben. 2 EL vom Saft abnehmen und darin die Speisestärke auflösen. Zimtstange und Vanillezucker zu den Kirschen geben und bei geringer Temperatur langsam erhitzen. Speisestärke zufügen und ganz kurz aufkochen, damit diese bindet. Sofort vom Herd nehmen und die Masse gut abkühlen lassen.

Inzwischen die Sahne mit dem Puderzucker steif schlagen. Frischkäse und Vanillezucker zugeben, vorsichtig rühren, bis sich die Zutaten vermischt haben. Kalt stellen.

Die Torte erst kurz vor dem Servieren zusammensetzen. Wichtig dabei ist, dass alle Bestandteile gut ausgekühlt sind. Zunächst einen Boden auf die Tortenplatte aufsetzen und mit etwas Kirschwasser beträufeln. Etwa die Hälfte der Sahnemischung darauf verstreichen, dann die Hälfte der Kirschmasse daraufgeben. Nun mit dem zweiten Teil genauso verfahren. Abschließend noch mit angerösteten Mandelblättchen bestreuen. Sofort servieren.

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Curry-Laksa (mit Hähnchen, Garnelen und Tofu-Puffs)

© Nicole Stich

Curry-Laksa (mit Hähnchen, Garnelen und Tofu-Puffs)

Quelle: Nicole Stich: Shiok

ZS Verlag

Preis: 29,80 €

Eine Suppe die satt und glücklich macht: süßsauer, scharf, cremig und durch den vietnamesischen Koriander bekommt das Ganze noch eine pfeffrige Note. Wer das Glück hat, diesen im Asia-Markt zu bekommen, sollte sich das nicht entgehen lassen…..

Laksa ist Singapurs Suppen-Nummer-eins-Hit (ähnlich der Tom Kha Gai in Thailand), wobei diese Suppe im Rest von Südostasien — in unterschiedlichen Versionen — ebenfalls sehr populär ist. Wer eine authentische Suppenschale nach allen Regeln der Kunst zubereiten möchte, braucht weit mehr als zwei Dutzend Zutaten. Aber es geht zum Glück auch etwas einfacher! Und selbst diese abgespeckte Variante versetzt mich für einen kurzen Moment nach Katong (ein für Laksa bekannter Stadtteil).

Zutaten:

300—400 g Hähnchenkeulenfleisch

(ohne Haut, ersatzweise Hähnchenbrustfilet)

1—1 ¼ l Hühnerbrühe (am besten selbst gemachte, Rezept im Buch auf S. 178)

2—4 Eier

8 Riesengarnelen (Tiger Prawns, ohne Kopf, geschält)

6—8 Tofu-Puffs (Asienladen)

2 Stängel Zitronengras

2—3 Knoblauchzehen

1 walnussgroßes Stück Galgant

1—2 Bio-Limetten

4—5 Stiele Koriandergrün oder

Laksablätter (auch bekannt als vietnamesische Minze/Koriander)

2 EL Öl

60—80 g Laksapaste (ersatzweise ca. 50 g rote Currypaste)

500 g Kokosmilch

75—100 g Sojabohnensprossen oder andere Bohnensprossen

250—350 g Nudeln
(chinesische Eiernudeln und/oder Reis-Vermicelli)

1—2 EL Fischsauce

½—1 EL Palmzucker

feines Meersalz

Zubereitung:

Das Hähnchenfleisch waschen, mit der kalten Hühnerbrühe in einen Topf geben und aufkochen. Die Hitze so weit reduzieren, dass die Brühe nur ganz sanft köchelt, und das Hähnchenfleisch 10 Minuten garen. Vom Herd nehmen und das Fleisch weitere 10 Minuten ziehen lassen. Zwischendurch die Eier in kochendem Wasser 10 bis 12 Minuten hart kochen, kalt abschrecken, pellen und halbieren.

Inzwischen die Garnelen am Rücken entlang (nicht zu tief) einschneiden und den Darm mit der Messerspitze vorsichtig herausziehen. Die Garnelen waschen und trocken tupfen. Die Tofu-Puffs in mundgerechte Würfel schneiden. Das Zitronengras waschen, putzen und die dicken Enden mit einem Stößel oder schweren Messer anquetschen, die Stängel quer halbieren. Knoblauch schälen und fein hacken. Galgant schälen und in dicke Scheiben schneiden. Die Limetten waschen und vierteln. Die Kräuter abbrausen und trocken schütteln, Blättchen abzupfen und nach Belieben fein hacken. Das gegarte Hähnchenfleisch aus der Brühe heben, kurz abkühlen lassen und in mundgerechte Stücke zupfen.

Das Öl im Wok erhitzen. Darin den Knoblauch andünsten. Die Laksapaste dazugeben (die Menge hängt vom persönlichen Schärfeempfinden ab, später kann man gut noch mal nachlegen) und 2 bis 3 Minuten unter Rühren anbraten. Mit der Kokosmilch und der Hühnerbrühe ablöschen, Galgant sowie Zitronengras dazugeben und die Suppe aufkochen.

Inzwischen in einem zweiten großen Topf Wasser aufkochen. Die Sprossen darin 30 Sekunden blanchieren, mit dem Schaumlöffel herausheben und auf Suppenschalen verteilen. Jetzt die Nudeln ins Wasser geben und nach Packungsanweisung zubereiten, abgießen und auf die Schalen verteilen.

Die Hähnchenstücke, die Garnelen und die Tofu-Puffs zur Suppe geben und 3 bis 4 Minuten mitköcheln lassen (Zitronengrasstücke und Galgant können rausgefischt oder mitserviert werden, aber nicht essen!). Die Suppe mit Fischsauce, Palmzucker und Salz abschmecken. Suppe auf die Schalen verteilen und mit den Eierhälften, Limettenvierteln und Kräutern abschließen. Dazu passt Sambal Tumis Belachan (siehe S. 166), von dem sich jeder selbst nehmen kann.

Reisnudelsalat (mit dreierlei Kräutern)

© Nicole Stich

Quelle: Nicole Stich: Shiok

ZS Verlag

Preis: 29,80 €

Alles gesagt dazu hat schon Frau Stich, von uns gibt es dazu noch den Daumen hoch – und die Aufforderung zum nach machen  – der Salat ist perfekt für die aktuelle Wetterlage und steht schnell auf dem Tisch!

Für heiße Sommertage gibt es kein besseres Essen als einen erfrischenden Salat mit Reisnudeln. Und dieser darf ganz nach Geschmack kombiniert werden: Salat! Rotkohl! Mais! … Wobei diese eher simple Zutatenauswahl schon eine ziemlich geniale Mischung ergibt.

Zutaten (für 4 Portionen als Salat):

200—250 g Hähnchenbrustfilet

feines Meersalz

250 g Reisnudeln

½ Salatgurke

1 große Möhre

100 g Sojabohnensprossen oder andere Bohnensprossen

je 2—4 Stiele Koriandergrün,

Thai-Basilikum und Minze

Saft von ½—1 Limette

1—2 EL Sesamöl

Für Dressing:

50 g Erdnusskerne (ohne Haut)

½—1 rote Chilischote

3 Knoblauchzehen

2 EL Palmzucker

2 EL Reisessig

1 ½ EL Fischsauce

feines Meersalz

Außerdem:

frittierte Zwiebeln oder Schalotten (Asienladen) zum Bestreuen

Zubereitung:

Für den Salat das Hähnchenbrustfilet waschen und in einen Topf mit leicht gesalzenem Wasser geben, aufkochen. Die Hitze so weit reduzieren, dass das Wasser nur minimal köchelt, und das Hähnchenbrustfilet knapp 20 Minuten gar ziehen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und das Filet 10 Minuten in dem Sud ziehen lassen (auch länger ist kein Problem).

Inzwischen die Reisnudeln nach Packungsanweisung zubereiten, dann in ein Sieb abgießen, mit kaltem Wasser abbrausen und gut abtropfen lassen. Die Gurke waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Möhre schälen und mit dem Sparschäler in lange Streifen schneiden. Die Sprossen mit heißem Wasser abbrausen und abtropfen lassen. Alles in einer Schüssel vermischen. Die Kräuter abbrausen und trocken schütteln, die Blättchen abzupfen.

Für das Dressing die Erdnusskerne in einer Pfanne anrösten, bis sie ein wenig Farbe angenommen haben. Chilischote längs halbieren, entkernen und waschen, den Knoblauch schälen. Beides grob zerkleinern und mit den Erdnüssen und dem Palmzucker im Blitzhacker fein mahlen. Reisessig und Fischsauce untermixen und zum Schluss esslöffelweise so viel Wasser unterrühren, bis das Dressing sämig vom Löffel fließt. Mit wenig Salz abschmecken.

Vom Dressing die Hälfte abnehmen und zu den Nudeln und dem Gemüse in die Schüssel geben. Den Limettensaft und das Sesamöl darüberträufeln. Alles gut vermischen und auf Teller verteilen.

Das Hähnchenbrustfilet aus dem Sud nehmen, in mundgerechte Stücke zupfen und mit dem restlichen Dressing vermengen. Mit den Kräutern auf dem Salat anrichten. Zum Schluss die frittierten Schalottenringe darüberstreuen.

Korean Popcorn Chicken

© Nicole Stich

(knuspriges Popcorn-Hähnchen)

Quelle: Nicole Stich: Shiok

ZS Verlag

Preis: 29,80 €

Best Fried Chicken ever, sagte mein Mann als der sich den letzten Rest vom Finger schleckte. Ehrlich dieses Rezept macht süchtig!

Läuft man vom Süden aus die Tanjong Pagar Road entlang Richtung Chinatown, könnte man den Eindruck gewinnen, hier gäbe es nur zwei Arten von Geschäften: Brautmoden und koreanische BBQ-Lokale. Wer „Fried Chicken“ mag, der hat hier die Qual der Wahl. Mein Herz gehört dem Korean Popcorn Chicken, knusprig frittierten Hähnchenkeulenstücken in einer unwiderstehlichen klebrigen Sauce: Süß, sauer, scharf, … ein Traum!

Zutaten (für 2 – 4 Portionen:

Für das Hähnchen:

1 walnussgroßes Stück Ingwer

350—400 g Hähnchenkeulenfleisch

(mit Haut)

1 EL Reiswein (z.B. Shaoxing)

100 g Kartoffelstärke (notfalls

Maisstärke)

½ TL feines Meersalz

¼ TL Pfeffer aus der Mühle

Für die Sauce:

2—3 Knoblauchzehen

2 EL helle Sojasauce

2 EL Reiswein (z.B. Shaoxing)

2 EL heller Reisessig

2 EL Honig

2 EL koreanische scharfe

Gewürzpaste (Gochujang)

1 EL Palmzucker

1 EL Sesamöl

Für das Finnish:

1 EL helle Sesamsamen oder geröstete gesalzene Erdnusskerne

1 Frühlingszwiebel

Außerdem:

1 l Öl zum Frittieren

Zubereitung:

Für das Hähnchen den Ingwer schälen und fein reiben (es sollte mindestens 1 EL sein). Das Hähnchenfleisch waschen, trocken tupfen und samt der Haut in mundgerechte Stücke schneiden. Beides in einer Schüssel mit dem Reiswein, der Hälfte der Kartoffelstärke, Salz und Pfeffer vermengen.

Für die Sauce den Knoblauch schälen und fein reiben oder hacken. Mit Sojasauce, Reiswein, Reisessig, Honig, Gewürzpaste, Palmzucker und Sesamöl in einen kleinen Topf geben. Aufkochen, vom Herd nehmen, Sauce abschmecken. 3. Für das Finish entweder die Sesamsamen in einer Pfanne goldbraun anrösten oder die Erdnusskerne fein hacken. Die Frühlingszwiebel putzen, waschen und schräg in breite Ringe schneiden. Das Öl zum Frittieren in einen großen Topf füllen und auf 180°C erhitzen (an einem eingetauchten Holzstäbchen steigen rasch Bläschen auf).

Die restliche Kartoffelstärke unter die Hähnchenfleischstücke mischen und diese im Öl portionsweise 4 bis 5 Minuten goldbraun frittieren. Dabei immer darauf achten, dass der Topf nie zu voll gefüllt wird, da sonst die Temperatur zu stark fällt und die Fleischstücke nicht richtig bräunen. Fertige Popcorn Chicken mit dem Schaumlöffel aus dem Topf heben und auf Küchenpapier entfetten. Zwischendurch, falls nötig, die Sauce wieder erhitzen.

Alle frittierten Popcorn Chicken in eine große Schüssel geben, mit der heißen Sauce übergießen und gut durchmischen, bis alle Stücke mehr oder weniger gleichmäßig mit Sauce überzogen sind. Auf einer großen Platte oder in Schüsseln anrichten, mit Sesam, Erdnüssen und Frühlingszwiebeln bestreuen und sofort servieren.

Oyakodon Reisschale mit Hähnchen und Ei

© Roland Persson aus „Japanisch Grillen

Quelle: Jonas Cramby: Japanisch Grillen

Yakitori – Yakiniku – Koreanisches BBQ – Izakaya

Fotos: Roland Persson

Hädecke Verlag

Preis: 26,—

Unverschämt lecker und so easy gemacht- ich konnte mich wider Erwarten sogar mit dem rohen Eigelb on top anfreunden. Der kleine Holzkohle-Tischgrill war wirklich schnell bereit – so macht mir Grillen auch Spaß!

Oyakodon bedeutet ungefähr »Eltern-Kind-Schüssel« auf Japanisch und ist eine (etwas bizarre) Art auszudrücken, dass dieses Gericht Huhn und Ei enthält. Oyakodon ist klassisches japanisches Wohlfühlessen und wird in Yakitori-Restaurants oft als Abschluss der Mahlzeit serviert. Wenn Sie vorher Yakitori gegrillt haben, nehmen Sie natürlich holzkohlegegrilltes Hähnchen. Gut geht gelingt es aber auch mit gebratenem Hähnchen aus der Pfanne, wenn der Appetit am Abend kommt.

Zutaten für (4 Portionen):

4 Hähnchenschenkel mit Haut, entbeint

½ Zwiebel

400 ml Dashi, fertig gekauft oder s. u.

4 EL Mirin (süßer japanischer Reiswein)

1 EL japanische Sojasauce*

8 sehr frische Eier

800 g Reis, gekocht (siehe Rezept Shogayaki/Ingwerfleisch)

2 Frühlingszwiebeln, geputzt und in feine Scheiben geschnitten

Soja-Gurken (siehe unten)

Sesamsaat, geröstet

Dashi:

6 g Kombu* (ca. 2 × 10 cm großes Stück)

600 ml Wasser

15 g Katsuobushi**

Meersalz

Zubereitung:

Dashi ist eine herrlich rauchig-umamige Bouillon, die Grundlage für verschiedene Gerichte der japanischen Küche ist. Sie ist als Pulver erhältlich, aber natürlich viel besser, wenn Sie sie selbst zusammen köcheln. In diesem Fall: Kombu über Nacht in einem Topf mit Wasser ziehen lassen. Auf den Herd stellen und erhitzen, bis das Wasser lauwarm ist. Kombu herausangeln und entsorgen (beginnt es zu kochen, wird der Kombu bitter). Den Topf wieder auf den Herd stellen, bis Blasen vom Boden aufsteigen. Jetzt den Topf von der Platte nehmen und Katsuobushi hineingeben. Zwei Minuten in der Bouillon ziehen lassen, dann abseihen. Mit Salz abschmecken.

Hähnchenschenkel mit der Hautseite nach unten grillen oder braten, bis sie knusprig sind. Wenden und mit Salz abschmecken. Aus der Pfanne nehmen und in Streifen schneiden. Naschen Sie ein bisschen Haut, wir sind ja alle nur Menschen. Zwiebel in dünne Spalten schneiden und kurz in der Hähnchen-Pfanne anbraten. Dashi, Mirin und Sojasauce hinzufugen, vier Eier aufschlagen und hinein rühren, bis das Ei gestockt ist. Vom Herd nehmen.  Reis auf Schusseln verteilen, die Flüssigkeit aus der Pfanne darüber geben und mit Hähnchen und Gurke hübsch garnieren. Die restlichen Eier trennen und jede Schüssel mit einem rohen Eigelb (Eiweiß anderweitig verwenden), Sesam und Frühlingszwiebeln versehen.

Soja-Gurken

Schnell Eingemachtes auf klassisch japanische Art.

Zutaten:

1 Bio-Salatgurke, gewaschen und in feine Scheiben geschnitten

1 EL Salz

50 ml Reisessig

(Essig auf Basis von fermentiertem Reis. Die japanische Version hat ein mildes, weiches Aroma)

1 EL japanische Sojasauce (z. B. Shoju und Tamari)

2 TL Zucker

1 TL Sesamöl

1 EL Sesamsaat, geröstet

Zubereitung:

Gurke mit dem Salz vermengen. 30 Minuten ziehen lassen und dann abspülen. Essig, Sojasauce, Zucker und Sesamöl verrühren und darüber geben. Mit Sesam bestreuen.

Gut zu wissen

* Kombu, auch Riementang, gehört in jede selbst gemachte Dashi Bei uns ist er nur getrocknet erhältlich, die weise Salzschicht ist ein Qualitätsmerkmal.

** Katsuobushi, sind feine Flocken aus geräuchertem, getrocknetem Thunfisch, die hübsch auf warmen Speisen tanzen, im Mund schmelzen und allem ein großartiges Umami-Aroma verleihen – von gegrilltem Gemüse und Schalentieren bis zu Kartoffelchips, Reis und Frühstückseiern (auch als Bonito-Flocken bezeichnet).

Kyabetsu no sarada (Kohlsalat):

© Roland Persson aus „Japanisch Grillen

Jonas Cramby: Japanisch Grillen

Yakitori – Yakiniku – Koreanisches BBQ – Izakaya

Fotos: Roland Persson

Hädecke Verlag

Preis: 26,—

Die Griechen können für mich ihren Krautsalat gerne einpacken, dieser ist viel leckerer und ziemlich einfach nachzumachen!

In Japan serviert man gern eine große, fluffige Wolke aus extrem dünn gehobeltem Kohl als Beilage zu Shogayaki und Tonkatsu (eine Art japanisches Wiener Schnitzel). Er schmeckt aber auch gut zu Rindfleisch. Hier sind die Zubereitungsmethode und nicht die Zutaten dafür verantwortlich, dass der Salat herrlich knackig und luftig-lecker wird. Also fein hobeln und nicht mit Eiswasser sparen! Möhren und Koriander sind vielleicht nicht ganz authentisch japanisch, ich finde aber, dass der Salat damit noch besser wird. Das Sesamdressing gehört zu meinen Lieblingsrezepten in diesem Buch und ist im Grunde für jeden Salat geeignet, also nichts wie ran!

Zutaten für (4 Portionen):

1 kleiner Spitzkohl

1 Möhre, geschält und in feine Streifen gehobelt

½ Bund Koriander, frisch, gewaschen und abgetropft

Goma Tare – Sesam-Dressing:

2 EL Kewpie-Mayonnaise*

1 EL Sesampaste**

1 EL helles oder dunkles Miso***

1 EL Wasser

1 TL Reisessig ****

1 TL Mirin (siehe Rezept für das Ingwerfleisch unter „Gut zu wissen“)

2 EL Sesamsaat, geröstet

Zubereitung:

Oberes Ende des Spitzkohls abschneiden und den Kohl auf einem Gemüsehobel (Mandoline) so dünn wie möglich hobeln.

Den fein gehobelten Kohl in Eiswasser legen, damit er superknackig wird, während Sie für das Dressing einfach alle Zutaten miteinander vermengen.

Kohl in der Salatschleuder trocken schleudern oder in einem Sieb gut abtropfen lassen.

Kohl, Möhre und Koriander mischen und zum Servieren einen schonen Stapel aus knackig kaltem, aber luftigem Krautsalat auf einem Teller anrichten. Erst kurz vorher etwas Dressing darüber geben.

Gut zu wissen

* Kewpie-Mayonnaise ist eine süchtig machende japanische Mayonnaise in einer niedlichen Flasche. Enthalt vermutlich jede Menge Glutamat, das ist aber bei dieser Dosierung nicht weiter bedenklich.

** Sesampaste ist gemahlene Sesamsaat in Glasbehältern. Sieht aus und schmeckt ein bisschen wie Erdnussbutter oder Tahini. Am besten japanische Sesampaste kaufen, sie heißt Neri Goma.

*** Miso ist eine fermentierte japanische Sojabohnenpaste mit salzig-süßem Aroma, wunderbar in der berühmten Miso-Suppe bis hin zu Karamellsauce und Eis. Von dunkel bis hell erhältlich – am besten eine von beiden kaufen! Sie ist im Grunde unendlich lange haltbar.

**** Reisessig, ist ein Essig auf Basis von fermentiertem Reis. Die japanische Version hat ein mildes, weiches Aroma.

Shogayaki (Ingwerfleisch)

© Roland Persson aus „Japanisch Grillen

Quelle: Jonas Cramby: Japanisch Grillen

Yakitori – Yakiniku – Koreanisches BBQ – Izakaya

Fotos: Roland Persson

Hädecke Verlag

Preis: 26,—

Es geht auch ohne Premium-Fleisch: Schweinskarree, Umani, Knoblauch, Ingwer, ebenso schlicht wie einfach, aber genau das richtige für einen unkomplizierten Grill-Abend!

 P.S. Ich habe mein Fleisch schon geschnitten beim koreanischen Lebensmittel-Laden gekauft – das Rezept für den knackigen Krautsalat gibt es in Kürze – bis dahin „let‘s stay lecker“!

Yakiniku sind nicht nur affenteure Fleischstücke und Luxusfleisch. Viele Lokale kombinieren ihr Wagyu mit sogenanntem Horumonyaki, was ungefähr »Fleischreste« bedeutet und Teil einer buchstäblichen »Nose-to-Tail«-Philosophie ist, bei der man zum Grillen vom Ochsenmaul bis zum Mastdarm alles bestellen kann – und vieles ist überraschend gut. Ein nicht ganz so spektakuläres Grillgericht ist Shogayaki, ein japanisches Alltagsgericht aus dünn geschnittenem Schweinefleisch in einer ganz einfachen Ingwermarinade. Als Teil eines Yakiniku-Essens oder wie in vielen japanischen Haushalten servieren: mit einer Schale Reis und Krautsalat.

Zutaten für (4 Portionen):

500 g Schweinskarree ohne Knochen

Ingwersauce:

50 ml japanische Sojasauce*

50 ml Mirin**

2 Knoblauchzehen, geschält und gerieben

10 cm frischer Ingwer, geschält und gerieben

Reis, gekocht (siehe unten)

1 Frühlingszwiebel, geputzt und fein geschnitten

Krautsalat (Seite 74, Rezept folgt in Kürze)

Zubereitung:

Ein schönes Stuck Schweinskarree kaufen und laut Anleitung (siehe unten) dünn in mundgerechte Stücke schneiden.

Sojasauce, Mirin, Knoblauch und Ingwer zu einer einfachen Marinade verrühren. Abschmecken und darauf achten, dass der Kick vom Ingwer vorhanden ist. Denn es heißt ja schließlich Ingwerfleisch. Etwas Marinade zur Seite stellen, Fleisch in die restliche einlegen und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen, höchstens jedoch ein paar Stunden.

Marinade ablaufen lassen, bevor Sie das Fleisch auf den Grill legen. Kurz bei hoher Hitze grillen und aufpassen, damit die Sojasauce nicht verbrannt schmeckt.

Direkt vom Grill essen oder in einer Schale mit Reis anrichten. Dann etwas von der übrigen Marinade darüber gießen und mit Frühlingszwiebeln bestreuen. Dazu passt Krautsalat.

Gut zu wissen

* Japanische Sojasauce (z. B. Shoju und Tamari) oder koreanische Sojasauce (Ganjang) sollte leicht, umamig und nicht zu salzig sein. Man kann ein Stück Fisch hineindippen und mit Genuss essen – ist die Sauce zu stark, kann sie mit etwas Wasser verdünnt werden. In allen Varianten von handgemachter japanischer Sojasauce bis zur handelsüblichen Kikkoman erhältlich. Am besten auf natürlich fermentierte Saucen zurückgreifen und solche ohne Zusätze wählen.

**Mirin, ist ein süßer japanischer Reiswein, den es auch alkoholfrei im Asiamarkt oder Bioladen gibt. Wird für viele Saucen verwendet, also immer im Haus haben.

Tipps & Tricks

Reis mit dem Reiskocher zubereiten:

Guten Rundkornreis im Asia-Laden kaufen, er wird manchmal auch Sushi-Reis genannt, und mit kaltem Wasser in einem Sieb spülen, bis es klar bleibt. 30 Minuten in Wasser ziehen lassen, durch ein Sieb abgießen und frisches Wasser entsprechend der Maßangabe am Gerät einfüllen und eine Prise Salz dazugeben. Den Behälter in den Reiskocher setzen und auf den Knopf drücken. Wenn die Lampe leuchtet, einfach den Verschluss öffnen. Er bleibt fast unendlich lange warm und ist immer perfekt klebrig.

Reis im Topf zubereiten:

370 g Rundkorn- oder Sushi-Reis in einem Sieb mit kaltem Wasser spülen und abgießen. Mehrmals wiederholen, bis das Wasser klar ist. Neues Wasser aufgießen und 30 Minuten ziehen lassen. Wieder abgießen und 460 ml Wasser dazugeben, bevor Sie den Topf auf den Herd stellen. Deckel auflegen, zum Kochen bringen und eine Minute kochen lassen. Dann auf mittlere Hitze schalten, leicht salzen und vier bis fünf Minuten kochen (zwischendurch umrühren, damit der Reis nicht anbrennt), bevor Sie auf die kleinste Stufe herunterschalten. Zehn Minuten weitergaren, bis die gesamte Flüssigkeit absorbiert ist (bei Bedarf noch eine kleine Menge Wasser nachgießen, falls die Flüssigkeit schneller weg ist). Topf vom Herd nehmen und noch etwa zehn Minuten ziehen lassen. Den Reis vor dem Servieren mit einer Gabel oder Stäbchen kurz auflockern und nach Geschmack für japanische Gerichte noch mit einem Hauch Reisessig würzen.

Drei Arten Fleisch zu schneiden:

  1. Dicke Stücke: Das gut gekühlte Fleisch gerade herunter in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden. Halten Sie das Messer gerade und schneiden Sie mit einer einzigen, langen Bewegung.
  2. Dünne Stucke: Das gut gekühlte Fleisch schrag schneiden, wie beim Schneiden von Lachs. Schönere Scheiben erhalten Sie durch einen einzigen, langen Schnitt.
  3. Hauchdünne Scheiben: Fleisch einfrieren und mit der Maschine schneiden. Mit etwas Übung geht das auch mit einem superscharfen Messer – oder Ihr Metzger erledigt das.